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  1. #21
    Stammgast   Avatar von Capricorn-CH
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    Standard AW: Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Eine Frage, die ich mir auch immer gestellt habe - mit dem Ergebnis, dass ich zur Erkenntnis gekommen bin, dass ich meine beiden Zuhause nie aufgeben möchte. Einige wissen es - wir wohnen von Juni bis November am Bodensee an traumhafter, heute unbezahlbarer Lage und im Winter in einem sensationell schönen, noch nicht zu mondänen Winterskigebiet, ebenfalls an allerbester Lage.

    Als ich vor -6- Jahren mit 57 den beruflichen Ausstieg gemacht habe, hat das Leben wirklich erst angefangen. Wie einige hier auch schon erwähnt haben, ich liebte meinen Beruf und hatte unglaublich viele sensationelle Kundenkontakte die aber inzwischen das einzige sind, was ich manchmal etwas vermisse. Wir setzten sofort unsere Träume um, vermieteten erst unser Haus (viel zu gross geworden - es war zu Zeiten meiner Eltern noch ein kleines Hotel) und zogen in's daneben gelegene Penthaus in unserem Mehrfamilienhaus. Schlüssel drehen und ab ging's......

    Am Anfang auch schon mal bis zu -3- Monaten unterwegs auf unserer (ok- meiner) Traumroute - vom Nordkap nach Istanbul...... Inzwischen haben wir an die 80' km runter und die Reisen werden kürzer. Der Hauptgrund dafür ist, dass wir 3-fache Grosseltern geworden sind und unser Sohn mit Schwiegertochter das Haus nebenan übernommen hat. Wir haben keine festen Enkelhütetage, aber Herzdame ist immer da wenn sie gebraucht wird und ich bekomm sie nicht mehr für Monate von zu Hause weg. Unsere Tochter wohnt mit ihrer Familie in der Nähe von Zürich und ist für uns in 35-40 Min. erreichbar und sie soll natürlich nicht hinten anstehen, nur weil der Sohn unser Nachbar ist.

    Die grosse weite Welt zieht uns nicht mehr so wie früher - die meisten oder zumindest sehr, sehr viele der "Hotspots" auf dieser Erde haben wir gesehen und irgendwie (ob's wohl das Alter ist ?) - dringt die Redeart durch "warum denn in die Ferne schweifen....." Wir stellen fest, dass der Grossraum Bodensee, die Österreichischen-, Bayrischen- und Schweizer Alpen so wunderschöne und für uns nahe gelegene Reiseziele sind, dass wir uns immer mehr darauf konzentrieren - eigentlich können wir heute von jedem unserer Ziele innert Tagesfrist wieder zu Hause sein. Der grosse Vorteil ist, dass in den Berggebieten wo wir "rumkraxeln" noch keine all zu grossen Völkerwanderungen stattfinden, will heissen, ich suche Ziele aus, die grade noch mit einem WoMo anzufahren sind und das ist manchmal recht abenteuerlich.

    Der Sommer am Bodensee, der Winter in einem schneesichern Skigebiet, 30-60 Tage irgendwo unterwegs im WoMO - ich denke, das ist heute das, was wir wollen.
    Manchmal ein schönes Essen mit guten Freunden und halt doch ein Netzwerk, welches irgendwie auch weiter gepflegt werden muss....

    Meiner Meinung nach sollte mein bei einem Totalausstieg wie der Themensteller sich das vorstellt schon irgend einen konkreteren Plan haben - die Gefahr, dass man sonst einfach nur noch rumhängt ist m.E. recht gross und ehrlich gesagt (unsere Meinung) - das Reisen mit dem WoMo hat die beste Zeit gesehen, es sind einfach zu viele geworden und die einstmals grosse Freiheit ist vorbei - ausser vielleicht in Norwegen/Schweden und eben - in den Alpen....
    mit besten Grüssen
    Adrian


    "Ich mag keine Menschen, die überall was suchen, was sie stört. Ich mag Menschen, die überall was finden, was sie fasziniert"

