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  1. #1
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    Idee Laden von E-Bikes im Wohnmobil. Wie geht es am besten? Was beachten? Welche Anlage?

    Hallo Leute,

    in verschiedenen Threads wird nach der "Guten Methode das E-Bike zu laden" gefragt. Regelmäßig Klagen wegen defekter Gräte am Pseudo-Sinus Wechselrichter, leere Batterien, falsche Anlagen-Auslegung.

    Ich will hier mal einen Denkanstoß geben und ein wenig Licht in die Sache bringen.

    Zuerst mal was Grundsätzliches: (Werte alle nur als Beispiel, ihr müsst mit euren Werten nachrechnen!)

    Wenn ein Pärchen 2 75% leergefahrene E-Bikes lädt, sagen wir mal frei stehend, über Nacht, dann werden bei einem modernen 400 Wh-Akku je Bike 300 Wh an elektrischer Arbeit in jedes Bike eingespeichert. Zusammen also 600 Wh. Wir sagen mal das machen die mit einem Wechselrichter und den Original Bosch Ladegeräten.

    Nun berechen wir die Werte für je ein Bike, zuerst mal die Ströme.


    Nennstrom ist nicht gleich Betriebsstrom! Für den Wechselrichter ist der Betriebsstrom + ein wenig Reserve maßgeblich!


    Das Beispiel aus der Praxis: (Ich nehme wieder den verbreiteten Bosch Antrieb)


    Bosch e-Bike Charger: Nenn-Ladestrom 4 A an 36 Volt = 144 Watt; gemessen Maximal-Ladestrom 5,1 A bei 42 Volt = 185 Watt


    Aufnahmeleistung dazu: (ich behaupte mal einen Wirkungsgrad von ca. 90%) maximal ca. 200 Watt. Das sind dann bei 230 Volt Wechselrichterspannung knapp 1 A.

    (wenn du dich genauer informieren willst: http://www.pedelecforum.de/forum/ind...rhalten.12896/ )


    Der Wechselrichter würde die 12 Volt Batterie dabei mit ca. (behaupteter Wirkungsgrad 85%) 20 A belasten.

    Bei zwei Rädern entsprechend 40 A, da braucht es dann schon eine passende Batterie und Wechselrichter und Leitung! Zum Thema Sinus oder nicht schreibe ichhier nicht, das wäre ein zusätzliches Thema.


    Besser wäre es, die Pedelecs im WoMo mit dem Bosch Travel-charger zu laden, da er die Belastung der Bordbatterie auf 6A begrenzt, einen Tiefentladeschutz hat und die längere Ladedauer der E-Bikes keine Rolle spielt, da in den Fahr- oder Ruhezeiten des Mobil geladen wird.

    Was passiert mit der Batterie? Wir nehmen wieder obiges Beispiel:

    Wir stopfen die Akkus an den Bikes mit 2 x 300 Wh, Wirkungsgrad 90% Ladegerät, 85% Wechselrichter, 85% Akku, Gesamtwirkungsgrad 65%!

    Also verliert die Aufbaubatterie 920 Wh. Das sind bei der üblichen 12 Volt Batterie ca. 80 Ah. Gehen wir davon aus, dass die Mobilisten noch 40 Ah für den täglichen Fernsehgenuss und Licht, Wasserpumpe verbrauchen 120 Ah für die betrachtete Nacht.

    Da wir bei einer Bleibatterie nur max. 50% entnehmen sollen um auf die erwartete Lebensdauer zu kommen bedarf es also einer komplett vollgeladenen Batterie mit mindestens 240 AH bei C10! Das würde zum Beispiel meine Winner Solar SMF mit 280 Ah bei C20 nicht verkraften.

    Wie laden wir am nächsten Tag nach? Über Solar ...

    Wir speichern nun die 120 Ah wieder komplett ein, das sind (85% Batteriewirkungsgrad, 95% Wirkungsgrad Laderegler) ca. 155 Ah welche wir füttern müssen. Oder 1.900 Wh. (Soll es über Booster gehen, 45 A Booster, 4 Stunden Fahrt)

    Bei 10 Stunden Sonnenschein und einer Ladeleistung von 1/3 der Nennleistung der Solaranlage ergibt das einen Bedarf an 560 Watt Solarfläche ...

    Nun höre ich auf, euch mit Berechnungen zu quälen ...

