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  1. #1
    Milbe
    Gast

    Standard ...Was passiert "Danach"?

    Hallo ihr Lieben!

    Aus aktuellem Nachdenken über manche Posties, möchte ich gerne einmal fragen, wie ihr es geregelt habt, wenn der Frau/Mann/Lebensgefährt(in)/Kindern oder einem selbst etwas passiert...
    Querschnittslähmt, Dementerkrankt, Komapatient usw....

    Habt ihr jemals an eine Patientenverfügung gedacht? Seid ihr Privatversichert? Seht ihr überhaupt in die Zukunft? Eben, wenn es mal krankheitsbedingt nicht mehr so läuft, daß ihr mit euerem WoMo in Urlaub fahren könnt?
    Wie würdet ihr es regeln, wenn euer Partner das gemeinsame Ziel nicht mehr mitverfolgen kann, eben durch Krankheit?
    Gebt ihr auf.... versucht ihr alles mögliche?

    Es sind meine Gedanken, und deswegen würde ich mich freuen, wenn ich sie mit anderen mischen oder eben verbinden könnte.

    Liebe Grüße
    Angie

  2. #2
    Stammgast   Avatar von Ralf_B
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    Standard AW: ...Was passiert "Danach"?

    Zitat Zitat von Milbe Beitrag anzeigen
    Gebt ihr auf.... versucht ihr alles mögliche?
    Angie, studiert die Startseite meiner HP und da erklären sich viele Deiner Fragen.


    Viele Grüße Ralf

  3. #3
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: ...Was passiert "Danach"?

    1) Gegenseitige Patientenverfügung, welche rechtlich standhält. 0815-formulare haben oft Schwächen. So müssen bestimmte Konstellationen einzeln erwähnt werden. Z.B. klare Regeln lebensverlängernder Maßnahmen bei Koma.
    2) Uneingeschränkte Vollmacht über den Tod hinaus. Dies ist unglaublich wichtig, weil sonst die Bank das Konto bis zu Klärung der Erbschaftsansprüche sperren kann und der Partner plötzlich ohne Geld (auch für die Beerdigung) dasteht.

    Dies geht nicht einfach über ein 0815 Formular. Wir haben dies bei einem Notar gezielt für uns ausfertigen lassen. Das kostet zwar etwas Geld (~350€), aber nur so wird der Wille auch zum Willen.

    Anders ist dies bei einem Testament. Da reicht wirklich ein Stück Papier

    (Beispiel ohne Nachwuchs):
    Testament,
    Hiermit setze ich Raidy Raidiany meine Frau Raidyne Radiany, geboren a.b in X, wohnhaft in a,b,c als meine Alleinerbin ein.
    Ort, Datum
    Unterschrift

    Am besten alles Handschriftlich, dann ist es nicht anfechtbar.

    Viele denken dass sie beim Testament einen Riesenaufwand machen müssen, dem ist aber nicht so.
    Aber gerade bei der Vollmacht und der Patientenverfügung gibt es ganz schlimme Pferdefüße. Unsere Patientenverfügung hat 6 Seiten! Ich nenne mal nur ein Beispiel:
    "Die Bevollmächtige ist berechtigt, mich auch gegen den Willen des Arztes in eine andere Klinik verlegen zu lassen. Es bedarf hierzu keines Gutachtens Dritter." (nicht ganz wörtlich, dazu müsste ich zum Bankschließfach)
    Nur so schafft man es, dass man seinen Partner von einer Klinik der man nicht traut in eine andere Klinik bekommt, ohne zuvor langwierig rechtliche Schritte einleiten zu müssen. Und letztlich vertraue ich meiner Frau mehr als einem mit nicht bekannten Arzt, der dies ohne diesen Passus quasi selbst entscheiden, oder auch verweigern kann.


    Denkt aber dran, dass bei einer uneingeschränkten Vollmacht eure Frau Haus und Hof verkaufen, das Konto leerräumen und auswandern kann.
    Geändert von raidy (18.05.2014 um 20:25 Uhr)
    Die Mehrheit der Affen bezweifelt, dass der Mensch von ihnen abstammt.

  4. #4
    Stammgast   Avatar von ivalo
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    Standard AW: ...Was passiert "Danach"?

    Guten Abend Angie

    Du hast ein Thema gewählt, vor dem sich viele so lange drücken bis es zu spät ist. Ich bin ebenfalls der Meinung, wonach es sehr wichtig ist, rechtzeitig seine Dinge zu ordnen und entsprechende Verfügungen zu treffen.

