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  1. #1
    Lernt noch alles kennen   Avatar von encoder1959
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    Standard In der Schweiz gestrandet

    Hallo zusammen,
    dieser Fall stand heute (01.08.19) bei uns in der Allgemeinen Zeitung.
    Ich schreibe mal einen eigenen zusammengefassten Text hier rein, da ein link auf den Zeitungsartikel kostenpflichtig wäre:

    Da sind zwei Wohnmobilisten aus Nieder-Olm bei Mainz auf dem Weg zum Lago Maggiore, in der Schweiz in Luzern gestrandet.
    Die schweizer Polizei hat sie festgesetzt und sie zu 9.000 € Strafe (i.W. neuntausend) verdonnert!!!
    Ihr Womo sei verkehrsuntüchtig und der Führerschein des Fahrers ungültig.

    Was ist passiert?
    Womo hat TÜV neu (02/2019). Allerdings tropfte es unterwegs aus einer undichten Ölleitung auf die Bremsen, weshalb sie am Ziel in Italien eine Werkstatt aufsuchen wollten (Strafe: 5.000€).
    Der Fahrer (Amerikaner) hat vergessen sein Führerschein-Dokument zu verlängern (Strafe: 4.000€).

    Der Defekt (Öl) bzw. der ungültige Führerschein sind sicherlich Fehlverhalten und können von der Polizei nicht einfach ignoriert werden.
    Aber die Strafen, find ich, sind happig.

    Selbstverständlich muss das Fahrzeug vor der Weiterfahrt vor Ort repariert werden. Wie es mit dem Führerschein weitergeht stand nicht im Bericht. Ich denke, dass sie weiterfahren wird.

    Nach vielen Diskussionen mit ADAC und dt. Botschaft wurde die Strafe auf insges. 7.100 € reduziert.
    "Zufälligerweise" das Limit der mitgeführten Kreditkarte.

    Ich lass das mal unkommentiert. Kann sich jeder seine Gedanken drüber machen. Aber mir wurde schon mulmig bei den Strafmaßen.
    Sonnige Grüße,
    Dieter
    Geändert von encoder1959 (01.08.2019 um 13:19 Uhr)
    Schöne Grüße aus Bad Kreuznach,
    Gabi und Dieter

  2. #2
    Stammgast   Avatar von FrankNStein
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    Standard AW: In der Schweiz gestrandet

    Schade, daß Du keine Stellung beziehst. Hast Du denn eine Meinung dazu?

    Meine ist:
    Ich maße mir nicht an, über behördliche Maßnahmen eines anderen Staates zu urteilen bzw. die zu bewerten.

    Grundsätzlich ist aber zu bemerken, daß man sich über die Gepflogenheiten in den Staaten, durch die die Reiseroute führt, vorher informieren und darauf einrichten kann. Wenn es einem irgendwo "zu risikoreich" ist, kann man diese Gegend ja weiträumig umfahren.

    Ich denke gerade darüber nach, wie ich es bewerten soll, daß in der Schweiz Öl auf die Bremse tropft und die Fahrzeugbesatzung das in Italien reparieren lassen will. Für mich ist das gemeingefährlich und ich finde es richtig, daß das Fahrzeug festgesetzt wurde.

    Gruß

    Frank

  3. #3
    Stammgast   Avatar von ichbinich
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    Standard AW: In der Schweiz gestrandet

    So ist es: andere Länder andere Sitten.
    Warum fährt man mit defekten Bremsen nach Italien zur Reparatur?
    Mit einem defekten Fahrzeug zu fahren, gefährdet man sich selbst (wenn man so dumm ist, eigentlich egal) , aber die Allgemeinheit damit zu gefährden ist schon kriminell.
    Ich bin nicht perfekt, aber trotzdem sehr gut gelungen.

    Viele Grüße aus dem Remstal
    Peter

  4. #4
    Kennt sich schon aus   Avatar von ivalo02
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    Standard AW: In der Schweiz gestrandet

    Guten Tag

    Das war die Schilderung des Sachverhaltes aus einer Zeitung von der einen Seite.
    Seriöser Journalismus schildert auch die Sicht der anderen Seite aus erster Hand.
    Es wäre auch interessant zu erfahren, welche Instanz die Bussen verfügt hat: Gerichtsurteil oder Polizei?

    Etwas viele Ungereimtheiten.
    Eines ist allerdings klar, wer wissentlich mit Bremsen weiterfährt auf die Öl tropft, der handelt kriminell und hat die Konsequenzen zu tragen.
    Warum wurde die Polizei auf das Fahrzeug aufmerksam? War da noch mehr?

    Nachtrag:
    Medienmitteilung der Kantonspolizei Luzern zum Vorfall


    "... Am Montagnachmittag, 29. Juli 2019, wurde die Luzerner Polizei bei einem ausländischen Wohnmobil auf die rauchenden Bremsen aufmerksam.
    Für eine erweiterte technische Kontrolle wurde das Fahrzeug dem Strassenverkehrsamt Luzern zugeführt.
    Wegen des allgemein schlechten Fahrzeugzustandes, u.a. Rost und mangelhafte Bremsen (Bremsleistung unter 50%), wurde die Weiterfahrt in der Schweiz verweigert.
    Es wurde eine Bussendeposition von mehreren tausend Franken verfügt.

    Zudem wurde festgestellt, dass der Lenker des Fahrzeuges ohne gültigen Führerausweis unterwegs war.
    Auch diesbezüglich wurde durch die Staatsanwaltschaft eine Bussendeposition von mehreren tausend Franken verfügt.

