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  1. #11
    Stammgast  
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    Standard AW: http://www.rundschau-online.de/region/kreis-euskirchen/zuelpich/brand-zuelpich-ol

    Es ist wohl nicht grundsätzlich so, Stefan. Hier und da wird auch von einem geeigneten Gebäude gesprochen. Also keine Scheune mit Holzdielen.
    Bei der vorausgegangen Versicherung war im Regelwerk ein Brandschaden explizit mitversichert. Es stand allerdings nicht dabei, ob jeglicher Brandschaden gemeint ist.
    Da wir ja recht bald neu versichern müssen, weil ein neues Reimo kommt werden wir den Punkt der Unterstellung auf jeden Fall ansprechen.
    Grüße aus Kölle, am Rhein
    Günter

  2. #12
    Kennt sich schon aus   Avatar von avm75
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    Standard AW: http://www.rundschau-online.de/region/kreis-euskirchen/zuelpich/brand-zuelpich-ol

    Zitat Zitat von Guenni2 Beitrag anzeigen
    Da unser Künftiger auch in einer solchen Halle geparkt werden soll, interessiert es mich, ob ein solcher Schaden gedeckt ist.
    Zitat Zitat von BRB-Stefan Beitrag anzeigen
    Bisher dachte ich das die Versicherung des Mobils für einen solchen Schaden aufkommt.
    Wie solch' ein Schaden gedeckt ist, ist gar nicht so schwer zu ermitteln, allerdings gibt es auch immer Sonderfälle, auf welche die folgenden Aussagen dann möglicherweise nicht passen könnten. Aufgrund der Anzahl der untergestellten Fahrzeuge unterstellen wir einfach mal gewerbsmäßige Vermietung und lassen der Einfachheit Halber die mögliche Brandstiftung außen vor.

    Welche Versicherungen könnten für den Schaden aufkommen? Wir listen einfach mal alle auf, die theoretisch greifbar sein könnten:

    Gebäudeversicherung des Vermieters
    Nein, die kann es nicht sein, denn diese versichert das am angegebenen Versicherungsort benannte Gebäude gegen die Gefahren Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel und Einbruchdiebstahl und, sofern eingeschlossen gegen sog. Elementargefahren.

    private Haftpflichtversicherung des Vermieters
    Nein, auch die hat nichts damit zu tun, aus zweierlei Gründen. Zum einen hat der Vermieter ja gewerblich gehandelt, damit ist die private Haftpflicht raus. Zum anderen soll die Haftpflichtversicherung ja die Schäden decken, die der Versicherte einem Dritten zufügt, Vorsatz ggf. ausgenommen.
    In die Private Haftpflichtversicherung kann die sog. Gebäudehaftpflichtversicherung eingeschlossen werden oder ist oft standardmäßig bereits enthalten. Bei der richtigen Absicherung spielt vor allem die abzusichernde Immobilie eine Rolle. Die in der Privaten Haftpflichtversicherung enthaltene Gebäudehaftpflichtversicherung greift insofern z.B. bei selbstgenutzten Einfamilienhäusern.
    Bei vermieteten Mehrfamilienhäusern, oder besser, Gebäuden greift die sog. Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht, welche sich inhaltlich nicht, oder nur kaum, von der Gebäudehaftpflichtversicherung unterscheidet.

    Weiterhin übernimmt die Gebäudehaftpflichtversicherung die Schadensregulierung häufig nur dann, wenn bewiesen werden kann, dass der Schaden durch einen Fehler des Eigentümers der Immobilie verursacht wurde – der Schaden an einem Dritten also durch dessen Verschuldung zu Stande kam. Kann dies ausgeschlossen werden, muss der Immobilienbesitzer üblicherweise für keine anfallenden Kosten aufkommen, die im Bezug zu diesem Schadensfall stehen.


    Betriebshaftpflichtversicherung des Vermieters
    Nahe liegender Gedanke, nachdem wir ja festgestellt haben, dass die Privathaftpflicht nicht greift, da es sich um eine gewerbliche Vermietung handelt.
    Aber auch hier: nein, denn der Versicherte, also der Vermieter, hat ja niemandem Schaden zugefügt, die Frage des Verschuldens wir genauso gehandhabt, wie in der Privaten Haftpflichtversicherung.

    Inhaltsversicherung des Vermieters
    Zunächst zur Erklärung, für die, die sie nicht kennen: Ist zu vergleichen mit der Hausratversicherung, nur eben für Gewerbebetriebe. Versichert also den Geschäftsinhalt des Betriebes in einem eigenen oder auch gemieteten Gebäude. Da die WoMo's und Oldies nicht Eigentum des Vermieters waren, ist auch diese nicht in Anspruch zu nehmen.

