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  1. #1
    Stammgast  
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    Standard Mein E-Wohnmobil

    Ok, ich gebe zu: mein E-Wohnmobil gibt es noch nicht.
    Aber hoffentlich in ein paar Jahren. Die Frage ist: wie viel teurer wird es dann sein – verglichen mit einem Diesel ?

    Das habe ich für meine persönlichen Rahmenbedingungen ausgerechnet. Das Ergebnis hat mich überrascht, deshalb wollte ich es hier mit euch teilen.
    Vielleicht findet der Eine oder die Andere einen Fehler in meinen Überlegungen.

    Was ist also der Plan ?
    In sieben bis zehn Jahren kann ich vermutlich in den Vorruhestand gehen (wann genau, weiß ich noch nicht). Zusammen mit meiner Frau plane ich dann viel mit dem Wohnmobil zu reisen und schätze, auf eine jährlich Fahrleistung von 20000 km zu kommen (wenn du Rentner bist: was sind Deine Erfahrungen ?). Täglich sollen es aber nicht mehr als ca. 300-500 km sein – Gewalttouren von über 1000 km/Tag werden wir dann keine mehr machen. Das bedeutet, dass die Reichweite des E-Wohnmobils bei echten 200-300 km liegen muss. Mit einer Ladepause zum Mittagessen kommen wir dann pro Tag 400-600 km weit.

    Wie groß muss also die Batterie des E-Wohnmobils sein ?
    Bei einem Elektro-Kleinwagen (Renault Zoe) kann man für eine echte Reichweite von 200-300 km mit einem 50 kWh Akku rechnen. Aber wie rechnet man das für ein Wohnmobil um ?
    Bei Spritmonitor.de kann man recherchieren, dass ein Renault Clio (von der Größe vergleichbar mit Zoe) im Schnitt ca. 5 Liter Diesel / 100 km verbraucht. Ebenso kann man ermitteln, dass ein Fiat Ducato ca. 10 Liter Diesel / 100 km benötigt – also das Doppelte.
    Ein E-Wohnmobil hätte also ungefähr den doppelten Verbrauch eines Elektro-Kleinwagens und benötigt für die selbe Reichweite somit die doppelte Batteriekapazität, also 100 kWh.

    Und was kostet das nun ?
    Das rechne ich im nächsten Beitrag aus ...
    Viele Grüße,
    Kai-Uwe
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  2. #2
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: Mein E-Wohnmobil

    Dann rechne bitte auch noch:
    1) Was wiegt ein 100kWh Akku und sind 3.5t dann überhaupt noch realistisch?
    2) Wie viel kosten 100kWh laden auf einem SP der CP. 50€ bei 50Cent/kWh macht 16.66€/100km. Akkuverschleiß mit eingerechnet dürfte Diesel billiger sein.
    3) Wurde wirklich CO2 eingepart bei der geringen Laufleistung?

    Gruß Georg
    Geändert von raidy (25.11.2019 um 15:16 Uhr)
    Die Mehrheit der Affen bezweifelt, dass der Mensch von ihnen abstammt.

  3. #3
    Stammgast   Avatar von walter7149
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    Standard AW: Mein E-Wohnmobil

    ..... und volle Dachfläche und 1/3 von oben beider Seiten- und Rückwand bitte mit Solar

    Einmal selbst sehen, erleben und ausprobieren, ist mehr als 100 Neuigkeiten hören oder lesen.
    Grüße von Walter aus Selbu - Hilsen fra Walter fra Selbu

  4. #4
    Stammgast   Avatar von Tonicek
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    Standard AW: Mein E-Wohnmobil

    Bin zwar absoluter Laie - aber die Rechnung / Kalkulation in # 1 erinnert mich irgendwie an die " Birnen & Äpfel - Vergleiche " ?

    Aber träumen darf der Überrschungscamper ja auch mal . . .
    Hetze den Wolf, bis er sich wehrt und dann erklär ihn zur Bestie

  5. #5
    Stammgast  
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    Standard AW: Mein E-Wohnmobil

    Zitat Zitat von raidy Beitrag anzeigen
    Dann rechne bitte auch noch:
    1) Was wiegt ein 100kWh Akku und sind 3.5t dann überhaupt noch realistisch?
    2) Wie viel kosten 100kWh laden auf einem SP der CP. 50€ bei 50Cent/kWh macht 16.66€/100km. Akkuverschleiß mit eingerechnet dürfte Diesel billiger sein.
    3) Wurde wirklich CO2 eingepart bei der geringen Laufleistung?

    Gruß Georg
    Hallo Georg,

    zum Gewicht und Akkuverschleiß komme ich später.
    Jetzt erst mal zu den Treibstoffkosten:

    Renault Zoe benötigt laut Spritmonitor.de im Schnitt 16 kWh / 100 km. Mein E-Wohnmobil wird das Doppelte verbrauchen, also ca. 32 kWh.
    Schnellladung kostet mich aktuell ca. 0,4 Euro - macht also pro Jahr: 20000 * 32/100 * 0,4 = 2560,- Euro an Ladekosten
    Ein Diesel würde mit aktuellen Dieselpreisen kosten: 20000 * 10/100 * 1,20 = 2400,- Euro
    Diesel wäre also ca. 160 Euro billiger. Da ist aber noch kein Adblue und Ölwechsel berücksichtigt. In Summe dürften Ladekosten und Dieselkosten etwa gleich sein.
    Viele Grüße,
    Kai-Uwe
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  6. #6
    Stammgast  
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    Standard AW: Mein E-Wohnmobil

    Was kostet mein zukünftiges E-Wohnmobil verglichen mit einem Diesel-Wohnmobil ?