    Mein Fazit für das modellhafte Freihsteher-Pärchen mit den sportlichen E-Bikes:

    Solaranlage 400 bis 600 Watt
    Batterie größer 240 Ah C10, sagen wir mal 2 Stück 200 Ah
    Wechselrichter größer 600 Watt reiner Sinus (bzw. zwei Travel-Charger)

    Gewichte, wichtig für uns von der 3,5 t Fraktion:

    Solar als FLex-Panel 15 kg
    Batterien 2 x 200 AH Solarbatterie 120 kg ( oder 200 Ah LiFePo4: 40 Kg)
    Wechselrichter und Kabel 4 kg


    Bei nur einem Bike halbieren sich die Anforderungen ... Im Winter reicht das aber bei weitem nicht.



    Grüße, Alf


    Wenn Ihr Fragen habt oder ich mich irgendwo verrechnet habe ... Meldet euch!
    Geändert von KudlWackerl (19.08.2016 um 09:53 Uhr)

  2. #2
    Stammgast   Avatar von goldmund46
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    Standard AW: Laden von E-Bikes im Wohnmobil. Wie geht es am besten? Was beachten? Welche Anlag

    Hallo Alf,

    wie an anderer Stelle bereits beschrieben:

    Zum Laden von E-Bikes braucht man entweder Landstrom oder ein Ladegerät von powerbutler.de, welches während der Fahrt (!) via Zigaretten-Steckdose die Akkus lädt. Mehr braucht kein Mensch in der Praxis...
    unterwegs mit Concorde Compact, EZ 8/2004, 110 PS, Alu-Tankflasche, 150 Wp Solar, 100 Ah Lithium

  3. #3
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    Standard AW: Laden von E-Bikes im Wohnmobil. Wie geht es am besten? Was beachten? Welche Anlag

    Hallo Eckart,

    Ist der Lade-Butler vom Wirkungsgrad besser als die Reise-Ladegeräte von Bosch? Gib mal die technischen Daten rüber.

    Grüße, Alf

  4. #4
    Stammgast   Avatar von goldmund46
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    Standard AW: Laden von E-Bikes im Wohnmobil. Wie geht es am besten? Was beachten? Welche Anlag

    Hallo Alf,

    keine Ahnung! Ich empfehle den Besuch bei powerbutler.de...
    unterwegs mit Concorde Compact, EZ 8/2004, 110 PS, Alu-Tankflasche, 150 Wp Solar, 100 Ah Lithium

  5. #5
    Stammgast   Avatar von Jabs
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    Standard AW: Laden von E-Bikes im Wohnmobil. Wie geht es am besten? Was beachten? Welche Anlag

    Hallo Alf, hallo Zusammen, vor einiger Zeit stand ich vor der gleichen Frage. Meine Rahmenbedingungen:

    - bin kein Extrembiker, d.h. fahre nie (ggf. mehrere Tage hintereinander) den eBike Akku an einem Tag leer
    - bin "wenig Strom Verbraucher" (kein Fernseher, ...)
    - fahre im Winter nicht / kaum mit dem eBike
    - ich habe 200 W Solar, stehe aber kaum mehr als einen Tag ohne zu fahren.
    - fahre nicht in den Alpen

    Meine einfachen (pragmatischen) Überlegungen:

    => laden von 400 / 500 Wh pro Tag ist nie notwendig. Ggf. lade ich über mehrere Tage. Bei 500 Wh eBike Akku reicht es immer für eine Tour.
    => im Winter habe ich keinen / kaum Ladebedarf unterwegs.

    Meine Lösung: beim stehen lade ich (ohne Probleme und ohne Landstrom) aus der Bordbatterie bzw. über die Solarzellen. Während der Fahrt lade ich über einen (kleinen) Booster. Null Probleme, keine langen Theorien. Funktioniert bestens.

    Zum Powerbutler: nach einem Tipp hier im Forum habe ich mich gegen den Powerbutler (200 €, doppelte Ladezeit) entschieden und einen kleinen Wechselrichter eingebaut (100 €, normale Ladezeit). War ein guter Tipp.

    Grüsse Jürgen

  6. #6
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Laden von E-Bikes im Wohnmobil. Wie geht es am besten? Was beachten? Welche Anlag

    Zitat Zitat von Jabs Beitrag anzeigen
    ... Meine Lösung: beim stehen lade ich (ohne Probleme und ohne Landstrom) aus der Bordbatterie bzw. über die Solarzellen. Während der Fahrt lade ich über einen (kleinen) Booster. Null Probleme, keine langen Theorien. Funktioniert bestens. ...
    Nix da Jürgen, das ist MEINE Lösung, keine wissenschaftlichen Berechnungen, genauso geht es bei mir. Ich melde hiermit mein Copyright an.

    Nur bei mir ist während der Fahrt Wechselrichter an, um mit 230 Volt zu laden. Ein Booster arbeitet aber auch, der powert die Batterien voll.

