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  1. #11
    Stammgast   Avatar von Jabs
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    Standard AW: Der Kaufvertrag und das Kleingedruckte

    Hallo Bernd, hallo Zusammen,

    das ist ein gutes Thema, was nicht allein für den Kauf von WoMos gilt. Habe gerade einen Vertrag unterschrieben (nein, kein WoMo). Ungefähr 2 cm Papier. Mindestens ein Drittel mit Bezug auf neue Gesetze (Datenschutz, EU, ...) Eine knappe Hälfte habe ich gelesen (der Rest war zu klein gedruckt).

    Habe dann versucht einige Punkte, die m.E. auf meine besondere Situation überhaupt nicht zutreffen, mit dem Verkäufer zu diskutieren. Er sah ein, dass die angesprochenen Punkte nicht passen. Aber es wäre halt Standard..... Im Grunde ist er auch überfordert. Derartige Verträge sind von Kundigen in wahrscheinlich jahrelanger Arbeit für alle Eventualitäten formuliert. Verstehen tun das bestenfalls RA, letztendlich kann man i.d.R auch nichts ändern.

    In meinem Fall quengel ich ziemlich lang, Punkte die ich gar nicht akzeptieren kann werden modifiziert (geht nicht beim Kleingedruckten) und dann gilt "Augen zu und durch". Meist geht es gut. Und wenn nicht, muss man sich in die Augen sehen und "die Kuh vom Eis" holen.

    Grüsse Jürgen
    Geändert von Jabs (18.09.2019 um 18:21 Uhr)

  2. #12
    Stammgast   Avatar von FrankNStein
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    Standard AW: Der Kaufvertrag und das Kleingedruckte

    Zitat Zitat von Jabs Beitrag anzeigen
    ...
    In meinem Fall quengel ist ziemlich lang, Punkte die ich gar nicht akzeptieren kann werden modifiziert (geht nicht beim Kleingedruckten)
    ...
    Gut zusammengefasst meines Erachtens nach.

    Ein professioneller Händler akzeptiert die Änderung seiner AGB im "Kaufantrag", den er erst noch bestätigen muss damit er gültig wird, nicht. Kann sein, daß sowas mal durchrutscht, weil der Verkäufer es dem Chef unterjubelt und der nicht richtig liest. Aber ich meine ja die Profis.

    Gruß

    Frank

  3. #13
    Stammgast   Avatar von Sellabah1
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    Standard AW: Der Kaufvertrag und das Kleingedruckte

    Bei Kaufverträgen bin ich mindestens so nachlässig wie jeder andere.
    Jedenfalls bei den üblichen und vorgedruckten. Ist etwas handgeschroben oder händisch durchradiert, hake ich nach.

    Ansonsten würde ich im Nachhinein meinen Anwalt beglücken, was ich für ein Fahrzeug noch nie niemals musste.

    Bei Immobilien nehme ich dagegen schon intensivst Einsicht und die Notartermine bitter ernst. Ich komme nicht aus der Maklerbranche, aber meine Umzüge haben mir meine Wohnmobile und meine finanzielle Sorgenfreiheit beschert. Da ist es mir enorm wichtig, das alles korrekt für beide Seiten dann abläuft.

    LG
    Sven

  4. #14
    Kennt sich schon aus   Avatar von ivalo02
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    Standard AW: Der Kaufvertrag und das Kleingedruckte

    Guten Abend

    Wir kennen die Vertragsfreiheit.
    Niemand muss einen Vertrag mit allen Details auch im Kleingedruckten einfach so akzeptieren.

    Jeder Vertrag kann abgeändert werden, solange er nicht von beiden Parteien rechtsgültig unterzeichnet ist.
    Beide Parteien können auch jederzeit die Verhandlungen abbrechen, wenn sich die Parteien bei Abänderungen nicht einigen können.

