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  1. #1
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    Standard Fahrradreparatur ein Alptraum?

    Hallo Kameraden,

    heute brachte ich mein gutes altes Kalkhoff Markenrad zu dem Händler, vor dem ich es vor einigen Jahren gekauft hatte. Meine Beanstandung: Der Bowdenzug für die Kettenschaltung war eingerostet und sollte erneuert werden.
    Der Inhaber besah sich das Rad und stellte als erstes fest, dass die Kette total verschliessen ist. Auswechseln sei nur in Verbindung mit der kompletten Shimano-Schaltung inklusive Kettenkranz möglich. Weiterhin stellte er ein Spiel bei der Federgabel fest - damit könne ich nicht weiterfahren, dass sei lebensgefährlich! Kostenvoranschlag: 450 Euro für alles und von einer Reparatur hat er mir nachdrücklich abgeraten.

    Im Internet habe ich folgende Ersatzteilpreise (Markenprodukte) gefunden:
    Kette: ca. 10 €
    Bowdenzüge für vorne und hinten: ca. 10 €
    Kettenkranz: ca. 15 €
    Federgabel: ca. 60 € (falls überhaupt erforderlich)
    Werkzeug zum Auswechseln des Kettenkranzes: ca. 10 €

    Fazit:
    Ich werde mein Rad selbst reparieren!

    Gruß
    Rombert

  2. #2
    Stammgast   Avatar von rundefan
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    Standard AW: Fahrradreparatur ein Alptraum?

    Na dann spar mal schön.

    Zur Kette, bzw. deren Verschleiß: Eine Fahrradkette für eine Kettenschaltung braucht nur Eines: Pflege.
    Zudem längt eine Schaltungskette im Verlauf von etwa 2000 km so, dass sie nicht mehr zur Ritzelgruppe passt. Darum werden die Zähne der Ritzel " abgenagt. " Wer nicht rechtzeitig wechselt, gefährdet auch sein Kettenblatt vorne. Im Allgemeinen sollte man nach spätestens zwei Ketten die hinteren Ritzel wechseln. Nach zwei Ritzelpaketen die Kurbelgarnitur =die drei Kettenblätter vorne. Dann muss man berücksichtigen, ob die Kette für eine 7- oder 8- Gang Kettenschaltung gebraucht werden oder ggf. für eine größere Gangzahl. Die Ketten sind unterschiedlich breit, weil der Hinterbauabstand mit 135 mm immer bleibt. Die passende Kette für eine Kettenschaltung ist in der Regel nicht unter 25, 00€ zu haben. Dann benötigst Du für die alte kette einen Nietendrücker, damit Du die überhaupt auseinander bekommst. Die neue Kette sollte ein lose beiligendes Kettenschloss besitzen.

    Ein guter Schaltungszug sollte zwischen 3,50 und 5,50 € kosten. Hast Du eine entsprechenden Schaltzugzange? Ein Seitenschneider zerfasert nur das Zugende .also benötigst Du auch noch Endhülsen für Züge ( meist aus Alu ).

    Die Federgabel, wenn gleiche Qualität, wie üblicherweise von Kalkhoff verbaut, wirst Du nicht für 60,00 € bekommen. Hast Du eine Sägelehre, damit der Gabelschaft winkelig auf die richtige Länge gebracht werden kann?

    Das Originalwerkzeug von Shimano zum Lösen der gesteckten Ritzelgruppe kostet ein Vielfaches des von Dir genannten Betrages. Schau für die Teile z.B. mal in den Katalog von Rose.

    Dann soll ja wohl Deine Arbeit kein Geld kosten. Der Fachmann hat nun einmal einen Stundenlohn, der zumindest dem eines KFZ-Fachmannes entspricht. Ich finde, den aufgerufenen Betrag ganz in Ordnung. Die Teile, die ich für meine Räder kaufe, sind teurer als Alles was Du aufgeschrieben hast. Aber, ich bin auch ein Radverrückter.
    Beste Grüße von der Oberweser, Werner (rundefan)



  3. #3
    Stammgast   Avatar von norder
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    Standard AW: Fahrradreparatur ein Alptraum?

