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  1. #1
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard Dialekte - Segen oder Fluch

    "Wir können alles - außer Hochdeutsch", so lautet der Werbeslogan von Baden-Württemberg.
    Egal in welche Himmelrichtung ich fahre, überall herrscht ein völlig anderer Dialekt.
    Badisch, schwäbisch, bayrisch, fränkisch, hessisch, pfälzisch...alles keine 2 Stunden entfernt.
    Ich liebe Dialekte, geben sie doch etwas vom Charakter der Gegend wieder. Die Bayern, eher robust und direkt, die Pfälzer, immer gemütlich - jede Gegend hat nicht nur seine Landschaft und seine Leute, sondern eben auch seinen Dialekt.

    Doch öfters lese und höre ich, dass diese Dialekte nicht jedem gefallen. Gerade was die Rechtschreibung betrifft, nehmen wir im Süden es hier nicht so genau. Ich habe sogar schon Gäste darüber fluchen gehört, dass man hier in den Läden und Restaurants "Gnadenlos im Dialekt" bedient wird und dies ein Fluch sei.

    Wie seht ihr das:
    Ist der Dialekt ein Segen oder ein Fluch?
    Sollten wir Gäste aus dem hochdeutschen Raum hochdeutsch ansprechen?
    Stört es euch, wenn wir die Rechtschreibung nicht so ernst nehmen?

    Jetzetle seid abber ihr dran, wass meindet dah?
    Geändert von raidy (21.08.2013 um 21:08 Uhr)

  2. #2
    Stammgast   Avatar von dojojo
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    Standard AW: Dialekte - Segen oder Fluch

    Hallo raidy

    wenn ich als Ruhrpottler nach Bayern komme, muß ich zwangläufig damit rechnen, auf bayrisch angesprochen zu werden. Sollte ich das nicht verstehen, kann ich nachfragen. Sollte mir das nicht gefallen, bleibe ich am besten zu Hause. Rechtschreibung? Ist mir im Urlaub sowas von egal!!
    LG aus DO von Johannes zur Zeit mit einem TPH 50 unterwegs ...

  3. #3
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Dialekte - Segen oder Fluch

    Georg, komm doch mal in den Pott... "Mir und mich verwechsele ich nich, dat kann mich nich passieren!“

    Grüße von der Ostsee
    Bernd

  4. #4
    Stammgast   Avatar von AlterHans
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    Standard AW: Dialekte - Segen oder Fluch

    Ich würde es sehr bedauern, wenn Dialekte noch mehr zurückgedrängt würden.
    Es ist für mich eine nette Herausforderung, auch breite fremde Dialekte zu verstehen.
    Im Ausland sind es ja dann oft ganz andere Sprachen.
    Auch ist mir das alles beim Reisen sehr reizvoll. Notfalls dann " mit de Händ und mit de Fies".

  5. #5
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    Standard AW: Dialekte - Segen oder Fluch

    Ich kann dat niet verstonn, worüm künne die Bayern kein Kölsch verstohn, hät dat mit Pisa zu dun?

  6. #6
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: Dialekte - Segen oder Fluch

    Ich leeg ächt Wärd druff, dass badisch kai Dialegt sondern ä eigini Sproch isch. D'Schobe hänn e Dialegt.

  7. #7
    Stammgast   Avatar von reisepirat
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    Standard AW: Dialekte - Segen oder Fluch

    Tach zusammen,

    ich liebe meinen Dialekt. Wir Pottis werden sofort erkannt, wenn wir nur den Mund aufmachen. Ich bin Stolz auf mein "wat" und "dat". "hasse wat, krisse wat" oder "wat willze", "wo gehsse", "wat is?" usw.

    Unser Dialekt kommt aus der Zeit der Industrialisierung und der Zuwanderung ausse hochzeiten vonne Pütts. Als im Ruhrpott mehr Ausländer (Italiener, Spanier, Türken, usw.) als Deutsche gearbeitet haben. "Motteck" z. B. stammt aus dem Jiddischen und meint einen Hammer. Es zeigt also, wo wir (der Pott) hergekommen und was uns groß gemacht hat.

