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  1. #1
    Stammgast   Avatar von Funkbudenfahrer
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    Standard Grundsätzliche Frage zu Stromaggregaten

    Ich hatte bisher noch nie mit diesen Benzin-Stromerzeugern zu tun.
    Neulich bekomme ich von einem Arbeitskollegen ein kleines Aggregat aus den 90er "quasi" geschenkt, weils nicht läuft:

    - Hondamotor 4Takt mit 76ccm und 1,6PS
    - 450W Dauer, 650W kurz

    ....ein netter Zeitvertreib, der mich an meine Zweirad-Bastelei in der Jugen erinnert:
    Die übliche Verstopfung des Vergasers ist relativ schnell gefunden und behoben.

    Es gibt es einen Hebel zum Wechsel von 50Hz (3000U/min) auf 60Hz (3600U/min)
    Zusätzlich eine "mechanische" Anzeige für die eingestellte Netzfrequenz.
    Das Gerät hat eine Schuko-Steckdose und einen 12V-Klemmanschluß, der mit "12V/6.5A" angegeben ist.

    Nachdem der Motor wieder rund läuft, messe ich mal die Ausgänge:
    Auf der 220V-Seite knallt gleich mal die Sicherung des ersten Energiekosten-Messgerätes durch.
    Mit dem 2. Messgerät stelle ich fest: Spitze über 300V und 40Hz Netzfrequenz.
    Auf der 60Hz-Stellung zeigt das Messgerät eine Netzfrequenz von 92Hz an.
    Auf der 12-Volt-Seite zeigt mir der hochohmige Multimeter eine Spitzenspannung von über 100V an.
    Erst jetzt lese ich den kleinen Hinweis, das man den 12V-Ausgang nur zum Batterieladen nehmen soll.
    Dies probiere ich und wie erwartet passt sich die hohe Leerlaufspannung an die niederohmige Bleibatterie an und läd diese.

    Mal davon abgesehen, das noch nicht ma ne Kaffeemaschine versorgt wird, würde ich an der 220V-Seite keine "hochwertigen" Geräte anschließen, bestenfalls ein paar richtige Glühlampen mit einer richtigen Last, aber keine LED-Lampen.

    Nun meine Frage:
    Sind die Ausgänge von (einfachen) Stromaggregaten immer so unstabil oder hat da vielleicht die Elektronik einen Schuß?
    Achim

  2. #2
    dojojo
    Gast

    Standard AW: Grundsätzliche Frage zu Stromaggregaten

    Hallo Achim,

    normalerweise sind die von Honda mit die Besten (und teuersten, wenn ich nicht irre). ich als Laie tippe deiner Beschreibung nach auf den Schuß in der Elektronik. Georg dürfte da besser Bescheid wissen.

  3. #3
    Stammgast   Avatar von clouliner1
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    Standard AW: Grundsätzliche Frage zu Stromaggregaten

    ich habe den 12V-Ausgang bei Honda gemessen. Am 10i waren es 32V und am 20i 36V.
    Gruß Thomas

  4. #4
    Stammgast   Avatar von Funkbudenfahrer
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    Standard AW: Grundsätzliche Frage zu Stromaggregaten

    Elektra Beckum ist ja eine Firma aus dem "nahen Osten" (bei Chemnitz).
    Ich weiß ja nich, wie die damals geschafft haben und es ist ja nicht so, das es die Leistung unter Last nicht hergibt, aber diese Leerlaufspannungen kommen mir doch ziemlich weitreichend vor....
    Ich weiß auch nicht so recht was ich mit dem Hinweis anfangen soll, das man die Netzfrequenz nicht unter Last umstellen soll.
    Aber danke mal für die erste Andacht hier....
    Achim

  5. #5
    Stammgast   Avatar von clouliner1
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    Standard AW: Grundsätzliche Frage zu Stromaggregaten

    Zitat Zitat von Funkbudenfahrer Beitrag anzeigen
    Ich weiß auch nicht so recht was ich mit dem Hinweis anfangen soll, das man die Netzfrequenz nicht unter Last umstellen soll.
    .
    ich kann da auch nichts mit anfangen, denke aber, dass ich mir mit diesem Unwissen meinen Elektronikblock im Womo zerschossen habe.
    Gruß Thomas

  6. #6
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: Grundsätzliche Frage zu Stromaggregaten

    Die Frequenz dieser alten Stromerzeuger ist durch einen Fliehkraftregler gesteuert, welcher den Vergaser steuert . Am Fliehkraftregler befinden sich Einstellschrauben zur Einstellung der Motordrehzahl und somit der Netzfrequenz. Damit man dies machen kann besitzt dein Moppel einen Zungenfrequenzmesser. Die Genauigkeit liegt meist bestenfalls bei +/-10%.Ist sie noch schlechter, so musst du den Fliehkraftregler reinigen und schmieren. Die Spannung im Leerlauf liegt bei den alten Moppel leider immer zu hoch und nimmt erst bei Last ab, da die Spannung stark von der Drehzahl abhängig ist. Letztlich liegst du richtig in der Annahme, dass man damit keine elektronischen Verbraucher versorgen sollte. Ich denke auch dass dieser Moppel gar keine Elektronik besitzt, sondern nur eine Elektrik. Ich habe mit so einem ähnlichen Teil mal ein schönes Röhrenradio im Gartenhaus zerschossen. Wenn du aber als Grundlast eine 100W Glühbirne dran hast, dann passt die Spannung in Ungefähr.
    Einen Vorteil haben diese Mechanik-Moppel aber schon: Hohe Anlaufströme (Kreissäge, Klimageräte,..) sind ihnen völlig egal, während viele neue Wandler da gerne abschalten.
    Geändert von raidy (09.10.2016 um 16:54 Uhr)
    Ein guter Bauer hat eine Ernte auf dem Konto, eine in der Scheune und eine auf dem Acker.

