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  1. #1
    Stammgast   Avatar von Rafi
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    Standard Was macht der Langzeitreisende ?

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    wie so mancher, der noch in Arbeit steht, träumen wir von der Zeit, wo wir dann monatelang am Stück unterwegs sein können und vielleicht auch diese finstere Jahreszeit in wärmeren und trockeneren Regionen verbringen. Aber, im Ernst und etwas weiter gedacht frage ich mich dann gelegentlich, wie lange ich das als umtriebiger Mensch wohl aushalte. Denn - was macht der/die Langzeitreisende denn so den ganzen Tag ?
    Ich denke da an den Zeitpunkt, wo ich endgültig total ausgeschlafen bin, endlose Spaziergänge und Radtouren zur Genüge gemacht habe, alle Kirchen und Museen besichtigt, viele Stunden gemütlich in der Ecke gesessen, 65 Romane gelesen, ausreichend ferngesehen und endlich einmal alle Musik in Ruhe gehört habe, die ich immer schon mal genießen wollte. Das mag ja eine Weile dauern, aber nach ein paar Wochen kommt, so fürchte ich, unweigerlich der Moment, wo ich nicht mehr einfach "sein" kann, sondern irgendetwas bewirken muss, was mehr ist als "war wieder ein schöner Tag". Das ist im Mobi schwierig - nichts zu bauen, kaum Platz für Musikinstrumente, selbst Gartenarbeit, deren Freund ich nicht bin, erübrigt sich ...

    Wie macht Ihr das denn ? Es gibt da doch einige, die viel und lange unterwegs sind. Beratet mich doch mal. Man soll ja rechtzeitig anfangen, sich Gedanken über die Zeit nach der Erwerbstätigkeit zu machen ...

    Grüße Rafael

    "Großer weißer Vogel" - 8,5 m / 6,5 to
    Rollendes Ferienhaus von Renate, Rafael, Blacky

  2. #2
    Stammgast  
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    Standard AW: Was macht der Langzeitreisende ?

    Hallo Rafael,
    als "jung" Ruheständler möchte ich da mal ein erste Feedback geben.

    1. Als Rentner, Ruheständler haben wir gefühlt weniger Zeit als im Berufsleben - ist das so?
    Teilweise, im Berufsleben werden Urlaub und Reisen von langer Hand geplant und gebucht, also steht der Termin, wir haben eine lange Zeit der Vorfreude und man muss dann losfahren.
    Im Rentnerleben wird mehr spontan geplant und man kann dann viel verschieben, weil ja immer was dazwischen kommt, sei es das Wetter ist doch gar nicht so schön, da sind noch Familienfeste oder da habe ich noch einen Arzttermin.

    2. Wenn wir dann 5-6 Wochen unterwegs sind, kommt die Sehnsucht (vorrangieg der Frau) nach der Familie und den Enkelkindern, das Haus kann ja nicht so lange alleine gelassen werden und wenn ich auf meine WebCam schaue, schreit der Garten nach Pflege.
    Und da helfen auch keine Nachbarn und Kinder die mal nach dem Rechten gucken und den Rasen lieblos mähen.

    3. Die von dir angesprochene "EIntönigkeit", immer nur Fahrradfahren, Wandern und Schwimmen oder Bücher lesen befriedigt halt nicht, es fehlt die kreative Beschäftigung etwas zu Bauen im Garten graben oder am Haus zu Renovieren und zu Werkeln.
    Und es feheln ja auch die sozialen Kontakte, mit der Familie, den Nachbarn und den Bekannten.

    Also konzentrieren wir uns auf Langzeitreisen von zur Zeit maximal 6-8 Wochen, wo wir uns mit Natur und anderen Kulturen vollsaugen, um dann wieder in aller Ruhe Zuhause alles gesehene zu verdauen, die Fotos zu sortieren und die Erlebnisse mit anderen zu Teilen.
    In dieser Zeit zuhause wird sch dann wieder so richtig mit Garten- und Hausarbeit ausgetobt, alles auf Stand gebracht und die nächste große Reise geplant.