    Der Unterschied liegt natürlich im Antriebsstrang.
    Soviel ich als Laie weiß: beim Diesel gibt es den Motor, die Kupplung, das mehrgängige Schaltgetriebe, die Lichtmaschine, die Steuerungselektrik, die Auspuffanlage (mit Abgasreinigung) und den Tank.
    Beim E-Antrieb gibt es stattdessen den E-Motor, ein 1-Gang-Getriebe und die Leistungselektronik.
    Soweit kann man davon ausgehen, dass der E-Antrieb eher billiger ist, als der Dieselantrieb, aber bestimmt nicht teurer.
    Hinzu kommen beim Elektroauto aber die Kosten für die Antriebs-Batterie (bzw. den Akku).
    Für mein E-Wohnmobil benötige ich eine 100 kWh Batterie.
    Anhaltspunkt: die Batterie des Zoe kann man bei Renault kaufen. Sie kostet 8000 Euro - für 100 kWh Kapazität wären das also ca. 16000,- Euro.
    Mein E-Wohnmobil wird also bei der Beschaffung 16000,- Euro mehr kosten, als ein Diesel-Wohnmobil. Eine ganz schöne Stange Geld (zumindest für mich).

    Aber damit endet die Geschichte noch nicht. Denn objektiv betrachtet bekommt man von den 16000,- Euro über die Laufzeit wieder ein paar Euro zurück.

    Dazu mehr im nächsten Beitrag.
    Viele Grüße,
    Kai-Uwe
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  7. #7
    Stammgast  
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    Standard AW: Mein E-Wohnmobil

    Zitat Zitat von walter7149 Beitrag anzeigen
    ..... und volle Dachfläche und 1/3 von oben beider Seiten- und Rückwand bitte mit Solar

    Das wäre cool ... wer kann denn sagen, was das kosten würde ?
    Viele Grüße,
    Kai-Uwe
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  8. #8
    Stammgast   Avatar von walter7149
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    Standard AW: Mein E-Wohnmobil

    Zitat Zitat von UeberraschungsCamper Beitrag anzeigen
    Das wäre cool ... wer kann denn sagen, was das kosten würde ?
    Na rechne doch erstmal die Solarfläche in m² , dann wird schon einer einen Preis/m² ca. wissen.

    Einmal selbst sehen, erleben und ausprobieren, ist mehr als 100 Neuigkeiten hören oder lesen.
    Grüße von Walter aus Selbu - Hilsen fra Walter fra Selbu

  9. #9
    Stammgast  
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    Standard AW: Mein E-Wohnmobil

    Ok Walter, das mache ich später.

    Jetzt erst mal zur Frage, wie ich die 16000,- Euro des Akkus wenigstens teilweise kompensieren kann. Wie Georg schon angemerkt hat: mit den Ladekosten versus Dieselkosten eher nicht.
    Aber es gibt zwei Faktoren, die die 16000,- Euro relativieren. Der erste ist die Frage, was der Akku noch wert ist, wenn er ersetzt wird. Tesla (der Hersteller mit der längsten E-Auto Erfahrung) rechnet mit 1500 Ladezyklen, bis der Akku getauscht wird.
    Nach den 1500 Ladezyklen ist der Akku keineswegs kaputt - die Kapazität beträgt dann nämlich noch 70%-80%. Das schlägt natürlich auf die Reichweite durch, deshalb kann man den Akku dann austauschen lassen (muss man aber natürlich nicht, wenn man mit der geringeren Reichweite klarkommt). Ich gehe vorsichtshalber davon aus, dass der Akku meines E-Wohnmobils bereits nach 1000 Ladezyklen ausgetauscht wird.
    Damit kommen wir zum entscheidenden Punkt: nach dem Tausch habe ich einen Akku übrig, der noch ca. 70% seiner Kapazität hat. Was bedeutet: ich kann diesen als Pufferspeicher verkaufen. Ich glaube nicht, dass ich dafür dann noch 70% des ursprünglichen Preises bekomme, aber 50% sollten realistisch sein.
    Ich verkaufe den Akku also zu 8000,- Euro.

    Somit hat mich der Akku in Summe statt 16000,- nur 8000,- Euro gekostet.

    Das klingt schon mal besser. Es geht aber noch weiter – dazu im nächsten Beitrag ...
    Viele Grüße,
    Kai-Uwe
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  10. #10
    Stammgast   Avatar von Tonicek
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    Standard AW: Mein E-Wohnmobil

    Zitat Zitat von UeberraschungsCamper
    . . . Ich glaube nicht, dass ich dafür dann noch 70% des ursprünglichen Preises bekomme, aber 50% sollten realistisch sein.
    Ich verkaufe den Akku also zu 8000,- Euro.
    Dein Optimismus in allen Ehren - zum Verkaufen gehört aber immer auch ein Käufer, und den wirst Du sicher finden, wenn Hinderttausende alter Akkus auf den Markt drängen?
    Hetze den Wolf, bis er sich wehrt und dann erklär ihn zur Bestie

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