Stellplatz-Radar: 12.000 Stellplätze in einer App für iOS und Android.
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  1. #31
    Kennt sich schon aus   Avatar von daffi2222
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    @Stefan

    Du liegst nicht ganz verkehrt.
    ( ich versuche es einfach auch für die nicht so Technikbewanderten zu erklären )

    Wenn die Bremskraft die Haftung der Reifen übersteigt, also der Reifen blockiert, dann muss das ABS die Bremse lösen. Das ist vergleichbar mit der Stotterbremse früher ohne ABS.
    Aber genau hier verliert man wichtige Meter. Sobald das ABS die Bremse löst rollt das Fahrzeug ungebremst! bis das. Rad aufhört zu blockieren. Dann greift die Bremse wieder zu. Dies passiert solange bis man zum stehen kommt oder die Bremse löst.

    Jetzt bekommt Deine große Bremsanlage ein Problem. Durch die starke Bremswirkung hast innerhalb des Bremsweges mehr Blockiervorgänge, also auch mehr öffnen der Bremse. Dadurch kann unter ungünstigen Umständen der Bremsweg länger werden. Da reicht es nicht mehr aus nur große Scheiben zu haben, da muss die gesamte Bremsanlage abgestimmt werden.

    In diesem Fall ist ein höheres Gewicht sogar von Vorteil, da der Druck auf den Reifen ein Blockieren eher verhindert. Da aber eine hohe Masse auch schwerer zu bremsen ist, haben wir einen Kreislauf.

    Alle Einflüsse die Wolfgang angeführt hat, lasse ich auch mal außen vor.

    Gruß

    Ralf
    Das schöne am Leben ist doch, das es immer weitergeht.

  2. #32
    Stammgast   Avatar von AlterHans
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    Zitat Zitat von AlterHans Beitrag anzeigen
    Hallo Jürgen,
    das Video habe ich mir erst jetzt angeschaut.
    Der LKW bremst da ja hervorragend! Das ist natürlich toll. Angaben über Geschwindigkeit und Länge des Bremswegs in Metern fehlen leider. Vielleicht war der T4 nicht so gut??
    Besonders überraschend ist, dass der beladene LKW Besser war!

    Die Rechentabelle mit den Verzögerungswerten ist wohl nicht mehr up to date.

    Gruß vom AltenHans
    Hallo miteinander,

    da mich das Thema schon lange interessiert , habe ich ausführlich gegoogelt:

    zum Vergleichsvideo VW T4 gegen Mercedes Actros: (aus post 4)
    es schreibt jemand von 40 m Bremsweg aus 80 km/h. das würde ca entsprechen: 59 m aus 100 km/h. Das ist für einen LKW natürlich gut (wie ich aus vielen Beiträgen anderer Diskussionen entnehme), Für einen Transporter (T4) allerdings sehr schlecht und von guten PKW Bremsen meilenweit entfernt. Die Angabe erscheint mir aber glaubhaft.
    Modernste LKW-Bremsen schaffen ca 32 m aus 80, bzw 48 m aus 100 km/h.

    Die Rechentabellen sind nicht hilfreich, da ich gerade die Bremsverzögerung wissen möchte (das führt zum Bremsweg). In den Tabellen ist diese aber unglaubwürdig nieder angegeben und ich muss sie selber vorwählen.

    LKW mit alten Trommelbremssystemen werden sogar mit ca 80 m Bremsweg aus 80 km/h und mehr diskutiert. Das wären über 120 m und mehr aus 100 km/h. Eine Geschwindigkeit, die ein manipulierter LKW erreicht.
    Alle Bremswege bei optimalen Fahrbahnbedingungen. Ohne Reaktionsweg, Ansprechzeit oder Schwellwerten.

    LKW Testberichte und LKW Hersteller rücken fast nie Bremswege heraus - auch nicht in Fachzeitschriften.

