Immer wieder lese ich Floskeln wie "wir haben richtig herum gestanden", ""wenn es sein muss, stellt ich mich schon mal falsch herum" etc.

Ich kenne ähnliches zwar für Wohnwagen, denn da verlangt die Feuerwehr sogar teilweise in der Betriebserlaubnis zum Platz, dass die Deichseln zur Ausfahrt zeigen müssen, um im Brandfall schneller bergen oder wegziehen zu können.

Aber bei Wohnmobilen? Ich bin da ehrlich gesagt völlig perplex, dass man auch falsch herum auf eine Parzelle fahren kann, wenn das nicht wie beispielsweise am Hopfensee durch verschiedene Untergründe vorgegeben ist. OK, da hat es ein riesiger Liner dann trotzdem geschafft, die komplette Wiese zu zermanschen, um unter der Markise Schotter zu haben. Wohlmöglich, weil er unbedingt "richtig" herum stehen wollte?

Also bitte um Rat: Was ist richtig, was ist falsch und wer bestimmt das? Ich, die anderen, selbsternannte Beauftragte, Sittenwächter?

Um mneine Frage zu erklären, denn sie soll wahrlich nicht zur Provokation dienen:

ICH würde mich:

- Auf leerem Platz innerhalb der Parzelle je nach Gegebenheit mit der Fahrerseite recht nah an die Grenze stellen, um mit der Markisenseite möglichst viel Platz und ein Mindestmaß an Privatsphäre zu bekommen.

- Neben bereits belegten Parzellen anzustreben so zu stehen, dass jeweils Markisenseiten und Fahrerseiten zu den Nachbarn spiegelbildlich sind

Was mich eher weniger interessiert: Wenn jemand meint, beim Biss ins Brötchen zwingend auf Stadt, Land, Fluss schauen zu müssen, werde ich deswegen nicht die oben genannten Punkte ihm zuliebe zwingend einhalten, weil er sonst meckern könnte. Ich bestimme nicht, wie er auf seiner von ihm gemieteten Parzelle steht, umgekehrt erwarte ich das Selbe. Wenn er soviel Wert drauf legt, muss er halt zwei Parzellen mieten.

Wie manche Zeitgenossen reagieren, hab ich schon live erlebt. In meiner Familie vermietet jemand Hallenstellplätze. Da ist ein Fahrer mit Liner wohl der Meinung, er habe da einen 24// Service gleich mit gemietet. Ob Weihnacht, ob Wochenende, ob Ostern, wenn er kommt oder geht, er hat immer irgendwas zu irgendeinem Nachbar zu kamellel, weil der seinem Empfinden nach wieder auf SEINER Parzelle nicht so steht, wie der Motzkopp es gerne hätte. Mal kann er nicht seinen Einstieg beim abgestellten Fahrzeug draussen lassen, weil er trotzdem an seine Heckgarage will, ohne diese im Weg zu haben, mal befürchtet er Türen anderer leute in seiner Seitenwand, weil die sich nicht weit genug auf IHRER Parzelle von IHM ferngehalten werden. OK, seit dem Vorschlag, wenn alles doch so schlimm sei, solle er sich besser was anderes suchen, ist der Drang, seine Mitmenschen in seinem Sinne zu erziehen etwas abgeklungen.

Wenn ich mir den auf einem Stellplatz vorstelle, wundert mich, dass der immer ohne Blessuren heim kommt.

Also: Was ist falsch, was ist richtig? Und ist das mein Problem, wenn es vom Platz her nirgendwo festgelegt ist? Und wer bestimmt das dann?