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  1. #1
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    Standard Reisebericht - erste Schottlandreise Sept. 2016

    Anfahrt

    Wir sind Abends noch 470km von Sevelen (St.Gallen) bis nach Stromberg (D) gefahren, also schon knapp über die Hälfte bis zur Fähre nach Schottland. Wie immer leicht verspätet fuhren wir von zu Hause weg. Beim kleinen Abstecher in Österreich haben wir noch mit günstigem Diesel unser Knutschi vollgetankt, bevor wir in den romantischen Sonnenuntergang in Deutschland fuhren.

    Weniger romantisch war es auf den dortigen Autobahnen, viel Verkehr aber immerhin ohne Stau, einige Raser die uns wie Blitze überholt haben und Kolonnen von Lastwagen, die wir überholt haben. Irgendwie ist die Fahrt auf den deutschen Autobahnen einfach nie entspannend, sondern ziemlich anstrengend. Man muss extrem gut aufpassen und es ist immer irgendwie ein Gedränge und rücksichtsloses Verhalten. Auch begreife ich immer noch nicht, warum hier auf zweispurigen Autobahnen mit 180km/h gefahren werden darf, wenn andere Verkehrsteilnehmer mit nicht mal der Hälfte herumschleichen.
    Aber ich bin dennoch froh, bin ich kein Lastwagenfahrer. Das sind doch arme Kerle, den ganzen Tag im Verkehr und Abends sind dann alle Schlafplätze entlang der Autobahnen besetzt. Ich weiss nicht, ob ich die Nerven dazu hätte.

    Wir sind auf der Stellplatz in Stromberg gelandet, nur gerade 1 km von der Autobahn weg. Wir wachen am anderen Morgen aber schon um 7:15 Uhr auf, ein Auto am anderen fährt an unserem Wohnmobil vorbei. Was ist denn da los? Was wir gestern Abend nicht mehr bemerkt haben, der Stellplatz liegt neben einer Schule und jetzt am Morgen bringen alle Eltern ihre Kinder in die Schule! Ist das normal so in Deutschland?? Warum denn das?? Der Schulweg ist doch für die Kinder ein wichtiger Teil zum selbständig werden und dazu zu lernen, oder etwa nicht? Oder werden die Kinder heutzutage einfach schon von klein an verwöhnt um später Weicheier zu werden? Ok, das ist jetzt ein bisschen gemein, aber es hat uns ja auch nicht zu stören, denn es geht uns nichts an. Auf alle Fälle sind wir um 8 Uhr wieder unterwegs Richtung Fährhafen in Ijmulden.

    Vor dem Grenzübertritt nach Holland gehen wir noch unseren Dieseltank füllen, ist glaub in Deutschland noch etwas günstiger wie in Holland. Das erste Mal haben wir ja in der kurzen Passage gestern in Österreich gefüllt, dort ist es noch günstiger.

    Kurz vor Amsterdam sehe ich plötzlich ein Schild aufleuchten, „Haarlem dicht“. Wenn mich nicht alles täuscht, soll das heissen, dass die Autobahn Richtung Haarlem geschlossen ist und Stau hat. Wo verdammt ist Haarlem? Müssen wir da durch? Zur Sicherheit befehle ich Anita, im Atlas Harlem zu suchen und herauszufinden, ob das auf der Strecke liegt. Das ist jetzt ein neumodisches Problem des Navi, man befasst sich nicht mehr mit der Strecke sondern fährt nur noch den Anweisungen nach.



    In dem Moment, als Anita sagt, ja wir müssen dort durch, sehe ich vor mir einen riesen Stau auf allen fünf Spuren. Zum Glück hat es grad eine Autobahnausfahrt und sehr viele Autos fahren da raus. Wir also hinterher und bei der nächsten Ampel nach Gefühl links. Jetzt ist schnelles Handeln gefragt. Anita ändert die Streckeneinstellungen auf dem Navi auf „ohne Autobahn“ und schon zeigt es uns einen Weg an. Etwa 10 Minuten fahren wir so dem Navi nach, entlang dem Flughafen Shipool von Amsterdam. Irgendwie sind wir nun schon ziemlich aus dem Puff heraus und meine Holde stellt die Route wieder auf „mit Autobahn“ ein. Schon drei Kilometer später sind wir wieder mit 110 km/h Richtung Fährhafen unterwegs, die wegen Unfall geschlossene Autobahn haben wir gekonnt umfahren.

