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  1. #81
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    Standard AW: Die Suche nach der Lobby für das Hobby

    Zitat Zitat von WolfRam1 Beitrag anzeigen
    Damit ich nicht falsch verstanden werde: Es gibt einen Leichtbau, der das alles leisten kann, was nach dem Stand der Technik und den Anforderungen an zeitgemäßen Insassenschutz heute eigentlich selbstverständlich sein sollte. ABER den wollen wir nicht bezahlen bzw. viele könnten ihn nicht bezahlen. Wollen wir deshalb im Mittelalter bleiben? Im Flugzeugbau (und inzwischen im Omnibusbau und Waggaonbau für Hochgeschwindigkeitszüge) ist der zeitgemäße Leichtbau längst Standard.
    In unserem Studium (Flugzeug- und Kraftfahrzeugbau) gab es ein wichtiges Fach: "Festigkeit im Leichtbau". Jeder wird nachvollziehen können, dass Flugzeuge leicht sein sollten, damit sie auch in die Luft kommen können. Aber sie sollen - nach Möglichkeit - auch stabil genug sein, dass sie die Kräfte von Turbulenzen sowie Start und Landung möglichst komplett überstehen. Wenn die im Flugzeugbau gewonnenen Erkenntnisse zumindest teilweise im Reisemobilbau umgesetzt werden, würden derart katastrophale Unfallfolgen wie 2014 in der Schweiz nicht existieren. Leichtbau und Sicherheit müssen einander nicht ausschließen!!!

    Gruß Johann

  2. #82
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    Standard AW: Die Suche nach der Lobby für das Hobby

    Hallo Thomas,
    Zitat Zitat von clouliner1 Beitrag anzeigen
    die eigene Gewichtsbilanz kann aber durch Ausnutzung der zulässigen Herstellertoleranz schnell zu Nichte gemacht werden.
    die eigene Gewichtsbilanz sollte nach dem Wiegen (!!!) des vollgetankten Reisemobil erfolgen, also nicht rein theoretisch nach Herstellerangaben! Und wenn Du weißt, wie viel Gepäck Ihr üblicherweise mitnehmt, dann dürfte das Zahlenwerk aufschlussreich sein.

    Gruß Johann

  3. #83
    Stammgast   Avatar von Ralf_B
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    Standard AW: Die Suche nach der Lobby für das Hobby

    Zitat Zitat von Johann1 Beitrag anzeigen
    ...Leichtbau und Sicherheit müssen einander nicht ausschließen!!!
    Johann und nicht vergessen auch bezahlbar.

    Es gibt leichte Teile aus Carbon, wie sie z.B. im Rennsport Verwendung finden, aber leider für mich nicht bezahlbar.
    Werden die Hersteller einen Kompromiss finden, dass Wohnmobile leicht, sicher und auch bezahlbar sind?

    Ich würde es mir wünschen, dass so etwas wie in der Schweiz der Vergangenheit angehört!
    Aber wie ich schon geschrieben habe. Beim dem Unfall hätte jeder andere Wohnmobilaufbau (außer Kastenwagen) mehr oder weniger schlecht ausgesehen.

    Gruß Ralf

  4. #84
    Kennt sich schon aus   Avatar von Tee
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    Standard AW: Die Suche nach der Lobby für das Hobby

    Zitat Zitat von Ralf_B Beitrag anzeigen
    Johann und nicht vergessen auch bezahlbar.

    Es gibt leichte Teile aus Carbon, wie sie z.B. im Rennsport Verwendung finden, aber leider für mich nicht bezahlbar.
    Werden die Hersteller einen Kompromiss finden, dass Wohnmobile leicht, sicher und auch bezahlbar sind?
    das glaube ich nicht. es muss ja noch nicht mal carbon sein. es reicht schon wenn man z.b. am tisch usw. überflüssiges material ausfräst. so gesehen bei einem individual ausbauer. aber auch das kostet richtig geld, weil er stundenlang an jeden teil rumwerkt.

    leicht und billig wird niemals funktionieren...

