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  1. #1
    Stammgast   Avatar von Sellabah1
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    Standard Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Schon einmal drüber sinniert? Haus verkaufen, Fuhrpark auflösen, Job an den Nagel hängen, Postanschrift auf die Brut umschreiben, Sperrmüll bestellen, Altkleiderkästen der Umgebung füllen, den Rest ins Wohnmobil laden und dann mal los.

    Schwebt mir mit Mitte Fuffzich schon lange im Kopp rum. Vor zwei Jahren hab ich eine Dänin bewundert, die mit ihrem Sohn im Wohnwagen rumzog, dieses Jahr traf ich einen Briten in meinem Alter, der seit neun Jahren "vogelfrei" mit seiner Frau rumzog und sagte, dass er noch nie so "gesund" war im Geist.

    Meine Holde tut sich schwer. Hat ein paar Jahre mehr auf dem Buckel und nimmt im Gegensatz zu mir die Besuche zum Arzt sehr wichtig und auch der direkte Kontakt zu der Familie, Stichwort Enkelbetreuung steht hoch auf der Agenda. Ihr Angebot aber steht, dass ich es versuchen soll und sie notfalls in eine unserer Mieteinheiten zieht und sie mal auf Zeit mitkommt.

    Ich würde es gerne probieren, vielleicht stell ich ja fest, dass es mich nach längerer Zeit drückt. Bei mir noch der Vorteil, dass ich meinen Job nicht hinschmeißen muss, alles geht von unterwegs.

    Zu meiner Stadt hab ich mittlerweile keinen Bezug mehr. Alle Geschäfte zu, die Kultur hat sich vollkommen gewandelt. Arbeitsleben hat sich verändert. Nicht, dass ich es nicht mache, aber so wie früher meine Ideale und meine Berufung, dass funzt in heutiger Zeit in meiner Branche nicht mehr. Man ist zum Knecht der Vergabestellen und Kontrollfreaks geworden. Kontakte laufen eh hauptsächlich über E-Mail. Das "Persönliche" ist kwasi tot. Familie ist eher Pflichtprogramm, Freunde, die wenigen, die geblieben sind, die kann man elektronisch erreichen und man ist ja nicht vollkommen aus der Welt. Ein Wohnmobil hat Räder und ein Flug für kleines Geld ist schnell gebucht.
    Einkaufen in Europa ist mittlerweile überall gleich. Für Wehwechen gibt es überall Ambulanzen und hey...geht wirklich alles schief, mit einem deutschen Pass in der Tasche gibt es immer wieder einen Neuanfang.

    Würdet ihr euch trauen?

    LG
    Sven
    Geändert von Sellabah1 (29.07.2019 um 09:52 Uhr)

  2. #2
    Kennt sich schon aus   Avatar von Cheldon
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    Standard AW: Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Wir haben und Garten nicht aufgegeben. Das elektrische hält den Rasen kurz, wenn wir mal Zwischenstopp machen, ist Gartenarbeit angesagt. Für die Post schaut unser Sohn ab und zu nach.
    In den letzten Berufsjahren konnte ich per Internet und Telefon von Unterwegs arbeiten.
    Nicht zu lange träumen...

    Gesendet von meinem Moto G Play mit Tapatalk
    Mit freundlichem Gruß
    Rolf

  3. #3
    Stammgast   Avatar von FrankNStein
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    Standard AW: Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Nein, ich würde mich nicht trauen.

    Unsere Nachbarn in Südfrankreich, Holländer, haben sowas Ähnliches gemacht.

    In Holland alles verkauft. Kleines Häuschen in Frankreich und Wohnmobil gekauft. Beides, mit dem entsprechenden Inhalt, ist inzwischen ihr gesamter Besitz. Arm sind nicht, da sie ansonsten auf nichts verzichten müssen. Im Winter (dann ist es ihnen in Südfrankreich zu kalt), verschwinden sie per Wohnmobil nach Portugal.