    Dazu noch ein link aus der WAZ: Ellipse an der Pommesbude, oder "Ich krich ne Bratwurst"

    und ein'n, der auch mich immer noch wat neues aufzeigen tut: http://www.ruhrgebietssprache.de/

    "Ich danke Sie" (Willi "Ente" Lippens)

    Michl
    Geändert von reisepirat (22.08.2013 um 07:45 Uhr) Grund: Ergänzung
    Mahlzeit und Glück Auf! aussem Pott vonne ReisePiraten Micha, Ela & Leo



    Knaus SunLiner von 2006 auf Fiat Ducato 2,8l mit 145PS, zGG: 4t, L: 684 cm, B: 230 cm, H: 299 cm

    "Manche Hähne glauben, dass die Sonne nur ihretwegen aufgeht." (Theodor Fontane)

  8. #8
    Stammgast   Avatar von BRB-Stefan
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    Standard AW: Dialekte - Segen oder Fluch

    Ick finde Dialekt janich schlecht.
    So is dit Maul jewachsen und so sabbeln alle inne Umjebung. Is ja ooch jut so.
    Wees ja ooch glei jeda wo de herkommst wa.
    Inne andere Jejend hörn sich die Einjebornen eben anders an. Sach ick jetze ma.

    Da mach ick eben die Ojen uf und kicke!

    Stefan

  9. #9
    Moderator   Avatar von hdlka
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    Standard AW: Dialekte - Segen oder Fluch

    Grundsätzlich liebe ich Dialekte - ich mag es sogar sehr, wenn ich wieder mal die Gelegenheit habe in meinem heimatlichen Dialekt zu sprechen.

    Wenn ich aber unterwegs bin und jemanden auf Hochdeutsch etwas frage, dann wäre es schon schön, wenn ich in verständlichen Worten eine Antwort bekomme. In Tirol ist es mir schon passiert, dass ich in einem Lokal von Deutsch auf Englisch gewechselt habe um eine verständliche Antwort zu erhalten

    Schön wäre es wenn man es wie die Schweizer halten würde: Unter sich sprechen sie ihr "Schwizerdütsch" und mit denen aus dem Nordkanton das "Schweizerhochdeutsch"...

    Viele Grüße von
    Hans-Dieter

    PS Zum Thema Fehler habe ich die Auffassung, dass niemand perfekt sein muss - es aber auch ein Zeichen von Achtung vor dem Leser ist, wenn man den geschriebenen Text noch einmal liest und gegebenenfalls korrigiert - vor dem Abschicken...

  10. #10
    Stammgast   Avatar von Funkbudenfahrer
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    Standard AW: Dialekte - Segen oder Fluch

    Zitat Zitat von raidy Beitrag anzeigen
    Badisch, schwäbisch, bayrisch, fränkisch, hessisch, pfälzisch...alles keine 2 Stunden entfernt.
    Soweit muß man oft nicht fahren, um Feinheiten herauszuhören, was natürlich nur den Eingeborenen gelingt.

    Wenn man in Ludwigshafen etwas "gesehen" hat, dann hat man es "gseehe", im Ort nebenan hat man dann was "gsäääne".
    Wenn in Ludwigshafen die Wäsche gebügelt wird, dann wird sie "gebigglt", im übernächsten Ort wird sie "gebischelt".
    In Ludwigshafen wird das Geschirr "abgetrocknt", im Vorort Maxdorf wird es "abgedrickelt", wobei das "r" immer stark gerollt werden muß

    Zitat Zitat von AlterHans Beitrag anzeigen
    Ich würde es sehr bedauern, wenn Dialekte noch mehr zurückgedrängt würden.
    Es ist für mich eine nette Herausforderung, auch breite fremde Dialekte zu verstehen.
    Ich finde es äußerst seltsam, wenn z.B. eine Metzgereiverkäuferin viel bessere Einstellungs-Chancen hat, wenn sie "gutes deutsch" spricht.

    Ich selbst spreche und verstehe mehrere inländische Fremdsprachen, vorwiegend aus dem südlichen Deutschland z.B. bayrisch, schwäbisch, saarländisch, fränkisch, hessisch oder ossisch. Schwitzerdütsch und österreichisch geht auch recht brauchbar
    Meine Muttersprache ist pfälzisch und wenn man mit einem Dialekt aufgewachsen ist, hat man sehr große Probleme, akzentfreies deutsch zu sprechen.
    Früher arbeitete ich als Discjockey und Radiomoderator und mußte mir dazu erst ein "brauchbares deutsch" aneignen, wofür ich mich auch heute noch sehr darauf konzentrieren muß
    Ich habe oft erlebt, das viele den eigenen Dialekt weniger mögen als andere Dialekte.
    Durch das Hobby Funkerei kommt man mit Leuten quer durch die Republik ins Gespräch, zu anfang benutze ich erst mal das "Oxford-Deutsch", wie man es z.B. in Hannover spricht.
    Gelegentlich kommt dann als Antwort: Ludwigshafen? Das ist doch da, wie die den "schönen" Dialekt sprechen?
    Hää?
    Also, ich finde, unser Dialekt kann manchmal schön "derb" sein, aber das geht in anderen Dialekten bestimmt genauso gut.....

    Achim, de Ost-West-Pälzer

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