    Schon um ein Uhr sind wir einen Kilometer vor dem Fährhafen, einchecken kann man bis vier Uhr. Ich sah zu Hause auf Google Maps, dass es vom Fährhafen nur gerade zwei Kilometer entfernt einen riesigen Strand mit grossem Parkplatz hat. Also fahren wir kurzerhand dorthin und machen noch einen ausgedehnten Strandspaziergang.




    Gegen drei machen wir uns dann zum Fährhafen auf, es warten schon viele Autos, also sind wir richtig. Als wir mit unserem Knutschi beim Checkin vorbeikommen und unsere Reservation und Identitätskarte zeigen, im Gegenzug unsere Bordpapiere bekommen fahren wir 10 Minuten später in die Fähre hinein.

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    Geändert von Rofalix (09.09.2016 um 22:08 Uhr)
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  2. #2
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    Standard AW: Reisebericht - erste Schottlandreise Sept. 2016

    Fährüberfahrt

    Wir landen mit unserem Knutschi schlussendlich auf Deck fünf, fast zuvorderst. Das Gas haben wir schon vor dem Checkin abgestellt, allerdings kontrollierte das hier niemand. Auch unser Rucksack mit ein paar Kleidern, Fotoapparat und Duschmittel hatten wir schon gepackt. Da man während der Schiffsfahrt nicht mehr zum Auto kann, sind diese Dinge einfach nötig.

    Kabinen auf der Fähre
    Auf Deck 9 haben wir unsere Commodore Kabinen de Lux. Wir sind echt gespannt, denn sowas hatten wir noch nie gebucht. Wir machen grosse Augen, schönes Doppelbett, zwei grosse, helle Bullaugen, Sofa, TV und Minibar! So lässt es sich leben! Kaum sind wir eingetreten kommt schon ein freundlicher Stewart und erklärt uns den Ablauf: Minibar dürfen wir gratis benützen, Frühstück bestellen wir auf die Kabine, Tisch im 7 Seas bestellt inkl. Dinnermenu. Wir fühlen uns wie Prinz und Prinzessin, denn sonst reisen wir jeweils mit der Holzklasse.



    Danach erkunden wir das Schiff. Es ist sehr grosszügig, mehr Möglichkeiten wie auf der Fähre nach Hull, auch kann man auf eine Terrasse am Bug des Schiffes. Welch ein Ausblick!



    Essen
    Eine Stunde später sind wir um 18:30 Uhr schon zum Nachtessen angemeldet. Ein riesiges Buffet mit enormer Auswahl, allerdings auch eine Schlange bei der Essensausgabe. Aber es läuft zz (ziemlich zügig) und die Speisenqualität ist überraschend gut. Ein Kompliment an die Küche! Im Nachhinein wäre es von Vorteil gewesen, wenn wir die Reservation erst auf 19:30 Uhr gemacht hätten, denn dann hat es schon fast keine Leute mehr und das Buffet wird immer wieder nachgefüllt.



    Das Salatbuffet war jetzt nicht der Hammer, aber die anderen Vorspeisen von Roastbeaf über Thonmousse bis zu Scampi und anderes Meeresgetier war echt gut. Auch die Hauptgang mit sicher sechs verschiedenen Fleischarten, Kartoffeln, italienischen Nudeln und was weiss ich noch alles, hat sicher für jeden Geschmack etwas. Allerdings haben sich viele Erwachsene auch am extra Kinderbuffet eingedeckt, Pommes, Chicken-Nugets, Hamburger, Hähnchenkeule, Spaghetti Bolognese und verschiedenen Gemüse sah lecker aus. Mir gefiel vor allem das Dessertbuffet, auch wenn die Brownies gar nicht nach meinem Geschmack war, der Rest war echt toll.
    Vollgefressen schleppten wir uns nochmals eine Runde durchs Schiff, Nachtclub, Casino, Shopingläden liessen wir links liegen und zogen uns in unsere Kabine zurück. Man muss die ja auch geniessen, wenn man schon mal so luxeriös reist.
    Geschlafen haben wir sehr gut, und das servierte Frühstück (von einer Stewardess im Negligée) um 7:30 Uhr war etwas nicht alltägliches und sehr reichhaltig.