    Es erfolgen Anzeigen an die zuständigen Staatsanwaltschaften ..."

    Quelle: Kantonspolizei Luzern

    Damit ist klar, dass es sich um Bussendepots handelt.
    Es ist üblich, bei Ausländern Vorschuss für Bussen und Gerichtskosten zu verlangen.
    Nach Eingang des Geldes kann in der Regel weitergefahren werden.
    Es war ein Entgegenkommen der Polizei, nach Bezahlung eines kleineren Betrages die Weiterfahrt zu erlauben.

    Die definitiven Bussen sowie die Verfahrenskosten wird das Gericht festlegen.
    Das Bussendepot wird angerechnet.


    Gruss Urs
    Geändert von ivalo02 (01.08.2019 um 14:56 Uhr)
    Es gilt die Meinung des anderen zu ertragen, auch wenn sie mir nicht passt.

  5. #5
    Lernt noch alles kennen   Avatar von encoder1959
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    Standard AW: In der Schweiz gestrandet

    Hallo Urs,
    vielen Dank für die Darstellung aus Sicht "der anderen Seite". Das macht doch einiges klarer und rückt die Sache ins richtige Licht.
    Ich bin auch der Meinung, so ein Fahrzeug mit diesen Mängeln musste runter von der Strasse.

    Ich frag mich nur (mal wieder) wie der Wagen zu seinem aktuellen TÜV trotz Rost etc. gekommen ist.
    Im Zeitungsbericht klang das so, als wäre das Fahrzeug prinzipiell i.O. gewesen und man wäre nun der Willkür der Polizei ausgeliefert.
    Aber da wurde ja eine sachkundige Untersuchung durchgeführt, die die Mängel aufdeckte.
    Ich werde mal die nächsten Tage schauen ob es da noch weitere Meldungen dazu in unserer Zeitung gibt.
    Gruss Dieter
    Geändert von encoder1959 (01.08.2019 um 15:14 Uhr)
    Schöne Grüße aus Bad Kreuznach,
    Gabi und Dieter

  6. #6
    Stammgast   Avatar von Alaska
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    Standard AW: In der Schweiz gestrandet

    Ist zwar ein happiger Betrag aber nicht zu bemängeln.Wer mit einem Fahrzeug in solchem Zustand in die Schweiz die ja nun mal ein Gebirgsland ist fährt,noch dazu in Kenntnis des maroden Zustands dieses Fahrzeuges der hat es nicht besser verdient.


    Gruß Arno
    Und ist der Berg auch noch so steil,bisserl was geht alleweil

    Bekennender SP und Wackenverweigerer

  7. #7
    Stammgast  
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    Standard AW: In der Schweiz gestrandet

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Ist zwar ein happiger Betrag aber nicht zu bemängeln.Wer mit einem Fahrzeug in solchem Zustand in die Schweiz die ja nun mal ein Gebirgsland ist fährt,noch dazu in Kenntnis des maroden Zustands dieses Fahrzeuges der hat es nicht besser verdient.


    Gruß Arno
    Wenn die Weiterfahrt gestattet wurde kann das Fahrzeug ja nicht so schlecht gewesen sein.

    Und wenn Öl auf die Bremse tropft wird ja nur ein Rad betroffen sein,nicht 50% der Bremse.

    Hier wird viel Blödsinn geschrieben.
    Gruss Dieter

    Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich mit mir selbst rede... und dann lachen wir Beide...

  8. #8
    Stammgast  
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    Standard AW: In der Schweiz gestrandet

    Festgesetzt wäre die Karre aber auch in jedem anderen Land bei einer Kontrolle. Sowas lässt kein Polizist fahren...

    Und die Strafen sind halt nicht solche Witzbeträge wie bei uns in D, wo der Transportunternehmer die lächerlichen Strafen schon einkalkuliert. Macht mir also in Summe keine Angst vor der Schweiz
    Gruß, Stefan

  9. #9
    Stammgast  
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    Standard AW: In der Schweiz gestrandet

    Das kann ja so sein, die Bremsen waren ja wohl gut bevor der Ölschlauch platzte. Rost interessiert unseren TÜV ja auch nur an tragenden Teilen.
    Aber bei der Rauchentwicklung hätten die halt sofort in die nächste Werkstatt fahren müssen.

    Das sind halt drakonische Strafen, um Schrott Transporteure fernzuhalten. Da sind die mit dem sicher über 3,5to. Allrad Iveco halt in eine Verfolgungsklasse reingeraten die sicher nicht für vergessliche Touris gedacht war.
    Geändert von smx (01.08.2019 um 15:15 Uhr)
    Gruß, Stefan

  10. #10
    Stammgast  
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    Standard AW: In der Schweiz gestrandet

    Wenn ich in ein anderes Land reise bin ich Gast und habe mich entsprechend der gültigen Regeln und Vorschriften zu Verahten.
    Und wenn ich in einem arabischen Land die Sau raus lasse komme ich auch in den Genuß deren Rechtssystem.

    Nur in Deutschland scheint alles anders zu sein und wenn ich dann höre oder lese, wie sich einige über unsere Gesetze hinwegsetzen und sich hinter irgendwelchen "Toleranzgrenzen" verstecken, finde ich das ganz richtig wenn diese Brüder dann mal eins Übergezogen bekommen.
    MfG
    Volker



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