    Ihr Problem sind deutlich die fehlenden sozialen Kontakte und Beziehungen.

    Für Manchen ist das was, für uns z.B. nicht.

    Gruß

    Frank

  4. #4
    Stammgast   Avatar von womofan
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    Standard AW: Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Nee Sven, ich würde mich nicht trauen und meine Holde schon zweimal nicht.
    Wir sind beide nicht der Campertyp, der monatelang im WOMO leben möchte.
    Wir leben auf dem Land, in einem wenn auch kleinen, bescheidenen aber eigenen Häuschen,
    welches wir uns vor 20 Jahren nach eigenen Entwürfen haben bauen lassen,
    in dem wir uns bis heute sauwohl fühlen.
    600 qm eingewachsener Garten, Sauna im Keller, mehr brauchen wir nicht.
    In die Stadt Regensburg haben wir 15 Minuten zu fahren, Uniklinik und auch sonst alles
    innerhalb dieser Zeit mit dem PKW erreichbar.
    So etwas finden wir nie und nimmer wieder und schon garnicht in einem Reisemobil.
    Unser kleines Reisemobil ist ein zusätzliches Goodie zu unserer Lebensqualität.
    Kein Ort, in dem wir länger als 6 Wochen am Stück verbringen möchten.
    Spätestens nach 4 Wochen ziehts uns immer wieder heim, von wo auch immer.
    Und ab dem nä. Frühjahr können wir los, wann wir wollen, denn dann geht auch meine Holde in Rente.
    Das WOMO steht immer startbereit in 500 m Entfernung in einer geschlossenen Garage.
    Geändert von womofan (29.07.2019 um 10:47 Uhr)
    Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele: Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur.
    Darum, Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist's! Reise, reise!
    Ois isi
    LG Peter

  5. #5
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Trauen grundsätzlich schon, will ich aber aus unterschiedlichen Gründen nicht. Ich kenne ein Paar, die leben seit Jahren in einem Minimobil auf Dauer, indem ich maximal ein Wochenende verbringen würde. Des Menschen Willen ist sein Himmelreich.

    Gruß Bernd
    Alles hat zwei Seiten: Das ist das Gute am Schlechten und das Schlechte am Guten." (Werner Mitsch)

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    Moderation im promobil Forum und PNs an Moderatoren
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  6. #6
    Stammgast   Avatar von rundefan
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    Standard AW: Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Freunde ( Kinderlos) von uns, lebten 8 Jahre in ihrem Eura VI. Sie waren bei uns gemeldet, wir trafen uns ein- bis zweimal im Jahr zum Austausch wichtiger Post.
    Es war ein 6,6 m langes Mobil. Nach dieser zeit haben sie sich spontan zur Aufgabe des Reisens entschlossen und leben nun schon seit fünf Jahren wieder in einer festen Wohnung. Sie besaßen kein Eigenheim, sondern lebten stets in Mietwohnungen, ist vllt ein Unterschied. aber, sie verkauften alles, was Verkaufenswert erschien und mussten sich nach Bezug der neuen Wohnung halt vollkommen neu ausstatten. das Mobil war allerdings als erstes verkauft und sie wollen auch nicht mehr mit einem Wohnmobil reisen.
    Beste Grüße von der Oberweser, Werner (rundefan)



  7. #7
    Stammgast   Avatar von Chief_U
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    Standard AW: Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Zitat Zitat von Sellabah1 Beitrag anzeigen
    Schon einmal drüber sinniert? Haus verkaufen, Fuhrpark auflösen, Job an den Nagel hängen, Postanschrift auf die Brut umschreiben, Sperrmüll bestellen, Altkleiderkästen der Umgebung füllen, den Rest ins Wohnmobil laden und dann mal los.


