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  1. #1
    Ist öfter hier   Avatar von sonnenscheinfahrer
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    Standard Nach Klage nimmt KNAUS-Händler Wohnmobil zurück

    Einen Tag nach der NEU–Fahrzeugübernahme wurde die Nutzungsmöglichkeit des KNAUS Wohnmobils, wegen fehlender Nutzlast, beim Verkäufer, die Fa. Petz in Augsburg als KNAUS Händler, reklamiert.

    Hätte man das mit 3,5 to zulässiger Gesamtmasse zugelassene Wohnmobil entsprechend der VO EU 1240/2012 mit 4 Personen und der Mindestnutzlast PM beladen, so hätte die Waage 3,861 to angezeigt – das Wohnmobil war so nicht nutzbar.

    Der KNAUS Händler, die Fa. Petz, meinte nur – sie habe ja genau das geliefert was bestellt wurde – man müsse ja NUR auflasten – und außerdem, wer sich ein so teures Wohnmobil leisten könne, der könne wohl auch noch Maut bezahlen!

    Kompetenzlosigkeit gepaart mit Unverschämtheit – Klage wurde eingereicht.

    Es musste ja so kommen, eine Vorsitzende Richterin, die technisch aber auch gar nichts auf dem Schirm aufzuweisen hatte. Ein vom Gericht bestellter Sachverständiger, der aber auch gar nichts über Zulassungsvoraussetzungen wusste, aber viele Worte und Zahlen schrieb. Das Gutachten war nicht mal das Papier wert, auf dem es ausgedruckt wurde.

    Schlussendlich sollte die Gegenseite widerlegen , dass das KNAUS Wohnmobil mit 3,5 to zul. GM NICHT zulassungsfähig war.

    Statt der Widerlegung kam das erste Vergleichsangebot u.a. mit einem Stillschweigeabkommen, der Auflage, NICHT über diesen Fall gegenüber Dritte sowie im Internet/Foren zu berichten. Dies wurde natürlich nicht akzeptiert. Man einigte sich, das Wohnmobil wurde schlussendlich nach Zahlungseingang direkt vom Hersteller KNAUS abgeholt.

    Bestellung im Okt. 2015
    Auslieferung Juni 2016
    Zwei Gerichtstermine
    Ein Gutachtertermin
    Zahlungseingang und Rückgabe Juni 2019

    Die Frage stellt sich: „Wie kommt es zu einer Zulassung mit 3,5 to zul GM?“
    Der Hersteller legt für jede Variante beim Bundeskraftfahrtamt Rahmendaten vor, in diesem Fall Gewichte, in denen das Fahrzeug eine Zulassung erhält. Das verpflichtet den Hersteller sich daran zu halten und der Hersteller dokumentiert diese Einhaltung auch in einer fälschungssicheren Urkunde, dem COC–Papier, mit Namen und Unterschrift der verantwortlichen Geschäftsleitung.

    In den Rahmendaten für diese KNAUS Wohnmobil Variante war eine max. zulässige Zusatzausrüstung von NUR 40 kg beim Kraftfahrtbundesamt hinterlegt – d.h. in/auf das nackte Wohnmobil kann max. 40 kg Zusatzausrüstung beim Hersteller verbaut werden.
    „Masse der Zusatzausrüstung“ bezeichnet die Masse der Ausrüstung, die zusätzlich zur Standardausrüstung am Fahrzeug gemäß den Herstellerangaben angebracht werden kann.

    Das COC–Papier für dieses Wohnmobil weist exakt die Daten auf, also 40 kg Zusatzausrüstung, verbaut im Werk KNAUS. Damit konnte und wurde das Wohnmobil bei der Zulassungsbehörde auch so zugelassen. So einfach geht das.

    Tatsächlich brachte KNAUS im Werk 240 kg und der Händler nachträglich 50 kg an Zusatzausrüstung an.