    Und auch während dieser "zuhause Zeit" gibt es Möglichkeiten für Kurztripps für einige Tage an die Küste oder bei schlechtem Wetter in eine Therme zu fahren.

    Aber vieleicht ändert es sich das mit den Jahren, man wird ruhiger und kann dann länger an einem Ort verbringen oder noch mehr Bücher lesen

    Viele Grüße
    Volker

  3. #3
    Moderator   Avatar von Waldbauer
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    Standard AW: Was macht der Langzeitreisende ?

    Hallo Rafael,
    ich gehöre zwar nicht zu denen die viel und lange unterwegs sind, es gibt leider einige Dinge die das verhindern, trotzdem möchte ich mit den Ratschlägen beginnen.
    Erstens : Du bist mit einem Reisemobil unterwegs, du mußt deshalb nirgendwo bleiben wo es dich anödet, ab ins Fahrerhaus, Motor starten und woanders hinfahren. Hinter jeder Kurve sieht die Welt anders aus.
    Zweitens : Du wirst älter und damit sehr wahrscheinlich ruhiger, siehst viele Dinge anders, du bist lösgelöst von beruflichem Stress, das allein beruhigt schon ungemein. Bernd macht das perfekt vor und berichtet im Forum sehr fleissig darüber. Wenn ich die Möglichkeit hätte würde ich es ebenso machen.
    Drittens : Ich spreche jetzt von mir. Ich machte mir wirklich vor dem Beginn des Ruhestandes ernsthaft Gedanken wie ich diesen gestalten sollte. Rumsitzen und Nichtstun ? Nein, auf keinen Fall.
    Ich ahnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht was auf mich zukommen sollte, das wird auch bei dir - wenn auch in anderer Form - so sein. Die Söhne eröffneten mir ihre Pläne und sollte ich gut eingespannt sein. Ich ließ mich einspannen, auch finanziell, was den Erwerb eines mal erträumten Wohnmobils im 6-stelligen Eurobereich nicht mehr möglich macht. Der ererbte Bauernhof bescherte mir mehr Arbeit als mir lieb war, meine Söhne hatten Ideen die wir gemeinsam umsetzten, alles war mit viel Arbeit und Geld verbunden.
    Nutzmießer von alledem werden meine Enkelkinder sein.
    Ich hatte stark vor, wenigstens Europa von ganz im Süden bis ganz in den Westen und in den Norden zu bereisen. Das habe ich bisher nicht geschafft. Na, wenigstens war ich schon mal ganz im Süden und in den Norden wird es mich in 2015 bis Trondheim führen. Der Westen steht noch aus und viele andere Ziele auch.
    Aber : Was ist eigentlich "Viel und lange" unterwegs ? Wir waren bisher trotz Rentnerdaseins maximal 3 Wochen am Stück unterwegs. In diesem Jahr werden es erstmals 4 Wochen sein. Ich war noch nie 4 Wochen am Stück unterwegs. Bin gespannt wie das ist. Dir wird es genau so gehen.
    Es gibt einen User aus Östereich, "Kisterl", der war nach dem Eintritt in den Ruhestand 3 Monate quer durch Europa unterwegs. Leider liest man von ihm nichts mehr.
    Einen Spruch solltest du im Ohr behalten : Plane nicht zuviel, denn erstens kommt es anders, zweitens als man denkt....
    Gruß aus Oberbayern
    Franz

    Unterwegs mit einem Eura Mobil Profila RS 660 HB

    Weise ist der Mensch, der nicht den Dingen nachtrauert, die er nicht besitzt, sondern sich der Dinge erfreut, die er hat.
    Epiktet, um 50-138 n.Chr. , griechischer Stoiker und Philosoph

  4. #4
    Stammgast   Avatar von rundefan
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    Standard AW: Was macht der Langzeitreisende ?

    Hallo Rafael!