    Hallo Rombert,

    wäre vielleicht auch ein anderer Mechaniker eine Alternative, der sich auf Kette und Bowdenzüge beschränkt.

    Hans

  4. #4
    Stammgast  
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    Standard AW: Fahrradreparatur ein Alptraum?

    Zitat Zitat von Rombert Beitrag anzeigen
    ... Der Inhaber besah sich das Rad und stellte als erstes fest, dass die Kette total verschliessen ist. Auswechseln sei nur in Verbindung mit der kompletten Shimano-Schaltung inklusive Ritzelpaket möglich. Weiterhin stellte er ein Spiel bei der Federgabel fest - damit könne ich nicht weiterfahren, dass sei lebensgefährlich! Kostenvoranschlag: 450 Euro für alles und von einer Reparatur hat er mir nachdrücklich abgeraten.
    Hallo Rombert,

    was ist denn mit "kompletter Shimano-Schaltung" gemeint? Das wäre bei einem Kettenwechsel in Verbindung mit dem Zahnkranz hinten eher ungewöhnlich. Oder ist das Rad eventuell schon so alt, dass es hierfür nicht mehr ohne weiteres Ersatzteile gibt (eventuell 5-fach Zahnkranz o.ä.)? Dann kommen zu den von Dir ermittelten Preisen noch einige Teile hinzu. Bezüglich der Preise bin ich auch eher bei Rundefan, nicht alle im Netz auf Anhieb zu sehenden Ersatzteile passen auch (z. B. Kette). Um die Kassette hinten zu wechseln brauchst Du je nach Modell eventuell zwei Werkeuge, Kettenpeitsche und Zahnkranzabzieher.

    Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber der Wechsel einer Federgabel mit eventuellem Ablängen des Gabelschafts ist zwar keine Raketenwissenschaft, aber man sollte schon wissen was man tut. Spätestens auf der nächsten holprigen Abfahrt können sich Montagefehler bitter rächen. Da wäre dann der vom Händler aufgerufene Komplettpreis sicherlich die bessere Investition.
    Viele Grüße,

    Martin (Birdman)

  5. #5
    Stammgast  
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    Standard AW: Fahrradreparatur ein Alptraum?

    Ich würde erst mal selbst checken (oder woanders lassen), ob die Federgabel tatsächlich so verschlissen ist. Etwas Spiel haben sie ja meistens (Die billigen sowieso mehr). Generell bin ich der Meinung daß Federgabeln an solchen Tourenfahrrädern eh nix zu suchen haben, aber gut, jetzt ist sie dran. Und zum Thema "lebensgefährlich": Kommt dann auch noch drauf an ob ich mit dem Radl mit 70kmh und mehr den Berg runter heize oder mit 15 kmh in der Gegend rumgondel. Alles ist relativ.

    Zuerst würde ich dann nur die Kette und den Bowdenzug wechseln und dann schauen ob die Kette auf dem kleinsten Ritzel hinten nicht überspringt. Wenn sie ruhig läuft würde ich das erst mal lassen. Wenn man nur die Kette wechselt ohne Zahnkranzwechsel kann der Kettenverschleiss höher sein, dann ist natürlich noch die Frage wieviel man fährt.
    Beim nächsten Mal wechselt man eben früher das Gesamtpaket (in 20 Jahren anstelle 25??) .
    Aber so wie ich das sehe ist Rombert eh nicht der Vielfahrer - wenn schon der Bowdenzug einrostet - da würde ich erst mal mit den 10 oder 15.-€ anfangen die Kette und den Bowdenzug zu wechseln, dann Stück für Stück. Da braucht es auch kein Speezialwerkzeug, ist zwar nice to have, aber ein Seitenscheider tuts auch und dann eine Endhülse für ein paar Cent.
    Es ist immer eine Frage der Nutzung und eben auch des persönlichen Anspruchs, Werner ist der Radfahrer der sein Teil pflegt und dann eben auch nur Hightec-Komponenten verbaut, Rombert eben nur der Gelegenheitsnutzer - schätz ich mal
    Jetzt das alte "3-Gangrad" (Ich sage es mal so obwohl es Kettenschaltung hat) für 450 .-€ zu pimpen, halte ich völlig überzogen.
    Dann würde ich eher zum Aldi gehen und mir das aktuelle Tourenrad für 279.- (wieviel auch immer) kaufen. Das hält dann auch wieder 20 Jahre..