    Fazit: die Differenzen bei den Bremswegen unserer Kfz sind immer noch recht groß. Für Transporter und Wohnmobile wünsche ich mir bessere Bremsen.

    Am Rande: die Handbremse meines geliebten VW T4 (Mod. 2002) ist konstruktionsbedingt sehr schlecht. Als Notbremse bergab völlig ungeeignet.
    Geändert von AlterHans (18.02.2014 um 21:00 Uhr)
    Gruß vom AltenHans!
    VW T4 syncro.Eigenbau m.Ormocarleerkab. L5,52; B1,99; H2,80, 3 T.
    https://get.google.com/albumarchive/...sR06Is0B-zdVPD

  3. #33
    Kennt sich schon aus   Avatar von daffi2222
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    Hallo Hans,

    Zu Zeiten von Trommelbremsen gab es noch kein "wirkliches"ABS. Daher war die Bremsleistung nicht überragend. Das entstand durch die Tatsache, das die Mechanik sehr langsam reagierte. Ob eine solche Bremsanlage gute Werte lieferte lag oft an der Einstellung.


    Hier mal etwas das Deine Frage in Bezug auf die Regelungen lösen könnte. Ist trocken aber es klärt alle Fragen.


    http://www.stvzo.de/stvzo/b4.htm


    Viel Spaß beim lesen. Vielleicht holst Du Dir vorher ein Glas Wasser. Grins


    Gruß

    Ralf, der fast auf dem Weg nach Marokko ist
    Das schöne am Leben ist doch, das es immer weitergeht.

  4. #34
    Stammgast   Avatar von AlterHans
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    Hallo Ralf,

    danke für den ausführlichen link!

    Ich bezweifle nicht, dass die Bremswege die ich genannt habe, den Vorschriften entsprechen.
    Mich stören nur die großen Unterschiede bei den verschiedenen Fahrzeuggattungen.
    Ganz extrem war mal als ich vor vielen Jahren einen alten geliehenen Traktor mit Hänger und 6 m Brennholz auf buckligen Strassen gefahren hatte. Der war bergab im Grunde nicht einzubremsen (bestimmt nicht vorschriftsmäßig). Die Sicht nach hinten war gleich null und Lastzüge überholten mich: grauenhaft!

    Ich wünsch Dir eine gute Reise in mein Traumland Marokko!!

    Gruß vom AltenHans

  5. #35
    Kennt sich schon aus   Avatar von daffi2222
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    Danke Hans.

    Der Traktor hatte bestimmt einen ungebremsten Anhänger. Bis 6Km/h braucht dieser Anhänger keine Bremse. Die Übersicht IST Sache von Spiegeln.
    Oder fährst Du heimlich Schwertransporter? Die dürfen mit Genehmigung ja Häher, Länger und Breiter sein. Grins.

    Es gibt auch noch ältere Fahrzeuge, bei denen ist die Technik noch nicht so Top wie bei einem modernen Oberklasse-Fahrzeug.

    Fahr schön vorsichtig, halt Abstand, dann reicht Dein Bremsweg.

    Gute Fahrt

    Ralf
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  6. #36
    Stammgast   Avatar von AlterHans
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    Hallo Ralf,
    Hab den ganz normalen alten Dreierführerschein bis 7,5 T.
    Ich versprech Dir, dass ich nie wieder mit so einem üblen Traktorgespann unterwegs sein werde. Es war ganz gut verlottert.
    Und heute bin ich vorsichtiger als vor 30 Jahren.
    Gruß vom Alten Hans

  7. #37
    Kennt sich schon aus   Avatar von daffi2222
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    Tja Hans,

    Aber da haben wir ein wichtiges Thema.
    Ich habe vor nicht allzulanger Zeit ein fast 25 Jahre altes Womo gesehen . Es war der Stolz des Besitzers. Bald H Kennzeichen.

    Aber glaubst Du, dieses Mobil kann mit den modernen neuen mithalten?