    Alles was nicht akzeptiert wird - auch im Kleingedruckten - wird durchgestrichen.
    Beide Parteien setzen ihr Visum dazu und damit ist die Änderung akzeptiert.
    Danach unterzeichnen beide Parteien den Vertrag und er ist verbindlich geworden.

    Änderungen können auch weiterhin noch erfolgen, aber nur im Einverständnis beider Parteien.
    Wer es gerne auf sicher hätte macht folgendes:
    Einen Zusatz zum Vertrag in dem die Details geregelt werden.
    Ein weiteres Papier, welches Vertrag und Zusatz welcher als integrierender Bestandteil zum Vertrag gilt, für beide Parteien verbindlich erklärt.

    Gruss Urs


  5. #15
    Moderator   Avatar von Waldbauer
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    Standard AW: Der Kaufvertrag und das Kleingedruckte

    Wenn es um das Kleingedruckte auf Kaufverträgen für Neufahrzeuge geht bringt es relativ wenig die zu lesen. Entweder man akzeptiert die AGB´s und es kommt nach Unterschrift ein rechtsverbindlicher Kaufvertrag zustande oder man akzeptiert sie nicht, dann wird kein Hersteller oder Händler den Kaufvertrag annehmen. So einfach ist das. Bei Kaufverträgen für gebrauchte Fahrzeuge orientieren sich so gut wie alle Händler an den Vorgaben des ZdK, Zentralverband des Kraftfahrzeuggewerbes. Aúch hier gilt: Akzeptieren und unterschreiben, nicht akzeptieren - kein Kaufvertrag.
    Wenn ein Händler seine Geschäfte nicht nach den Empfehlungen oder Vorgaben des ZdK abwickelt könnte er mir beispelsweise nix verkaufen.
    Schlitzohren gibt es überall.....

    Die einfachste Möglichkeit das Kleingedruckte kurz zu fassen ist folgender Wortlaut: Es gilt das BGB.
    Gruß aus Oberbayern
    Franz

    Unterwegs mit einem Eura Mobil Profila RS 660 HB

    https://www.promobil.de/forum/threads/35607-So-arbeiten-unsere-Moderatoren

  6. #16
    Stammgast   Avatar von Jabs
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    Standard AW: Der Kaufvertrag und das Kleingedruckte

    Zitat Zitat von ivalo02 Beitrag anzeigen
    .... Wir kennen die Vertragsfreiheit.
    Niemand muss einen Vertrag mit allen Details auch im Kleingedruckten einfach so akzeptieren.

    Jeder Vertrag kann abgeändert werden, solange er nicht von beiden Parteien rechtsgültig unterzeichnet ist....
    Hallo Urs, das mag in der Schweiz anders sein. Vor vielen, vielen, vielen Jahren war ich mal mit verantwortlich dafür, dass sich im Unternehmen alle (Vertriebler) an die AGBs (das kleingedruckte) halten. Jeder Änderung folgte eine Abmahnung. Anders kann man als Unternehmer keine - bezogen auf das grundsätzliche - Vertragssicherheit sicher stellen. Grüsse Jürgen

  7. #17
    Stammgast   Avatar von Mark-86
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    Standard AW: Der Kaufvertrag und das Kleingedruckte

    Als Kind habe ich gelernt, "wer schreibt, der bleibt".
    Deshalb lese ich alle wichtigen und halbwichtigen Verträge, vor allem die von Versicherungen.

    Nicht unbedingt den Mautvertrag für Polen, irgendwo ist halt auch Schluss. Aber alles was mit Banken, Versicherungen & Co zu hat, dass wird gelesen, die AGBs werden ausgedruckt und abgeheftet. Bei einem Kaufvertrag regelt dass BGB die meisten Sachen eh. Wenn mir dann jemand mit 13.000 Seiten Text kommt, kann er sein Zeug behalten. Wenn mein Versicherungsverdreher mir mit 50 Seiten kommt, kann er seine Versicherung behalten...

