Stellplatz-Radar: 12.000 Stellplätze in einer App für iOS und Android.
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  1. #31
    Stammgast   Avatar von Jabs
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    Standard AW: Grüße aus Litauen

    Hallo Peter, auch von mir vielen Dank für den Bericht und die schönen Bilder - da werden viele Erinnerungen wach. Die Bilder aus Tallinn wurden alle nach 17 Uhr gemacht, oder gibt es einen Tag (im Jahr ) ohne Kreuzfahrer ? Dann fahre ich auch noch einmal hin. Grüsse Jürgen

  2. #32
    Stammgast   Avatar von reisemobil
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    Standard AW: Grüße aus Litauen

    Zitat Zitat von Jabs Beitrag anzeigen
    ... gibt es einen Tag (im Jahr ) ohne Kreuzfahrer ?
    Sicher jetzt etwas OT aber dort kannst du dich informieren wieviel und wann die Schiffe dort sind: https://www.marinetraffic.com/en/ais/details/ports/2489

    Gruß Michael

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    Besuch mal meinen Blog unter reisemobilblog.wordpress.com

    Vollintegrierter Carthago Chic, Fiat Ducato 3l, zGG: 4,25t

  3. #33
    Ist öfter hier   Avatar von Nixus
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    Standard AW: Grüße aus Litauen

    Sei gegrüßt Jabs (Jürgen),

    wir sind um kurz vor 15 Uhr auf dem Parkplatz im Hafen angekommen und haben uns dann recht schnell in die Stadt begeben. Zu der Zeit waren noch sehr viele Kreuzfahrer im Zentrum unterwegs, ganze Führungen standen vor den Sehenwürdigkeiten. Wenn zuviele Leute vor den Motiven stehen, dann bleibt mir oftmals leider keine andere Wahl als so lange zu warten, bis mal zwischendurch ein bisschen Luft ist, um ein Foto zu machen. Gitte und Sunny kennen das schon und gehen dann meistens langsam voraus.
    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung derer,
    die sich die Welt nie angeschaut haben.
    A. v. Humbolt


  4. #34
    Stammgast   Avatar von Cheldon
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    Standard AW: Grüße aus Litauen

    Zitat Zitat von ivalo02 Beitrag anzeigen
    Guten Morgen

    Es sieht tatsächlich nicht gut aus:
    https://www.windy.com/?52.059,12.650,5

    Vielen Dank für den interessanten Bericht und die guten Bilder.
    Eigentlich würde ich gerne wieder einmal ins Baltikum fahren.
    Aber ich mag nicht mehr so grosse Distanzen fahren - das Alter macht sich bemerkbar.

    Weiterhin gute Reise und einen angenehmen Aufenthalt.

    Gruss Urs
    Urs, man kann viele Kilometer sparen, wenn man mit der Fähre von Deutschland nach Kleipeda oder Helsinki fährt...

    Gesendet von meinem Moto G Play mit Tapatalk
    Mit freundlichem Gruß
    Rolf

  5. #35
    Ist öfter hier   Avatar von Nixus
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    Standard AW: Grüße aus dem Baltikum

    Hallo Deutschland, Estland is calling!

    Seid gegrüßt Reisefans,

    wir haben wieder etwas Zeit, um euch über den weiteren Verlauf unserer Reise zu informieren.
    Ich hatte ja beim letzten Mal noch von dem Waldstellplatz mit der schönen Feuerstelle berichtet. In der Nacht zogen dann leider dicke Regenwolken auf und es regnete bis in den Morgen hinein. Wir packten also alles zusammen, räumten unseren Platz auf und machten uns bei nur noch leichtem Regen auf den Weg zu unserem nächsten Ziel, dem Kurort Haapsalu. Es ist eine ruhige und sympathische Stadt unweit der Hauptstadt, die auf eine lange Geschichte als Heilbad zurückblickt.



    Am Stellplatz angekommen, erwartete uns am Himmel ein monströses Schauspiel, was aber auch bedeutete, dass die Nacht wieder recht nass werden würde. Es war wirklich beeindrucken, wie die Wolken sich in kürzester Zeit veränderten.



