Seite 1 von 3 1 2 3 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 22
  1. #1
    Kennt sich schon aus  
    Registriert seit
    14.10.2013
    Ort
    50 KM nördlich von Stuttgart
    Beiträge
    284

    Standard LiFePO4 und Ladebooster als "Schutz" für die Lichtmaschine ???

    Hallo
    Habe zugeschlagen und mir von Liontron eine 100 AH gegönnt. Nun stellt sich mir noch eine Frage die ich öfters gelesen habe. Und zwar gibt es hier und da die Empfehlung einen Ladebooster einzubauen um den Ladestrom der Lichtmaschine zu begrenzen damit die Lichtmaschine nicht kaputt geht /abbrennt. Als Begründung wird angegeben das eine LiFePO4 mehr Ladestrom zieht als eine Gel oder AGM. Das verstehe ich jedoch nicht,die Lichtmaschine bring eben was sie kann,da ist doch egal was die Batterie zieht,oder? Ein Lichtmaschinenmanagement gibt es bei mir nicht, ich habe einen Ducato Bj 2000 als Basisfahrzeug.
    Wer kann hier Licht ins dunkle bringen?..

    Danke, Gruß Timo

  2. #2
    Ist öfter hier  
    Registriert seit
    22.02.2015
    Ort
    C
    Beiträge
    41

    Standard AW: LiFePO4 und Ladebooster als "Schutz" für die Lichtmaschine ???

    Hallo,
    ich habe einen Ladebooster verbaut. Selbst besitze ich übrigens einen Liontron 180Ah. Mal einfach erklärt:
    Wenn Du Deine Lichtmaschine immer voll ausreizen würdest, weil der LiFePo4-Akku alles aufnimmt, was er stromseitig aufnehmen kann und die Lichtmaschine eben hergibt, würde sie permanent thermisch stark belastet. Es soll schon, so auch in einem Youtube-Video gesehen, qualmende Kichtmaschinen gegeben haben. Auf dem Messestand habe ich mich mit einem Techniker von Liontron ausgiebig auch darüber unterhalten. Auch er hat aus selbigem Grund einen Ladebooster empfohlen.
    Außerdem vertragen manche Ladeblöcke keineswegs solch hohe Ströme. Sie sind ganz einfach für derart hohe Ladeströme nicht vorgesehen. Über eine oft verbaute EBL99 sollte man beispielsweise nicht mehr als ca. 70A jagen. Die Leitungsstärken, Kontakte und das Trennrelais sind dann am Limit.
    Es gibt auch Leute, die verzichten auf den Booster zur Strombegrenzung. Kann gutgehen, je nach Lima-Größe, Ladeblock und Verschaltung - muss aber nicht.
    Jeder mag eine andere Meinung dazu haben. Mir persönlich war es "OHNE" zu riskant.

  3. #3
    Kennt sich schon aus  
    Registriert seit
    14.10.2013
    Ort
    50 KM nördlich von Stuttgart
    Beiträge
    284

    Standard AW: LiFePO4 und Ladebooster als "Schutz" für die Lichtmaschine ???

    Hallo Volker
    Ok, was ich trotzdem nicht verstehe: der Booster erhöht den Strom der in den Akku fließt. Und das schont die Lichtmaschine? Wie das denn. Zwingt er die Lichtmaschine dadurch nicht auch mehr zu arbeiten?
    Und wenn ich mich zu einem Booster entscheiden sollte,dann würde ja einer mit einer geringen Leistung ausreichen wenn ich nur will das er die Lichtmaschine schont und es mir nicht um die schnelle Ladung geht.

    Gibt es noch andere Erfahrungen bzw Meinungen?

    Gruß Timo

  4. #4
    Kennt sich schon aus  
    Registriert seit
    12.02.2019
    Ort
    Kitzingen
    Beiträge
    384

    Standard AW: LiFePO4 und Ladebooster als "Schutz" für die Lichtmaschine ???