    Ich muss das Rentnerdasein nun schon seit sechs Jahren über mich ergehen lassen. Allerdings habe ich einen Vorteil Dir und auch Volker ( Travelboy ) gegenüber: Ich, besser wir, haben keinen Garten, daher vermissen ich dort auch nichts mit Gartenarbeit usw. ( war aber schon als Kind für mich eher Strafarbeit, wenn ich in unserem großen Garten arbeiten musste. Darum kauften wir auch ein Haus ohne Garten,haben dafür nur 150 m bis zur Weser.....

    Aber so ein wenig unseren Lebensabschnitt arbeitsfreies Leben ( damit meine ich das Leben in abhängiger Beschäftigung ):

    1. ich schlafe gern bis ca. 9.00 Uhr ( jetzt kein Aufschrei, ich geh dafür auch frühestens um 24.00 Uhr, meist gegen 1.00 Uhr in die Kiste ), Ulla, meine Holde, steht meist zwischen 7.30 und 7.45 auf und macht so alles mögliche im Haushalt, wo ich doch nur im Weg stehen würde, um mich dann um 9.00 Uhr zu wecken.

    2. Gemeinsames Frühstück, dabei Tagesplanung. ggf. mal mit dem Rad die 8 km nach Höxter oder Beverungen zum Einkaufen ( das Radfahren machen wir ganzjährig, bei Schnee, bzw. Eis haben wir Spikereifen auf den Fahrrädern aufgezogen)

    3. Den Rechner anschmeißen und ins Forum schauen , seit dem 24.11. sogar mit intensiverem Lesen .

    Urlaube werden seit ca. 3 Jahren so geplant, dass wir nach spätestens 8 Stunden unterbrechungsfreier Fahrt mit zwei Fahrern wieder in Essen sein können. Da lebt Ullas Mutter, die in 14 Tagen ihren 90. Geburtstag feiert, da kann ja immer etwas in den Urlaub hineinplatzen.
    Sollte Schwiegermutter mal nicht mehr sein, sieht uns das geliebte Norwegen auch wieder für 8 - 10 Wochen. Da ist es so wie bei Volker, irgendwie zieht es uns dann nach Hause, was aber nicht bedeuten muss, evtl. 2 Wochen später wieder los zu wollen. Dann aber eher zu Fluss-Touren in D, die bei uns eine Kombination aus Womo- und Radfahren darstellen.

    Also, z.B. Womo in Pirna geparkt. Mit dem Rad die Elbe rechtselbisch bis zur Grenze nach Tschechien. Dann auf dem linken Ufer zurück. Am nächsten Tag dann bis Dresden, mit Seitenwechsel zurück. Dann mit dem Womo nach Dresden, einen Tag Kultur ( oder auch mehr) . In den folgenden Tagen Womo jeweils um ca. 70 km nördlich den Fluss entlang bewegen. Vom Womo-SP dann wieder in beide Richtungen jeweils Tagestouren in Größenordnung 60 bis 70 km (also 30-35 km eine Richtung). Auf diese Weise haben wir in drei "Sitzungen" zwischen 2012 und 2014 die Elbe beidseitig von der Landesgrenze bis zur Nordsee beradelt, gleichzeitig im Womo gelebt. Das sind so 14 Tage-Reisen. Zwischen solchen Touren stehen natürlich auch die Pflege von Kontakten hier im Dorf, Sportverein usw. auf der Tagesordnung.

    Ja, da sind dann ja auch noch Bilder, die für die eigene Nachbetrachtung einer Reise aufbereitet werden, um sie dann ja doch nie mehr anzusehen,so wie früher die Dias. Ulla baut daraus dann meist ein Fotobuch. Aber ehrlicherweise ist auch so etwas nur noch eher für die Nachwelt. Meine Bilder werden mit zunehmendem Alter auch immer weniger, weil ich der Ansicht bin, alles, was ich mit den Augen fotografiert und im Kpf auf meiner Festplatte gespeichert habe, bringt mir in Zukunft viel mehr, als irgendwelches gesammeltes Papier. Es ist z.B. überhaupt kein Vergleich, durch den Sucher der Kamera ein Nordlicht zu betrachten und dann als Foto zu Hause zu betrachten, oder aber, mit dem Partner im Arm, gemeinsam das Schauspiel am Himmel ohne störende Optik zu erleben. In vielen früher viel abgelichteten Regionen waren wir schon so häufig, dass es nur ein Abbild von uns in zunehmendem Alter wäre, nicht aber eine neue Sicht auf Landschaft.