    Am nächsten Morgen war dann wieder alles vergessen und die Sonne schien wieder, als wäre nichts gewesen. Also gingen wir ins Zentrum von Haapsalu und sahen uns unter anderem die Bischof´s-Burg und die Domkirche an. Diese Bauwerke wurden um 1300 errichtet. Wie jetzt allerdings auf dem Bild zu sehen ist, haben die Bauten schon einiges ertragen müssen und sind von den geschichtlichen Ereignissen nicht verschont geblieben. Die Stadt war ehemals über 300 Jahre lang der Sitz der Bischhöfe.



    Wenn man durch die Haupteinkaufsstraße geht, kann man sich ganz leicht vorstellen, wie es früher in dem Ort wohl mal ausgesehen hat.



    Auch in den Seitenstraßen stehen noch viele alte Holzhäuser, wovon jedes einzelne seinen eigenen Stil und seine eigene Farbe besitzt. Und durch die vielen bunten Farben macht der Ort auf den Besucher einen sehr freundlichen Eindruck.



    Als wir dann wieder weiterfuhren, kamen wir am Ortsausgang an diesem schmucken Gebäude vorbei. Dabei handelte es sich um das Bahnhofsgebäude der Stadt. Der Kurort Haapsalu war ein von den russischen Aristokraten geschätzter Urlaubsort. Das Bahnhofsgebäude wurde nach einem Sonderprojekt gebaut. Der russische Kaiser selbst soll die Bauidee unterstüzt haben und hat geholfen, den Plan zu verwirklichen. Der erste Personenzug traf 1904 in Haapsalu ein, der letzte verließ den Bahnhof 1995.



    Und wenn man Glück hat, dann kann man sich in einem „Flashback“ für kurze Zeit vorstellen, wie damals zu Züge in den Bahnhof eingelaufen sind.



    Der Gebäudekomplex besteht aus vier Teilen: Das Gebäude für die Reisenden, Pavillion des Imperators, das Wetterdach, welches die beiden miteinander verbindet und ein 216 m langer überdachter Bahnsteig.



    Und wer dann mal über die alten Bahngleise hinter dem Bahnhofsgebäude schaut, der kann noch mit viel Phantasie sehen, wie die alten Dampfrösser der russischen Eisenbahn unter Volldampf über die Schienen donnern.
    Leider sind die alten Stahldinosaurier in der Vergangenheit wenig gepflegt worden und man sieht auch hier die Vergänglichkeit der Dampfmaschinentechnik, aber die Restauration solcher Objekte braucht wohl doch mehr finanzielle Mittel, als man dafür zur Verfügung stellen kann.



    Nachdem ich dann genug mit der Eisenbahn gespielt hatte, ging es weiter zur Hafenstadt Virtsu, von wo aus wir mittels einer Fähre zur kleinen Insel Muhu gefahren sind.



    Das blaue Styling der Fähre hat uns schon ein bisschen überrascht und es hat uns gefreut, wie farbenfroh das Schiff lackiert war. Die Überfahrt dauert etwa 30 Minuten und kostete für uns und das Auto zusammen 15 Euro „oneway“.



    Auf der Insel Muhu, die mit einer Fläche von 198 km² recht überschaubar ist, angekommen, verließen wir zunächst erstmal die große Durchfahrtstraße, die zur großen Schwesterinsel Saaremaa führt und fuhren auf gut befestigter Schotterpiste in einem Bogen, um den nördlichen Bereich der Insel.



    Dabei konnten wir z. B. auch die hier üblichen alten Holzwindmühlen sehen, an denen wir auf der großen Durchgangsstraße bestimmt, ohne sie überhaupt zu sehen, einfach vorbei gefahren wären. Um auf die große Nachbarinsel Saaremaa (2672 km²) zu gelangen muss man über einen ca. 1 km langen Deich fahren.



    Auch auf Saaremaa bogen wir gleich auf die kleine, nördliche Landstraße ab und erreichten nach kurzer Zeit den zweitgrößten Inselort, Orissaare. Hier muss wohl vor nicht allzu langer Zeit das Festival „I Land Sound“ stattgefunden haben,…..



