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  1. #71
    Stammgast   Avatar von Chief_U
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    Standard AW: Waldarbeit ist angesagt

    Zitat Zitat von Waldbauer Beitrag anzeigen
    .
    Dann sollte eigentlich für ein paar Monate Ruhe sein, ausser es kommt wieder ein Sturm oder der Borkenkäfer.
    Letzterer kommt mit größter Wahrscheinlichkeit.
    Hallo Franz,

    vielleicht dezimiert heuer der momentane Dauerfrost endlich einmal so Ungeziefer wie Borkenkäfer und Zecken! Die Hoffnung stirbt zuletzt.


    O.T.:
    Was für ein schrecklicher Unfall war denn das Gestern bei Dir in der Nähe! Link
    Viele Grüsse

    Chief_U / Uwe
    PhoeniX RSL 7100 auf Mercedes Sprinter 516 CDI, Länge: 7,70m, Höhe: 3,60m, zgG: 5,3to

  2. #72
    Stammgast   Avatar von Waldbauer
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    Standard AW: Waldarbeit ist angesagt

    Das mit dem Unfall ist in der Tat ein großer Schock. Ausführliche Informationen gibt es nur spärlich, es wurde ein Gutachter zur Unfallstelle gerufen, ausserdem ermittelt die Staatsanwaltschaft. Das geht allen sehr nahe, ich habe selber 2 Enkelkinder die mit einem Schulbus zur Schule fahren, allerdings ist die Haltestelle weniger exponiert, in der Ortschaft in einer 30er Zone. Fragt aber nicht was es an Mühe gekostet hat die 30er Zone durchzusetzen.
    Die Dame soll angeblich laut Aussage eines Zeugen ziemlich flott unterwegs gewesen sein, etwas Konkretes weiß man jedoch nicht.
    In meiner Nähe gibt es eine ähnlich gelagerte Schulbushaltestelle, die Gemeinde hat sich da für ein Tempolimit auf 70 km/h stark gemacht. Es handelt sich bei der Gemeindeverbindungsstraße um eine Kreisstraße, das Landratsamt lehnt ein Tempolimit ab.

    Hier der Bericht in unserem lokalen Nachrichtenportal:
    https://www.innsalzach24.de/innsalza...idAnchComments

    Ende OT.
    Gruß aus Oberbayern
    Franz

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  3. #73
    Stammgast   Avatar von Alaska
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    Standard AW: Waldarbeit ist angesagt

    Das wundert mich nicht eine Sekunde.Ich erlebe täglich den Wahnsinn an Schulbushaltestellen,da interessiert es niemand ob da ein Bus mit eingeschaltetem Warnblinklicht steht oder nicht,da wird überholt auf Teufel komm raus und auch gehupt weil es nicht schnell genug geht.So lange wir nicht die US Schulbusregeln in unsere StVo übernehmen wird das immer wieder passieren,auch die 7 jährige die 1999 an meinem Bus angefahren und getötet wurde könnte noch leben.

    Gruß Arno
    Und ist der Berg auch noch so steil,bisserl was geht alleweil

    Bekennender SP und Wackenverweigerer

  4. #74
    Stammgast   Avatar von Waldbauer
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    Standard AW: Waldarbeit ist angesagt