    Zitat Zitat von dereurafahrer Beitrag anzeigen
    ...
    Ok, was ich trotzdem nicht verstehe: der Booster erhöht den Strom der in den Akku fließt....
    Der Booster gibt stabile, dem eingestellten Akkutyp angepasste Ladespannungen heraus.
    Eine leere und somit stromhungrige LiFe(Y)PO4 kann sehr hohe Ladeströme aufnehmen. Diese können z.B das Trennrelais übermäßig belasten.
    Der Booster verhindert unkontrollierte, hohe Ladeströme und stellt optimierte Ladespannungen über die Zeit zur Verfügung.

    Es gibt Kollegen die begrenzen die hohen Ladeströme in dem sie dünne Ladeleitungen, die einen hohen Widerstand darstellen, verlegen und wenn der Akku seinen ersten Hunger gestillt hat, d.h. der Ladestrom abgesunken ist, dickere Ladeleitungen, die einen niedrigen Widerstand darstellen, über einen Schalter parallel zu den dünnen Ladeleitungen zuschalten.

    Ich persönlich habe mich für einen Booster als Komponente eines Tripple-Laders (Landstrom, Booster, Solar) entschieden.
    Hier findest du mehr Infos zu meinem Umbauprojekt: https://www.promobil.de/forum/threads/43905-Erweiterung-Elektrokapazit%C3%A4t-Knaus-Van-TI-650-MEG-Platinium-Selection?p=589073&viewfull=1#post589073
    Anfänglich wollte ich erst eine zweite AGM dazu stellen, dann habe ich mich doch zu einer 150Ah LiFePO4 von Liontron entschieden.

    Gruß, Holger
    Gruß, Holger

    Erste Reise mit Adria TWIN 640 SLX nach Südnorwegen, zweite Reise mit Elnagh Baron 73 entlang der Mosel, zukünftige Reisen mit eigenem Knaus Van TI Platinum Selection 650 MEG

  5. #5
    Ist öfter hier  
    Registriert seit
    22.02.2015
    Ort
    C
    Beiträge
    41

    Standard AW: LiFePO4 und Ladebooster als "Schutz" für die Lichtmaschine ???

    Hallo,
    Du siehst das etwas zu einseitig. Einerseits erhöht der Bosster natürlich den Ladestrom, zumindest im Vergleich zu den jämmerlichen max. 18A, die viele Ladeblöcke nur bringen. Ladebooster laden - je nach Modell - mit 25A, 30A, 45A usw.. Das ist vor allem gut bei Euro 6 - Modellen, die "intelligente" Lichtmaschinen haben. Sonst würde der Akku während der Fahrt nie voll geladen.
    Andererseits schützt der Booster eben auch die Komponenten, die durch zu hohe Ladeströme leiden / vorzeitig verschleißen könnten (z.B. die oben aufgeführten Komponenten). Auch Liontron gibt einen empfohlenen Ladestrom von max. ca. 60A als Optimum an. Bei noch höheren Ladeströmen könnte auch der Akku eher verschleißen.
    Die Moral von der Geschichte: Einerseits erhöht der Booster den Ladestrom auf Werte, mit denen man gut leben kann, andererseits schützt der Booster vor ungewolltem Verschleiß von Bauteilen.
    Das ist verständlich, meine ich.
    Geändert von volker2 (22.01.2020 um 18:50 Uhr)

  6. #6
    Kennt sich schon aus  
    Registriert seit
    12.02.2019
    Ort
    Kitzingen
    Beiträge
    384

    Standard AW: LiFePO4 und Ladebooster als "Schutz" für die Lichtmaschine ???

    Der Ladebooster und der Ladeblock sind zwei paar Stiefel. Der Ladeblock ist bei Landstrom im Einsatz. Der Booster beim Fahren. Bitte nicht verwechseln.