    ….denn es standen noch vereinzelt einige Kunstwerke auf der Küstenwiese im Hafen des Ortes.



    Obwohl in dem kleinen Fischerhafen ein Stellplatz angeboten wurde, fuhren wir noch ein bisschen weiter an der Nordküste entlang zu dem Fährhafen in Triigi. Dort darf man mit dem Einverständnis des Hafenmeisters in dem winzigen Yachthafen übernachten. Wir standen direkt an dem kleinen Kai und hatten sogar eine Picknickstelle mit Überdach neben unserem WoMo stehen. Der Platz ist übrigens kostenlos und wird lediglich von dem freundlichen Hafenmeister geduldet.



    Zweimal täglich kommt hier die Fähre von der Insel Hiiumaa an. Hiiumaa ist die 3. Insel in dieser Gruppe und liegt etwas nördlicher als Muhu und Saaremaa. Allerdings ist in der Nachsaison die Anzahl der Fährgäste gut überschaubar.

    Die für den nächsten Tag geplante Erkundungstour, die über die gesamte Inselführen sollte, mussten wir leider ausfallen lassen, denn es wurde uns per Wetter-Online eine Unwetterwarnung geschickt, die uns vor schweren Sturmböen und starken Regenschauern warnte. Also legten wir am Sonntag, zum Unverständnis von Sunny, einen Bett- und Lesetag ein. Auch die Fähre hatte an diesem Tag den Betrieb wegen des Unwetters vorübergehend eingestellt.
    Als wir dann gestern, am Montag, weiterfuhren, konnten wir vieler Orts umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste auf den Straßen sehen, die aber zum Teil auch schon zersägt und zur Seite geräumt waren. Wir fuhren entlang der Westküste und einmal um die ganze Halbinsel Sõrve (dt. Sworbe), bevor wir auf dem Stellplatz in Kuresaare ankamen.

    Doch die weitere Geschichte werde ich euch dann in dem nächsten Teil unseres Berichtes erzählen.

    Bis dahin wünschen wir euch alles Gute und wir melden uns in den nächsten Tagen wieder an dieser Stelle.
    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung derer,
    die sich die Welt nie angeschaut haben.
    A. v. Humbolt


  6. #36
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Grüße aus dem Baltikum

    Hallo Peter,

    wie immer lese ich gerne mit. Mit Deiner Zustimmung habe ich den Titel des Threads geändert.

    Ich freue mich auf die Fortsetzung.

    Gruß Bernd
    Alles hat zwei Seiten: Das ist das Gute am Schlechten und das Schlechte am Guten." (Werner Mitsch)

    Alpa, Konzept Top, Qualität Flop


    Moderation im promobil Forum und PNs an Moderatoren
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  7. #37
    Ist öfter hier   Avatar von Nixus
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    Standard AW: Grüße aus dem Baltikum

    Besten Dank Bernd,
    die Zeit als wir in Litauen waren ist ja nun schon wieder eine ganze Zeit lang her und so ist es nur recht, dass Du den Titel geändert hast.
    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung derer,
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    A. v. Humbolt


  8. #38
    Moderator   Avatar von Waldbauer
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    Standard AW: Grüße aus dem Baltikum

    Hallo Peter,
    ich bewundere deine Fähigkeiten als Fotograf und versäume es keinen Tag deinen Bericht zu verfolgen. Zumal du überwiegend Gegenden bereist in die ich nicht kommen werde.
    Deine HP ist übrigens in meinen "Lesezeichen" gespeichert.
    Gruß aus Oberbayern
    Franz

    Unterwegs mit einem Eura Mobil Profila RS 660 HB

    https://www.promobil.de/forum/threads/35607-So-arbeiten-unsere-Moderatoren

  9. #39
    Ist öfter hier   Avatar von Nixus
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    Standard AW: Grüße aus dem Baltikum

    Danke Franz, sehr nett von Dir. Dafür gibt es auch gleich den nächsten Teil unserer Reise zu lesen

    Hallo und guten Abend nach Deutschland.