  5. #85
    Stammgast   Avatar von clouliner1
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    Standard AW: Die Suche nach der Lobby für das Hobby

    Zitat Zitat von Johann1 Beitrag anzeigen
    Und wenn Du weißt, wie viel Gepäck Ihr üblicherweise mitnehmt, dann dürfte das Zahlenwerk aufschlussreich sein.
    Hallo Johann,

    das wird schwer, kann mir nicht vorstellen, dass man jeden zusätzlichen Teller oder Buch vorher auf die Waage stellt und Neuwagen kann man erst nach dem Kauf wiegen.
    Meine erste Wiegung 2001 war mit einem Hymer der > 1,3 Tonnen Zuladung hatte. Urlaubsfertig mit 4 Personen gewogen, zeigte, dass die 1,3 Tonnen zu 100% ausgereizt waren.
    2004 wurde ich in A gewogen, Ergebnis waren 600kg Übergewicht. Seit dem bin ich zwar sensibilisiert, aber wenn meine Frau sich 30 Bücher für den Urlaub ausgesucht hat, möchte ich sie nicht auf 5 beschränken. Das wäre für mich dann nicht mehr entspannend.
    Gruß Thomas

  6. #86
    Kennt sich schon aus   Avatar von Tee
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    Standard AW: Die Suche nach der Lobby für das Hobby

    Zitat Zitat von clouliner1 Beitrag anzeigen
    aber wenn meine Frau sich 30 Bücher für den Urlaub ausgesucht hat, möchte ich sie nicht auf 5 beschränken. Das wäre für mich dann nicht mehr entspannend.
    ...kauf ihr einen kindle - hab ich auch gemacht

  7. #87
    Stammgast   Avatar von clouliner1
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    Standard AW: Die Suche nach der Lobby für das Hobby

    hat sie, aber ist doch nicht mit einem Buch zu vergleichen!
    Gruß Thomas

  8. #88
    Stammgast   Avatar von laikus
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    Standard AW: Die Suche nach der Lobby für das Hobby

    http://reisemobil-international.de/2...ber-leichtbau/

    die Lektüre des Artikels zeigt das bekannte Bild: der automobile Teil wird aufgerüstet, der "wohnmobile" Teil abgespeckt.

    Horst

    LAIKA X 595 - enjoy la dolce vita.

  9. #89
    Ist öfter hier   Avatar von WolfRam1
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    Standard AW: Die Suche nach der Lobby für das Hobby

    Zum bezahlbaren Leichtbau:

    Es muss nicht Carbonfaser sein und auch kein anderer „unbezahlbarer“ Verbund.
    Leichtbau hat viele Facetten. Im Innenausbau der Reisemobile tut sich diesbezüglich schon seit Jahren einiges – und nach meiner Meinung auch in einer Weise, die einen gesunden Kompromiss zwischen Gewichtsreduzierung und Festigkeit / Gebrauchstüchtigkeit darstellt. Die gleiche Kreativität wünsche ich mir von den Entwicklern auch im Bereich der Aufbaukonstruktion. Dabei müssen die Verantwortlichen das Rad nicht neu erfinden, die besten Ideen scheinen mir ohnehin schon publiziert. Es gilt, die bekannten guten Lösungen aus z.B. dem Flugzeugbau (aber auch Yachtbau) auf die Belange des Reisemobilbaus „umzustricken“. Flugzeugbau und Yachtbau sind deshalb geeignete Branchen zum „Abkupfern“, weil auch dort in Kleinserien produziert wird, d.h. die Frage der Wirtschaftlichkeit hinsichtlich der erforderlichen Werkzeugtechnik und Fertigungsverfahren ähnlich bedeutsam ist.