    Es bleibt nun dem Betrachter überlassen, wie er dies bewertet.
    Ein Irrtum, der mal passieren kann?
    Oder nur nicht ganz korrekte, „falsche“ Angaben in den Zulassungspapieren?
    Oder gefälschte Zulassungsdokumente?

    Hatte denn der langjährig erfahrene KNAUS Händler – 30 Jahre Petz – keine Ahnung von dem was hier an Wohnmobil zusammengestellt und verkauft wurde, oder hat er nur nichts sagen wollen/können?

    Hatte der Hersteller KNAUS mit all seinen Mitarbeitern in Entwicklung, Produktion und Verkauf keine Ahnung was er hier produziert und für den öffentlichen Verkehr frei gibt. Es wurde mehrmals im Direktkontakt versucht mit dargelegten Zahlen/Fakten auf das „Problem“ hinzuweisen.

    Einzelfall oder .... (die Meisten lasten mehr oder weniger stillschweigend auf oder fahren unter dem Radar überladen weiter -letztendlich kommt aber für alle die Unverkäuflichkeit im Falle eines Wiederverkaufs, doch darüber hat noch keiner richtig berichtet!)

    Nun, weder der KNAUS–Händler, die Petz GmbH Augsburg mit ihren Geschäftsführern Christian Petz und Joachim Petz, die beide bei der Zusammenstellung und dem Verkauf dieses Wohnmobils maßgebend beteiligt waren, noch der Hersteller KNAUS haben Worte einer Erklärung geschweige denn einer Entschuldigung gefunden – Gelegenheiten sowie Zeit waren reichlich vorhanden. Scheint es doch so, dass hier nichts ungewöhnliches passiert ist und Kunden gibts noch viele, die beglückt werden können.
    Grüße vom Tegernsee

    Ulrich

    Wie Leute dich behandeln ist deren Karma. Wie du darauf reagierst ist dein Karma.​

  2. #2
    Stammgast   Avatar von M846
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    Standard AW: Nach Klage nimmt KNAUS-Händler Wohnmobil zurück

    Ihr habt den mit 3,5t gekauft und dann ganz viel anbauen lassen so dass er überladen war?
    Und das ist dann die Schuld vom Hersteller?
    Gruß Marko

  3. #3
    Stammgast   Avatar von billy1707
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    Standard AW: Nach Klage nimmt KNAUS-Händler Wohnmobil zurück

    Hallo Ulrich,

    gut finde ich, daß Du Roß und Reiter nennst.

    Habe aber noch zwei kleine Fragen.

    - Welches Mobil ist das ? Ein Sun (mit Doppelboden) oder ein I ?
    - 290 kg Zusatzeinbau. Bist Du da nicht rechtzeitig hellhörig geworden ?

    Grüße Billy

  4. #4
    Kennt sich schon aus   Avatar von paul1973
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    Standard AW: Nach Klage nimmt KNAUS-Händler Wohnmobil zurück

    Zitat Zitat von billy1707 Beitrag anzeigen
    - 290 kg Zusatzeinbau. Bist Du da nicht rechtzeitig hellhörig geworden ?

    Grüße Billy
    sollte man meinen, vorher war man ja immer mit 3,49 to unterwegs...
    Mich würde interessieren was die andere Seite (Händler) zu berichten hat.

  5. #5
    Ist öfter hier   Avatar von sonnenscheinfahrer
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    Standard AW: Nach Klage nimmt KNAUS-Händler Wohnmobil zurück

    Zitat Zitat von billy1707 Beitrag anzeigen

    - Welches Mobil ist das ? Ein Sun (mit Doppelboden) oder ein I ?
    - 290 kg Zusatzeinbau. Bist Du da nicht rechtzeitig hellhörig geworden ?

    Grüße Billy


    – SUN TI 700 MX

    – In den Zulassungspapieren COC steht unter 13.2. Tatsächliche Masse des Fahrzeugs 3.160 kg. >>> somit 360 kg Zuladung!!!

