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  1. #61
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: E-Bike, worauf kommt es eigentlich an?

    Hallo Rombert,
    wie schon gesagt, ist ein Schwerpunkt in der Mitte vorteilhaft.

    Um dir den "Nachteil" eines Nabenmotors am Berg zu erklären, muss ich leider etwas in die Theorie:

    Ein Nabenmotor sitzt im Hinterrad,, also quasi in den Speichen. Er soll jetzt immer die beste Leistung bringen, also viel Drehmoment am Berg, aber auch genügend Drehzahl wenn man schnell fährt. Im Vergleich zu einem Mittelmotor muss er dies bei erheblich niedriger Drehzahl tun. Die Kunst der Hersteller ist nun die richtige Balance zwischen Drehmoment und Drehzahl. Der Motor muss also ziemlich universell konfiguriert werden.
    Zudem wird er nicht durch eine Schaltung oder Getriebe unterstützt. Auch wenn du an der Kette eine Schaltung hast, der Motor bekommt davon nichts mit. Er treibt immer nur das Rad.

    Ein Mittenmotor aber treibt die Pedale an und somit die Kette. Und wenn du schaltest, dann schaltet eben auch die Kraft des Motors mit. Konkret: Wenn du im niedrigsten Gang den Berg hochfährst, dann wirkt auf dem Hinterrad auch ein viel höheres Drehmoment, da das "Getriebe" (die Schaltung) dieses ja übersetzt hat.
    Der Motor muss hat also eine wesentlich geringere Drehzahlbreite abdecken und kann immer "hochtouriger" laufen, da du ja die benötige Einstellung (kräftig oder schnell) über die Schaltung schaltest. Dafür hört man Nabenmotore auch fast nicht.
    Und wenn man den Drehzahlbereich eines Motors in engerem Rahmen halten kann, dann kann man ihn auch genau dort auf den höchsten Wirkungsgrad optimieren.
    Nachteil: Etwas mehr Reinungsverlust durch Zahnräder, Kette und Schaltung.

    Die Unterschiede sind aber nun nicht so extrem, wie dies vielleicht jetzt hier erscheint. Aber 5-10% mögliche mehr Gesamtwirkungsgrad sind eben auch 5-10% mehr fahrbare km. Und somit sind 10% schon viel.

    Übrigens: Auf der Ebene hat der Nabenmotor den Vorteil, dass er weniger Reibung hat, da die Kraft direkt aufs Rad und ohne Kette, Zahnräder und Schaltung wirkt.. Macht aber auch nur wenige Prozente aus.

    Hier eine Übersicht der Vor- und Nachteile aller Antriebsarten: http://e-bike-test.org/ebike-kaufberatung/e-bike-motor/

    Den Hauptnachteil des Nabenmotors sehe ich eher im Fall eines Platten. Da ist nichts mit kurz Rad runter machen, Schlauch flicken und wieder drauf machen. Das wird eine ganz schöne Arbeit, während es beim Mittelmotor nur das öffnen einer Mutter ist, welche bei Schnellverschlüssen noch nicht einmal Werkzeug benötigt. Man kann beim Mittelmotor also einen Schlauch ohne Werkzeug unterwegs flicken, wenn man Flickzeug dabei hat, während man beim Nabenmotor auch Kabel entfernen muss und zwingend Werkzeug braucht.

    Und es ist wenig schön, wenn du 15km entfernt des nächsten Ortes in den Bergen einen Platten hast.
    Geändert von raidy (07.10.2014 um 19:51 Uhr)

  2. #62
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    Standard AW: E-Bike, worauf kommt es eigentlich an?

    Hallo Georg,

    danke für Deine ausführliche Antwort. Es bleibt allerdings die Frage offen, warum der Hersteller des von mir beschriebenen Rades, im oberen Preissegment (4500 €), einen Nabenmotor gewählt hat.

    Gruß
    Rombert

  3. #63
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: E-Bike, worauf kommt es eigentlich an?

    Zitat Zitat von Rombert Beitrag anzeigen
    Hallo Georg,
    danke für Deine ausführliche Antwort. Es bleibt allerdings die Frage offen, warum der Hersteller des von mir beschriebenen Rades, im oberen Preissegment (4500 €), einen Nabenmotor gewählt hat.
    Gruß
    Rombert
    Das Rad wird wohl schon 2-3 Jahre alt sein. Heute sind im oberen Preissegment fast nur noch Mittelmotoren im Einsatz.
    Denn Nabenmotoren gibt es schon sehr lange, Mittelmotoren sind noch relativ jung.

