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    Stammgast   Avatar von LT35
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    Standard AW: Canusa Touristik

    Moin

    Wir haben hier im Forum ein Mitglied mit recht sprechendem Namen -> EasyAmerica, der für irgendwelche Erklärungen eigentlich prädestiniert wäre, wenn ich das - auch aus einem anderen Forum - richtig im Hinterkopf habe, hatte er neben seinem Shop auch mal einen Vermittlungs- oder Vergleichsservice für die Mietfahrzeuge. Das ist wohl seit 2014 nicht mehr der Fall, aber er wird ja nicht alles vergessen haben

    Nur macht er sich rar, die letzte Anmeldung hier ist fast ein Jahr her, aber vielleicht funktioniert die hinterlegte eMail noch. Ansonsten dürfte er unter dem Namen auch woanders aufzustöbern sein und nicht nur bei eBay, auch die Domain gibt es ja noch. Vielleicht lässt er sich ja nochmal locken :-]

    Was fällt mir sonst noch zu dem Thema ein (auch wenn etwas OT, weil um Canusa geht es nicht) ?

    Geld, viel davon ist immer hilfreich, aber wer will schon mit einer Rolle Scheinen durch die Gegend laufen. Ist auch nur bedingt empfehlenswert und wenn mir das nochmal ein Taxifahrer aus New Jersey direkt auf's Brot schmierte, als ich ihn bezahlte, ist da wohl auch was dran. Ich bin trotzdem unversehrt nach Hause gekommen, aber es gab ja noch andere Methoden der Bezahlung.
    Seit einigen Jahren werden die Maestro-Karten akzeptiert, nicht unbedingt jeder Typ und auch nicht überall. Mag sein, dass man in den USA mittlerweile auch die Chips ausliest und nicht nur die Magnetstreifen, 2012 war das nicht so. Mit meiner damaligen Sparkassevariante bin ich aber durchgekommen, auch an vielen Tankstellen. Kreditkarten sind Pflicht, mindestens als BackUp, Amex Reiseschecks eher nicht mehr (wobei es die 2012 noch gab und der Eintausch am Reiseende in Washington auch kein Problem war).

    Tanken kann spannend sein, denn die Zapfsäulen sind manchmal nicht ohne kleine Tücken. Fängt an mit der Vorauszahlung, wobei das gibt es in Deutschland an zeitweise oder durchgängig unbesetzten Zapfsäulen ja auch. Kreditkarte ohne PIN dürfte schon mal nicht funktionieren, aber auch damit bleibt es spannend, denn immer mal wieder kommt dann die Frage nach dem Zip-Code (PLZ). Wenn dieser nur aus statistischen Gründen abgefragt wird, passt jeder us-amerikanische Code (und den vom Fahrzeugvermieter findet man ja). Wenn das eine zusätzliche Sicherheitsabfrage ist, muss der auf der Kreditkarte gespeichert sein und das war (2012) auf vielen in Europa ausgestellen Karten nicht der Fall, auf den Maestros auch nicht. Bei (meiner) Maestro war - an Tankstellen - auch bei 100$ Schicht im Schacht und dafür gab damals zwischen 95 und 111 Liter, in den Tank passten aber > 200 Liter.
    Naja, und wenn das Terminal dann die Säule freigibt, sofern man verstanden hat, wie man die vorher auswählt, kann man nicht überall einfach die Zapfpistole ziehen und loslegen. Da gibt es manchmal noch Knöpfe, auf die man drücken muss, oder Hebel an der Seite, oder man muss den Haken, in dem die Zapfpistole hing, wieder nach oben schieben, oder andere Mätzchen

    Der Kühlschrank im Fahrzeug hatte keine 12V-Versorgung, also entweder Landstrom oder Gas, letzteres auch während der Fahrt. War technisch kein Thema, nur darf man eine Tankstelle so nicht anfahren und in einigen Bundesstaaten war die Durchfahrt von Straßentunnel für Fahrzeuge mit Gastanks angeblich nicht zugelassen. Ich habe es - mindestens 1989 - wohl das eine oder andere Mal ignoriert, was jetzt keine Empfehlung sein soll. Regional abweichende Verkehrsbestimmungen standen auch im Campingführer (Woodalls, unklar ob es den noch unter diesem Namen gibt).

    Land- bzw. Straßenkarten, auch in Zeiten von Navis und Google Maps manchmal für den schnellen Überblick doch ganz hilfreich. 1989 hatte ich bereits in Deutschland einen Rand McNally Atlas gekauft und das 2012 wiederholt, das Ding dann aber nicht wieder ins Fluggepäck gesteckt. Wie gesagt, "für den schnellen Überblick", aber bitte nicht vergessen, da hat fast jede Seite einen anderen Maßstab. Klar verbraucht Texas diverse Seiten und Rhode Island keine eigene, aber die Verhältnisse passen trotzdem vorn und hinten nicht. Texas dauert länger Mitgenommen hatte ich dann Einzelkarten für das Zielgebiet, was beim letzten Mal ja auch deutlich überschaubarer war als bei der ersten Tour.