    Kfz.-Versicherung des Fahrzeug-Eigentümers
    Sofern der Vollkaskoschutz in die Kfz.-Versicherung eingeschlossen wurde, wird diese den Schaden, welcher durch das genannte Feuer entstand, regulieren. Wie bereits angemerkt, gilt es hier aber auch die Versicherungsbedingungen auf Ausschlüsse zu überprüfen.

    Wenn keine Neuwerterstattung vereinbart ist, bzw. der Zeitraum dieser Vereinbarung abgelaufen, wird der Wiederbeschaffungswert beglichen, also der Preis eines gleichwertigen Fahrzeugs auf dem Gebrauchtmarkt. Sollte im Versicherungsvertrag eine Selbstbeteiligung vereinbart sein, muss diese natürlich der Versicherungsnehmer zahlen. Wer nur eine Haftpflichtversicherung hat, der bleibt auf dem Schaden sitzen.
    (Bei Brandstiftung wäre das ja ähnlich gelagert, der Schuldige ist klar, aber mitunter nicht greifbar, also zahlt die Kasko. Für den Fahrzeughalter ist das meist unbefriedigend.)
    Meist prüft die Kfz.-Versicherung dann aber auch, ob ggf. der Besitzer der Immobilie, bzw. dessen Haftpflichtversicherung, in Regress genommen werden kann, sofern ein Verschulden vorliegt und nachgewiesen werden kann.
    Sollte dieser keine entsprechende Versicherung abgeschlossen haben, oder auch schlicht nicht über die finanziellen Mittel für die Begleichung des Schadens verfügen, kann u.U. auch noch eine sog. Forderungsausfallversicherung (eingeschlossen in die eigene Haftpflichtversicherung) den Schaden übernehmen, das ist aber eher selten.

    Unabhängig von alledem:
    Wenn es für den Vermieter irgendwie möglich wäre, das Risiko zu versichern, würde das auch nur eingeschränkt helfen:
    Die Kaskoversicherung fremder, in Obhut genommener Fahrzeuge (welche es so in der Form meines Wissens nach nur für Kfz-Betriebe gibt) ist eine Versicherung für fremde Rechnung im Sinne der §§ 43 ff VVG.
    Der Versicherungsnehmer, also hier der Vermieter verschafft den Eigentümern der in Obhut gegebenen Fahrzeuges für den Fall der Beschädigung, Zerstörung oder des Verlustes einen Ersatzanspruch gegen die Versicherung. Damit bringt er das fremde Eigentümerinteresse unter Versicherung. Jetzt ist dies dummerweise das gleiche Interesse, welches der Eigentümer (möglicherweise) selbst gegen eben genau diese Gefahren versichert hat, nämlich durch die Vollkaskoversicherung. Damit ist der Fall einer Doppelversicherung gegeben, siehe dazu auch § 78 VVG, Haftung bei Mehrfachversicherung.

    Folgerichtig könnte, wenn es sie denn überhaupt gäbe, die fragliche Versicherung des Vermieters also hergehen und die Kfz-Versicherung des Geschädigten an dem Schaden anteilig beteiligen, siehe dazu Ausgleichspflicht (zugegeben, der Link passt nicht ganz, habe aber gerade keinen besseren gefunden). Also die Vollkasko, sofern vorhanden. Selbst wenn diese die SF-Klassen nunmehr nicht zurückstuft und die Vertragsprämie nicht steigt, schadenbelastet ist der Vertrag erst einmal.

    Fazit: Wenn es versichert ist, dann in der Kaskoversicherung des Fahrzeugs. Diese greift auch bei Schäden außerhalb der Betriebszeit (Saisonkennzeichen), durch die sog. Ruheversicherung. Es sei denn, es gäbe irgendwelche Ausschlüsse in den Bedingungen, wie schon gesagt. Das gilt es dann im Einzelfall zu prüfen.
    Empfehlung: Entweder mit der jeweiligen Versicherungsgesellschaft klären, den Versicherungsmakler, -Berater oder -Vertreter des Vertrauens befragen oder hoffen das nichts passiert. Das wäre sowieso das Beste!
    Geändert von avm75 (04.01.2017 um 18:23 Uhr) Grund: Rechtschreibung
    Great minds discuss ideas. Average minds discuss events. Small minds disuss people.
    - Eleanor Roosevelt

  3. #13
    Stammgast  
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    Standard AW: http://www.rundschau-online.de/region/kreis-euskirchen/zuelpich/brand-zuelpich-ol

    Andreas, herzlichen Dank für Deine umfangreichen Informationen. Es gilt zu klären, ob die Vollkasko eine Deckung ausschließt, wenn denn der Vermieter auf Mieterisiko vermietet. Und eine Deckung bestätigen lassen.
    So die für mich gewonne Quintessenz aus Deinen Ausführungen und für wie bereits erwähnt unsere daraus resultierende Vorgehensweise.
    Grüße aus Kölle, am Rhein
    Günter

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