    Und nochmals: Auch ein Nabenmotor kann richtig gut sein, aber er sollte hinten sein.
    Mein Beispiel bezog sich auf echte Steigungen, bei leichten Steigungen geben und nehmen sich beide nicht viel.

    Und ich gebe auch zu: Ich bin Fan des Mittelmotors und trotz der Bemühung mich neutral zu verhalten vielleicht doch etwas "vorbelastet".

  4. #64
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    Standard AW: E-Bike, worauf kommt es eigentlich an?

    Hallo Rombert, hallo Georg,

    unanbhängig vom Wirkungsgrad war für mich das Rad mit Hinterradnabenmotor an steilen Rampen (>20% Steigung) nicht mehr fahrbar - das Vorderrad kommt hoch und die Fuhre ist nicht mehr zu lenken. Da hilft dann nur noch eine radikale Gewichtsverlagerung nach vorn. Damit fährt es sich dann aber alles andere als komfortabel. Dieses Problem tritt in der Ebene natürlich nicht auf oder zumindest nicht in dieser extremen Form. Wenn ich aber sehe, dass bei Trekking- oder Citybikes der Akku auch noch unter den Gepäckträger montiert ist, stellt sich die Frage, ob das Vorderrad da nicht auch sehr "leicht" wird. Und bei meinem Kenntnisstand 2012 traten an den Mountainbikes mit Hinterradnabenmotor thermische Probleme bei Belastung am Berg auf, die teilweise zu einer Abschaltung des Systems führten. Aber da kann sich natürlich in den letzten zwei Jahren etwas getan haben.

    Der Mittelmotor ist m. E. der beste Kompromiss. Im Vergleich zu den Rädern ohne Unterstützung sind die E-Bikes vom Handling her systembedingt hoffnungslos unterlegen. Mindestens 7 Kilo Mehrgewicht machen sich einfach bemerkbar. Aber ich finde die Idee sehr gut: Die Mobilität bleibt erhalten (und mittlerweile kann ich sogar grinsen, wenn ich von "Senioren" mit Tempo 25 auf dem Tauernradweg überholt werde...) und bei Paaren kann z. B. ein Leistungsunterschied leicht ausgeglichen werden.
    Viele Grüße
    Arnd

    "Sehr verehrte Damen und Herren: Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos."

  5. #65
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    Standard AW: E-Bike, worauf kommt es eigentlich an?

    Noch ein Frage:

    Wie sieht es denn bei einem leeren Akku aus, welches Antriebssystem schneidet da besser ab. Welches Rad kann man auch ohne Motorantrieb noch einigermaßen fahren?

    Rombert

  6. #66
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    Standard AW: E-Bike, worauf kommt es eigentlich an?

    Hallo Rombert,

    da es sich bei den modernen E-Motoren in der Regel um bürstenlose Motoren handelt, ist der Motor im ausgeschalteten Zustand komplett entkoppelt, so dass kein Reibungsverlust entsteht (man möge mich bitte korrigieren, wen ich falsch liege). Man muss dann halt "nur" das Mehrgewicht bewegen. Ich bin aber auf der Tour mit meiner besseren Hälfte ohne Probleme auch ohne Antrieb zurecht gekommen (im Flachen - am Berg habe ich "zugeschaltet").
    Viele Grüße
    Arnd

    "Sehr verehrte Damen und Herren: Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos."

  7. #67
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    Standard AW: E-Bike, worauf kommt es eigentlich an?

    Mit sechs Jahren habe ich mich mit einem alten Damenfahrrad zum ersten Mal richtig kräftig auf die Nase gelegt, mit zehn mein erstes nagelneues BISMARCK mit Dreigang-Nabenschaltung bekommen und mit zwölf auf einer abgelegten Trainingsmaschine (BAUER mit Campagnolo Komponenten, ja, diese ulkigen Schalthebel an den Ausfallenden) mit Wettbewerben angefangen.
    Nachdem ich aber die Beiträge von Georg, Werner und Co. gelesen habe, wurden mir meine Lücken bewußt.
    Danke für viel Wissenswertes!

    Einen, gerade bei Reisemobilisten wichtigen, Tipp will ich nicht für mich behalten:
    Auf keinen Fall zwei identische Räder kaufen, weil das ja so schön aussieht.
    Die Händler, die so etwas mitmachen, haben sich damit disqualifiziert.