    Man könnte, so glaube ich, stundenlang weiter formulieren. Aus meiner Sicht wird ein Jeder, ohne es zu wissen, einen ihn befriedigenden Tagesablauf erleben, erst recht, wenn er ihn nicht planen muss. Rentner haben nur dann keine Zeit, wenn sie sich für Alles zuständig fühlen oder meinen, Alles alleine machen zu müssen. Irgendwann wird man erkennen, dass man gegen Bezahlung auch vieles erledigt bekommt, zu dem man früher sich mit Widerwillen selbst "Überredet" hat.

    Werner
    Beste Grüße von der Oberweser, Werner (rundefan)
    Aktueller Durchschnittverbrauch
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  5. #5
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Was macht der Langzeitreisende ?

    Hallo zusammen,

    wir gehören nicht zu den Überwinterungsmobilisten. Ich stelle mir das entsetzlich langweilig vor. Dieses Jahr waren wir immerhin insgesamt rund 160 Tage mit den Mobilen unterwegs. Die längste Zeit etwa zwei Monate. Diese Tour in Marokko war erlebnisreich, nur einmal drei Tage an einem Ort, wir hatten Bekannte getroffen. So eine Tour in drei oder vier Wochen zu machen, nein, das wäre nichts für uns. Der Norden wartet auf uns, da wäre eine große Rundreise der Wunsch, Schweden, Norwegen, Finnland und über das Baltikum zurück... so ungefähr, schaun wir mal.

    Ich beneide grundsätzlich die Kollegen, die über Monate, teilweise Jahre, in der Welt unterwegs sind. Aber da sind uns halt doch (eigene) Grenzen gesetzt.

    Zuhause wartet nur ein Minigarten (gewollt), der darf vor sich hin vegetieren, das bischen Wiese wird gemäht. Am Haus gibt es nichts zutun, da realativ neu. Die Familie nebenan samt Enkel freuen sich immer wieder, wenn wir Nachhause kommen, man muss sich halt rar machen. Das trifft auch für andere Kontakte im Dorf zu. Es geht!
    www.mobilloewe.de

    Streiten geht schief, wenn der Respekt voreinander fehlt.

    Moderation im promobil Forum und PNs an Moderatoren, sowie das geschriebene Wort.


  6. #6
    Stammgast   Avatar von rundefan
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    Standard AW: Was macht der Langzeitreisende ?

    Nochmal ich!
    Freunde von uns lebten 8 Jahre in einem Eura Integra 660. Die waren als Poststation bei uns gemeldet, haben ihre ihnen wichtigen Möbel bei anderen Freunden einlagern können, alles andere ging auf den Müll und haben tatsächlich über diese Zeit zwischen dem Weserbergland, Griechenland, Italien, Frankreich Spanien und Portugal meist freistehend verbracht. Nach 2 Jahren stellten sie erstmals fesT:" Wir brauchen keine Wohnung mehr, wir bleiben, bis nichts mehr geht im Mobil!". Nach 7,5 Jahren wurde ihr Mobil undicht, auch Reparaturen beim Hersteller brachten nichts, Auf dem Weg ins zweitmalig geplante Winterlager nach Spanien trat bei einem Gewittersturm wiederum Wasser ins Mobil. Wir bekammen einen Anruf: "Können wir bei Euch in der Garage stehe und Euer Gästezimmer nutzen, bis wir eine Wohnung gefunden haben?"
    Als wir bejahten, waren sie nach drei Tagen bei uns, hatten GsD nach ca. einer Woche eine sofort bezugfreihe Wohnung. Möbel wurden schnellstens gekauft, nur solche, die auch sofort geliefert werden konnten. Wohnung eingerichtet, Wohnmobil verkauft. Ihre Begründung für den Verkauf: "Warum sollten wir noch ein Womo haben, wir waren überall dort, wohin wir wollten und was uns interessierte."
    Unser Freund schreibt nun wieder Bücher, vornehmlich über die NS-Zeit im Weserbergland, da hatte er schon vor der Reise zwei zur örtlichen Geschichte Höxters verfasst. Als freier Journalist geht er in seiner altern Recherchearbeit auf. Unsere Freundin baut wieder die Kontakte zu ehemaligen Kolleginnen auf. Außerdem sind wir ja auch noch da.