  2. #22
    Stammgast  
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    Standard AW: Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Hm
    Chappeau vor euren Wagemut,
    wir sind nun mal altmodisch, Kinder, Enkel, Elternteile usw., wir werden noch ca. 3 Jahre warten und uns dann mit Abzügen in die vorgezogene Rente gehen, wichtig ist m.E. Krankenversicherung (geht bei mir da trotz PKV "Altersbeitragfallschirm), aber ein zuhause in D, Wohnung mit XS 100qm Garten fürn Hund muss sein, außerdem wollen wir max 100-150 tage p.a. unterwegs sein.
    lg
    olly

  3. #23
    Stammgast   Avatar von Alaska
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    Standard AW: Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Für mich käme es nie in frage Haus und Hof zu verkaufen.Ich bin gerne mit dem Wohnmobil unterwegs aber nur im Sommer,im Winter genieße ich mein zu hause und ein prasselndes Kaminfeuer wenn es draussen eklig wird.Ich werde ende nächsten Jahres in Rente gehen und dann wesentlich mehr unterwegs sein,trotz dem bleibt mein Haus mein "Hauptquartier" neben dem ich in den Garagen meine Fahrzeuge unterstellen kann,von den Sozialen Kontakten und sonstigen Hobbys gar nicht zu reden.

    Gruß Arno
    Und ist der Berg auch noch so steil,bisserl was geht alleweil

    Bekennender SP und Wackenverweigerer

  4. #24
    Stammgast   Avatar von Jabs
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    Standard AW: Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Zitat Zitat von Sellabah1 Beitrag anzeigen
    Schon einmal drüber sinniert? Haus verkaufen, Fuhrpark auflösen, Job an den Nagel hängen, Postanschrift auf die Brut umschreiben, Sperrmüll bestellen, Altkleiderkästen der Umgebung füllen, den Rest ins Wohnmobil laden und dann mal los.....
    Hallo Sven, hieß so etwas früher nicht neudeutsch „midlife crisis“? Ich kann einen solchen Traum nachvollziehen. Meine Lebenserfahrung ist aber, wenn man etwas hat ist es langweilig. Daher ist für mich die richtige Mischung (alphabetisch): Autoreisen. Flugreisen, Womoreisen. Dazwischen Haus genießen, Garten pflegen, Bekanntschaften / soziale Kontakte halten. Wie immer Du Dich entscheidest - berichte darüber. Grüße Jürgen

  5. #25
    Stammgast   Avatar von Sellabah1
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    Standard AW: Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Zitat Zitat von Jabs Beitrag anzeigen
    Hallo Sven, hieß so etwas früher nicht neudeutsch „midlife crisis“?
    berichte darüber. Grüße Jürgen
    Nee. Da bin ich hoffentlich durch. Harley schon verkauft, wenn der Porsche mal weg ist, der Klang bleibt im Hirn. Junges Weibsvolk find ich fein anzuschauen, aber nimmer mehr würde ich den Alltag teilen. Vor allem nicht in heutigen Lebensmodellen.

    Nein, alles gut. Aber natürlich habe ich seit meinem 18. Lebensjahr, wo ich auf meine immer noch aktuelle Lebensabschnittsgefährtin traf, Verantwortung übernommen. Schließlich waren zwei kleine Bengels mit am Start, die eine Vorgeschichte durchgemacht hatten. Alles hat auch gepasst.
    Aber in der letzten Zeit bin ich sehr ins Grübeln gekommen. Braucht man 130qm? Muss man einen Garten pflegen, den immer nur die Holde gepflegt hat, wenn sie es nicht mehr kann? Muss man Winterdienst für ein Eckhaus organisieren, was man nie gemacht hat? Braucht man eine Reinigungskraft, wenn ein Wohnmobil in einer Stunde durchgefeudelt ist?
    Muss ich meine Zeit im Büro absitzen, wo heutigst alles elektronisch und mit Telematik geht? Nur um meist irgendwelchen lebensunfähigen Mitarbeitern aus irgendeiner Patsche zu helfen, die meist noch nicht einmal mit ihrer Arbeit zu tun hat. Sitzt hinter meiner Türe keiner, irgendwo werden sie Hilfe finden oder gar mal selbst erwachsen.