  7. #7
    Kennt sich schon aus   Avatar von Eder02
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    Standard AW: Grundsätzliche Frage zu Stromaggregaten

    Genau, ich wollte gerade was schreiben..., Georg war schneller. Ich habe versucht diesen Hersteller, als er noch in Meppen war, mit hochwertigen Komponenten zu beliefern.
    Da aber im unteren Preissegment verkauft wurde, war da nichts mit guter Industrietechnik.
    Die Motoren waren schon damals chinesische Lizenzbauten, qualitativ nicht schlecht, aber sehr "old school".
    Wenn es läuft, kann man eine Pufferbatterie laden oder im WE- Haus die Beleuchtung betreiben.
    Moderne Geräte, auch aus den 70er Jahren haben geregelte Einspritzanlagen und geregelte Generatoren, waren allerdings nicht preiswert.
    Die heutigen kleinen Honda Aggregate sind nun auch so teuer nicht und erfüllen, wenn man keinen Nachbarn hat auch ihren Zweck.
    gruß
    Norbert
    " Dumm ist der, der Dummes tut" Forest Gump,
    unterwegs mit Gudrun im Joko 420

  8. #8
    Stammgast   Avatar von Funkbudenfahrer
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    Standard AW: Grundsätzliche Frage zu Stromaggregaten

    Zitat Zitat von raidy Beitrag anzeigen
    Wenn du aber als Grundlast eine 100W Glühbirne dran hast, dann passt die Spannung in Ungefähr.
    Einen Vorteil haben diese Mechanik-Moppel aber schon: Hohe Anlaufströme (Kreissäge, Klimageräte,..) sind ihnen völlig egal, während viele neue Wandler da gerne abschalten.
    Hallo Georg.
    Ja, so ungefähr hatte ich mir das vorgestellt.
    Nichts für meine "empfindlichen" 12V/30A-Schaltnetzteile für meine kostbaren Funkgeräte


    Zitat Zitat von Eder02 Beitrag anzeigen
    Die Motoren waren schon damals chinesische Lizenzbauten, qualitativ nicht schlecht, aber sehr "old school".
    Interessant.
    Der Versager ist ein irgendwas mit M.....Mikuni vielleicht
    Bild1
    Bild2
    Bild3

    Obwohl die Schwimmerkammer voll war, hat sich hier Grünspan gebildet.
    So auch an der Durchlassschraube von der Schwimmerkammer zum inneren Steigrohr. Wie gibts sowas eigentlich?
    Nach dem ich den zugebackenen Durchlass wieder frei gestossen habe, wurde aus dem Versager wieder ein Vergaser.

    Moderne Geräte, auch aus den 70er Jahren haben geregelte Einspritzanlagen und geregelte Generatoren, waren allerdings nicht preiswert.
    Wie funktioniert eigentlich die Frequenzregelung?
    Hier sieht man unten rechts den schwarzen Umstellhebel, der federt den langen senkrechten Hebel, dieser öffnet eine halb geschlossene Drosselklappe, um die Drehzalh von 3000 auf 3600 Umdrehungen anzuheben.
    Wie funktioniert diese mechanische "Drehzahlstabilisierung" ?
    Achim

  9. #9
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: Grundsätzliche Frage zu Stromaggregaten

    Über einen Fliehkraftregler. Ich denke auf Bild 2 rechts in der Mitte sieht man die Einstellschraube für die Drehzahl.
    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	x.jpg 
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Größe:	76,4 KB 
ID:	20867
    Wird eine Drehzahl X (meist 3000 1/min) überschritten, drückt der Fliehkraftregler gegen das Regelgestänge, welches dann die Gaszufuhr zurück nimmt. Wird sie unterschritten, öffnet das Gestänge den Vergaser wieder. Deshalb hören sich alte Moppel oft auch so "wobbelig" in der Drehzahl an.
    Ein guter Bauer hat eine Ernte auf dem Konto, eine in der Scheune und eine auf dem Acker.

  10. #10
    Stammgast   Avatar von Funkbudenfahrer
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    Standard AW: Grundsätzliche Frage zu Stromaggregaten

    Tja, wie könnte man am Besten ma die "Leerlauf-" bzw. "Lastlos-"Drehzahl messen?
    Das einzige, was man rotieren sieht, sind die weißen Lüfterblätter in Bild 1, die an der Kurbelwelle sein müßten....da bräuchte man jetzt das gute alte Stroboskop.....
    Achim

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