    Werner
    Beste Grüße von der Oberweser, Werner (rundefan)
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  7. #7
    Ganz neu hier  
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    Standard AW: Was macht der Langzeitreisende ?

    Hallo zusammen,

    interessantes Thema.

    Auch wir fiebern dem (absehbaren) Ruhestand entgegen und fragen uns z.Zt. wie der Tagesablauf dann wohl aussehen wird.

    Gemischte Gefühle machen sich da bei uns breit. Fest steht, dass das Reisen im Wohnmobil einen Großteil unserer Zeit ausfüllen soll. Noch - auch gedanklich - fest im Hamsterrad der alltäglichen Zwänge tauchen aber Fragen auf, wie: gibt es den, teilweise beschriebenen, Fall ins große Loch; fehlende Aufgaben, fehlende Anerkennung?

    Oder gelingt die Entschleunigung, die mühelose Konzentration auf das Wesentliche; bietet der neue Lebensabschnitt Glück durch die Entdeckung neuer Kulturen, Welten, Menschen?

    Freiheit durch Trennung von allem Wohlstandsmüll, Haus und Hof und Garten. Nur noch Postadresse, Konto und Krankenversicherung? Oder doch lieber auf Nummer Sicher gehen und den Wohnsitz behalten, damit aber auch Kosten und Pflichten?

    Ist vermutlich Geschmacksache und auch eine Frage der jeweiligen Persönlichkeitsstruktrur und nicht zuletzt des Geldbeutels.

    Im Netz gibt es ja nicht wenige Beispiele von Wohnmobilpensionisten, die einen so, die anderen so.

    Jedenfalls freuen wir uns auf eine unbekannte, abwechslungsreiche und hoffentlich gesunde Zukunft. Mut machen uns da insbesondere die Mobilisten der 40er, teilweise 30er, Jahrgänge, die von ausgiebigen Reisen in Australien, Südamerika etc, berichten. Alle Achtung.

    Guten Rutsch allen Foristen mit dem schönsten Hobby der Welt

    Jürgen

  8. #8
    Stammgast   Avatar von Rafi
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    Standard AW: Was macht der Langzeitreisende ?

    Hallo kollegen,

    vielen Dank für die Antworten, die mich tatsächlich gedanklich ein Stück weiter gebracht haben. Es klingt zwar banal, aber mir kam dann der Gedanke: Richtig, man muss ja nicht ! man kann fahrne, wann und wie lange es Spaß macht, und nach Hause fahren, wenn man Lust hat zu Hause zu sein. Ich kann mir durchaus auch vorstellen, dass es bei mir weiterhin ein paar Fixtermine geben wird, wo doch noch Musikauftritte anliegen. Das wird schon.
    Zu Haus und Garten: Wir denken ernsthaft darüber nach, Das große Haus mit dem großen Grundstück Richtung Ruhestand aufzugeben für eine kleines Haus mit kleinem, pfelgeleichtem Grundstück. Das kann dann auch irgendwo anders in der Republik liegen, wo es schön ist. Wobei das große Haus natürlich seine Vorteile hat - Platz für dies und das, Musikstudio im Haus, Mobi steht am Haus - so leicht gibt man das nicht auf. Aber man darf ja darauf herumdenken. Ist wohl die Jahreszeit.

    Grüße aus der ersten Morgendämmerung 2015
    Rafael

    "Großer weißer Vogel" - 8,5 m / 6,5 to
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  9. #9
    Stammgast   Avatar von HeiGerHH
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    Standard AW: Was macht der Langzeitreisende ?