    Fazit
    Alles in Allem hat sich der Aufpreis für Commodore Kabine und Dinneressen absolut gelohnt. Das Reisen ist schon irgendwie Luxus, wenn ich vergleiche mit den normalen, engen und ohne Fenster Standardkabinen! Auch das ganz leichte Schaukeln, wo Anita meistens grosse Mühe hat, hat sie diesmal sehr gut überstanden. Es ist halt schon etwas anderes, wenn man in einer hellen Kabine mit Aussicht auch einfach nur liegen kann und einem nicht die Decke auf den Kopf fällt.

    Ach ja, im TV läuft auch ein interessantes Programm, der Ausblick vom Schiffsbug. Man könnte aus der Kabine also die Fahrt verfolgen, ohne dass man den Kopf in den Wind steckt… Uns war aber der Wind dann doch lieber!



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  3. #3
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    Standard AW: Reisebericht - erste Schottlandreise Sept. 2016

    1. Tag Schottland, Freitag, 9. Sept.

    Angefangen hat es schon auf der Fähre. Aus total nicht logischen Gründen wurde unser Deck als letztes aus dem riesigen Bauch der Fähre in die Freiheit entlassen. Das hiess, etwa eine Stunde später als erwartet gingen wir an Land. Eigentlich nicht schlimm. Danach fanden wir uns im Linksverkehr gut zurecht, durch Newcastle hindurch auf die A68, eine kleine Hauptstrasse Richtung Schottland. Just in dem Moment als wir auf diese Strasse biegen, fährt 200m vor uns ein Schwertransport mit zwei Lastwagen und riesigen Anhänger. Eigentlich nicht schlimm. Die ganze Strasse wird gebraucht, der spärliche Gegenverkehr muss jeweils anhalten. Überholen unmöglich, also mit 35 km/h hinterhertuckern. Die erste Ausweichmöglichkeit nach rund 20km lässt die Fahrer da vorne kalt, die Kolonne hinten ist sicher schon auf 10km angewachsen. Als auch die zweite Ausweichmöglichkeit ausgelassen wird, bin ich mir sicher, dass die einfach unendlich lange so weiterfahren. Und die ganze Kolonne von Engländern in stoischer Ruhe hinten nach. Alternative Routen, Fehlanzeige. Ich koche innerlich lasse mir aber nichts anmerken, wir haben ja Urlaub. Ist ja nicht schlimm. Irgendwann wird es dann auch Anita zu bunt und sie konsultiert die Karte. In ein paar Kilometern gäbe es einen Umweg von etwa 12km, damit wir 6 Kilometer weiter vorne wieder auf diese Strasse kommen. Die Umwegstrassen sind aber alle ziemlich klein eingezeichnet. Zu verlieren haben wir ja nichts, also Blinker raus und als einzige der riesigen Kolonne fahren wir links. Ist das jetzt ein gutes oder schlechtes Zeichen?

    Die nächsten 10km sind dann aber das Highlight des Tages. Fast alles geradeaus, zwischendurch ein 90 Grad Kurve, aber berghoch, bergrunter, eine Welle an der anderen, manche 20% steil, und oben über die Kuppe wie auf einer Achterbahn. Die Gegend ist aber fantastisch und egal, wie es auf der Hauptstrasse dann aussieht, dieser Umweg hat sich gelohnt. Als wir die Hauptstrasse erreichen, sehen wir, dass wir gerade 300m vor dem Schwertransporter sind. Die Stimmung ist natürlich gewaltig gut jetzt.



    Nun fahren wir die letzten 10km zur Grenze nach Schottland ohne irgendwelchen Verkehr, denn alle anderen sind hinter diesem Transport blockiert. Aber es ist ja klar, gerade als wir auf dem Parkplatz beim Grenzstein zu Schottland ankommen, kommen von der Gegenseite zwei Cars und entladen haufenweise andere Touristen. Ist ja nicht schlimm. Immherin bekommen wir noch ein Foto vom dudelsackspielenden Schotten vor dem Grenzstein, als es beginnt, wie aus Kübeln zu giessen. Ist ja nicht schlimm, damit muss man rechnen. Schottland empfängt uns!