    Ciao
    Dietmar

  6. #6
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    Standard AW: Fahrradreparatur ein Alptraum?

    Hallo zusammen, ich glaube es gibt in vielen Orten ein Sozialzentrum, in dem behinderte Menschen kleine Reparaturen ausführen. Da diese gemeinnützig sind, fällt eine Reparatur auch bei Fahrräder recht kostengünstig aus.
    Versucht es doch mal, vielleicht findet iht eine Telefonnummer .

    Gruß Siegfried

  7. #7
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    Standard AW: Fahrradreparatur ein Alptraum?

    Also ich finde, bis auf die Federgabel, die Preise realistisch. Eine Kette über 25€ oder eine ... zB. Ritzelpacket für 150€ brauchen nur die "Freaks"....ich zB. !! Das gegebene Spezialwerkzeug nutze selbst ich zT. nicht, weil mit normalem Werkzeug genau so gut durchführbar. Man sollte schon wissen wie man eine Schaltung einstellt, die Kassette wechselt oder die Gabelkonus runter bzw. drauf bekommt. Aber das kann er ggf. auch im hohen Alter noch lernen

    Gruß Andy

  8. #8
    Stammgast   Avatar von rundefan
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    Standard AW: Fahrradreparatur ein Alptraum?

    Hallo Andy, wie bekommst Du ein gestecktes Ritzelpaket mit "normalem" Werkzeug gelöst? Und wie machst Du das, wenn preiwerte Räder mit einer geschraubten Ritzelgruppe einen Wechsel der Gruppe benötigen? Gut, ne Kette kann man auch mit Säge trennen, wie kürzt Du sie ohne spezielles Werkzeug?
    Ich hab mir das "richtige Werkzeug"( Parktool) sowie einen Rep.-Ständer und einen Zentrierständer vor ca. 20 Jahren gekauft. Lohnt sich für mich, da Vielfahrer und fünf Räder ( für mich und meine Frau zusammen ), die auch gepflegt werden. Zudem auch bei Schnee und Eis mit Spikereifen genutzt.

    PS Natürlich benötigt man die spezielle "Ritzelnuss" von Shimano, oder die von Campagnolo ( die sind nicht identisch ), um damit das lezte Ritzel auf den Freilaufkörper zu fixieren, am Besten mit Drehmomentschlüssel. Bei einem geschrabten Ritzelpaket, so eines mit integriertem Freilauf, benötigt man zur Montage natürlich kein Spezialwerkzeug
    Geändert von rundefan (19.04.2018 um 12:03 Uhr) Grund: PS angefügt
    Beste Grüße von der Oberweser, Werner (rundefan)



  9. #9
    Stammgast  
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    Standard AW: Fahrradreparatur ein Alptraum?

    Zitat Zitat von rundefan Beitrag anzeigen
    ..Gut, ne Kette ...wie kürzt Du sie ohne spezielles Werkzeug?
    Werner,
    Mit der Flex, indem man die Nieten abflext, einfachstes und probates Mittel.
    Gruß Dietmar

  10. #10
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    Standard AW: Fahrradreparatur ein Alptraum?

    @Werner: bei der Kette hast du recht, da brauch man das Entsprechende Werkzeug und für die Kassette auch, aber für den Leihen muss es nicht die "Goldrandlösung" sein. Generell ist es über Ferndiagnose schwer abzuschätzen was er wirklich noch an Werkzeug kaufen muss.

    ...entweder man/er hat das Wissen und das "Werkzeug" oder ich würde die 450€ nehmen und ein gutes Vorjahresmodell als Fahrrad kaufen.

    Gruß Andy

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