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  1. #11
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Überladung eine Straftat?

    Das schreibt der ADAC:

    Wer sein Fahrzeug überlädt, muss in Deutschland mit folgenden Bußgeldern rechnen (Wohnmobil bis 7,5 t und Caravan bis 2 t zulässigem Gesamtgewicht (zGG)):

    ab 5 Prozent Überladung: 10 Euro

    ab 10 Prozent Überladung: 30 Euro

    ab 20 Prozent Überladung: 95 Euro und ein Punkt in Flensburg

    ab 25 Prozent Überladung: 140 Euro und ein Punkt in Flensburg

    ab 30 Prozent Überladung: 235 Euro und ein Punkt in Flensburg

    Quelle und mehr lesen: https://www.adac.de/der-adac/regiona...an-ueberladen/

    Also bis 5% passiert in Deutschland nichts. Das sind beim 3,5 Tonner immerhin 175 Kilogramm Überladung.

    Meines Erachtens auch keine Straftat, wenn so ein Mobil mit einem 3,5 t Führerschein Klasse B bewegt wird.

    Gruß Bernd
    Geändert von MobilLoewe (11.10.2019 um 17:10 Uhr) Grund: Nachtrag
    MobilLoewe, unterwegs im Dethleffs Alpa

    Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war. (Bertolt Brecht)

    Moderation im promobil Forum und PNs an Moderatoren, sowie das geschriebene Wort.

  2. #12
    Stammgast  
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    Standard AW: Überladung eine Straftat?

    Diesen Artikel habe ich auch gelesen. Ob es im Falle der Überladung eine Straftat ist ohne den entsprechenden Führerschein unterwegs zu sein, kann ich nicht beurteilen.
    Mittlerweile bin ich ein Befürworter für mehr Gewichtskontrollen im In- und Ausland, denn teilweise ist es schon krass was man sieht.
    In einer Gebrauchtwagenbörse wurde ein Allrad Wohnmobil von einem Händler mit einem Leergewicht in fahrbereiter Masse von 3400 kg ganz ungeniert mit 3,5 t zul. Gesamtgewicht angeboten, obwohl jeder weiß - sicher auch der Händler - das dies nahezu unmöglich ist.
    Vor ein paar Tagen stand in Süditalien ein großes Wohnmobil aus D (mindestens 7,5 m Länge eher deutlich mehr) neben mir. Das WoMo hatte Dachklima, vier Solarplatten und trotz der großen Heckgarage noch einen Fahrradträger für die e-bikes hinten drauf. An der Windschutzscheibe eine Vignette für 3,5 t für die Schweiz und für Österreich.
    Frag mich wie das gehen soll. Vermutlich sind diese Leute noch nie in eine Gewichtskontrolle gekommen
    Liebe Grüße Terry

  3. #13
    Stammgast   Avatar von clouliner1
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    Standard AW: Überladung eine Straftat?

    Zitat Zitat von MobilLoewe Beitrag anzeigen
    Also bis 5% passiert in Deutschland nichts. Das sind beim 3,5 Tonner immerhin 175 Kilogramm Überladung.
    Der Beamte darf dich aber mit einem wissentlich 3,75-Tonner nicht weiter fahren lassen wenn der Führerschein nur bis 3,5t gilt. Weil wenn wissentlich, wäre es auch fahren ohne ausreichende Fahrerlaubnis-also Straftatbestand.
    Gruß Thomas

  4. #14
    Stammgast   Avatar von Mark-86
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    Standard AW: Überladung eine Straftat?

    Zitat Zitat von clouliner1 Beitrag anzeigen
    als Straftat sehe ich es nicht, aber der B z.B. endet bei 3500kg. Also ab 3501 benötigt man C1. Also wird man bei Kontrolle mit B und 3580kg wird man wohl 80kg ausladen müssen, was man mit C-Führerschein vielleicht nicht müsste?
    Nein.
    Der Promobilleser verkündigt seine Meinung, wen interessiert die schon...
    ... Der Anwalt antwortet und dass m.E. leider fachlich falsch.

    Die Fahrerlaubnisverordnung (Führerscheinrecht) bezieht sich auf die zulässigen Gesamtgewichte. Das Realgewicht ist dabei völligstens egal.
    Mit B darf man Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht fahren. Also keinen 3,5 Tonner mit 3501kg und auch keinen 3,75 Tonner mit 3.000KG...
    Eigentlich sollte man dass in der Fahrschule gelernt haben.