    Bekanntschaften und soziale Kontakte werden je älter man wird eigentlich eh rarer. Und ich unterscheide da massiv unter Freunden und Gefälligkeitsfreundschaften. Und das ist für ein Riesenproblem für mich. Ich kann sehr schwer "Nein" sagen. Und alte Bekannte, Familie und Sonstige appelieren dann immer wieder. "Früher hast Du doch...", Viele Freunde sind im Alter "komisch" geworden, ich teile die Ansichten und Interessen nicht mehr, auch weil ich mich durch meinen Job immer im Kreis von mindesten 15 -20 Jahre jüngeren Personen umgebe. Ich habe einfach keinen Bock, auf irgendwelchen Zusammenkünften zu sitzen und nach einer halben Stunde nur noch über Rheumawerte und Tablettendosis zu quatschen und statt früher Grappa ein Stück Biokäsekuchen zu essen.

    Bin ich unterwegs, schließe ich meist sehr schnell Bekanntschaften. Welche, die ich nicht pflegen muß und auch nicht pflege. Man verbringt ein wenig gemeinsame Zeit, geht im Guten auseinander und selten läuft man sich nochmal über den Weg. Reicht mir. Und bei diesen neuen Bekanntschaften kann ich auch meine Grenzen abstecken, in wie weit ich bereit bin Gefälligkeiten oder Kompromisse zu machen.

    Enkel? Supertyp. Freut sich auf mich und ich mach ihm die Welt schön, denn Kind ist man nur einmal. Aber der besucht mich nicht, weil er Bock drauf hat. Dafür ist er noch zu klein. Der kommt immer dann, wenn seine Eltern ihn nicht brauchen können. Wenn sie arbeiten, Tinte in ihre Haut ritzen lassen , einen Arzttermin haben usw.. Steht auf meiner Klingel "Kindergarten"?
    Familienfeiern? Ein Krampf. Früher hat man alle fünf Minuten auf die Uhr geguckt, heute aufs Ei-phon. Oder es werden Feiern inzeniert, in denen man als "Familie" untergeht.

    Meine alte Mutter? Ja, wenn ich von meinen Plänen erzähle, dann kommt Kopfschütteln. Ist ja auch bequemer den Sohnimann einzuspannen, aber es ist genug Kohle für Hilfe von außen da. Und genau wie ich für meine Kunden über die Ferne Hilfe organisiere, könnt ich das fürs Mütterchen auch. Vielleicht wären die Besuche dann auch wieder befreiter, wenn man nicht jedesmal eine Liste abarbeiten muss und direkt neue Aufgaben mitbekommt.

    Bin ich unterwegs, besucht man mich vielleicht mal wieder, weil man den alten Mann wiedersehen möchte. Oder man läd mal ein, weil man wissen möchte, was der alte Sack erlebt.

    Habt ihr mal eure Bude genau untersucht? Was hat man im Keller und schon ein Jahr nicht angefasst?
    Kleiderschrank? Wieviel Klamotten davon tragt ihr?
    Küchenschrank? Was macht man mit soviel Geschirr?

    Unterwegs, um die Ecke ein Markt oder eine Mall und schon hat man wieder moderne Klamotten für eine Saison. Und automatisch mistet man die Wohnmobilschränke aus.

    Bewegung. Wo ich zuhaus mit dem Auto zum Bäcker fahr, nehm ich unterwegs immer mindestens die Beine oder das Fahrrad.

    Ich würde dann auch nicht immer fahren, aber drückt mich die Umgebung, nervt der Nachbar oder das Wetter, dann hab ich die Option.
    Und es ist ja bekloppt. Ich erwische mich ja ab und an dabei, dass ich das Wohnmobil nur 30 Kilometer von meinem Heim bewege und mein Wochenende dadrin verbringe, wo ich abends spielend heimfahren könnte.


