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  1. #1
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    Standard Erneuerung von Bordbatterie, Ladegerät und Spannungswächter...

    Hallo Zusammen,

    ich bin seit einigen Monaten stolzer Besitzer eines etwas in die Jahren gekommen Ford Nuggets (BJ 9. Ich bin blutiger Anfänger was Campingbusse angeht und versuche im Moment so einige der Alterswehwehchen in den Griff zu bekommen. Das klappt alles soweit auch ganz gut, allerdings beiße ich derzeit noch auf Granit was die Erneuerung der Batterien und der Peripherie betrifft... Ich haber mir schon diversen Artikel über Vor- und Nachteile von verschiedenen Batterientypen sowie deren Pflege etc. durchgelesen (u.a. hier bei promobil).
    Da ich schätze, dass die meisten Anfänger diese Infos interessieren könnten, fasse ich kurz das wichtigste zusammen:
    (Die Profis können sich den Teil jetzt gerne überspringen)
    -Für alle die sich möglichst wenig um ihre Batterien kümmern möchten und zudem nicht über modernste Ladetechnik verfügen führt kein Weg an AGM oder Gel-Batterien vorbei
    -Wesentlicher Vorteil der AGM Batterie ist, dass sie beim Laden und Entladen auch mit höheren Strömen zurechtkommt
    -Wesentlicher Vorteil der Gel-Batterie ist, dass sie weniger stark durch die Tiefentladungbeschädigt werden
    -Thema Tiefentladung: Im Grund kann man (je nach Batterietyp) nur mit ca. 30-50% der Kapazität der Bordbatterie rechnen, da ab einer Entladung von 50% der Batterie Dauerhaft an Kapazität verliert
    -Das Ladegerät muss auf die Batterie abgestimmt sein, um eine Optimale Ladung zu gewährleisten. Es exisitieren hier eine Reihe von Ladungs Kennlinien die jeweils beim Ladegerät und Batterie angegeben sind.

    So und jetzt beginnen auch schon die Fragen:
    -Ich habe ein ziemlich altes Ladegerät (PE 2169/01 T) eingebaut, dass meiner Auffasung nach alledings noch Einwandfrei funktioniert. Informationen zu der Ladekennlinie selbst ließen sich nicht finden (ich hab sogar das Handbuch im Netz gefunden...). Lohnt es sich also gleich ein neues Ladegerät gleich mit den neuen Batterien zusammen zukaufen? Ich möchte verhindern, dass ich meine schönen neuen Batterien gleich mit dem alten Ladegerät ruiniere oder geht das nicht so schnell?

    -Ich habe bei Reimo gelesen, dass bei AGM Batterien bei 12,3 V und bei Gelbatterien bei 12,5 V die kritische Marke von 50% erreicht ist. Der mit Abstand größte Vebraucher in unserem Bus ist der Kühlschrank. Dieser verfügt über einen Spannungswächter der bei 10,6 V abschaltet. Dieses Limit scheint mir relativ unsinnig da hier alle gängigen Batterien schon längst im Tiefentladungsbereich sind...Allerdings habe ich bisher keine Spannungswächter gefunden die bei 12,3 V oder 12,5 V abschalten... Habe ich hier was falsch verstanden?

    Viele Grüße und besten Dank im voraus!

  2. #2
    Stammgast   Avatar von AlterHans
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    Standard AW: Erneuerung von Bordbatterie, Ladegerät und Spannungswächter...

    Hallo Willi!
    Die Spannungen 12,3 und 12,5 V sind Leerlaufspannungen ohne Last.
    Zieht Dein Kühlschrank Strom so sinkt diese Spannung sofort deutlich ab ohne dass die Batterie schon wesentlich geleert ist, Somit dürfte eine Abschaltspannung von 10,6 V nicht ganz verkehrt sein. Um das genau einzugrenzen brauchts mehr Infos über den Stromverbrauch und mehr Fachkunde als meine.
    Gruß vom AltenHans!
    VW T4 syncro.Eigenbau m.Ormocarleerkab. L5,52; B1,99; H2,80, 3 T. Fotos vom T4:
    https://photos.app.goo.gl/K3mR9EUChanYNtxb8

  3. #3
    Stammgast   Avatar von LT35
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    Standard AW: Erneuerung von Bordbatterie, Ladegerät und Spannungswächter...

    Moin

    Mit welchem Typ Bordbatterie wurde das Auto denn mal ausgeliefert ? Das Philips-Ladegerät (10A) wird vermutlich keinen Wahlschalter für einen Batterietyp besitzen und dann ist schon fraglich, ob die für eine Vollladung notwendigen Ladeschlusspannungen überhaupt erreicht werden (gerade bei manchen AGM-Typen).

    Zum Kühlschrank: soll der im Standbetrieb auf 12V laufen ??

    mfG
    K.R.

  4. #4
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    Standard AW: Erneuerung von Bordbatterie, Ladegerät und Spannungswächter...