    Unverhofft habe ich heute Abend doch noch etwas Zeit gefunden, um den gestrigen Teil unserer Geschichte fort zu setzen. Wir befanden uns ja auf der Insel Saaremaa und waren auf dem Weg in die Kurstadt Kuresaare.



    Wie ich ja schon zuvor erwähnte, sind wir am Montagvormittag von Triigi zum Stellplatz in dem Kurort Kuresaare gestartet, welcher in der Südküste der Insel Saaremaa liegt. Unterwegs gab es immer wieder Anlässe um kurz mal anzuhalten und ein paar Fotos zu machen. Mal war es eine Herde Longhorn-Highlander…..



    ….mal ein hübsches Wohnhaus mit einem gepflegten Garten und dem typischen Gartenzaun aus langen, schräggestellten Ästen. Dadurch, dass wir nur die kleinen Straßen an der Küste entlang fuhren, zog sich die Strecke über einige Stunden und wir fuhren statt 45 km auf direktem Weg, fast 200 km durch fast jede Bucht.



    An der Halbinsel Ninase sind wir diesen beiden holzigen Typen begegnet und da sie etliche Meter auseinander aufgestellt waren, habe ich sie kurzer Hand fototechnisch ein wenig näher zusammen gebracht.



    Als wir an der südlichsten Spitze der Halbinsel Sõrve ankamen konnten wir den 52m Hohen Leuchtturm schon von weitem sehen. 1646 ließ der Generalgouverneur Livlands, Gabriel Oxenstierna, auf einer kleinen Insel vor der Spitze der Halbinsel Sõrve ein einfaches Leuchtfeuer errichten. Durch die Herbststürme wurde schnell klar, dass die kleine Insel für den Standort des Leuchtfeuers ungeeignet war und man siedelte auf die Halbinsel Sõrve um. 1770 wurde an gleicher Stelle ein Leuchtturm aus Stein errichtet, der im 1. Weltkrieg zerstört wurde. Der heutige kegelförmige Leuchtturm aus Monolithbeton steht seit 1960 an seiner Stelle.



    Hier unten am Strand ging immer noch ein kräftiger Sturm und unser Hundemädchen konnte sich von dem Wind mal so richtig das Fell durchföhnen lassen.



    Von dem Leuchtturm bis zu unserem Stellplatz in Kuresaare war es dann nur noch eine kleine Etappe zu fahren. Der Übernachtungsplatz lag direkt am Strandbad, zwischen der alten Bischofsburg und dem Ortszentrum. Hier standen wir in Ruhe und hatten zu den Sehenswürdigkeiten immer nur einen recht kurzen Fußweg.

    Tipp: In Kuresaare gibt es eine Tankstelle, an der man seine Gasflaschen neu befüllen lassen kann. Zu unserer Überraschung bekamen wir eine volle deutsche (graue) Propangasflasche im Austausch für 20 Euro. Die Tankstelle heißt Roonimäe, die Straße Ringtee und sie befindet sich bei den Geokoordinaten: 58°16.004´N / 22°30.630`E



    Auf einer kleinen Insel im Wassergraben der Bischofsburg stehen noch zwei alte, wunderschön gepflegte Kurhotels. Eins schöner als das Andere. Das gelbe Gebäude im Hintergrund ist das Kurgebäude mit Restauration und Veranstaltungshalle.



    Uns persönlich hat dieses farbenfrohe Holzhaus mit dem verspielten Hexen-Türmchen am besten gefallen.



    Bei der Bischofsburg handelt es sich im Prinzip um einen massiven Würfel aus Naturstein. Lediglich einige wenige Fenster befinden sich an den Außenwänden. Die Burg/Festung von Kuressaare, im Volksmund auch als Schloss Kuressaare bekannt, ist eine der interessantesten und am besten erhaltenen Befestigungsanlagen in Estland. Es entwickelte sich aus der Burg im Verlauf von Bau- und Ausbauarbeiten vom 14. bis zum 19. Jahrhundert eines der bemerkenswertesten Gebäude Nordeuropas.