    Wenn man 40 Tonnen auf den 3,5 Tonner läd, bleibt dass ein 3,5 Tonner mit einer Überladung von 36,5 Tonnen, also über 30% gemäß BKat.
    Es ist und bleibt eine schlichte Überladung, auf die Fahrerlaubnis hat dass entgegen hartnäckiger Kneipengerüchte, die sich seit Jahrzehnten halten, keinen Einfluss. Nicht heute, nicht morgen und auch nicht im letzten Jahrtausend, zumindest nicht nach dem 2. Weltkrieg. Die ging schon immer auf das zulässige Gesamtgewicht zurück. Übrigends auch ein unten eingetragenes "technisch zulässiges Gesamtgewicht" führt nicht zu einer Änderung des Gesamtgewichtes oben im geltenden Feld.
    Wenn da 3,5 Tonnen steht und unten steht "technisch zulässiges GGW 3,75 Tonnen) bleibt es ein 3,5 Tonner der nur 3,5 Tonnen wiegen darf und immer mit B gefahren werden darf.

    Ob man was ausladen muss oder nicht, das entscheidet der Polizist vor Ort...

    Das Unfallthema ist nochmal ein ganz anderes Thema. Kommt es zu einem Unfall, ist die Frage ob die Überladung dazu beigetragen hat oder nicht. Baue ich mit meinem 3,5 Tonner der um 36,5 Tonnen überladen ist, nen Auffahrunfall, könnte man davon ausgehen. Fährt mir jemand auf den um 36,5 Tonnen überladenen 3,5 Tonner, dann vieleicht weil die Rückleuchten oder Reflektoren auf dem Asphalt schliffen, ist dass nicht der Fall wäre der Unfall auch ohne Überladung passiert, hat also auf die Versicherungsleistung keinen rechtlichen Einfluss...

    Man sollte aber bei 36,5 Tonnen Überladung aufpassen, denn der Bußgeldkatalog gilt für "Fahrlässige" Verstöße. Vorsatztaten sind darin nicht erfasst und können gesondert berechnet werden, im Regelfall mit dem doppelten Regelbußgeldsatz. Einen 3,5 Tonner Fahrlässig um 36,5 Tonnen zu überladen dürfte schwierig werden.
    Auch dem Bullen zu sagen "ich weis dass ich 10% zu schwer bin" kann schnell zu einer verdoppelung des Bußgeldes führen.

    Bei einer gewissen Überladung kann darüber hinaus auch ein Strafverfahren im Bereich "Gefährdung des Straßenverkehrs" in Betracht kommen. Das ist dann eine Straftat... Dafür gibts keine "Regelbußgeldsätze", man sollte sich dass mit den 36,5 Tonnen Überladung also noch mal vorher genau überlegen und nicht meinen dass es mit den 30% Überladung nach BKat finanziell getan ist...

  5. #15
    Kennt sich schon aus   Avatar von Saju
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    Standard AW: Überladung eine Straftat?

    Zitat Zitat von MobilLoewe Beitrag anzeigen
    Das schreibt der ADAC:

    Wer sein Fahrzeug überlädt, muss in Deutschland mit folgenden Bußgeldern rechnen (Wohnmobil bis 7,5 t und Caravan bis 2 t zulässigem Gesamtgewicht (zGG)):

    ab 5 Prozent Überladung: 10 Euro

    ab 10 Prozent Überladung: 30 Euro

    ab 20 Prozent Überladung: 95 Euro und ein Punkt in Flensburg

    ab 25 Prozent Überladung: 140 Euro und ein Punkt in Flensburg

    ab 30 Prozent Überladung: 235 Euro und ein Punkt in Flensburg

    Quelle und mehr lesen: https://www.adac.de/der-adac/regiona...an-ueberladen/

    Also bis 5% passiert in Deutschland nichts. Das sind beim 3,5 Tonner immerhin 175 Kilogramm Überladung.

    Meines Erachtens auch keine Straftat, wenn so ein Mobil mit einem 3,5 t Führerschein bewegt wird.

    Gruß Bernd
    finde ich deutlich zu niedrig. Da sollte man ruhig noch mal kräftig was draufschlagen.20% kostet ja nicht mal soviel wie die Eintragung der Auflastung.
    Juppi - die schwerere Hälfte von SaJu

  6. #16
    Kennt sich schon aus   Avatar von ivalo02
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    Standard AW: Überladung eine Straftat?

    Guten Tag

    Zitat #Mark-86: " … einen 3,5 Tonner fahrlässig um 36,5 Tonnen zu überladen dürfte schwierig werden …"

    Wer kommt schon auf die hirnrissige Idee ein 3.5 T Fahrzeug um 36.5 Tonnen - als das 10-fache - zu überladen?
    Das könnte danach nur noch zum Schrotthändler transportiert werden.

    Was wolltest Du uns mit diesem Vergleich sagen?
    Welches Gewicht meinst Du?
    Danke für Aufklärung.

    Zur eigentlichen Frage:
    Wie bereits geschrieben, bestimmt das zulässige Gesamtgewicht den erforderlichen Führerschein.
    Eine allfällige Überladung hat darauf keinen Einfluss.

    In der CH ist im Fahrzeugausweis das technische mögliche Gesamtgewicht eintragen.
    Bei unserem Fahrzeug sind das 3'750 kg für den Fiat Ducato Maxi.
    Durch den Zusatz "maximal 3'500 kg" wird es eingeschränkt.