    Also immer schön vorsichtig,


    Bis die Tage

    Ralf
    Das schöne am Leben ist doch, das es immer weitergeht.

  8. #38
    Stammgast   Avatar von Mark-86
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    Als Oldtimerfahrer fehlt mir das komplette Verständnis für die gesamte Diskusion.
    Wenn ich mit meinem 290er Ducato unterwegs bin, mit Anhänger habe ich 4,8 Tonnen und da ist die maximal zulässige Bremslast erreicht. Wenn du dann ne Vollbremsung machst, dann sagen wir mal, verzögert das Fahrzeug zumindest noch spürbar. ABS ist völlig überflüssig, da kannste das Pedal bis zum Boden durch latschen, da blockiert nix...

    Ich war mal mit nem 207D zum Tüv, dagegen hat mein Ducato ne gefühlte Porschebremsanlage, aber die Werte von dem 207 waren alle top

    Ansonsten fahre ich idr. Trommelgebremste Autos aus den 50ern mit Einkreisbremssystemen und ohne Bremskraftverstärkung, das ist auch kein Problem, damit bin ich schon zig tausende von KM gefahren.

    Lustig wird das ganze dann im Vorkriegsbereich, wenn du große Fahrzeuge mit 2,5-3 Tonnen fährst die über n paar Bremsseile auf Trommeln gehen, die haben auf der Autobahn schonmal Anhaltewege von 200m.

    Gefährlich ist daran garnix, wenn das Auto schlechter bremst, fährt man nicht so schnell und hält mehr Abstand.
    Je näher das Fahrverhalten eines Wohnmobiles an einem PKW ist, desto schneller und rasanter wird das auch gefahren, und damit bleibt der Sicherheitsgewinn ziemlich auf der Strecke.

    Ich fahre ja mit meinem alten 290er Ducato gar nicht so schnell wie mit meinem Mercedes, halte mehr Abstand, fahre wacher und vorsichtiger, also im Grunde wahrscheinlich noch sicherer, trotz schlechterer Bremsleistung...

    Was die oben anstehende Ausführung zum ABS angeht, ist die falsch. Das ABS macht die Bremse beim blockieren nicht ganz los und wieder zu. Das ABS regelt bei Bremsung und Radschlupf über 2% zuerst die Bremskraft ab, das heißt, die wird begrenzt in dem die Einlassventile geschlossen werden. Wenn der Radschlupf sich dann nicht verringert, wird das Auslassventil geöffnet und dann wird so lange Bremsdruck abgelassen, bis sich das Rad wieder dreht, aber die Bremse wird keinesfalls komplett gelöst. Sobald sich das Rad wieder dreht, wird das Auslassventil wieder geschlossen und das Einlassventil geöffnet und durch die Rückförderpumpe nachgebremst. Diese Ventilbewegungen sind die Pulse die man im Pedal spürt.
    Alte Systeme haben 3 Kanäle, das heißt 2x Vorderrad, 1x Hinterrad und eine Regelfrequenz von 7x pro Sekunde. Neue Systeme haben dann 4 Kanäle und machen das Radselektiv, auch für beide Hinterräder getrennt (idr. haben die FZ dann auch ESP) und regeln bis zu 15 mal pro Sekunde und damit ist dann auch das maximal technisch mögliche erreicht.

    Bei mehr wie 20 Regelungen pro Sekunde schwingen sich die Achs- und Bremsaufhänungen auf und es kommt zu Brüchen, deswegen ist da in Absehbarer Zeit keine Weiterentwicklung zu erwarten.

    Was das überlasten einer Bremsanlage im Gebirge angeht, kann man da JEDE Bremsanlage klein bekommen.
    So viel Energie kann nun einmal keine mit vertretbarem Aufwand verbaubare Bremsanlage abbauen, wie entsteht, wenn man meint auf der Bremse lange Passstraßen herunter fahren zu müssen. Wir haben schon AMG Bremsanlagen uf PKWs auf der Nordschleife in einer halben Runde gekillt, bei KM 11 von 21 war alles abgeraucht. Wenn man es drauf anlegt, kein Problem.

