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  1. #1
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    Standard Unsinnige Politik für Camper

    Von wem und wann ist die Grenze von 3,5 t eingeführt worden. Ist das nicht schon lange reformbedürftig ?
    Es ist schon ärgerlich, dass es diese Grenze von 3,5 Tonnen überhaupt gibt. Hätte der Gesetzgeber diese Grenze auf 4 Tonnen gelegt, dann würden viele nicht überlastet fahren und die Hersteller könnten die Wohnmobile gleich besser ausstatten.
    Eine Änderung dieser Grenze ist im Sinne der Wohnmobilisten wohl nicht möglich - oder ?
    Das würde ja bedeuten, dass die Politiker etwas vernünftiges für seine Wähler tun würden !
    Anstatt dessen wurde sogar der Führerschein auf 3,5 t begrenzt. Auf Autobahnen mit Maut z.B. Österreich, wird man über eine Gobox – über 3,5 t sogar richtig abgezockt !
    Sollten wir nicht unsere gewählten Volksvertreter auch zu unseren Wünschen und den erforderlichen Anpassungen bewegen können ?
    Europa -und politikverdrossen sind ohnehin schon viele.

  2. #2
    Stammgast   Avatar von womofan
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    Standard AW: Unsinnige Politik für Camper


    Ich glaube, das Thema wurde schon mal hier irgendwo erwähnt.
    Politik im Forum führt zu nix.
    Nimm Dir Zeit für Deine Freunde,
    sonst nimmt die Zeit Dir Deine Freunde.
    Ois isi
    LG Peter

  3. #3
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    Standard AW: Unsinnige Politik für Camper

    Hallo europa-gerhard,

    der erste Beitrag und dann gleich so ein komplexes und streitbares Thema ... dann will ich mal versuchen, etwas hilfreiches dazu beizusteuern:
    Zunächst hat die 3,5-Tonnen-Grenze nichts mit der deutschen Gesetzgebung zu tun. Seit 1999 gelten die mit Buchstaben benannten Führerscheinklassen europaweit. Infos dazu sind hier zusammengefasst: http://www.eu-info.de/auto-fuehrersc...Fuehrerschein/

    Von Seiten der Reisemobillobby gibt es schon länger Bestrebungen, die Gewichtsgrenze nach oben zu verschieben. Bisher aber erfolglos. Für Caravaner wurde vor einiger Zeit auch auf Druck der Caravaningbranche der B96-Führschein als "kleiner Anhängerführerschein" eingeführt, der Fahrzeug/Anhänger-Kombinationen von bis zu 4250 Kilogramm erlaubt.

    Interessant in diesem Zusammenhang: Zur Förderung der E-Mobilität werden bereits Ausnahmen bei der Gewichtsgrenze gemacht. Elektrisch betriebene Transporter bis 4,25 Tonnen dürfen auch mit dem Führerschein Klasse B gefahren werden. https://www.deutsche-handwerks-zeitu...50/5116/263919

  4. #4
    Kennt sich schon aus   Avatar von Sellabah1
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    Standard AW: Unsinnige Politik für Camper

    Es ist wie in der Formel 1 oder mit den legendären Gruppe B Autos der Rallye.
    Der Trick ist, damit zu leben.
    Einen Führerschein kann man machen, auch im hohen Alter.

    Das Land des bösen Malers kann man meiden und das ist den Bürgern dort auch recht, wenn man nur Transit dadurch fährt.

    Ich persönlich hab für meine 4,5 Tonnen die früher so gescholtene Schweiz entdeckt. Einmal im Jahr kurz beim Zoll halten, für 32,80sfr eine 10er Schwerlastdurchfahrt ausfüllen und immer brav die Durchfahrtage in der Schweiz eintragen. Keine engen Mauthäuschen, keine zusätzliche Brennergebühr, kein elektronischer Bimbam im Auto.

    Nicht meckern, einfach überlegen und klug rebellieren.
    Hab ich als alter Punk immer noch drauf.

    P.S. Ich weiß noch wie jeder Hinz und Kunz in den 80ern 7,5Tonner mit Luftbremse, Sattel oder Tandem fahren durfte. Sicher war anders.