    Im Segment der sogenannten gehobenen Fahrzeugklasse sind Sandwichtafeln längst bewährter Standard. Dieses Prinzip gilt es zu optimieren und aus den denkbaren Werkstoffkombinationen das Optimum hinsichtlich Preis/Leistung zu finden. Das ist eine echte Fleißarbeit, denn die Zahl der möglichen Varianten ist gewaltig. Blech/Schaum/Blech, Blech/Schaum/Sperrholz, GfK/Schaum/Blech sind nur drei von vielen Kombinationen. Und zu jeder Variante sind wiederum die einzelnen Materialqualitäten in Bezug auf Festigkeit oder Raumgewicht und Wanddicke variabel. Und last-but-not-least ist die Haftung – meist das schwächste Glied – zwischen den Verbundkomponenten von wesentlicher Bedeutung, besonders für die Dauerhaltbarkeit. – Um das alles angehen zu können, muss zuvor die „Messlatte“, die Mindestanforderung definiert sein. Genau diese Vorgabe fehlt bzw. kann/darf heute jeder Hersteller selbst festlegen, weil es (nur) für Reisemobile keine ECE-Norm gibt.


    Ich will hier nicht darstellen und glänzen, was ich alles weiß(!), sondern aufzeigen, wie komplex diese Aufgabe ist, die von Unternehmen zu leisten ist, die im Grunde überwiegend Handwerksbetriebe sind, jedenfalls nicht in den Strukturen großer Industriebetriebe denken und geführt werden. Aber auch für diese Firmen gibt es bewährte Methoden, wie Probleme gelöst werden können, die den einzelnen Betrieb überfordern. Die Kooperation mit (Fach)Hochschulen oder der Zusammenschluss von Wettbewerbern in Arbeitskreisen, hier z.B.: „Sandwich-Technik“ sind solche Möglichkeiten. Solange jeder in seiner „Entwicklungswerkstatt“ sein eigenes Süppchen kocht, wird es bei dem bleiben, was wir kennen. In der sogenannten Fachwerktechnik der Seitenwandkonstruktion die Holzlatten durch Hartschaumstreifen zu ersetzen, mag der Erfinder ganz toll gefunden haben, weil damit ein (Fäulnis)Problem gelöst wurde. Eine zeitgemäße Bauweise ist diese Konstruktion damit noch lange nicht.


    Wer sich die Unfallbilder genauer angeschaut hat, kann erkennen, dass die einzelnen Elemente (Rückwand, Dach, Seitenwand) nahezu komplett, d.h. „heil“ geblieben sind. Ein Beweis, das Hymer die Sandwichplatten-Technik im Griff hat. Für den Fachmann (und die Fachfrau) klar erkennbar ist, dass es in Bad Waldsee entweder in der Montagetechnik (heute: Klebetechnik) bzw. deren konstruktiven Lösungen einen gehörigen Nachbesserungsbedarf gibt. Denn diese Montagetechnik ist für sämtliche Modelle im Großen und Ganzen identisch.Das Kartenhaus-Problem gilt hier deshalb im Sinn des Wortes.


    Der Meinung, das Schadensbild, welches hier der Exsis zeigt, wäre bei einem Reisemobil älterer Bauart auch kein anderes (gewesen), widerspreche ich „leidenschaftlich“. Jeder Oldtimer-Hymer in verzinkter Gitterrahmenbauweise (und mit Überrollbügel hinter den Vordersitzen und vor der Dinette) würde – da bin ich mir ganz sicher – nur ähnliche Blessuren gezeigt haben, die der BMW des Unfallgegners.

    Es wurde schon geschrieben, dass es heute durchaus Sinn machen kann, sein Geld in einen solide gebauten älteren Brummi zu investieren als in Marke Leichtbau mit illuminiertem Barfach. Aber dann sind wir wieder beim Thema Feinstaubplakette ...
    Beste Grüße
    WolfRam1

    DON'T FENCE ME IN !

  10. #90
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    Standard AW: Die Suche nach der Lobby für das Hobby

    Ja, genau das ist es! Es gilt jetzt "nur noch", die Technik und das Wissen nach Bad Waldsee (und vermutlich auch noch an andere Entwicklungs- und Produktionsstätten) zu transferieren. Und entsprechende Überzeugsarbeiten zu leisten!!!

    Gruß Johann

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