    LG
    Sven
    Hallo Sven,

    Punkt zwei und drei hab ich mit meiner Frau hinter mir. Mit 50J vollzog ich den Schritt und bereue NIX! Wir sind beide raus aus dem Job. Nur einer wäre nicht so gut.
    Die finanzielle Situation musst und kannst nur Du selbst beurteilen!
    Das erste Jahr 2015 war etwas holprig, da ich meinen Frankia verkaufte und der Phoenix erst 01/2016 geliefert wurde, Dazu kam noch ein unvorhergesehenes gesundheitliches Problem meiner Frau dazwischen. Da aber der berufliche Ausstieg vollzogen war, konnte sie das entspannt meistern. Seit 2016 sind wir von März bis November unterwegs. Im Winter genießen wir das Zuhause. Wir kommen auf so zwischen 140 und 150 Übernachtungen pro Saison im Wohnmobil. Jetzt in der Hauptsaison sind wir gute 4 Wochen daheim, Ende August geht es wieder los.
    Ganz ohne "Heimathafen" würde ich es nicht machen, könnte mir es aber vorstellen. Meine Frau nicht, die sozialen Kontakte daheim sind ihr wichtig.
    Wenn es finanziell geht, mach es. Ohne unnötigen Ballast wie Autos, neueste Elektronik etc ist es nicht sooo teuer auszusteigen. Bei unserer eben abgeschlossenen zweimonatigen Reise von Mai bis Juli gehen dann halt tägliche Restaurantbesuche nicht. Stellt auch kein Problem für uns dar. Die normalen Lebenshaltungskosten hast zu Hause auch.
    Ich drück Dir die Daumen!
    Viele Grüsse

    Chief_U / Uwe
    PhoeniX RSL 7100 auf Mercedes Sprinter 516 CDI, Länge: 7,70m, Höhe: 3,60m, zgG: 5,3to

  8. #8
    Stammgast  
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    Standard AW: Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Zitat Zitat von Chief_U Beitrag anzeigen
    .. tägliche Restaurantbesuche nicht. !
    Das wird dann eh irgendwann langweilig, ich geh lieber seltener essen, dafür gut.

    Wenn aber de Holde nicht will, hat sich das eh schon erledigt. Meine ist ähnlich gestrickt, rumreisen ist schön und gut, aber sie kommt auch sehr gern nach Hause.
    Mach doch einfach mal nen Versuch und dehne die Etappen aus. Da du ohnehin selbständig bist, kannst du dir das sicherlich einteilen oder mach einfach ein halbes Jahr Pause. Gönne deiner Frau die Möglichkeit jederzeit abbrechen zu können, anders wirst du sie nicht überzeugen können.
    Ich kann leider noch nicht los, meine Kleine ist knappe 14, somit dauert das leider noch ein paar Jährchen.
    Ich würde gerne einige Zeit nach La Palma (dort haben wir ne Hütte), meine Frau will - noch - nicht.
    Somit könnte die Kleine auch noch spanisch lernen. Aber noch etwas Kassa machen ist auch nicht schlecht.

  9. #9
    Stammgast  
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    Standard AW: Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Träumen tu ich auch, aktuell stellt sich die Frage nicht, der Sohn kommt gerade in die Schule. In ein paar Jahren wird das wenn an der Holden scheitern, die ist auch gerne im und zu Hause.
    Könnte mir auch gut vorstellen, genau das mit dem Wohnmobil in den USA zu machen, vielleicht auch immer nur drei Monate oder was das Tourivisum dann so hergibt. Da kenne ich auch ein paar, die machen dann drei Monate über Weihnachten Langzeiturlaub und dann wieder drei zu Hause, da hat man dann Zeit für Ärzte und alles, was man nicht im Ausland machen will...
    Gruß, Stefan

  10. #10
    Stammgast   Avatar von Travelboy
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    Standard AW: Leichtes Gepäck...Option oder Fluch?

    Der Haupt-Hinderungsgrund bei uns ist die Familie, die Enkelkinder,
    dann die Bekannten,
    von Haus und Hof könnten wir uns sehr schnell trennen.
    Gruß
    Volker

    Zwei "Reisende" unterwegs im Frankia FF-4 - nach dem Motto "der Weg ist das Ziel"

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