    LG

    Sven

  5. #5
    Stammgast  
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    Standard AW: Unsinnige Politik für Camper

    Zitat Zitat von Sellabah1 Beitrag anzeigen
    P.S. Ich weiß noch wie jeder Hinz und Kunz in den 80ern 7,5Tonner mit Luftbremse, Sattel oder Tandem fahren durfte. Sicher war anders.
    Oh ja, hab den LKW-Führerschein mit 2 Fahrstunden gemacht, haha. Heutzutage unmöglich.
    Ob ich deswegen unsicher fahre? Hab auch schon mal 70-Tonner im Steinbruch bewegt, also alles keine Kunst.

    Dafür überschwemmen uns heute die Osteuropäer mit unsicheren LKWs, überzogenen Lenkzeiten etc.

    Also die Sicherheit ist nicht besser geworden, trotz den aktuell bei uns in D fast nicht mehr bezahlbaren LKW-Führerscheinen. Politik...
    Zum Thema >3,5To, auch ich fahre mgl. durch die Schweiz. Und wenn Brenner, dann nur noch Bundesstrasse und das nachts, zügig zu fahren, kein Verkehr. Dann gehe ich oben auf dem Brenner auf die italienische Autostrada und zahle einen Bruchteil dessen was in Österreich zu zahlen ist. Ist auch Politik, privat genutzte Camper mit kommerziell genutzten Bussen und LKWs gleichzusetzen, egal, ist so, können wir nichts dagegen machen, außer meiden.

    GoBox habe ich trotzdem, weil ich ggfs. im Inntal Innsbruck umfahre. Je nach gusto.

    Ciao
    Dietmar

  6. #6
    Kennt sich schon aus   Avatar von martin_binser
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    Standard AW: Unsinnige Politik für Camper

    Zitat Zitat von Sellabah1 Beitrag anzeigen

    (...)

    Das Land des bösen Malers kann man meiden und das ist den Bürgern dort auch recht, wenn man nur Transit dadurch fährt.

    (...)
    Wenn 'man' z.B. in Kassel wohnt und gerne nach Skandinavien oder Spanien will mag das gehen. Die Gegend südlich der Donau ist aber recht dicht besiedelt und Italien, Slowenien, Kroatien so wie auch Österreich selbst sind nicht völlig zu Unrecht beliebte Urlaubsziele. Ab 200km Umweg macht das dann absolut keinen Sinn mehr zu umfahren und ausgerechnet die Schweiz mit ihrer geradezu schariaartigen Weise minimale Vekehrübertretungen zu ahnden wäre für mich ebenso ein Umfahrungskandidat.

    Zurück zum Ausgangsthema:

    Ja es wurde schon öfters über die Sinnhaftigkeit der 3,5t Regel diskutiert einen Sinn konnte ich dabei noch nie etkennen. Die Situation ist aber noch immer unbefriedigend und mittlerweile sind die Jahrgänge 1981 und jünger die nur Klasse B haben im gestandenen Familien-Camper Alter. Insofern ist die Frage zeitgleich zum rauschenden Branchenfest CSD sehr, sehr angebracht.

    Noch geht's der Wohnmobilbranche aber blendend, so dass ernsthafte Lobby-Arbeit zu dem Führerscheinthema nicht zu erwarten ist. Vielleicht bei der nächsten Krise, nach der ersten Insolvenz eines Wohnmobilproduzenten, die älteren erinnern sich noch an 2009. Vorausschau war ja noch die die Stärke von Verbandsfunktionären und Lobbyisten Die Tickets für Überlastung zahlen ja weder die Hersteller noch die Händler sondern die Kunden bzw. Mieter.

    Es grüßt der Binser



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  7. #7
    Stammgast   Avatar von Jabs
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    Standard AW: Unsinnige Politik für Camper

    Hallo Zusammen,

    das Thema 3,5 to betrifft (einige) WoMo Fahrer. Aber auch alle "Logistik- Rennfahrer". Jede Aushilfskraft (mit einem 3,5 to Führerschein) kann mit dem überladenen 3,5 to mit z.B. 170 km/h an euch vorbei ziehen. Nun stellt euch mal vor, da rauschen überladene 4,5 oder sogar 7,5 to an euch vorbei ?

    Oder sehe ich das falsch ?

    Grüsse Jürgen

  8. #8
    Kennt sich schon aus   Avatar von fritzontour
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    Standard AW: Unsinnige Politik für Camper

    Zitat Zitat von agent_no6 Beitrag anzeigen

    Dafür überschwemmen uns heute die Osteuropäer mit unsicheren LKWs, überzogenen Lenkzeiten etc.


    Ciao
    Dietmar
    Richtig!! Sicherheit ist etwas anderes - Sicherheit kostet Geld!! Geiz ist Geil!!
    Viele Grüße aus dem Norden
    Fritz

    Nur tote Pferde schwimmen mit dem Strom ....

  9. #9
    Stammgast   Avatar von fernweh007
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    Standard AW: Unsinnige Politik für Camper

    Wenn man jetzt ein paar hundert Kilo anpassen würde, wäre das Gewicht in ein paar Jahren wieder ausgereizt

    Außerdem gibt es ja eine akzeptable Lösung
    Einfach den Führerschein der nächsten Stufe machen ... dann bekommt man 4,0t weiteres Gewicht zum Bewegen .... bis zur nächsten Stufe

    LG
    Dietmar
    Ein Wohnmobil ohne Hecksitzgruppe ist kaputt

  10. #10
    Kennt sich schon aus   Avatar von Sellabah1
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    Standard AW: Unsinnige Politik für Camper

    Man muss diese 3,5 Tonnen Grenze einfach mit dem LKW verbinden. Zum Einen ist seit den 80ern der Verkehr kwasi „explodiert“, dazu ist die Technik wesentlich vorangeschritten, was nicht immer gut ist, wenn unqualifizierte Menschen sie für sich nutzen.
    Ich fuhr 1985 eine „Schubkarre“, also einen Nahverkehrs-LKW. Einen VW-MAN 8.136. Damals ziemlich die modernste Kiste. 7,5t Ggs und 3,8t Zuladung. Ich wurde von der Spedition mit Grundgehalt und nach ausgerollter Tonnage bezahlt. Mein Rekord war ein Ggs. von 9,8 Tonnen. Der Laster war solide aus Stahl und hatte Blattfedern.
    Heutigst wird mit sowenig Aluminium gearbeitet, dass die Kisten bei Sturm auf der Brücke kippen. Damals trickste man mit Sattelauflieger und kleiner Maschine rum, um die Klasse 3 auszunutzen.. MB 809 (4Zyl, 90PS) statt 813 (130PS) als Sattel hatte ein GGS. von 17;5 Tonnen, fahrbar mit Klasse 3.
    Heutigst wird dieses Spielchen mit Sprinter und Daily betrieben und die erreichen 12,5t GGS. Wer mal Sattelzug durch eine Hauptstadt gefahren ist, dem kräuseln sich die Fußnägel, wenn er dran denkt, dass dies jemand ohne Ausbildung tut. Dazu ist das Thema Ladungssicherung ernst geworden. Die Führerscheine werden als Module erlernt und mittlerweile auch wieder von der Arbeitsagentur gefördert.

    So und damit zum Thema Wohnmobil auch was in meinem Post steht. 1991 hatte mein Alkoven Bürstner A5700 ein zulässiges GGS von 2,8t. Wir luden das Ding für drei Wochen Urlaub, setzten uns zu Viert mit Hauskatz darein und fuhren mit 75 PS Vollgas in den Süden und wieder zurück. Ich denke, damals war jedes zweite Wohnmobil überladen. Heutigst hat auch hier Leichtbau eingesetzt. Mein Frankia hat den gesamten Möbelbau aus Balsaholz und ein Alko Fahrgestell. 7,2m lang, 3,2m hoch bei 3,2t Leermasse.
    Ich hab ihn als 4;5Tonner laufen, könnte ihn aber spielend als 3,5Tonner nutzen. Wird die Führerscheinbegrenzung aufgehoben, fahren in Zukunft hier eine riesige Menge Liner durch die Gegend mit Leuten am Steuer, die diese Ausmaße nicht erfassen. Gibt ja nicht nur Eigentümer, sondern immer mehr Mieter. Ich krieg schon manchmal morgens die Krise beim Anblick von Kindergartenparkplätzen, wo Muttis Essjuwiis in zweite Reihe stellen, mit denen man früher Idi Amin durch die Wüste gefahren hätte.
    Passt schon mit dem Führerschein.

    LG
    Sven
    Geändert von Sellabah1 (31.08.2018 um 10:41 Uhr)

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