    Der einzige Zugang befindet sich an der Nordseite und wird durch ein schweres Fallgitter aus purem Eisen gesichert. Um das trutzige Bauwerk herum war nochmals ein tiefer Wassergraben und eine hohe Mauer mitsamt einem Erdwall gebaut. Wer diese Burg erobern wollte, hat es jedenfalls nicht leicht gehabt. Vielleicht ein Grund dafür, warum die Festungsanlage noch so gut erhalten ist.



    Als wir am späten Nachmittag an der Burg ankamen, war sie allerdings schon wieder gut verschlossen.



    Am nächsten Morgen schauten wir uns dann noch den hübschen kleinen Kurort an. Wie schon in vielen anderen Städten gibt es auch hier die kleinen Holzbauten mit ihren bunten Farben.



    Ebenso gibt es eine kleine Fußgängerzone, an der sich eine Menge Cafés´s und Touristenläden befinden. Alle wirken alle sehr gemütlich und aufgeräumt und versuchen ihre Gäste mit interessanten Angeboten anzulocken.



    Selbst das alte Spritzenhaus der Feuerwehr wurde liebevoll zu einem Restaurant und zu einem Blickfang des Ortes umgebaut.



    Sunny fand die aus dem Boden spritzenden Wasserspiele höchst interessant und versuchte immer wieder mit ihrem Maul den Wasserstrahl zu schnappen.



    Im kleinen Hafen bereitete man sich indes auf eine Segeltour vor, aber der Himmel ließ vermuten, dass es wohl eine recht unruhige Tour werden würde.



    Die vor dem SPA Hotel Meri stehende Skulptur wurde 2002 vom berühmten estnischen Bildhauer Tauno Kangro fertig gestellt. Die Skulptur symbolisiert den Helden von Saaremaa – Suur Tõll – und seine Frau Piret.

    Heute Vormittag haben wir die Insel Saaremaa wieder verlassen und befinden uns nun auf einem Campingplatz vor den Toren von Pärnu, einem weiteren Kurort an der Küste Estlandes.
    Hier auf dem Campingplatz werden wir erst einmal unsere Schmutzwäsche waschen und noch ein paar andere Dinge erledigen, bevor es dann in die Stadt Pärnu und weiter nach Lettland geht.

    Wir wünschen euch eine gute Nacht und treffen uns vielleicht in Kürze wieder hier im Forum zu neuen Berichten aus dem Baltikum.
    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung derer,
    die sich die Welt nie angeschaut haben.
    A. v. Humbolt


  10. #40
    Ist öfter hier   Avatar von Nixus
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    Standard AW: Grüße aus dem Baltikum

    Ein freundliches „Hallo“ und einen guten Abend nach Deutschland.

    Nun hat es doch recht lange gedauert, bis ihr wieder eine Nachricht von uns und aus dem Baltikum bekommt.
    Wir sind noch immer hier oben im Norden unterwegs und es hat in der Zwischenzeit so viele Erlebnisse gegeben, dass ich kaum noch weiß, wie ich das alles hier in einem Bericht unterbringen soll.

    Im letzten Teil hatten wir ja noch von der Insel Saaremaa, aus Kuresaare berichtet, von der wir uns bei leichtem Nieselregen verabschiedet haben.



    Wir schauten uns auf dem Rückweg noch den Meteoritenkrater bei dem Dörfchen Kaali an. Im Zentrum des Kraters befindet sich ein grünlicher Tümpel von etwa 50 Metern Durchmesser, umgeben von einem 16 Meter hohen Erdwall mit einem Durchmesser von 110 Metern. Im Umfeld des Einschlagkraters lassen sich acht Nebenkrater finden, die mit Durchmessern zwischen 15 und 40 Meter deutlich kleiner ausfallen. Der Meteorit soll angeblich vor zirka 4000 Jahren an dieser Stelle eingeschlagen sein. Bei dem Schmuddelwetter welches wir an dem Tag hatten, war es allerdings kein besonders gutes Ausflugsziel.



    Da wir nicht über die Schnellstraße fuhren, sondern über die kleinen Nebenstraßen, kamen wir immer wieder an großen Sammelplätze von Kranichen vorbei, die sich dort für den Winterflug in wärmere Gegenden stärkten.



    Irgendwann startete die Gemeinschaft…..