    Wenn Leute also nicht fahren können, dann hilft auch eine größere Bremsanlage absolut NICHTS.
    Wenn also einer meint, im Gebirge n 3, 4 oder 5 Tonnen Wohnmobil auf der Bremse runter jagen zu müssen, dann ist eben unten alles abgeraucht, für solche Fehlbedienungen kann der Hersteller doch nichts...

    Eine Bremse größer zu machen bringt einen da vieleicht 2 KM weiter, aber nicht bis nach unten...
    Dazu hat man bei der Dimensionierung einer Bremsanlage das Problem, das man EINE Bremsanlage baut, für unterschiedliche Fahrer und das ist einmal Opa Hermann mit 78 der damit mit max. 80km/h in Ostfriesland rumgondelt, und der welcher aus seinem R8 in sein Wohnmobil steigt und meint, das Vollgas durch die Berge prügeln zu müssen.

    Wenn man ne Bremsanlage verbaut, mit schwimmend gelagerten Scheiben, Kühlluftkanälen usw. um dem letzten gerecht zu werden, hat man jedes Jahr Opa Hermann auf der Matte stehen, weil dem seine Bremsbeläge verglasen oder grade hinten schlicht weg festrosten...
    Geändert von Mark-86 (02.03.2014 um 12:03 Uhr)

  9. #39
    Stammgast   Avatar von Alaska
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    Fahrsicherheitstraining mit einem Womo würde mich interessieren, nicht jedoch mit dem eigenen Fahrzeug
    Da vermute ich zu viele Schäden, insbesondere am "losen Inventar".[/QUOTE]

    Da würdest Du aber zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen,danach wüßtest Du auch darüber bescheid ob Du alles richtig verstaut hast.Ich würde mit meinem Womo jederzeit ein solches Training mitmachen und bin mir sicher das ich keine "Kollateralschäden" in meinem Auto hätte.Ich habe ein solches Training mit dem Omnibus mitgemacht,ist hoch interessant!

    Gruß Arno

  10. #40
    Stammgast   Avatar von LT35
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    Standard AW: Bremsweg von Wohnmobilen

    Moin

    Fahrtrainings dieser Art mit gestelltem Wohnmobil dürften eher selten angeboten werden, ausschließen möchte ich das nicht. Bei den PKW-Trainings sieht das etwas besser aus und es hat - jedenfalls für den Ersttäter - den kleinen Vorteil, dass die Hemmschwelle etwas niedriger liegt. Seit etlichen Jahren gibt es aber spezielle Plätze, auf denen mit Wasserfontänen simuliert wird und nicht mehr mit Verkehrsleitkegeln. Neben der Angst, bei einer Notbremsung oder Ausweichübung irgendwelche Betriebsschäden am oder Ausflüge in die Botanik mit dem eigenen Fahrzeug zu produzieren - meistens nicht der Fall, aber auch nicht unmöglich - waren es diese Kegel, die bei bestimmten Geschwindigkeiten oder Situationen dann eben nicht mehr spurenlos unterm Auto verschwanden.

    Gegen die Verwendung von gestellten Fahrzeugen spricht - jedenfalls bei Personen, die dieses eher selten wechseln oder sich nur langsam an andere Modelle gewöhnen - der Lerneffekt mit dem eigenen Modell. Je nach Anbieter gibt es ja auch Aufbaustufen oder gelegentlich mal speziellere Trainings.

    Sollte jemand eine solche Veranstaltung mit dem eigenen Wohnmobil besuchen, spricht aber auch nichts dagegen, manches Inventar aus den Innenschränken zu entfernen. Mit einem vollen Kühlschrank fährt da sowieso keiner hin

    Gute Fahrt

    mfG
    K.R.

    (3x mit Prodrive auf Flugplätzen , 5x beim ADAC in Embsen)

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