    Gruß, Holger
    Gruß, Holger

    Erste Reise mit Adria TWIN 640 SLX nach Südnorwegen, zweite Reise mit Elnagh Baron 73 entlang der Mosel, zukünftige Reisen mit eigenem Knaus Van TI Platinum Selection 650 MEG

  7. #7
    Kennt sich schon aus  
    Registriert seit
    30.12.2016
    Beiträge
    413

    Standard AW: LiFePO4 und Ladebooster als "Schutz" für die Lichtmaschine ???

    Booster dienen üblicherweise nicht dem Schutz des Generators (der schützt sich bei Überlastung und dadurch entstehende Wärme selbst) sonder dient in erster Linie dem "Schutz" des nachfolgenden Ladesystems oder gleicht unzureichende Kabelverbindungen oder auch konstruktiv bedingte lange Kabelstrecken aus.

  8. #8
    Kennt sich schon aus  
    Registriert seit
    14.10.2013
    Ort
    50 KM nördlich von Stuttgart
    Beiträge
    284

    Standard AW: LiFePO4 und Ladebooster als "Schutz" für die Lichtmaschine ???

    Hallo
    Danke für diè ausführlichen Erklärungen. Nun habe ich gesehen das es verschiedene Möglichkeiten gibt an welcher Stelle der Booster eingebaut wird. Da meine Starterbatterie im Motorraum sitzt habe ich einen recht langen Weg zum EBL und zur Aufbaubatterie. Wo habt ihr den Booster verbaut?
    Gruß Timo

  9. #9
    Kennt sich schon aus  
    Registriert seit
    12.02.2019
    Ort
    Kitzingen
    Beiträge
    384

    Standard AW: LiFePO4 und Ladebooster als "Schutz" für die Lichtmaschine ???

    So nahe wie möglich an der Aufbaubatterie.

    Gruß, Holger
    Gruß, Holger

    Erste Reise mit Adria TWIN 640 SLX nach Südnorwegen, zweite Reise mit Elnagh Baron 73 entlang der Mosel, zukünftige Reisen mit eigenem Knaus Van TI Platinum Selection 650 MEG

  10. #10
    Stammgast  
    Registriert seit
    11.01.2014
    Ort
    Norddeutschland - Im Elbe-Weser-Dreieck
    Beiträge
    5.788

    Standard AW: LiFePO4 und Ladebooster als "Schutz" für die Lichtmaschine ???

    Zitat Zitat von ManfredK Beitrag anzeigen
    Booster dienen üblicherweise nicht dem Schutz des Generators (der schützt sich bei Überlastung und dadurch entstehende Wärme selbst) sonder dient in erster Linie dem "Schutz" des nachfolgenden Ladesystems oder gleicht unzureichende Kabelverbindungen oder auch konstruktiv bedingte lange Kabelstrecken aus.
    Wie kann ein Booster eine unzureichende Verkabelung ausgleichen?

    Ein Kabel ist durch den Kabelquerschnitt und die Kabellänge für einen maximalen Strom ausgelegt. Wird dieser Strom überschritten löst die Sicherung aus, hab ich keine Sicherung (oder die Falsche) wird das Kabel warm - heiß - schmort - und das Mobil brennt ab.
    Schöne Grüße
    Volker

Seite 1 von 3 1 2 3 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Welche Sat-Anlage?? "Dom"-Antenne vs. "Spiegel"
    Von Frulli im Forum Sat-Anlagen, TV und Multimedia
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 26.09.2014, 10:34
  2. "Sicherheit ist relativ" - oder - "Wenn das Schicksal zuschlägt ..."
    Von Hanse im Forum Erfahrungen mit Stell- und Campingplätzen
    Antworten: 22
    Letzter Beitrag: 19.05.2014, 09:39
  3. Ladebooster 2.0 oder der "Selbstbau-Ladebooster"
    Von Unimog-HeizeR im Forum Selbermachen - Tipps und Tricks
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 10.12.2013, 12:48
  4. Wie "lange" sind "lange" Stillstandzeiten?
    Von yogi1 im Forum Fahrgestelle und Motorisierung
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 07.06.2011, 00:14

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •