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  1. #21
    Stammgast   Avatar von AlterHans
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    Zitat Zitat von brainless Beitrag anzeigen
    Hallo Hans,

    Deine Zeit mit dem FMR Tg 500 scheint schon lange her zu sein - das Ding hatte Trommelbremsen, keine Scheiben.
    Scheiben mit Flugrost sind keine Folge falscher Dimension sondern zu schwachen Bremsens.
    Das "Verglasen" kann auch eine Folge ständigen Schleifens der Beläge an der Scheibe sein.

    Den Wagen würde ich gerne mal sehen, der bei ABS eine "Bremsplatte" bekommt.
    Die meisten Autofahrer können eh nicht richtig im Notfall bremsen: Sie sind viel zu ängstlich, richtig "draufzulatschen".
    Selbst ohne ABS wäre eine Bremsplatte die absolute Seltenheit.

    Die großen Differenzen der Bremswege waren schon immer vorhanden. Lkws hatten, allein schon aufgrund der größeren Masse, immer längere Bremswege als Pkw.
    Volker
    Hallo Volker,
    Bremsplatten mit ABS: gibts nicht mehr, da hast Du recht.
    Rost an den Scheiben: bezieht sich natürlich nicht auf den Tg vor über 40 Jahren sondern auf modernere Fahrzeuge bei denen das Problem bei mir auftritt: je größer Beläge und Scheiben sind, desto weniger Bremsdruck genügt für die Alltagsbremsung. Und desto weniger wird die Scheibe von Rost gereinigt.
    Verglasung allerdings war beim Tg üblich obwohl die Bremse nicht geschliffen hatte.
    Die großen Differenzen beim Bremsweg aufgrund der Fahrzeugmasse! Genau das wollte ich hier durchleuchten und klären. Die Auskünfte dazu sind jedoch widersprüchlich - siehe Video und einige posts.
    Gruß vom AltenHans

  2. #22
    Kennt sich schon aus   Avatar von daffi2222
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    Hallo Hans.

    Die Erklärung IST leicht. Nimm ein Radiergummi und Drücke leicht und schiebe es. ( Leerer LKW) . Jetzt drücke kräftig und schiebe( beladener LKW)

    Nun hast die Erklärung selbst gefunden.


    Die Problematik ist bei einem LKW eine andere. Es sind unterschiedliche Beladungszustände, Aufmerksamkeit und wie geschult ist der Fahrer. Dazu, wie bei allen anderen Verkehrsteilnehmern Wetter, Fahrbahn und technischer Zustand.

    Also, immer schön Abstand halten, nicht nur auf dem Stellplatz.


    @ Volber.

    Da muss ich Dir widersprechen. Die Zulassungsbestimmungen verlangen von allen Kraftfahrzeugen gleiche Bremsleistungen. Ein LKW bremst fast genauso wie ein PKW. Das Gewicht arbeitet hier positiv für den LKW.

    Du hast 4 kleine Scheibchen, ein LKW mindestens 10 Riesige Scheinenbremsen. Da ist ein Bremsklotz schwerer als Deine Scheibe mit Bremsklötzen.


    Ich habe hier mal ein Video, welches es besser erklären kann.

    http://m.youtube.com/watch?v=UL7A6Fb8AGw


    Gruß

    Ralf
    Geändert von daffi2222 (12.02.2014 um 22:26 Uhr)
    Das schöne am Leben ist doch, das es immer weitergeht.

  3. #23
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    Ich denke man kann die Funktion und Wirkung von Bremsen nicht mit ein paar Sätzen erklären. Es ist Physik und eine Kunst, optimale Bremsen zu konstruieren.
    Die Bremsanlage bestimmt wie hoch die maximale Verzögerung sein könnte. Der Reifen bestimmt, wie viel davon er auf der Straße umsetzten kann.
    Die beste Bremsanlage nutzt nichts, wenn der Reifen die Verzögerung nicht auf die Straße bringen kann und der beste Reifen nutzt nichts, wenn die Bremsanlage Probleme in der Verzögerung hat.
    Kleine Scheibenbremsen bremsen nicht von Grund auf schlechter. Hier kommt es bei der Erstbremsung nur darauf an, mit welchem Bremsdruck die Bremsscheibe geklemmt wird. Wohl aber werden kleine Scheibenbremsen wesentlich schneller heiß als große, was sich im Gebirge deutlich bemerkbar macht. Aber für EINE Notbremsung nach normaler Fahrt spielt es eine eher untergeordnete Rolle.
    Und selbst wenn die Bremsanlage eine gute Verzögerung hat und der Reifen einen optimalen Grip, spielt immer noch der Straßenbelag und die Witterung eine erhebliche Rolle. auf der A8 Karlsruhe/Stuttgart wurde ein falscher Flüsterasphalt installiert mit der Folge, dass bei Straßennässe sehr viele Autos ineinander gefahren sind.
    Um alles noch weiter zu verkomplizieren, kommen dann auch noch Faktoren wie Bremslastverteilung vorne/hinten, die Wirkungsweise des ABS, die Stoßdämpfer und und und hinzu.
    Unsere Ingenieure sind auch heute noch immer auf der Suche nach der besten Alltagstechnik.
    Klar, würden wir Butterweichreifen und Carbon- oder Kermaikbremsen wie in der Formel 1 einsetzen, wäre der Bremsweg vermutlich bei 20m oder weniger. Nur müsste man halt alle 500km zum Reifenwechsel und alle 1000km bräuchte man neue Bremsscheiben und Beläge.
    So kommt es eben dazu, dass jeder Hersteller die beste Balance zwischen Bremsleistung, Haltbarkeit und Kosten sucht. Und schon sind wir wieder bei 45-50m.

    Dass LKW ähnlich gut bremsen oder gar besser bremsen können liegt an der großen Auflagefläche der Reifen in Summe, was brutalere (größerer Durchmesser, höherer Bremsdruck....) Bremsen zulässt.

    Nein, ich bin kein Reifen- und Bremsexperte, ich bin ein Laie. Aber einer meiner Kunden hat mir das mal versucht zu erklären und sich viel Zeit dabei genommen. Es ist eine Kunst.
    Geändert von raidy (12.02.2014 um 22:36 Uhr)
    Die Mehrheit der Affen bezweifelt, dass der Mensch von ihnen abstammt.

  4. #24
    Kennt sich schon aus   Avatar von daffi2222
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    @RAIDY

    Nur zum anfügen, Keramik und Carbon müssen hohe Temperaturen haben, BEVOR diese gute Bremsleistungen bringen. Deshalb sind diese eigentlich im normalen Straßenverkehr zu vernachlässigen.

    Ansonsten hast Du es ziemlich getroffen.

    Ich kann nur jedem raten mal auf abgesperrter Strecke eine Vollbremsung zu machen. Am besten auf Übungsstrecken. Viele werden überrascht sein, wie schwer man sich tut. Aber unter Umständen rettet das mal Leben.

    Gruß

    Ralf
    Das schöne am Leben ist doch, das es immer weitergeht.

  5. #25
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    Ralf, stimmt natürlich. F1 Bremsen müssen richtig heiß sein, damit sie optimal wirken.

    Ich habe ein Honda Valkyrie. Ein dicker Brummer mit 3 großen Scheibenbremsen. Die Bremswirkung haut einem fast vom Hocker, im wahrsten Sinne des Wortes.
    Ich musste lange üben, bis ich mich zum ersten mal so richtig heftig zu bremsen getraut habe.

    Und ich habe es ja schon viel weiter vorne geschrieben: 9 von 10 bremsen im Krisenfall viel zu schwach. Spätestens seit ABS sollte man einfach wie eine Wildsau auf die Bremse drücken. Mein MErcedes hat einen Bremsassistent. Der merkt an der Art der Bremsung ob es eine Vollbremsung sein sollte und leistet dann auch eine solche ein. Man fällt fast vom Glauben ab, wie extrem schon ein normaler gehobener PKW bremsen kann.
    Die Mehrheit der Affen bezweifelt, dass der Mensch von ihnen abstammt.

  6. #26
    Kennt sich schon aus   Avatar von daffi2222
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    Tja Georg,


    Da hilft nur Abstand und Augen auf.

    Dazu die Hoffnung, das alle anderen es auch so machen.

    Bleibt artig

    Ralf


    PS, hast. Du das Lied schon gehört?
    Das schöne am Leben ist doch, das es immer weitergeht.

  7. #27
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    Zitat Zitat von daffi2222 Beitrag anzeigen
    ... Ich kann nur jedem raten mal auf abgesperrter Strecke eine Vollbremsung zu machen. Am besten auf Übungsstrecken. Viele werden überrascht sein, wie schwer man sich tut. Aber unter Umständen rettet das mal Leben.
    Ralf, ich habe Vollbremsungen vor zwei Jahren auf einer abgesperrte Stecke trainieren dürfen. Du hast recht, es fiel sehr schwer... Seitdem habe ich im Kopf, wenn Gefahr droht, dann mit aller Kraft in die Eisen, den Rest regelt (hoffentlich) die Technik.

    Viele Grüße
    Bernd

  8. #28
    Stammgast   Avatar von SeewolfPK
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    Wer schon einmal ein Fahrsicherheitstraining mitgemacht hat bei dem auch die Technik (ABS, ASR, ESP) erfahren wurde (baugleiche Fahrzeuge bei denen diese Technik deaktiviert wird), der lernt auch die Technik zu schätzen. Bernd hat aber grundsätzlich Recht "voll in die Eisen" und nicht mehr loslassen!!!
    In gewissen Sitationen kann auch der Einsatz einer Handbremse "Wunder" bewirken.
    Fahrsicherheitstraining mit einem Womo würde mich interessieren, nicht jedoch mit dem eigenen Fahrzeug
    Da vermute ich zu viele Schäden, insbesondere am "losen Inventar".
    Gruß von Paul
    Wenn unterwegs, dann im Carthago Chic T 4.9 mit der lieben Karin.
    Wir grüßen auf diesem Wege alle Forenuser, auch wenn wir nicht persönlich jeweils begrüßen, sind uns alle im Forum Willkommen.
    http://www.seewolfpk.de

  9. #29
    Stammgast   Avatar von BRB-Stefan
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    Zitat Zitat von raidy Beitrag anzeigen
    ... Kleine Scheibenbremsen bremsen nicht von Grund auf schlechter. Hier kommt es bei der Erstbremsung nur darauf an, mit welchem Bremsdruck die Bremsscheibe geklemmt wird. Wohl aber werden kleine Scheibenbremsen wesentlich schneller heiß als große, was sich im Gebirge deutlich bemerkbar macht. Aber für EINE Notbremsung nach normaler Fahrt spielt es eine eher untergeordnete Rolle.
    Hallo Georg!

    Da die Bremswirkung durch Reibung entsteht, bin ich überzeugt das die Größe der Bremse
    (Ø Scheibe und Auflagefläche Bremsbelag) eine entscheidende Rolle spielt.
    Denn wo mehr Material aneinander reibt, entsteht eine höhere Bremskraft, oder irre ich?
    Da es dank ABS nicht zum längeren blockieren der Räder kommt, finde ich es durchaus auch bei einer Notbremsung
    von Vorteil die größere Bremse zu haben.
    Klar sind die anderen genannten Faktoren sehr wichtig! Reifen, Straßenbelag usw.

    Gruß Stefan

  10. #30
    Stammgast   Avatar von wolf2
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    Hallo zusammen,
    im Normalfall ist jede Bremsanlage so ausgelegt, dass die Leistung der Bremsanlage die Motorleistung erheblich übersteigt. Die maximal erreichbare Bremsverzögerung ist in der Praxis nicht durch die Bremsanlage, sondern durch die Haftreibung der Reifen begrenzt und daher witterungs- und fahrbahnabhängig!

    Bei Fahrzeugen mit noch leistungsfähigerer Bremsanlage macht das ABS halt noch früher auf und nimmt Bremswirkung weg!
    Eine Leistungsfähigere Bremsanlage geht also einher mit einer Verbesserung der Haftreibung zwischen Reifen und Fahrbahn. (Rennfahrzeuge mit "breiten Schlappen")
    Da hier jedoch zu viele unbeeinflussbare Faktoren hineinspielen, wie Fahrbahnbelag und Beschaffenheit, Temperatur und Feuchtigkeit, Luftdruck der Reifen etc. ist die Vergrößerung der Bremsleistung meist nicht das Mittel der Wahl.

    Daher bleibt nur eins für Otto Normalfahrer: Voll drauflatschen und vor allem draufbleiben!
    Den Rest macht dann heute das ABS.
    Grüsse aus dem schönen Saarland
    Wolfgang

    Man braucht zwei Jahre um sprechen zu lernen und fünfzig, um schweigen zu lernen.
    Ernest Hemingway


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