    Patientenverfügung
    Es gibt im Internet gute Vorlagen. Diese beim Hausarzt deponieren. Meine Ärztin hat sich in diesem Zusammenhang geäussert:
    " ... gut zu wissen, was der Wille ist, wenn es einmal hart auf hart gehen sollte ...".
    Glücklicherweise wurde die Gesetzgebung in vielen Ländern so geändert, dass der Arzt eine Patientenverfügung zu befolgen und den Willen sowohl des Patienten als auch seiner Angehörigen zu respektieren hat. Beispielsweise die Ablehnung aller lebensverlängernden Massnahmen in vom Patienten festgelegten Situationen. Selbst wenn dadurch eine Verkürzung des Lebens zu erwarten ist.
    Dieses Dokument tragen wir in Form einer Kreditkarte immer auf uns. Mit dem Code kann jede Person im Internet unsere Patientenverfügung einsehen.
    Wäre ich beispielsweise in der tragischen Situation eines prominenten Sportlers, dann hätten alle Maschinen gemäss meiner Patientenverfügung bereits vor längerer Zeit abgestellt werden müssen.

    Testament
    Es ist nie zu früh, sich damit auseinander zu setzen. Aber oft ist es leider zu spät. Regelmässig überprüfen und nachführen ist wichtig. Ein Testament kann jederzeit geändert werden. Hinterlegen bei Vertrauensperson (Anwalt) oder Behörde und je nach den landesüblichen Vorschriften die Formvorschriften beachten (handschriftlich, Beglaubigung usw.).

    Letzter Wille
    Die Angehörigen sind dankbar, wenn in der schwierigen Situation nach dem Ableben der letzte Wille der verstorbenen Person schriftlich festgehalten ist. Beispielsweise Kremation oder Erdbestattung? Gestaltung der Trauerfeier. Kirchliche Bestattung erwünscht oder nicht usw.

    Bankvollmachten, PC Passwörter
    Bei Todesfällen in letzter Zeit habe ich deren Wichtigkeit erfahren. Bankkonten werden in der CH sofort nach Bekanntwerden des Todes Berechtigter gesperrt. Weil entsprechende Vollmachten vorlagen, konnte rechtzeitig vorher Geld für zu erwartende Auslagen abgehoben und zurückgestellt werden.
    Unser Sohn verfügt über die entsprechenden Informationen und ist so jederzeit in der Lage zu handeln. Zugang zu unseren PC hat er sowieso, weil er alle eingerichtet und vernetzt hat.

    EXIT
    Wir verfügen in der CH glücklicherweise über die Möglichkeit, unser Leben dann willentlich mit Hilfe entsprechender Institutionen zu beenden, wenn wir dies als notwendig und richtig ansehen. Aber die Anmeldung muss rechtzeitig geschehen. Wer im Koma liegt, für den ist es zu spät. Wir sind seit Alter 65 Mitglieder von EXIT.
    Danke für den Verzicht auf alle Diskussionen mit religiösem Hintergrund. Sterben ist wie Leben ein Menschenrecht und geht nur die Betroffenen selbst etwas an. Nachdem ich kürzlich das Buch "Pfaffenspiegel - historische Denkmale des christlichen Fanatismus" gelesen habe, möchte ich eigentlich lieber nicht im Paradies eine Ewigkeit mit frommen Leuten bei sogenannter "Christlichen Nächstenliebe" verbringen.


    Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie entspricht unserem persönlichen Vorgehen, welches wir vor vielen Jahren gewählt haben.

    Gruss Urs
    Geändert von ivalo (18.05.2014 um 22:11 Uhr)

  5. #5
    Stammgast   Avatar von Alaska
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    Standard AW: ...Was passiert "Danach"?

    Ich habe einen Organspenderausweis damit vielleicht jemand anderer damit am Leben bleiben kann.Patientenverfügung hat eine zuverlässige Person da ich single bin,da steht klar drin das ich keine lebensverlängernden Maßnahmen will,ausser dem habe ich Seebestattung angeordnet.Mein Testament liegt beim Notar und ich habe ein Sonderkonto eingerichtet über das die Person verfügen kann die meine Patientemvollmacht hat,der darauf befindliche Betrag reicht um die anfallenden Kosten zu decken incl.meiner Bestattung.Sollte ich unheilbar erkranken werde ich hoffentlich den Mut aufbringen an meinen Waffenschrank zu gehen und die Sache zu beenden,als Versuchsobjekt im Krankenhaus langsam zu verr.... kommt für mich nicht in Frage.