    Ver- und Entsorgung mit Flaschen, PP oder Abwassertrolley schleppen ist nicht angesagt. Gasflaschen gibt es zwar, aber wohl nicht in den üblichen Mietmobilen. Die Dinger haben Gastanks, Abwasser- und Fäkaltanks und die meisten (gewerblich betriebenen) Campingplätze haben Dumpstations bzw. sehr häufig, wenn nicht überwiegend, Wasser- und Abwasseranschlüsse direkt am Stellplatz. Ebenfalls üblich ist an den Fahrzeugen ein Stadtwasseranschluss, d.h. der Druck kommt aus der Leitung und nicht von der (trotzdem vorhandenen) Druckwasserpumpe. Fäkaltanks und Grauwassertanks entleert man über einen Anschluss mit entsprechend dicken Schlauch, und wenn man den nicht gleich wieder entsorgen will, tunlichst zuerst den Fäkaltank und danach zum Spülen den Grauwassertank. Angesichts des Fassungsvermögens ist es nicht erforderlich und auch nicht sinnvoll, den Fäkaltank ständig zu leeren, sonst setzt sich zuviel Kram am Tankboden ab. Man braucht halt eine gewisse Menge Flüssigkeit mit dabei. Diese Abwasserschläuche sind Verbrauchsmaterial, das ewigen Leben haben die nicht, wenn das Ding im Mietauto auch mit Handschuhen nicht mehr greifbar ist (oder wie ich es mal erlebt habe, vielfach perforiert war), weg damit. Sowas hat eigentlich jeder Campingplatzshop liegen, wenn auch vielleicht nicht in jeder Länge. Sollte der Vermieter ein neues Exemplar mitgeben, möglichst noch eingeschweisst in der Tüte, zieh vor dem ersten Gebrauch mal am Bajonettende. Wenn Du das locker vom Schlauch ziehen kannst, ersparst Du Dir nasse Füße beim Öffnen des Ablassschiebers, wenn Du es irgendwie besser befestigst Frag jetzt nicht, woher ich das weiß ...

    Stromanschluss des Fahrzeuges ist etwas anders als bei uns, also kein fliegendes CEE-Kabel, sondern eine Seite am Fahrzeug angeschlossen und damit u.U. auch etwas in der Länge begrenzt. Je nach Anzahl der Klimaanlagen auf dem Dach 30A- oder 50A-Anschluss am Stellplatz. Die Anschlüsse sind unterschiedlich groß, ein Adapter sollte im Fahrzeug sein.

    Die Ausstattung der Campingplätze - nach Stellplätzen deutschen Musters habe ich nicht gesucht - ist unterschiedlich wie hier auch und Schilder mit "no kids & no pets" habe ich auch mal gesehen. Unser kleines Mietmobil hätte auch in die meisten Staufächer gepasst von den Kollegen, die da überwinterten, aber Berührungsängste waren nicht angesagt :-] Es gibt auch Campingplatz-Ketten, KOA z.B. ist eine überregionale, man findet einen gewissen Standard vor, ansonsten sind auch die nicht so gleich wie hier die McD-Buden. Die Plätze in den Nationalparks sind das meistens eben das, schön gelegene Plätze
    Auf einigen Walmart-Parkplätzen durfte man auch über Nacht stehen, naja, wer's mag, die Dinger sind ja nicht selten rund um die Uhr geöffnet, allzu viel Ruhe würde ich nicht erwarten.

    Fahrzeugübernahme: man findet fast überall den Hinweis, keine Übernahme am Tag der Ankunft am Flughafen, eine Zwischenübernachtung ist also meistens obligatorisch. In Einzelfällen gibt - oder gab - es mal Abweichungen, wenn nämlich die Übergabstation auf einem Campingplatz lag, das dürfte aber die absolute Ausnahme sein. Wenn man da drüben aus Europa ankommt, ist man sowieso schon lange auf den Beinen, eine Fahrzeugeinweisung würde ich mir nicht antun.
    Die Übernahme kann je nach Anbieter zu unterschiedlichen Uhrzeiten stattfinden. Sowohl El Monte als auch Cruise America (und vermutlich auch die anderen) bieten eine frühe Übernahme an, z.T. verbunden mit einem Transfer vom Hotel zur Station, umsonst ist das aber nicht. 1989 war das kein Thema für uns, 2012 schon, d.h. ich hatte das bei El Monte so gebucht. Man sollte sich dann am Vortag bei denen telefonisch melden, um die Uhrzeit abzustimmen, ich hatte mich dann für den letzten Frühtermin entschieden, da waren alle anderen Übernahmen durch und wir hatten unsere Ruhe dabei. Der freie Transfer von NYC nach Linden (NJ) war damit aber auch weg, denn der fährt nur einmal morgens und sammelt alle diese Kunden ein und das auch nur von bestimmten Hotels. Ich hatte nun keinen Nerv, mit den Koffern morgens durch Manhatten zu ziehen, auch wenn das Waldorf Astoria als eines seiner Anlaufpunkt nur einen Block entfernt war, und so habe ich für den Limousinenservice nochmal > 100 US-$ bezahlt. Naja, so ein Lincoln hat ja auch mal was

    Fahrzeugrückgabe hat 2012 am Tage des Rückfluges geklappt, aber auch nur, weil die Station fast direkt am Flughafen lag, sonst wäre nochmal eine Übernachtung fällig geworden.

    Ach ja, amerikanische Notaufnahmen (Krankenhäuser) und Arztpraxen durften wir 1989 auch mehrfach kennen lernen. Alles prima, konnte man für die niedrige vierstellige Rechnungssumme vielleicht auch erwarten, aber in dem Zusammenhang ist es dann ganz praktisch, wenn die private Auslandskrankenversicherung eine gewissen Formfreiheit bei der Anzeige dieser Behandlungen an zulässt. Anzeigen sollte man sowas aber gleich und nicht erst Wochen später.

    mfG
    K.R.
    Geändert von LT35 (13.09.2015 um 17:22 Uhr)

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