    ….und flog dann in großer Höhe und mit lautstarkem Gekreische über unsere Köpfe hinweg in Richtung Süden.



    Kurz nachdem wir an dem Fährhafen ankamen, konnten wir dann auch sogleich auf das Schiff.



    Die Angler im Hafen ließen sich durch die auslaufende Fähre nicht aus der Ruhe bringen und machten eine kleine Frühstückspause.



    Nachdem wir für eine Nacht auf einem Campingplatz waren, um dort mal wieder unsere Schmutzwäsche zu waschen, fuhren wir über den netten Kurort Pärnu zum Soomaa-Nationalpark.



    Der Soomaa-Nationalpark hat eine Gesamtfläche von etwa 360 km² und besteht überwiegend aus Moor und Sumpfflächen. An einigen Stellen kann man über komfortable Holzstege kilometerweit durch diese farbenfrohe Landschaft spazieren. Zum Teil kann man in den kleinen Sumpfseen auch ein erfrischendes Moorbad nehmen. Dazu sind an den hölzernen Plattformen Ein-und Ausstiegsleitern befestigt.



    Durch den stark bewölkten Himmel hatten wir immer wieder die schönsten Spiegelungen in den Wasseroberflächen der kleinen Tümpel.



    Insgesamt zeigte sich das Wetter und der Wolkenhimmel von seiner schönsten Seite….



    ….und das sich immer wieder verändernde Licht der Sonne setzte die bunte Landschaft beeindruckend in Szene.



    Gegen Abend fuhren wir dann wieder zu einem großzügigen und asphaltierten Stellplatz, mit Feuerstellen, Grills und WC´s, an die nahe gelegene Ostseeküste südlich von Pärnu.



    Der nächste Tag startete zunächst recht sonnig und so beschlossen wir, dass unser nächstes Ziel in Lettland und wieder an einem schönen Strand liegen sollte. Wir fanden einen schönen Platz hinter der Grenze, in einem Waldstück bei Tuja. Der Platz lag schon ein bisschen versteckt, denn man konnte ihn nur über eine etwa 3 km lange Schotterstrecke erreichen. Auf der Wiesenfläche waren an vielen Stellen Picknickbänke aufgestellt und vor fast jeder befand sich auch eine Grill-oder Feuerstelle. Über einen Holzsteg konnte man zu einem kilometerlangen, fast orangefarbenen Sandstrand gelangen und ausgiebige Wanderungen entlang der gemäßigten Steilküste machen.



    Wir nutzten den Rest des Tages zu einer langen und ausgiebigen Strandwanderung…



    …und konnten dabei beobachten, wie sich der Himmel über dem Meer immer stärker bewölkte und der Wind richtige Regenschleier vor sich her trieb.



    An diesem Nachmittag kündigte dann auch WetterOnline eine Unwetterwarnung für unser Gebiet an und es sollte Sturm um 80 km/h und Gewitter in der Nacht geben.



    Und was kann es für einen Hobbyfotografen schöneres geben, als ein dynamisches Wolkenspiel und wechselnde Lichtverhältnisse am Himmel?



    Mit diesen Bildern möchte ich mich für heute erst einmal verabschieden, denn hier im Baltikum ist es durch die Zeitverschiebung schon eine Stunde später als bei euch in Deutschland. Dementsprechend ist es jetzt bei mir schon wieder nach 24 Uhr und das ist eine gute Zeit, um an dieser Stelle eine Pause einzulegen. Sobald wir wieder Zeit haben, werde ich den Bericht fortführen, denn wir waren inzwischen auch schon in Cesis, in der lettischen Hauptstadt Riga, und wir hatten außerdem einen unplanmäßigen Besuch in einer Fiat-Klinik, wo unserem treuen Reisemobilchen zwei neue Hüftgelenke eingepflanzt wurden. Doch darüber berichte ich euch dann in den nächsten Tagen.

    Falls jemand von euch Fragen zu unserer Reise hat, der kann sie gerne hier einstellen und wir versuchen dann sie umgehend zu beantworten.

    Bis dahin alles Gute und liebe Grüße von

    Peter, Gitte und unserem Kuschel-Maskottchen, Sunny.
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    A. v. Humbolt


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