    Gruß Arno

  6. #6
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    Standard AW: ...Was passiert "Danach"?

    Hier im Ort haben wir da einen besonderen Fall, hier wohnt/e jemand der war von Beruf Ministerialdirektor im Auswärtigen Amt, er bekommt eine sehr reichliche Pension, er lebte zusammen mit seiner Frau in einem netten zwei Familienhaus, Sie oben, Er unten.
    Jeder im Ort kannte Ihn weil er jeden Abend nee Kneipenrunde machte, und über alles besonders aber über seine Frau herzog, er erzählte auch von seiner Patientenverfügung und das sein Testament beim Notar läge und seine Frau nichts bekomme.
    Nach einem Schlaganfall liegt er jetzt schön länger im Komma, aber die Frau findet die Patientenverfügung nicht und es wäre ja auch schade um die schöne Pension. Den Mann kann ich sogar verstehen, denn die Frau ist so do... das die selbst das beim Friseur erzählt

  7. #7
    Stammgast   Avatar von Travelboy
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    Standard AW: ...Was passiert "Danach"?

    Es ist doch zu müßig, wir haben doch gerade an anderer Stelle das Thema "Alterswohnsitz" diskutiert und zweitens kommt das anders wie geplant.

    So wir ich Reise, so lebe ich auch, ohne große Vorausplanungen und Gedanken an die Zukunft, dass habe ich 45 Jahre zuvor zur Genüge getan, jetzt ist Spontanität angesagt, heute hier und morgen ?

    Wenn der Stellplatz uns nicht gefällt oder besetzt ist, fahren wir weiter
    Wenn der Bottelshop geschlossen gibt es Selters Stadt Wein
    Wenn Wir nicht mehr mit dem Wohnmobil reisen können, fahren wir mit der AIDA
    Wenn Wir gar nicht mehr Reisen können, leben wir von unseren Erinnerungen
    Und wenn es dann soweit ist, sollen sich Andere darüber Gedanken machen

    Und wenn der Staat dann noch was für die Erben übrig lässt, sollen die sich doch darum streiten.

    Volker

  8. #8
    Kennt sich schon aus   Avatar von Caphorn
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    Standard AW: ...Was passiert "Danach"?

    Zitat Zitat von raidy Beitrag anzeigen
    1)
    Anders ist dies bei einem Testament. Da reicht wirklich ein Stück Papier

    (Beispiel ohne Nachwuchs):
    Testament,
    Hiermit setze ich Raidy Raidiany meine Frau Raidyne Radiany, geboren a.b in X, wohnhaft in a,b,c als meine Alleinerbin ein.
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    Am besten alles Handschriftlich, dann ist es nicht anfechtbar.

    Viele denken dass sie beim Testament einen Riesenaufwand machen müssen, dem ist aber nicht so.
    Hallo Georg.
    Das ist vielleicht rechtlich gesehen richtig. Aber wo ist dein Testament, wer hat es, oder findet es, wenn euch beiden etwas passiert?
    Kommt das Papier dann in die richtigen Hände?
    Also wir für unseren Teil haben auch das Testament bei einem Notar gemacht. Dieses ist bei Gericht hinterlegt, und wird im Falle des Falles auch von diesem eröffnet. Denn mein letzter Wille soll auch so umgesetzt werden.
    Gruß Norbert.

  9. #9
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: ...Was passiert "Danach"?

    Hallo Norbert,
    wir wissen, wo unsere Testamente sind. Passiert einem etwas, hat der andere Zugriff.
    Wenn uns beiden etwas zustößt, dann soll die ganz normale rechtliche Regelung greifen.
    Sicher hast du recht, wenn du nicht die gesetzliche Regelung als letzten Willen hast. Aber dann kannst du das Testament für eine einmalige Pauschale von 75€ (neuerdings unabhängig vom Vermögen) beim Nachlassgericht hinterlegen.
    Geändert von raidy (18.05.2014 um 22:23 Uhr)
    Die Mehrheit der Affen bezweifelt, dass der Mensch von ihnen abstammt.

  10. #10
    Stammgast   Avatar von Mark-86
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    Standard AW: ...Was passiert "Danach"?

    Nix. Ich hab nicht mal ne Rentenversicherung. Geschweige denn eine Patientenverfügung oder irgendwas. Das überlasse ich dann dem Staat...

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