    Unsere Wahl an Pedelecs mag das belegen:
    Meine Frau durfte als Kind nicht fahrradfahren, weil es ihren Eltern "zu gefährlich" war. In Urlauben hat sie es sich selbst beigebracht - aber nie ein eigenes Fahrrad zuhause haben dürfen.
    Meinen zweirädrigen Werdegang habe ich oben dargestellt. jetzt stellt Euch mal vor, wer von uns beiden mit einem der beiden identischen Räder glücklich werden könnte......................keiner.
    Meine Frau (172 cm) hat ein 45 cm Rad (Tiefeinsteig mit verstärktem Lenkkopf) mit 7-Gang Nexus Nabenschaltung, Vorderradnabenmotor mit 300 Wh Akku am Sattelrohr und 28 " Laufrädern.
    Am allerwichtigsten war aber für sie der Rücktritt.....................
    Mein (190 cm) Velo hat 53 cm Rahmenhöhe (Diamantrahmen), 8-Gang Nexus, BOSCH Vitality Mittelmotor, 400 Wh Akku unterm Heckgepäckträger und zwei Magura Felgenbremsen (hydraulisch plus Booster).
    Selbst in der Farbgebung sind die zwei Citybikes unterschiedlich.

    Mein Wunschpedelec wäre aber mehrfach teurer geworden: Eine Rohloff Schaltung hätte ich nicht gewollt, aber eine NuVinci Harmony und einen Zahnriemen zum Hinterrad.
    Georg und Werner sind Verfechter der Kettenschaltung, ich bin für eine Nabenschaltung: Sauber, unkompliziert, haltbar und simpel zu warten - aber natürlich weniger sportlich.

    Noch ein Tipp:
    Oft sind die Damen weniger erfahren als die Männer - jedenfalls was die Pedelecs betrifft.
    Übt, übt, übt und -noch einmal- übt mit den besseren Hälften, bis das Rad so vertraut wird wie's Smartphone.


    Pedelecs machen Spaß,



    Volker

  8. #68
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: E-Bike, worauf kommt es eigentlich an?

    Zitat Zitat von brainless Beitrag anzeigen
    Auf keinen Fall zwei identische Räder kaufen, weil das ja so schön aussieht.
    Die Händler, die so etwas mitmachen, haben sich damit disqualifiziert.
    JA, stimmt. Ich war so begeistert von meinem Corratec mit Bosch, dass ich Raidyne das gleiche als Damenrad aufschätzen wollte. Der Händler hat heftig interveniert und mich höflichst zum Rauchen vor die Tür geschickt. Eine mutige, aber völlig richtige Entscheidung, die mir sogar einleuchtete. Und so kam sie zu einem Flyer mit Panasonic-Mittelmotor und Nabenschaltung das sie liebt und pflegt, während ich lieber auf Kette schalte.
    Zitat Zitat von brainless Beitrag anzeigen
    Pedelecs machen Spaß,
    Ja, ja, ja, ja.......und wie!
    Geändert von raidy (08.10.2014 um 00:29 Uhr)

  9. #69
    Stammgast   Avatar von rundefan
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    Standard AW: E-Bike, worauf kommt es eigentlich an?

    Zitat Zitat von raidy Beitrag anzeigen
    .....
    Den Hauptnachteil des Nabenmotors sehe ich eher im Fall eines Platten. Da ist nichts mit kurz Rad runter machen, Schlauch flicken und wieder drauf machen. Das wird eine ganz schöne Arbeit, während es beim Mittelmotor nur das öffnen einer Mutter ist, welche bei Schnellverschlüssen noch nicht einmal Werkzeug benötigt. Man kann beim Mittelmotor also einen Schlauch ohne Werkzeug unterwegs flicken, wenn man Flickzeug dabei hat, während man beim Nabenmotor auch Kabel entfernen muss und zwingend Werkzeug braucht. .....
    Hallo Georg!
    Einen hab ich noch, wer so ein Teil mit sich führt, http://de.hollandbikeshop.com/fahrra...professionell/ oder dieses Amateurwerkzeug http://de.hollandbikeshop.com/fahrra...excellent-rot/ , oder dieses kleine Teil http://www.hollandrad.de/simson-hinterbauspreizer.html , kann auch problemfrei mit einem HR-Nabenmotor auf Tour gehen, da wechselt man den Schlauch, wenns sein muss auch den Reifen, ohne das Hinterrad komplett ausbauen zu müssen. Ist zwar etwas aufwändiger als bei einem Schnellspanner, geht mit etwas Übung aber auch ganz fix.
    Beste Grüße von der Oberweser, Werner (rundefan)



  10. #70
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: E-Bike, worauf kommt es eigentlich an?

    Hallo Werner,
    und so ein Teil willst du jetzt bei jeder Radtour mit dir rumschleppen?
    Mag sein, dass es geht. Aber ich denke, damit tust du den Schweißnähten von Alurädern eher keinen Gefallen.
    Trotzdem Danke für den Hinweis.

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