    Auf fälschungssicherem Papier ausgedruckt und von einem Geschäftsführer unterschrieben, der damit die ÜBEREINSTIMMUNG erklärt.

    360 kg für zwei 4 Personen, aber nur von zwei Personen genutzt – was will man mehr!
    Grüße vom Tegernsee

    Ulrich

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  6. #6
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: Nach Klage nimmt KNAUS-Händler Wohnmobil zurück

    Toll geschrieben, gut verständlich.
    Den Hammer finde ich ".. mit einem Stillschweigeabkommen, der Auflage, NICHT über diesen Fall gegenüber Dritte sowie im Internet/Foren zu berichten."
    Sehr vielsagend. Klingt für mich wie "wir machen weiter so".
    Gruß Georg
    Die Mehrheit der Affen bezweifelt, dass der Mensch von ihnen abstammt.

  7. #7
    Stammgast   Avatar von Sellabah1
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    Standard AW: Nach Klage nimmt KNAUS-Händler Wohnmobil zurück

    Das unerfahrenen Käufern so etwas passieren kann, das manchem Vermieter die Gewichte seiner Sechsbettenwagen mit 3,5t egal sind, das manche Verkäufer das Gewicht ignorieren, das passiert alles.
    Selbst mein sehr gescholtener Patriarch aus dem Remstal, der mir den Eura verkauft hat, hatte irgendwann den Hörer in die Hand genommen und 4,4t vorgeschlagen.

    Alle Prospekte oder Internetkonfiguratoren weisen die Einzelmassen des Zubehörs aus.
    Da sollte beim Bestellen gemeinsam drauf geachtet werden. Hauptsächlich vom Käufer. Der steht nämlich nach solcher Malesse ohne Mobil da für längere Zeit und hat den allermeisten Ärger.

    LG
    Sven

  8. #8
    Lernt noch alles kennen   Avatar von amtman
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    Standard AW: Nach Klage nimmt KNAUS-Händler Wohnmobil zurück

    Ich finde das schlimmste daran ist er sich seit Okt. 15 darauf freut mit dem WM Reisen zu machen, aber Pustekuchen, nur Ärgerund das auch noch vor Gericht.

    Da kann man nur mit denn Kopf schütteln, Wahnsinn.

    Mein herzliches Beleid.
    Mfg Matthias

  9. #9
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Nach Klage nimmt KNAUS-Händler Wohnmobil zurück

    Extrem ärgerlich, aber langen Atem bewiesen bis Knaus eingeknickt ist. Finde ich gut. Seriöse Händler verkaufen sowas nicht.

    Grundsätzlich Augen auf beim bestellen von 3,5 Tonnen Mobilen, Leergewicht plus Zubehör zusammenrechnen und entscheiden ob die restliche Zuladung praxisgerecht ist. Ich meine, so um 350 bis 400 kg sollten es schon sein, auch bei 2 Personen. 3,5 Tonnen sind möglich, wie hier im Forum einige Kollegen glaubhaft berichten.

    Gruß Bernd
    Alles hat zwei Seiten: Das ist das Gute am Schlechten und das Schlechte am Guten." (Werner Mitsch)

    Alpa, Konzept Top, Qualität Flop


    Moderation im promobil Forum und PNs an Moderatoren
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  10. #10
    Stammgast  
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    Standard AW: Nach Klage nimmt KNAUS-Händler Wohnmobil zurück

    Es soll auch Kunden geben die zum Händler gehen und dort bestellen.
    Der Händler schreibt alles auf was der Kunde sich wünscht.
    Und wenn der Händler den Kunden sagt,das geht nicht,verkaufe ich so nicht,ist es ja gut.

    Aber das machen scheinbar nicht alle Händler,die verkaufen was zu verkaufen ist.

    Dann müssen sie damit leben das auch ein Kunde mal klagt und das Womo zurückkommt.
    Gruss Dieter

    Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich mit mir selbst rede... und dann lachen wir Beide...

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