    Allzulange Zeit haben wir ja sowieso nicht, wir müssen vor dem Schwertransporter wieder auf der Strasse sein. In Jedburg fotografieren wir die Abby und kaufen in einem kleinen Geschäft unsere Vorräte ein.



    Danach auf der Strasse geht es im Regen eher schleppend vorwärts, wir sind jetzt im Verkehr der Kolonne drin, denn der Transport hat anscheinend eine andere Route genommen. Macht ja nichts, in Edinburgh haben wir für ein paar Kilometer eine Autobahn. In die Einfahrt rein und nach 100m ist Schluss, 15 km Stau! Wir haben anscheinend nicht berechnet, dass auch in Schottland am Freitagabend hochbetrieb auf den Strassen ist. Eigentlich nicht schlimm.

    Wir kämpfen uns weiter bis nach Falkirk zum Wheel, einer einzigartigen Schleuse. Es ist nicht mehr viel los hier, schliesslich ist es inzwischen schon nach 16 Uhr und es schüttet noch immer wie aus kübeln. Auf dem oberen Parkplatz mit Sicht auf die Schleuse darf man nach Anmeldung und Bezahlung von 15 Pfund im Visitorcenter übernachten. Das Angebot nehmen wir an, machen ein paar Fotos und einen Spaziergang im Regen und geniessen nun unser Knutschi und verarbeiten unseren ersten schottischen Tag.

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    Geändert von Rofalix (09.09.2016 um 22:18 Uhr)
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  4. #4
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    Standard AW: Reisebericht - erste Schottlandreise Sept. 2016

    2. Tag Schottland - Heighlands

    Ich bin früh erwacht und habe die Zeit dann genutzt, um eine Fotosafari rund um unseren Stellplatz beim Falkirk Wheel zu machen.



    Noch vor Sonnenaufgang hatte ich meine guten Schnappschüsse im Kasten und übertrug sie auf meinen Compi. Von meinem Gewusel ist Anita natürlich auch wach und so sind wir dann für uns relativ früh um halb neun losgefahren. Ab Richtung Highlands.

    Einen Fotozwischenhalt legten wir beim Kilchum Castle ein. Ich bin froh, als wir da eine Pause einlegen können. Ich habe das Gefühl, die Schotten fahren wie die Räuber, zwar sehr rücksichtsvoll aber auch sehr schnell. Und auf den engen Strassen stresst das irgendwie, der rechte Rückspiegel an den Mauern entlang, der linke immer haarscharf an den entgegenkommenden Camions und Busse vorbei. Den Linksverkehr haben wir im Gegensatz dazu schnell im Griff.
    Beim Kilchum Castle machen wir einen kurzen Spaziergang und natürlich auch viele Fotos (es gibt einen kleinen Parkplatz genau rechtwinklig von der Strasse zum Castle. Er ist nur klein, aber man könnte dort auch frei stehen und übernachten).



    Als es wieder zu regnen beginnt sind wir bei unserem Knutschi und machen uns auf den Weg nach Glencoe, d.h. unser Ziel ist das Glen Etive, ein kleines schmales Seitental.

    Die Fahrt führt uns durch wunderschöne Gegenden, genauso, wie man sich Schottland vorstellt. Nur ich kann die Gegend nicht wirklich geniessen, volle Konzentration beim Autofahren. Über eine Brücke, die immer etwa 40cm schmaler sind wie die anderen Teile der Hauptstrassen, kommt es dann so, wie es schon lange kommen musste. Ein Camion rast mit 100km/h entgegen, ich mit 80 in die andere Richtung, Kreuzpunkt genau auf der Brücke. Rein von Auge passen da aber nicht beide gleichzeitig durch. Ich bremse so gut wie möglich, nütze jeden Millimeter am Strassenrand aus, rase aber sicher noch mit 50 auf die Brücke los, der entgegenkommende schottische Camion tippt nicht mal die Bremse an und voll durch. Na ja, ich war ein paar Millimeter zu knapp am Strassenrand und die Mauer der Brücke hat irgendwie auch nicht nachgegeben, Resultat: unser Rückspiegel hängt nur noch so runter. Na ja, wie alle Autos in Grossbritannien, nächste Gelegenheit anhalten, Klebeband nach vorne, Rückspiegel umwickeln und ankleben, und weiter. Mist, warum habe ich kein schwarzes Klebeband? Das beige rund um den schwarzen Spiegel sieht schon grad etwas anfängerhaft aus!