    Hi,
    zunächst erstmal vielen Dank! Dann habe ich das mit dem Spannungswächter tatsächlich falsch verstanden! Ich werde dann einfach mal testen um wieviel die Spannung allein durch den Kühlschrank abfällt.
    Zur Frage von LT35: Eingebaut ist eine "wartungsfreie Bleisäurebatterie mit festgelegtem Elektrolyt" (Bosch, Artnr. : 0097083085) ... was auch immer das heißen mag ... Einen Wahlschalter gibt es am Ladegerät tatsächlich nicht. Der Ladestrom ist mit 10 A +/- 1 A angegeben, Spannungen sind verschiedenste angegeben, zwischen "12,6 V mit kurzgeschlossenem Temperatursensor" und "13,8 V bei 20 °C mit Temperatursensor". Ich schaue mal bei nächster Gelgenheit nach ob ich da irgendwo einen Temperatursensor erkennen kann... Ins Auge gesprungen ist mir da bisher aber nichts...

    Zum Kühlschrank: Wir stehen häufig frei und dann läuft der Kühlschrank mit 12 V

    Grüße

  5. #5
    Stammgast  
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    Standard AW: Erneuerung von Bordbatterie, Ladegerät und Spannungswächter...

    Hallo Willi,

    solltest Du einen anderen Akku wollen, der eine höhere Ladeendspannung benötigt, wäre wahrscheinlich eine weitere Ladequelle sinnvoll: Eine Photovoltaikanlage.
    Mit 200 Wp auf dem Dach und einem gescheiten MPP Laderegler erreichst Du die notwendige Ladeendspannung und hast zusätzlich Energie gewonnen für's Freistehen.
    Bei herkömmlichen Modulen (2 x 100 Wp), einem Mpp Regler (20 A) und dem nötigen Kleinmaterial solltest Du mit ca. 400 € gut auskommen.
    Dann sollte aber die Akkukapazität für den Wohnraum bei 120 bis 160 Ah liegen,



    Volker

  6. #6
    Stammgast   Avatar von LT35
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    Standard AW: Erneuerung von Bordbatterie, Ladegerät und Spannungswächter...

    Moin

    Zitat Zitat von Willi A. Kurt Beitrag anzeigen
    [...]Eingebaut ist eine "wartungsfreie Bleisäurebatterie mit festgelegtem Elektrolyt" (Bosch, Artnr. : 0097083085) ... was auch immer das heißen mag ... [...]
    Mit der Artikelnummer ist das eine GEL-Batterie.

    Einen Wahlschalter gibt es am Ladegerät tatsächlich nicht. Der Ladestrom ist mit 10 A +/- 1 A angegeben, Spannungen sind verschiedenste angegeben, zwischen "12,6 V mit kurzgeschlossenem Temperatursensor" und "13,8 V bei 20 °C mit Temperatursensor". Ich schaue mal bei nächster Gelgenheit nach ob ich da irgendwo einen Temperatursensor erkennen kann... Ins Auge gesprungen ist mir da bisher aber nichts...
    Um eine GEL-Batterie am Leben zu halten, muss sie auch immer mal wieder voll geladen werden. Die Ladeschlussspannung liegt etwa bei 14,3-14,4V (manche evtl. etwas höher), jeweils auf die 20°C bezogen. Bei höheren Temperaturen sollte die Spannung sinken, bei tieferen entsprechend steigen (ungeprüfte Aussage: je 10°C Veränderung um 0.25V). Wenn das Ladegerät 13,8V liefert, reicht das für eine Erhaltungsladung, aber nicht für eine Vollladung (die auch recht lange dauert).

    Ich fürchte, eine Solaranlage wird Dir da nicht alleine weiter helfen, zumal auf dem Nuggetdach auch abschattungsfreier Platz dafür vorhanden sein muss. Sie könnte aber den Strombedarf des (vermutlich nicht sehr großen) Kompressorkühlschrankes mit auffangen.

    Ladeleistung des Ladegeräts sollte bei 10-15% der Batteriekapazität liegen.

    mfG
    K.R.

  7. #7
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    Standard AW: Erneuerung von Bordbatterie, Ladegerät und Spannungswächter...

    Hi LT35,
    Ich verstehs nicht ganz... sollte die Spannung des Ladegeräts 15% höher sein als die Ladeschlussspannung, oder die vom Ladegerät gelieferte Leistung? Oder anders gefragt, was muss mein Ladegerät können wenn ich die zwei Gelbatterien (90Ah) die im Moment drinn sind mit zwei neuen Gelbatterien mit 110 Ah ersetzen möchte?
    Grüße
    Willi

  8. #8
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Erneuerung von Bordbatterie, Ladegerät und Spannungswächter...