    Ob ich wirklich die Eier dazu habe, auszusteigen, dass wird sich rausstellen. Aber fein mal hier Meinungen und Ansichten zu lesen und viele schreiben sich ja richtig die Finger wund. Ich merke auf jeden Fall, dass solch Gedanken nicht nur in mir kreisen.

    LG
    Sven

  6. #26
    Kennt sich schon aus   Avatar von ivalo02
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    Standard AW: Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Guten Morgen

    Tu es, bevor es zu spät ist.

    Ich habe mich mit 60. selbst pensioniert.
    Nun sind bereits 15 Jahre vergangen und das waren bisher die Besten meines Lebens.
    Keine Sekunde bereut.

    Inzwischen reicht mir das Wissen, dass ich jederzeit weg könnte, wenn ich es denn wollte.
    Wie schreibt doch Georg/Raidy: "Zu Hause ist es auch schön".

    Gruss Urs
    Geändert von ivalo02 (30.07.2019 um 10:03 Uhr)


  7. #27
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    Standard AW: Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Ich fasse mal zusammen: Du willst, doch dir fehlt der letzte Schupps

  8. #28
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Hallo Sven,

    schon die alten Philosophen zerbrachen sich den Kopf: Was ist der Sinn des Lebens? Es ist schwer darauf Antworten zu finden. Aber ich kann Deine Überlegungen durchaus nachvollziehen, denn ähnliche Gedanken hatte ich auch schon. Den Konsumterror habe ich weitgehend im Griff und Werte für mein Leben habe ich schon lange definiert. Ich konnte früh mein Berufsleben beenden, ich genieße den "dritten Lebensabschnitt" seit bald 14 Jahren voller Dankbarkeit, zumal einige Weggefährten/Bekannte/Verwandte bereits das Zeitliche gesegnet haben.

    Alles hinter uns lassen? Nein, uns reichen gelegentliche Auszeiten, bisher maximal 10 Wochen "kleine Freiheit", dann zieht es uns zurück in unsere bescheidenen vier Wände unseres Häuschen mit Minigrundstück. Stadtnah, vieles zu Fuß zu erreichen, angenehmes persönliches Umfeld. Das genießen wir sehr, zumal es viele Menschen gibt, die mit sich und ihrer Lebensqualität unzufrieden sind.

    Ich lese bei Dir schon eine gewisse Unzufriedenheit heraus. Fange doch einfach mal umgekehrt an, finde heraus was in Deinem Leben gut ist. Dann überlege, was zu verändern ist, bei Abwägung der Vor- und Nachteile.

    Gruß Bernd
    Alles hat zwei Seiten: Das ist das Gute am Schlechten und das Schlechte am Guten." (Werner Mitsch)

    Alpa, Konzept Top, Qualität Flop


    Moderation im promobil Forum und PNs an Moderatoren
    Mit 3.452 Benutzern waren die meisten Benutzer gleichzeitig online (26.08.2019 um 10:40 Uhr).

  9. #29
    Stammgast   Avatar von billy1707
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    Standard AW: Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Sven,
    zur #25.
    Ich glaube Du hältst da sehr vielen einen Spiegel vor,
    auch mir.

    Muss der Ausstieg dauerhaft sein
    oder kannst Du Dir 12 Monate
    "vogelfrei Urlaub" nehmen.

    Urlaub von allem das nervt,
    mit der Gewissheit einen Rettunsanker zu haben
    wenn der Karton auseinander fliegt.

    Ausstieg auf Raten ?!?


    Gruß Billy

  10. #30
    Stammgast   Avatar von FrankNStein
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    Standard AW: Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Zitat Zitat von Sellabah1 Beitrag anzeigen
    ...
    Ob ich wirklich die Eier dazu habe, auszusteigen, dass wird sich rausstellen. Aber fein mal hier Meinungen und Ansichten zu lesen und viele schreiben sich ja richtig die Finger wund. Ich merke auf jeden Fall, dass solch Gedanken nicht nur in mir kreisen.

    LG
    Sven
    Bleib bloss. Nach Deiner Erzählung ist Dein Umfeld ohne Dich nicht lebensfähig. Du kannst die nicht sich selbst überlassen.

    Gruß

    Frank

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