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  1. #81
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    Standard AW: Wozu 230V im Wohnmobil per Wechselrichter? Was muss beim Einbau beachtet werden?

    Zitat Zitat von Travelboy Beitrag anzeigen
    Hier wird viel geschrieben wobei einiges von Halbwissen zeugt und dann vielleicht die Kollegen do NULL Ahnung von Elektrotechnik haben verunsichert, oder viel schlimmer zu einer falschen Installation verleiten.

    Erst einmal vorweg, es ist egal wie herum ich den Stecker vom Landstromanschluss in die Stromsäule am Platz einstecke, wichtig ist nur – das Stecker und Steckdose funktionsfähige Schutzkontakte (PE) haben.

    Der im Wohnmobil verbaute Fehlerstromschutzschalter RCD (FI) ist ein Summenwandler, der den Strom der Phase mit dem Strom des Neutralleiters vergleicht, weicht dieser Strom um 30mA ab (weil irgendwo ein Fehlerstrom fließt) schaltet der RCD beide Leiter in 30msec ab.


    Entgegen einiger undeutlicher Aussagen hier:

    Der PE darf im Wohnmobil nirgendwo mit dem Neutralleiter verbunden (gebrückt) werden – Lebensgefahr.
    1.
    1.
    WR mit einer Steckdose für EINEN Verbraucher (es darf keine Verteilerleiste verwendet werden)

    Hier wird intern der Schutzkontakt der Steckdose mit dem PE gebrückt, im Fehlerfall erfolgt die Abschaltung dann je nach Gerätetype a) über die Elektronik oder b) über ein Schutzorgan (LS, Sicherung)
    Für angeschlossene Geräte mit Schutzkontakt schaltet das Gerät dann wohl zuverlässig ab, bei Geräten ohne Schutzkontakt (Schutzisolierte Geräte) kann im Fehlerfall aber der Strom über einen Körper (Mensch, Tier) und über den PE den Stromkreis schließen.
    Und wie hoch da der Strom sein kann bis der Umrichter abschaltet und wie lange der Umrichter für die Abschaltung braucht ist sehr fragwürdig.
    2.
    2.
    WR mit Netzvorrangschaltung und Anschluss mehrere Verbraucher

    Der WR funktioniert genau wie der WR mit nur einer Steckdose, hier wird aber empfohlen (und die DIN VDE schreibt es auch vor), dass das Netzt nach dem WR mit einem separaten RCD ausgerüstet werden muss.
    Und NUR bei dieser Installation müssen (dürfen) der Neutralleiter und der PE gebrückt werden.
    Diese Installation ist dann so sicher wie die übrige Installation im Wohnmobil, im Fehlerfall schaltet der RCD dann bei 30mA innerhalb von 30msc. Den Strom ab.
    Da aber die WR selbst wenn sie einen reinen Sinus produzieren auf der 230V Seite mehr oder weniger Oberwellen und Gleichstromanteile haben, ist hier ein spezieller RCD Type A EV zu verwenden, der für die Auslösung auch den Gleichstromanteil berücksichtigt.

    Noch ein Hinweis an Familien und unsere Haustierhalter:

    Die Berührungsspannung, die im Fehlerfall auftreten kann ist für den Menschen auf 50V festgelegt.
    Kleinkinder und Haustiere sind da aber viel empfindlicher und da schreibt die DIN VDE maximal 25V zulässige Berührungsspannung vor.

    Das Bild zeigt beide Stromlaufpläne, ohne und mit RCD.


    Anhang 32547

    sehr schöne zusammenfassung!
    Als ergänzung nur noch:
    Der WR muss für die Verbindung zwischen PE und N geeignet sein.
    Das sind aber leider nicht alle.

    Und um es nochmal zu sagen:
    Für diejenigen denen das hier alles bömische Dörfer sind, ist immer der Weg zum Fachmann Pflicht.
    Nicht das irgendjemand auf Grund von unserem Austausch hier, selber anfängt zu basteln!


    Kann man so machen, ist aber leider kein Standard und wird von den Normalhansels wohl auch keiner so installieren.
    Mich würde dann nur interessieren, bei welchem Isolationswert der ISO-Wächter auslöst, wie hoch dann der Fehlerstrom ist und wie lange dei Schütz bis zum Abschalten braucht.
    Ich löse momentan bei 40kohm aus, würde bedeuten das nur 6mA fließen. Maximal hätte ich bei 230V und 10kohm (mindest R bei meinem Isowächter) 23mA
    Spielt aber bei dem Aufbau so tatsächlich keine Rolle.
    Im IT-Netz wird eigentlich beim ersten Fehler ja nur gewarnt, weil der erste Fehler nicht bedrohlich ist.
    Erst beim 2ten Fehler wird abgeschaltet.

    Da ich aber im WoMo keine hohe Verfügbarkeit brauche, schalte ich schon direkt beim 1. Fehler ab. Damit spielt die Abfallzeit des Schützes auch keine so wirklich signifikante Rolle.
    Allerdings hätte das Verbaute Eaton auch eine Öffnungszeit von 9 - 18 ms - also auch noch unter den geforderten Werten eines RCDs

  2. #82
    Stammgast   Avatar von biauwe.de
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    Standard AW: Wozu 230V im Wohnmobil per Wechselrichter? Was muss beim Einbau beachtet werden?

    Zitat Zitat von Travelboy Beitrag anzeigen
    Mich würde dann nur interessieren, bei welchem Isolationswert der ISO-Wächter auslöst, wie hoch dann der Fehlerstrom ist und wie lange dei Schütz bis zum Abschalten braucht.
    Gute Frage, ich werde mal beim nächsten Womokauf den Händler drauf ansprechen.
    Gruß Uwe.

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  3. #83
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    Standard AW: Wozu 230V im Wohnmobil per Wechselrichter? Was muss beim Einbau beachtet werden?

    Zitat Zitat von biauwe.de Beitrag anzeigen
    Gute Frage, ich werde mal beim nächsten Womokauf den Händler drauf ansprechen.
    Ich kenne allerdings keinen Hersteller bzw Werkstatt die ein IT-Netz aufbauen.

    Wenn sie wissen was sie tun verbauen sie einen WR mit Nullung (Votronic z. B.) oder bauen einfach irgendwas ein (" ist ja ein FI verbaut, damit ist es sicher")

  4. #84
    Stammgast   Avatar von biauwe.de
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    Standard AW: Wozu 230V im Wohnmobil per Wechselrichter? Was muss beim Einbau beachtet werden?

    Zitat Zitat von visual Beitrag anzeigen
    Ich kenne allerdings keinen Hersteller bzw Werkstatt die ein IT-Netz aufbauen.
    Oh, wir haben viel IT im Womo.
    https://ski-web24.de/Wohnmobil/Terri/sonoff.htm
    Gruß Uwe.

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  5. #85
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    Standard AW: Wozu 230V im Wohnmobil per Wechselrichter? Was muss beim Einbau beachtet werden?

    Zitat Zitat von biauwe.de Beitrag anzeigen


    Gut, dass war zwar nicht gemeint, passt aber

  6. #86
    Stammgast  
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    Standard AW: Wozu 230V im Wohnmobil per Wechselrichter? Was muss beim Einbau beachtet werden?

    ... immer diese Fahcbegriffe,

    IT = Isolé Terre, ungeerdetes Netz.
    Schöne Grüße
    Volker

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