    Hallo Willi,

    ich bin nur ein Elektrolaie. Wie stark ein Ladegerät sein muss, hängt natürlich von der Batteriekapazität ab. Als Faustformel habe ich mal gelernt, etwa 10% (oder wie vorgeschlagen 15%) der Batteriekapazität in Ah/h sollte der Ladestrom des Ladegerätes mindestens betragen. Allerdings ist diese Faustregel inzwischen ein wenig umstritten.

    Je größer die Ladeleistung, je schneller kann logischerweise man die Batterien laden. Sind aus einer Batterie 60 Ah entnommen, beträgt die Ladezeit mit einem 10 Amperelader etwa 6 Stunden.
    MobilLoewe, unterwegs im Dethleffs Alpa

    Streiten geht schief, wenn der Respekt voreinander fehlt.

    Moderation im promobil Forum und PNs an Moderatoren, sowie das geschriebene Wort.

    Mit 3.512 Benutzern waren die meisten Benutzer gleichzeitig online (28.04.2020 um 21:48 Uhr).

  9. #9
    Stammgast   Avatar von LT35
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    Standard AW: Erneuerung von Bordbatterie, Ladegerät und Spannungswächter...

    Moin

    Zitat Zitat von Willi A. Kurt Beitrag anzeigen
    Hi LT35,
    Ich verstehs nicht ganz... sollte die Spannung des Ladegeräts 15% höher sein [...]
    Nein, der Ladestrom, wie Bernd schon schrieb.

    Die Aussage 60Ah in 6 Stunden mit einem 10A-Ladegerät stimmt aber nicht ganz, jedenfalls nicht wenn mit diesen 60Ah wieder 100% erreicht werden sollen, weil der Ladestrom zum Ende etwas abnimmt. Die letzten Ah dauern dann länger.

    Oder anders gefragt, was muss mein Ladegerät können wenn ich die zwei Gelbatterien (90Ah) die im Moment drinn sind mit zwei neuen Gelbatterien mit 110 Ah ersetzen möchte?
    2x 90Ah mit einem 10A-Lader, der die Ladeschlussspannung der GEL-Batterien nicht erreicht ? Die dürften kaum noch die volle Kapazität haben ...

    a) das Ladegerät muss eine für GEL-Batterien geeignete Ladekennlinie haben; das ist bei neueren Automatikladern wohl durchgängig der Fall; denk über Temperaturfühler nach, die sind nicht so teuer (GEL-Batterien dieser Größe aber schon)
    b) wenn Du nicht Tage lang laden willst, um eine Vollladung zu erreichen, liegst Du irgendwo bei 25-30A, die das Ladegerät liefern sollte

    Ich frag mich gerade, wo man solche 110Ah-Brocken im Nugget lässt :-}

    Deine Lichtmaschine wird Dich kaum unterstützen, selbst wenn Du viel unterwegs bist, denn der Laderegler der Lichtmaschine liefert zum einen keine passende Ladekennlinie und er regelt auf Ladungserhaltungsspannung herunter, wenn die Starterbatterie voll ist, und das geht normalerweise schnell (wenn Du die nicht durch irgendetwas deutlich entlädst). Um auch während der Fahrt die Aufbaubatterien laden zu können, dafür gibt es Ladebooster (von Büttner, Votronic und vermutlich auch anderen), die dann je nach Bauart 10, 25 oder auch 40A von der Lichtmaschine "ziehen". So etwas kostet aber auch etwas Geld (und Platz und die Akkus sollten nicht zu weit von LiMa und der Starterbatterie entfernt stehen).

    mfG
    K.R.

  10. #10
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    Standard AW: Erneuerung von Bordbatterie, Ladegerät und Spannungswächter...

    Ich frag mich gerade, wo man solche 110Ah-Brocken im Nugget lässt :-}
    Im Nugget ist mehr Platz als man von außen meinen sollte
    2x 90Ah mit einem 10A-Lader, der die Ladeschlussspannung der GEL-Batterien nicht erreicht ? Die dürften kaum noch die volle Kapazität haben
    Kann ich bestätigen, die Batterien sind sowas von Tod...die halten keine 6h mehr...

    Also vielen Dank erstmal euch allen für die super Unterstützung. Ich mache jetzt folgendes:
    Ich kaufe mir zwei 100-110 Ah Batterien (wahrscheinlich jetzt doch AGM weil sie schneller lieferbar sind) und ein neues Ladegerät mit 30A. Ich fahre damit dann erstmal im August zwei Wochen in den Urlaub und schau mir den Verbrauch etwas genauer an. Je nachdem wie lang die Batterien dann durchhalten werde ich mir überlegen ob Solarzellen und/oder ein Ladebooster nötig sind (oder ob ich einfach den Kühlschrank raus schmeiße )
    @brainless: Kannst du mir irgendeinen Shop für Solarzellen empfehlen, ich habe mal Reimo nachgeschaut und da kam ich auf fast den doppelten Preis für die Solaranlage.

    Grüße
    Willi

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