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  1. #1
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard Die Recycling-Tortour

    Bald geht es in Urlaub, also noch ein paar Sachen zum Recyclinghof bringen.
    Das wären:
    Der alte Backofen,
    15-20 Neonröhren,
    ein Karton mit Elektrokleingeräten,
    ein Karton mit Batterien (A,AA,AAA,9V, ein paar Lithium) und drei kleine Bleibatterien (wie in Mopeds)
    meine 3 defekten flexiblen PV-Module

    Der Müllkalender sagt: Fahr zur Sammelstelle 3, die nehmen es und haben heute ab 13 Uhr offen.

    Georg fährt 6km zur Sammelstelle 3 und da steht (gekürzt): "Während der Sommerferien nur Mittwochs". Alternativen stehen keine drin.
    Also Frau anrufen, sie schaut im Müllkalender und schickt mich zu Sammelstelle 4, so 5km entgegen gesetzt.
    Dort angekommen sagt der Herr zu mir: Den Backofen ja, alles andere nein.
    "Wo werde ich das dann los?"
    In Sammelstelle 1 (eine Mülldeponie).
    Also 8km zu Deponie, natürlich wieder ganz wo anders. Dort stehen 6 Autos am Eingang vor mir.
    Eine Dame mustert erst mal jedes Auto und sagt dann wohin man muss. Dann verzieht sie sich 3-5 Minuten in ihrem Kabuff um dann das nächste Auto zu mustern. So nach 30 Minuten warten komme ich dran. Sie weist mich ein.

    Der sehr nette Herr nimmt die Elektrokleingeräte. Aber erst, nachdem ich bei jedem einzelnen das Batteriefach entfernt habe. "Da dürfen keine Batterien mit drin sein". Dann nimmt der die Batterien, aber nur die "normalen". Sie kommen in eine Tonne. Die Bleibatterien nimmt er auch.
    Bei den 4 toten Lithium-Akkus (meist aus Handys) sagt er "da müssen die Pole erst mit Klebeband angeklebt werden".
    "Haben sie eines da?", frage ich. "Nein", antwortet er. "Bringen sie die halt das nächste mal mit".
    Jetzt sind die Neonröhren dran. Die habe ich mit Klebeband umwickelt, damit sie nicht im Auto zerbrechen. Ein paar sind noch in der Originalverpackung.
    "Das Klebeband muss restlos weg, die Verpackung auch", sagt er zugegebenermaßen recht höflich.
    Ich jedoch koche schon innerlich.
    Also Klebebänder vorsichtig weg, ich hatte Gott sein Dank mein Taschenmesser dabei.
    Nun liegen die 20 Röhren schön ausgepackt und einzeln im Kofferraum.
    "Die bringen sie jetzt bitte da unten in das Gebäude und legen sie nach Lägen sortiert in die Gitterboxen.
    Blöd nur, wenn man 100m mit 20 Röhren laufen muss, die nicht mehr mit Klebeband verlebt sind. Zwei Stück starben schon auf dem Weg dahin.
    Nach nun fast 45 Minuten Erlebnisurlaub alleine in dieser Deponie kann ich nun ja auch die 6 Kartons entsorgen. Der Container hat 8x2m, aber auch eine Klappe die nur zu 10cm offen ist.
    "Bitte Kartons zerlegen und falten vor dem Einwurf", steht da auf einem Schild. Spaßvogel, anders geht es ja bei dem kleinen Schlitz auch gar nicht.
    Mein Taschenmesser wird zum begehrten Leihartikel anderer frustrierter Besucher. Dafür konnte ich von deren Kartons etwas Klebeband abreißen und die Lithium-Batterien einwickeln, so wurde ich die dann nach eingehender Kontrolle doch noch los.

    So, jetzt noch die PV-Module. Das wird bestimmt eine Arie, denke ich mir.
    Diese habe ich in 40 kleine Teile zersägt und in einem Karton. Für PV-Module hat es tatsächlich eine Gitterbox - aber - nur gegen Voranmeldung.
    Zwar keine Formulare, aber nur mit Voranmeldung. "Einfach Sperrmüllkarte mitbringen und vorne anmelden". Blöd nur dass ich keine Sperrmüllkarte mitgenommen habe. Ehrlich gesagt, ich bin auf 250km/h. Ich kann doch nachweisen, wo ich wohne, ich habe nur keine Sperrmüllkarte dabei. Zwei davon hängen im Müllkalender zu Hause. Die Modulstücke liegen alle so im Karton, dass man nur die Alusseite sieht.
    Wie ich so wütend und frustriert zum Auto zurück laufe, schaut ein Mitarbeiter in den Karton und sagt recht ruppig "Alu in den Container da!". Freundlich klang er nicht, aber seinem Kommando habe ich völlig ohne Einspruch gefolgt, denn "den Anweisungen des Personals ist Folge zu leisten", stand auf einem Schild.

    Fazit: 36km gefahren, 3 Recylingstationen angesteuert, fast 3 Stunden Lebenszeit verbraten.
    Und ich frage mich: Wie viel CO2 kostet es wohl, wenn Millionen Deutsche auch solche Recycling-Rundtouren fahren müssen?

    Wen wundert es da, wenn viele einfach alles nur in den Restmülleimer werfen, auch wenn das natürlich nicht o.k. ist?


    Wie macht ihr das eigentlich im Urlaub mit eurem WoMo, wenn es kaum Trenntonnen hat?
    Gruß Georg
    Geändert von raidy (06.09.2019 um 20:56 Uhr) Grund: Korrekturen
    Die Mehrheit der Affen bezweifelt, dass der Mensch von ihnen abstammt.