    Ich bin froh, als wir ins Glen Etive abbiegen, da ist die Strasse zwar viel, viel schmaler, aber da man nicht kreuzen kann sondern in den vielen Ausweichbuchten jeweils wartet, ist der Stress vorbei.


    Wir fahren bis ganz nach hinten zum See (allerdings überlegen wir, ob wir da jemals unser Knutschi überhaupt wenden können), parkieren dort auf dem letzten Parkplatz und geniessen die Gegend. Jetzt um 16 Uhr sind schon alle Schotten wieder weg und neben uns nur noch ein Wohnmobil und ein Campingbus stehen hier. Einfach fantastisch! Direkt am Loch Etive!

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  5. #5
    Kennt sich schon aus   Avatar von Rofalix
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    Standard AW: Reisebericht - erste Schottlandreise Sept. 2016

    So, endlich habe ich das mit den Fotos im Griff....
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  6. #6
    Stammgast   Avatar von seeli1
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    Standard AW: Reisebericht - erste Schottlandreise Sept. 2016

    Wow, toller Bericht und die Fotos dazu!
    ich hab jetzt nicht geschaut, aber wie groß ist denn euer Womo?
    ich frag nur deshalb, weil wir das nächstes Jahr auch Vorhaben.
    Ja, dann noch einen schönen Urlaub und ich werde euren Bericht weiter
    mit Spannung verfolgen

    Liebe Grüße Roland

  7. #7
    Kennt sich schon aus   Avatar von Rofalix
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    Standard AW: Reisebericht - erste Schottlandreise Sept. 2016

    die Breite ist ganz normal, Fiat Ducato, offiziell 2.35m breit, misst man aber mit den Rückspiegeln, 2.75m. Und das war dann einige cm zu breit, um einen Camion auf einer Brücke in den Highlands auf der Hauptstrasse zu kreuzen (ok, vielleicht war es auch ein Fahrfehler von mir, aber nur ungern...)
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  8. #8
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    Standard AW: Reisebericht - erste Schottlandreise Sept. 2016

    Toller Bericht, weiter so!

  9. #9
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    Standard AW: Reisebericht - erste Schottlandreise Sept. 2016

    Zitat Zitat von rofalix Beitrag anzeigen
    2. Tag Schottland - Heighlands

    Und auf den engen Strassen stresst das irgendwie, der rechte Rückspiegel an den Mauern entlang, der linke immer haarscharf an den entgegenkommenden Camions und Busse vorbei. Den Linksverkehr haben wir im Gegensatz dazu schnell im Griff

    unser Rückspiegel hängt nur noch so runter. Na ja, wie alle Autos in Grossbritannien, nächste Gelegenheit anhalten, Klebeband nach vorne, Rückspiegel umwickeln und ankleben, und weiter. Mist, warum habe ich kein schwarzes Klebeband? Das beige rund um den schwarzen Spiegel sieht schon grad etwas anfängerhaft aus!


    Schöner Reisebericht und super Fotos,
    nur frage ich mich, ob du auf der richtigen Seite gefahren bist, denn in Schottland kommen die LKW nicht auf der linken Seite vorbei und mit dem Spiegel bist du sicherlich an der Brücke hängen geblieben, oder ??
    Berichte weiter, ich verfolge den Bericht mit Spannung


    Viele Grüße
    Bernhard
    Es reden die am meisten, die am wenigsten zu sagen haben

  10. #10
    Stammgast   Avatar von Chief_U
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    Standard AW: Reisebericht - erste Schottlandreise Sept. 2016

    Hallo Rolf,

    Danke fürs mitnehmen auf Eurer Reise, sehr schöne Bilder!
    Das mit dem Spiegel ist ärgerlich, passiert halt. Ist mir auch schon am Nordufer des Luganer See passiert.
    Da bekommt man Lust aufs reisen. Bei uns gehts am Dienstag los nach Schweden.
    Weiterhin alles Gute auf der Reise.
    Viele Grüsse
    Chief_U / Uwe
    PhoeniX RSL 7100 auf Mercedes Sprinter 516 CDI, Länge: 7,70m, Höhe: 3,60m, zgG: 5,3to

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