    Grinsegruß
    Bernd
    Geändert von MobilLoewe (19.08.2016 um 17:27 Uhr) Grund: Nachtrag
    Alles hat zwei Seiten: Das ist das Gute am Schlechten und das Schlechte am Guten." (Werner Mitsch)

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  7. #7
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    Standard AW: Laden von E-Bikes im Wohnmobil. Wie geht es am besten? Was beachten? Welche Anlag

    Zitat Zitat von goldmund46 Beitrag anzeigen
    Hallo Alf,

    keine Ahnung! Ich empfehle den Besuch bei powerbutler.de...
    Verstehe ich nicht, warum das Gerät Powerbutler dann empfohlen wird. Das kostet mit Adapter ca. 300 €.

    Selbstverständlich sind auf der Homepage des Herstellers keinerlei technische Daten, nur wolkige Werbetexte.

    Vermute mal, ein stepup Wandler mit schicken Gehäuse, auf EBay für ca. 25 erhältlich.

    Grüße, Alf

    Zitat Zitat von MobilLoewe Beitrag anzeigen
    ... das ist MEINE ... bei mir. ... Ich ... Nur bei mir ...

    Grinsegruß
    Bernd

    Bernd, wenn du was fachlich beizutragen hast, bitte den Löwensenf-Post editieren oder ergänzen. Bitte keine weiteren offtopics, Hier ist ein Fachthread. Danke.

    Grüße, Alf
    Geändert von KudlWackerl (19.08.2016 um 17:35 Uhr)

  8. #8
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: Laden von E-Bikes im Wohnmobil. Wie geht es am besten? Was beachten? Welche Anlag

    Wie schon beschrieben laden wir zu geschätzten 90% nur über die PV, was mit 640Wp auch schon bei mäßiger Bewölkung geht. Dann aber nacheinander. Bei wenig bis mittlerer Bewölkung aber hell das Panasonic normal (hat keine LOW/HIGH) Stellung und das Bosch auf LOW. Bei schönem Wetter geht beides gleichzeitig auf High und ist noch Power übrig.
    Das Laden über die Batterie vermeiden wir weitestgehend, da dies teurer Strom wäre (Zyklenpreis). Bis auf wenige Ausnahmen konnten wir so in den warmen Monaten immer die Akkus von Dach laden. Wenn wir früh von einer Tour zurück kommen, laden wir nachmittags noch, sonst morgens.
    Interessanterweise kommen wir seit dem "Umbau" vvon AGM auf Gel mit nur 2x85Ah bestens über die Runden. O.K., wir werfen wohl 2/3 des Dachertrages einfach weg. LiPo würde sich bei uns schon lohnen, der Kühlschrank hat kein AES, aber es geht auch so.
    Gruß Georg

  9. #9
    Stammgast   Avatar von Jabs
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    Standard AW: Laden von E-Bikes im Wohnmobil. Wie geht es am besten? Was beachten? Welche Anlag

    Zitat Zitat von raidy Beitrag anzeigen
    ... das Panasonic normal (hat keine LOW/HIGH) Stellung und das Bosch auf LOW. ...
    Hallo Georg, bei mir Bosch. Aber Lade (?) Einstellungen gibt es bei mir nicht. Oder habe ich die BA zu schnell gelesen ? Grüsse Jürgen

  10. #10
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Laden von E-Bikes im Wohnmobil. Wie geht es am besten? Was beachten? Welche Anlag

    Zitat Zitat von KudlWackerl Beitrag anzeigen
    .. Bernd, wenn du was fachlich beizutragen hast, bitte den Löwensenf-Post editieren oder ergänzen. Bitte keine weiteren offtopics, Hier ist ein Fachthread. Danke.

    Grüße, Alf
    Tja Alf, worauf kommt es an? Ganz einfach, es muss funktionieren. Jürgen hat eine Lösung beschrieben, die deckt sich mit meiner, das habe ich bestätigt. Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich.

    Bleib gelassen großer Fachmann Alf! Denke daran, kreisen zuviele Gedanken wie ein Karussell im Kopf, schlägt das aufs Gemüt...

    Hier mein Beitrag unverstümmelt:

    Zitat Zitat von MobilLoewe Beitrag anzeigen
    Nix da Jürgen, das ist MEINE Lösung, keine wissenschaftlichen Berechnungen, genauso geht es bei mir. Ich melde hiermit mein Copyright an.

    Nur bei mir ist während der Fahrt Wechselrichter an, um mit 230 Volt zu laden. Ein Booster arbeitet aber auch, der powert die Batterien voll.

    Grinsegruß
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    Gruß
    Bernd
    Geändert von MobilLoewe (19.08.2016 um 18:14 Uhr) Grund: 2. Zitat eingefügt
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