  2. #2
    Stammgast   Avatar von Alaska
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    Standard AW: Die Recycling-Tortour

    Ich werfe den ganzen Plunder in den Restmüll.In A muß das so sein,dort wird der Müll verbrannt und der Plastikanteil dient als Brennstoff.


    Gruß Arno
    Und ist der Berg auch noch so steil,bisserl was geht alleweil

    Bekennender SP und Wackenverweigerer

  3. #3
    Kennt sich schon aus   Avatar von Snowpark
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    Standard AW: Die Recycling-Tortour

    Zitat Zitat von raidy Beitrag anzeigen
    ...


    Wie macht ihr das eigentlich im Urlaub mit eurem WoMo, wenn es kaum Trenntonnen hat?
    Gruß Georg
    Ich recycel mein Womo nicht, erst recht nicht im Urlaub
    Im U versuche ich, soweit die Möglichkeit gegeben ist, richtig zu entsorgen.
    Wobei im Ausland anders getrennt wird.

    Ich kann deinen Ärger verstehen.
    Mein Wertstoffhof im Landkreis machte kein so Theater.
    Es grüßt Lea, im Eura Mobil Terrestra A570HS zuhause

  4. #4
    Kennt sich schon aus   Avatar von ivalo02
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    Standard AW: Die Recycling-Tortour

    Guten Abend

    Mein Beileid Georg und Respekt vor Deiner Geduld - hätte ich nicht aufgebracht.
    Bei uns klappt die Entsorgung in einem Recycling Betrieb auf privatwirtschaftlicher Basis im Nachbarort bestens.
    Die verdienen alle Geld mit dem Müll.
    Das Personal ist freundlich und hilft spontan bei schweren Dingen.

    Unterwegs wird der Abfall möglichst täglich entsorgt.
    Campings geben oft einen Kehrichtsack gegen Gebühr ab. Da kommt alles hinein.
    Entsorgt wird der Sack bei der Abfahrt im Container des Campings.

    Gruss Urs


  5. #5
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Die Recycling-Tortour

    Unterwegs halte ich mich schlicht und einfach an den Gegebenheiten vor Ort. Trennen dort wo es möglich ist, ansonsten alles in einen Container, wie ich es zum Beispiel auf Poel erlebt habe.

    Gruß Bernd
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  6. #6
    Kennt sich schon aus   Avatar von Saju
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    Standard AW: Die Recycling-Tortour

    Respekt Georg. Ich glaube ich hätte irgendwann irgendwen dem Biokompost zugeführt.

    Unterwegs wird entsorgt wie wie es gerade passt und welche Möglichkeiten vorgegeben sind.
    Juppi - die schwerere Hälfte von SaJu

  7. #7
    Stammgast   Avatar von Alaska
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    Standard AW: Die Recycling-Tortour

    Wir haben hier nur einen Wertstoffhof,ist wie ein Rundkurs angelegt,links und rechts sind die Container mit entsprechender Beschilderung aufgereiht,geht schnell und Problemlos und gegen einen kleinen Obolus gibt es im Wiegehäuschen einen Kaffee.


    Gruß Arno
    Und ist der Berg auch noch so steil,bisserl was geht alleweil

    Bekennender SP und Wackenverweigerer

  8. #8
    Stammgast   Avatar von Sellabah1
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    Standard AW: Die Recycling-Tortour

    Für mich gibt es seit meiner Geburt nur eine Tonne.
    Und die ist grau.

    Steinigt mich nun. Meine Holde hilft euch, die findet das seit Jahren unmöglich von mir.

    LG
    Sven

  9. #9
    Ist öfter hier   Avatar von jack17de
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    Standard AW: Die Recycling-Tortour

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    (...) und gegen einen kleinen Obolus gibt es im Wiegehäuschen einen Kaffee.

    Gruß Arno
    Ist bei uns genau andersrum:
    Gegen einen kleinen Obulus in die Kaffeekasse ist's egal was im Restmüllcontainer landet...

    Grüsse
    Andi

  10. #10
    Stammgast   Avatar von FrankNStein
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    Standard AW: Die Recycling-Tortour

    Denk doch mal an die armen Mitarbeiter am Wertstoffhof bzw. an der Mülldeponie.

    Die wissen häufig nicht, warum sie was machen und wieso verschiedene Abfälle in diverse Behältnisse müssen. Eigene Entscheidungen Fehlanzeige!

    Was bleibt ihnen also, als sich minutiös an die Anweisungen zu halten, die sie von umweltschutz- und abfallverwertungstechnisch sehr wohlmeinenden Menschen mehr oder weniger verständlich formuliert vorgesetzt bekommen.........

    Was soll dabei anders herauskommen, als solche kleinlich erscheinenden Regelwixxereien, die viele Kunden zur Weißglut bringen und dazu bringen, ihr Zeugs lieber über den Restmüll zu entsorgen.

    Ich bin im Sommer ca. 2 x im Monat auf dem Wertstoffhof um irgendwas loszuwerden. Bei uns wirkt Nettigkeit und Leutseligkeit und ab und zu mal ein Kasten Bier. Dann kann man sein Zeugs in Ruhe loswerden und auf die verschiedenen Container verteilen, ohne gestört zu werden.

    Die dort tätigen Müllwerker kümmern sich dann lieber um hilflos erscheinende Damen, die mit einem Lächeln und Scherzen auf den Lippen jegliches Zeugs ebenfalls problemlos loswerden.

    Gruß

    Frank

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