    Mein Wald beschäftigt mich wieder mal ganz gewaltig. Nachdem ich im letzten Jahr keinen Borkenkäferbefall hatte erwischt es mich in diesem Jahr umso mehr. Ich selber bin körperlich nicht mehr in der Lage die schwere Arbeit allein zu verrichten, schon gar nicht bei der Hitze in den vergangenen Monaten. Also musste schweres Gerät angefordert werden. Zweimal ist nun ein Harvester angerückt. Beim ersten Einschlag wegen der Borkenkäferkalamität wurden insgesamt 43 befallene Fichten gefällt. Zwei Wochen nach dieser Aktion stellte ich erneut Befall fest, diesmal waren es 18 Bäume, davon mehrere sehr starke Fichten mit mehr als 3 fm Holzmasse. Diese Biester vermehren sich bei dem heissen Wetter in einem unglaublichen Tempo. Die einzige Methode der Bekämpfung ist das Fällen der Bäume und der möglichst rasche Abtransport des Holzes aus dem Wald. Der Abtransport zieht sich hin, die Sägewerke sind zum Bersten voll weil der Käfer überall wütet. Die Begleiterscheinung ist ein ruinöser Verfall der Holzpreise. Bekommt in normalen Nachfragezeiten für gutes Fichtenstammholz bis zu € 100,- je Festmeter gibt es für das Käferholz noch maximal 50 Euro. Davon gehen in meinem Fall € 20,- je Festmeter als Lohn für den Harvester ab. Nicht verwunderlich, schließlich kostet so eine Maschine ca. eine halbe Million Euro. Der Harvester wird von einem Mann bedient, der vollkommen hydraulisch betätigte Arbeitskopf fällt den Baum, zwingt ihn in eine bestimmte Richtung zu fallen, er entastet den Stamm, längt ihn auf die gewünschten Maße ab, misst ihn auf Durchmesser und Länge aus und bestimmt gleichzeitig die Holzmasse, alles in einem Arbeitsgang. Nach Beendigung der Arbeit steht genau fest wieviel Holz gefällt wurde. Gesteuert wird das alles vom klimatisierten und geräuschgedämmten Fahrerhaus aus, per Joystick und Touchscreen. Nach dem Harvester kommt der Rückezug zum Einsatz, ein Traktor fährt mit einem Rückewagen in die vom Harvester angelegte Rückegasse, lädt mit einem Kran die Abschnitte auf, transportiert sie zum Holzpolder und stapelt sie dort, das Sortieren nach Länge und Durchmesser hat der Harvester schon erledigt. Zum Schluß beseitigt der Rückezug noch den Schlagabraum.
    Als Waldbesitzer wartet man nun bis das ganze Zeug abgeholt wird und eventuell ein wenig Geld kommt.....
    Der Schlagabraum wird gehäckselt, die Hackschnitzel kommen zum Heizwerk nach Altötting. Geld gibt es dafür nicht, der Erlös für die Hackschnitzel deckt die Häcksel- und Transportkosten.
    Organisiert wird das Ganze über die Waldbesitzervereinigung, gäbe es diese Institution nicht - es wäre nicht auszudenken.
    Auf den angehängten Bildern seht ihr die geräumte Fläche, sie muß im Winter neu bepflanzt werden, und einen Teil der Holzpolder. Die kleineren Haufen mit den kurzen Stücken werden zu Brennholz verarbeitet, das mache ich selber. Es sind da Anschnitte der Bäume dabei mit bis zu 80 cm Durchmesser, die wiegen auch ganz schön was.
    Der größere der abgebildeten Polder umfasst ca. 120 Festmeter. Normalerweise wäre für diese Menge ein Erlös im 5-stelligen Eurobereich zu erwarten, wegen der schlechten Marktlage rechne ich mit ca. € 4000,-.
    Ca. 85 Jahre sind die Fichten gewachsen, der Borkenkäfer macht sie innerhalb weniger Wochen kaputt.
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    Gruß aus Oberbayern
    Franz

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  5. #75
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    Standard AW: Waldarbeit ist angesagt

    Willst du deinen Wald vernichten? Pflanze Fichten, Fichten, Fichten!

    Gruß Muhe

  6. #76
    Stammgast   Avatar von Waldbauer
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    Standard AW: Waldarbeit ist angesagt

    Fichten brauche ich nicht zu pflanzen, es kommen per Naturverjüngung genug von selber nach. Vielleicht sind die stabiler? Ich werde es nicht erleben. Fichten, Tannen und Kiefern kommen von selber, Tannen schütze ich per Einzelschutz vor Verbiss. Im Winter werde ich was pflanzen, ein paar Laubbäume und hauptsächlich Douglasien. Es muß aber alles geschützt werden sonst wird es von den Rehen verspeist.
    Im Moment sind fast alle jungen Eichen von Mehltau befallen, das ist gut, so fressen sie die Rehe nicht.
    Gruß aus Oberbayern
    Franz

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  7. #77
    Kennt sich schon aus  
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    Standard AW: Waldarbeit ist angesagt

    Zitat Zitat von Waldbauer Beitrag anzeigen
    Normalerweise wäre für diese Menge ein Erlös im 5-stelligen Eurobereich zu erwarten, wegen der schlechten Marktlage rechne ich mit ca. € 4000,-.
    ich will mich an der Natur nicht bereichern.
    Ich verschenke mein Holz.....an Selberfäller!
    Verlierer suchen nach Ausreden....Gewinner nach Lösungen.

    Gruß
    Thomas

  8. #78
    Stammgast   Avatar von willy13
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    Standard AW: Waldarbeit ist angesagt

    Zitat Zitat von clouliner2 Beitrag anzeigen
    ich will mich an der Natur nicht bereichern.
    Ich verschenke mein Holz.....an Selberfäller!
    Besser an der Natur als an den Mitmenschen
    Gruß aus dem Canton de Weyden im Département de la Roer bis 1814, seit 1975 ein Teil von Köln,
    http://www.willy13.mynetcologne.de/index.html

    Kaufe und verkaufe Restbestände der Wohnmobilindustrie, alle Marken

  9. #79
    Kennt sich schon aus  
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    Standard AW: Waldarbeit ist angesagt

    ja das ist bitter, aber ob Douglasien die Lösung ist??

  10. #80
    Stammgast   Avatar von Waldbauer
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    Standard AW: Waldarbeit ist angesagt

    Douglasien wurden vor ca. 120 Jahren erstmals in Europa gepflanzt, es ist keine heimische Baumart, sie kommt ursprünglich aus Amerika. Bisher erweist sie sich als robust und zeichnet sich durch gutes Wachstum aus. Als Bauholz ist sie so gut geeignet wie die Fichte. Dasselbe sollte auch für die Kiefer gelten, sie wächst in meinem Wald sehr gut, leider bekommt man für den Festmeter 20 Euro weniger als für die Fichte. Unsere Förster fördern und loben die Weisstanne, als Sägeholz ist sie jedoch wenig gefragt und die Verarbeitung zu Brennholz ist sehr mühsam. Das Holz ist nicht viel leichter als Laubholz und läßt sich sehr schlecht spalten, es braucht auch lang bis es ofentrocken ist.
    Fest steht eines : Die Fichte wird in unseren Breitengraden aussterben, zumindest was die Starkholzgewinnung angeht. Dafür gedeihen inzwischen Bäume die bisher eher weiter südlich häufiger zu sehen waren: Zum Beispiel die Esskastanie. Ich werde im Winter in der Umzäunung in geschützter Lage 25 Stück pflanzen. Es kann durchaus sein dass ich in meinem Leben noch Kastanien vom eigenen Baum essen kann.
    Ein Waldnachbar hat Mammutbäume probiert. Gutes Pflanzgut kostet jedoch ca. 10 bis 20 Euro je Stück, die Anwuchswahrscheinlichkeit liegt bei 10%. Mein Sohn hat welche im Wohnzimmer aus Samen gezogen, sie keimten gut und bildeten Pflänzchen. Nach dem Umzug ins Freie gingen sie ein. Es ginge ja nur ums Probieren, das Holz des Mammutbaumes ist weitgehend wertlos.
    Kleinstwaldbesitzer wie ich probieren halt gern was neues aus, die Staatsforsten oder Forstbesitzer machen das nicht. Da werden auch nach wie vor fleissig Fichten gepflanzt. Es wird Wasser (Laubholz, Tanne usw.) gepredigt und Wein (Fichte) gesoffen.
    Es befinden sich in meinem Wald auch mehrere Prachtstämme an Eschen. Eschenholz ist zurzeit leider nicht in Mode.Leider wurde aus dem asiatischen Raum ein Pilz eingeschleppt der die Eschen sterben läßt. Das beste Geschäft ist seit Jahren der Bergahorn. Für starke Bergahornstämme mit Wuchsfehlern, sie müssen "geriegelt" sein, werden auf Auktionen Wahnsinnspreise bezahlt.
    Ich habe auch Bergahorne im Bestand, leider sind die erst 10 Jahre alt, bis sie hiebsreif sind lebe ich längst nicht mehr.
    Gleichzeitig mit den Bergahornen habe ich Spitzahorn und Roteiche gepflanzt. Vielleicht kommt dieses Holz ja mal in Mode.

    Ich habe gestern und heute Brennholz aus der Käferkalamität nach Hause geschafft. Ich habe ein paar dünnere Stämme per Hand auf dem Anhänger etwas gerichtet damit mehr drauf geht. Beim Absteigen vom Hänger bin ich an der Deichsel hängen geblieben und habe mein linkes Knie verdreht, bin runtergefallen und habe mir die rechte Hand geprellt. Tut weh, ich habs mit DOC-Salbe eingerieben und einen Gummistützstrumpf drübergezogen.
    Vorerst ist jedenfalls Schluss mit Holzarbeit. Nächsten Dienstag verschwinden wir für eine Woche mit dem Wohnmobil.
    Scheixx auf den Borkenkäfer.....
    Gruß aus Oberbayern
    Franz

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