    Sind das technisch zulässige Gesamtgewicht und die Achslasten nicht überschritten, berücksichtigt das Bussgeld bei Überladung diesen Umstand als keine Verkehrsgefährdung.

    Gruss Urs

    Geändert von ivalo02 (11.10.2019 um 16:47 Uhr)
    Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.
    alte Indianerweisheit

  7. #17
    Stammgast   Avatar von Mark-86
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    Standard AW: Überladung eine Straftat?

    Zitat Zitat von ivalo02 Beitrag anzeigen
    Guten Tag

    Zitat #Mark-86: " … einen 3,5 Tonner fahrlässig um 36,5 Tonnen zu überladen dürfte schwierig werden …"

    Wer kommt schon auf die hirnrissige Idee ein 3.5 T Fahrzeug um 36.5 Tonnen - als das 10-fache - zu überladen?
    Das könnte danach nur noch zum Schrotthändler transportiert werden.

    Was wolltest Du uns mit diesem Vergleich sagen?
    Welches Gewicht meinst Du?
    Danke für Aufklärung.

    Zur eigentlichen Frage:
    Wie bereits geschrieben bestimmt das zulässige Gesamtgewicht den Führerschein.
    Eine allfällige Überladung hat darauf keinen Einfluss.

    Gruss Urs

    Es geht um eine generell hypotetische Zahl der Überladung zur bildlichen Darstellung des Inhaltes meines Beitrages.

  8. #18
    Stammgast  
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    Standard AW: Überladung eine Straftat?

    Zitat Zitat von clouliner1 Beitrag anzeigen
    Der Beamte darf dich aber mit einem wissentlich 3,75-Tonner nicht weiter fahren lassen wenn der Führerschein nur bis 3,5t gilt. Weil wenn wissentlich, wäre es auch fahren ohne ausreichende Fahrerlaubnis-also Straftatbestand.
    Das ist falsch was Du da schreibst.

    Ein 3,5 tonner bleibt ein 3,5 tonner, auch wenn er überladen ist und gesammt 3,74 to wiegt.

    Es ist dann ein überladener 3,5 tonner, da reicht der B Schein.

    Ist der gleiche Irrglaube wie mit einen überladenen 3,5 tonner muß man in Östereich eine GoBox haben.
    Gruss Dieter

    Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich mit mir selbst rede... und dann lachen wir Beide...

  9. #19
    Kennt sich schon aus   Avatar von fschuen
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    Standard AW: Überladung eine Straftat?

    Zitat Zitat von ivalo02 Beitrag anzeigen
    In der CH ist im Fahrzeugausweis das technische mögliche Gesamtgewicht eintragen.
    Bei unserem Fahrzeug sind das 3'750 kg für den Fiat Ducato Maxi.
    Durch den Zusatz "maximal 3'500 kg" wird es eingeschränkt.


    Ist in DE genauso. Unser Womo war auf 4 to aufgelastet, und ich habe es ohne technische Änderung wieder auf 3,5 to ablasten lassen. Die 3,5 to sind das zGG im Zulassungsland und gelten auch in CH - also Vignette.

    Durch die technischen 4 to kann man die "Unfallursache" sehr leicht entkräften, und ausserdem habe ich die Achslasten behalten - die werden bei der Überladungsdiskussion gerne vergessen. Da hilft auch das knappe Wiegen nix, wenn der arme Beifahrer bei einer Kontrolle plötzlich 200 kg auf den Schoss nehmen soll ...

    Gruss Manfred

  10. #20
    Stammgast   Avatar von Gerberian Shepsky
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    Standard AW: Überladung eine Straftat?

    Mark-86 hat das super erklärt.

    Ein Fahrzeug wird nach der eingetragenen Gesamtmasse bewertet.
    Fahrzeuggewicht 3.499 kg darfst du mit Führerschein bis 3,5 t zul. Gesamtmasse fahren. Setzt du dich rein, überschreitest du die zul. Gesamtmasse, also reine Überladung und es greift der Bußgeldkatalog für Überladung.

    .....Wann ein Fahrzeug überladen ist

    Eine Überladung liegt nach dem Verkehrsrecht vor, wenn dass zulässige Gesamtgewicht (Gesamtmasse) des Fahrzeugs überschritten ist. Dieses ergibt sich aus der Zulassungsbescheinigung Teil I (bzw. vor Oktober 2005 aus dem Fahrzeugschein).......
    Ist das Fahrzeug mit einem zul. Gesamtgewicht von 3.510 kg eingetragen, darfst du das mit Klasse B nicht fahren und du fährst ohne gültige Fahrerlaubnis für die Klasse bis 3,5 t zul. Gesamtmasse. Dann greift der Bußgeldkatalog für Fahren ohne Führerschein.
    Gruß von Jan von nebenan
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    ...Nur weil man sich mit Chanel bespritzt, ist man noch lange nicht dufte,
    und weil der IQ wirklich großartig ist, hat man noch lange kein Niveau!

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