    Moin,

    Haus und Hof verkaufen und nur im Wohnmobil leben würde ich nicht machen. Ich habe aber schon überlegt, das Haus zu verkaufen und eine Eigentumswohnung zu kaufen. Nicht nur wegen der Reisen im Alter, sondern auch mit der Arbeit die ständig im Haus und Garten anfällt.

    Mehrere Monate am Stück würde ich auch nicht verreisen, aber mehrere Wochen. Es ist doch schön, wenn man genug Zeit hat und an keine Termine gebunden ist.

    Gruß

    Gerhard



    https://www.heigerhh.jimdofree.com


    Heike und Gerhard, unterwegs im Fiat Ducato - Bürstner Lyseo Time T Limited 690 G



  10. #10
    Stammgast   Avatar von Chief_U
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    Standard AW: Was macht der Langzeitreisende ?

    Hallo,

    gestern habe ich/wir den ersten Schritt unternommen und meine vorerst letzte Jahresabschluss-Inventur erledigt. Ich 2 Wochen werden die Geschäfte abgegeben. Im März werde ich 50, meine Gattin hat ein paar Jahre mehr auf dem Buckel.
    Vor gut einem Jahr hatten wir einen Einbruch in einem unserer beiden Geschäfte. Da fragte ich zum erstmal meine Frau inmitten des Chaos, dass die Diebe hinterließen, für was und für wen wir das machen. 365 Tage im Jahr Vollgas, so gut wie keine Zeit mehr für etwas Urlaub, Enkeln usw. Nein ich meine keine 3 Wo am Stück, nicht mal eine ganze Woche zu zweit. Nach ein paar Tagen waren wir uns einig, wir schmeissen hin, aber kontrolliert, Selbst der Kauf des neuen Frankia vor 2 Jahren brachte uns nicht aus dem eingefahrenen Fahrwasser heraus. Uns trägt sicherlich eine gewisse Mitschuld am Organisieren und delegieren. Nach 2 maliger schlechter Erfahrung mit Mitarbeitern wird man vorsichtiger. Dann heisst es, das mach ich lieber selbst, dann weiss ich es passt. Nur das geht nicht ewig und verschleißt die Gesundheit.
    Da unsere Geschäfte Franchising sind mussten wir kündigen. Vor fast 18 Jahren hatte ich einen dummen Motorradunfall und bin seitdem 90% behindert. Also Kündigung aus gesundheitlichen Gründen, was auch klappte und nicht erlogen ist. Wir wollen selber den Stecker ziehen, bevor er gezogen wird. Der Ausstieg sollte schon Mitte 2014 stattfinden, jedoch finden sich keine Nachfolger für die Muttergesellschaft. Dann verlängert bis Mitte Januar 2015, da es sonst steuerlich bzgl. Abfindung ein Desaster geworden wäre. Nun ist es nicht mehr weit hin. Nachfolger ist gefunden, einem Kollegen wurden "einfach" zwei weitere Filialen aufs Auge gedrückt.
    Heute vor 21 Jahren starteten wir in die Selbständigkeit und Mitte des Monats ist Schluss. Jedoch hält sich der Wehmut in Grenzen. Wir sind schuldenfrei und haben etwas auf der Kante. Zum ganz aufhören reicht es noch nicht, jedoch können wir beruhigt raus. Eine Tür machen wir zu, die nächste wird aufgehen.
    In 2015 ist nichts geplant, ausser uns ab Frühjahr mit dem Frankia durchs Land treiben zu lassen. Der erste Urlaub steht im März an, da gehts für 2 Wochen mit dem Flieger auf die Kanaren nach La Palma. Meinen 50ten möchte ich ohne Trubel in Ruhe mit meiner Frau auf dieser Trauminsel verbringen.
    Viel Erfolg und Gesundheit an alle in 2015!
    Viele Grüsse
    Chief_U / Uwe
    PhoeniX RSL 7100 auf Mercedes Sprinter 516 CDI, Länge: 7,70m, Höhe: 3,60m, zgG: 5,3to

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