    Schriftliche Kaufverträge schreibe ich mit Hand auf n Blatt Papier. Da brauch mir keiner mit nem 3 Seiten Kleingedruckten Vertrag zu kommen. Wenn einem dass nicht passt, muss ich es ja nicht kaufen, wenn ich es unbedingt haben will, muss ich das lesen oder das Risiko einpreisen...

    Banken und Versicherungen konnten sich von mir schon öfter die Worte "nimm deine Zettelscheisse wieder mit, da hab ich keine Zeit für dass zu lesen, so kommen wir nicht zusammen" anhören...

    Im Betrieb gild bei gewissen Summen, "wer schreibt der bleibt", da gibt es schonmal längere Verträge...
    Das ist auch wichtig, nicht so sehr um Streit zu vermeiden, sondern um hinterher noch zu wissen, was man vor 2 oder 3 oder 7 Jahren vereinbart hat.

    Nicht umsonst habe ich BWL Fachrichtung Personalmanagement & Wirtschaftsrecht studiert

  8. #18
    Kennt sich schon aus   Avatar von ivalo02
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    Standard AW: Der Kaufvertrag und das Kleingedruckte

    Zitat Zitat von Waldbauer Beitrag anzeigen
    Entweder man akzeptiert die AGB´s und es kommt nach Unterschrift ein rechtsverbindlicher Kaufvertrag zustande oder man akzeptiert sie nicht, dann wird kein Hersteller oder Händler den Kaufvertrag annehmen.
    Guten Abend Franz

    Ich habe als Verantwortlicher für eine Flotte von >150 Fahrzeugen jedes Jahr etliche Fahrzeuge aller Art eingekauft.
    Das alles ohne Unterzeichnung von Verträgen. Die Lieferanten haben einen schriftlichen Auftrag erhalten.
    Da gab es auf der Rückseite keine einzige Zeile Kleingedrucktes.

    Niemals wurde eine Bestellung abgelehnt oder auf einem Kaufvertrag bestanden.
    Ich gebe gerne zu, dass heute alles nicht mehr so einfach ablaufen kann. Leider.
    Das gesamte Umfeld ist schwieriger und komplizierter geworden, weil oft zu viele Leute (auch Juristen) mit- und dreinreden möchten.

    Gruss Urs


  9. #19
    Stammgast   Avatar von FrankNStein
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    Standard AW: Der Kaufvertrag und das Kleingedruckte

    Hier geht es um den sog. Normalfall (Händler an Privatkunden), wenn ich den TE richtig verstanden habe.

    Es ist möglicherweise interessant, daß es einem Großabnehmer mit einer gewissen Nachfragemacht gelingt, bei einem Lieferanten seine eigenen Bestellbedingungen durchzusetzen, spielt aber in diesem Zusammenhang keine Rolle. Im B to B Geschäft gelten andere Spielregeln.

    Im Privatgeschäft in Deutschland wird kein Händler wissentlich die Abänderung seiner AGB akzeptieren. Das mag in der Schweiz anders sein.


    Gruß

    Frank

  10. #20
    Stammgast   Avatar von Dieselreiter
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    Standard AW: Der Kaufvertrag und das Kleingedruckte

    Zitat Zitat von ivalo02 Beitrag anzeigen
    Das alles ohne Unterzeichnung von Verträgen. Die Lieferanten haben einen schriftlichen Auftrag erhalten.
    Da gab es auf der Rückseite keine einzige Zeile Kleingedrucktes.
    Wenn diese Lieferanten keinen beruflichen Suizid begehen wollen, dann haben sie dir eine schriftliche Auftragsbestätigung übermittelt, in der dann ihre AGB angegeben sind. Wenn du gegen diese AB keinen Einspruch erhebst, dann liegt Konkludenz vor - das ist das selbe, als hättest du einen entspr. Kaufvertrag unterschrieben.

    Die AGB sind NICHT das Gleiche wie das berühmte Kleingedruckte in Verträgen.
    Liebe Grüße, Peter


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