Stellplatz-Radar: 12.000 Stellplätze in einer App für iOS und Android.
Seite 2 von 11 ErsteErste 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 107
  1. #11
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
    Registriert seit
    13.01.2011
    Ort
    Metropole Ruhr
    Beiträge
    14.545

    Standard AW: Hohlraumversiegelung und Unterbodenschutz für Wohnmobil

    Hallo Gerhard,

    hier ein ältere Beitrag von mir, den ich aktualisiert habe:

    Einige Hersteller setzen auch heute noch Holzböden bei Reisemobilen ein. Resistenter gegen Feuchtigkeit und Steinschlag und deshalb auch haltbarer ist natürlich eine Unterbodenplatte aus GfK oder Alu. Holzböden bestehen vielfach aus Sperrholzplatten und werden durch eine geeignete Imprägnierung vor Feuchtigkeit geschützt. Doch dieser Schutz hält nicht ewig, und es ist sinnvoll und nötig, ihn von Zeit zu Zeit aufzufrischen.

    Über die Wahl der Mittel gibt es unterschiedliche Auffassungen. Immerhin ist nach einhelliger Expertenmeinung eine normale Holzschutzlasur ungeeignet, da dieser Schutz andere Anforderungen erfüllen muss. Wichtig ist ein feuchtigkeitsverdrängender (hydrophober) Schutzanstrich. Verschiedentlich wird darauf hingewiesen, dass der Anstrich offenporig sein solle, da das Holz atmen müsse. Feuchtigkeit, die bereits (ggf. sogar von oben durch den Wohnraum) in den Boden eingedrungen ist, könne durch eine offene Schicht zu einem gewissen Grad wieder entweichen.

    Eine offenporige Beschichtung lässt allerdings auch Feuchtigkeit an das Holz heran und ist kaum resistent gegen Spritzwasser und Steinschlag. Gegen solche Einflüsse schützt ein handelsüblicher Unterbodenschutz auf Bitumen-, Kautschuk-, Wachs- oder Asphaltbasis (3M, Teroson). Mit Sprühdose oder Pinsel aufgetragen, bildet dieser eine mehr oder weniger dicke, wasserundurchdringliche Schicht. Einen ähnlichen Schutz gewährleistet eine wetterfeste, aber wasserdampfdurchlässige Dickschichtlasur (Sikkens). Wichtig: Der Boden muss vor dem Streichen absolut trocken sein. Es ist daher zweckdienlich, den Wagen einige Zeit in einer gut belüfteten Halle stehen zu lassen.

    Man macht nichts falsch, wenn man des gleiche Schutzmateriel verwendet, was vom Reisemobilhersteller aufgetragen wurde. Übrigens ist das Zeugs recht teuer.

    Das Thema Hohlraumversieglung lohnt sich m.E. am effektivsten bei Neuwagen, also Fahrerkabine/Holme/Türen oder die Hohlräume an den Schwellern und Rahmen. Die modernen Transporter sind allerdings mit einer guten Rostvorsorge versehen, in Verbindung mit weitreichenden Garantien gegen Durchrostung. Ganz klar, lackierte Rahmen eines Fahrgestells sollte von außen mit speziellen Wachs geschützt werden, innen unter Druck mit den entsprechenden Kriechölen zum Schutz der Hohlräume. Bei älteren Fahrzeugen kann durch das zähflüssige Öl durchaus eine weitere Rostbildung begrenzt werden. Also, wenn man das Mobil lange fahren möchte, ist die Rostvorsorge sicherlich ein gutes Gefühl und als Argument bei einem späteren Verkauf förderlich.

    Viele Grüße
    Bernd

  2. #12
    Ist öfter hier   Avatar von kasandra
    Registriert seit
    27.02.2013
    Beiträge
    43

    Standard AW: Hohlraumversiegelung und Unterbodenschutz für Wohnmobil

    Hallo Günter,

    vielleicht hast Du noch Einzelheiten im Kopf, welches Wachs Du verwendet hast, welche Menge Du verbraucht hast. Wie hast Du das Wachs aufgetragen. Braucht man dazu eine Spritzpistole oder geht das auch mit Pinsel?

    Vielleicht kann ich es ja auch selbst machen.

    In die Hohlräume des Rahmens muss es sicher mit einer Spritzvorrichtung eingebracht werden?!

    Hab im Internet ein Wachs im 5 Ltr. Kanister entdeckt und per E-Mail beim Hersteller angefragt, ob es für den gedachten Zweck geeignet ist.

    Ich habe mal einen Link mit dem Produkt eingefügt. Das Wachs heißt "PRO 405.5 KW Korrosionsschutz auf Wachsbasis" zum Preis von 88,50 Euro.

    http://www.schmierstoff-online.de/sh...f6f1f7fdd66#16

    Die Sprühdosen, die ich sonst im Internet-Angebot gefunden habe, scheinen mir von der Menge her nicht geeignet zu sein.

    Wenn ich Antwort von der Firma habe, dann melde ich mich hier wieder.

    Viele Grüße

    Gerhard

  3. #13
    Ist öfter hier   Avatar von kasandra
    Registriert seit
    27.02.2013
    Beiträge
    43

    Standard AW: Hohlraumversiegelung und Unterbodenschutz für Wohnmobil

    Hallo Bernd,

    das ist sehr ausführlich und aussagekräftig. Ich hoffe doch, dass bei meinem Chausson der Aufbauboden außen nicht aus Holz ist. Dazu werde ich gleich mal beim Händler anfragen. Bevor ich darüber entscheiden kann, was genau ich tun soll, muss ich erst die Frage klären, wie der Aufbau unten (außen) beschaffen ist.

    Vielleicht muss ich ja nur den Rahmen des Ford-Transit, sowohl außen, als auch die Hohläume, behandeln lassen, falls der Boden des Aufbaus z.B. mit Kunststoff verkleidet ist.

    Vielen Dank für Deine Erläuterungen.

    Gruß Gerhard

  4. #14
    Stammgast   Avatar von oliwink
    Registriert seit
    11.10.2012
    Beiträge
    694

    Standard AW: Hohlraumversiegelung und Unterbodenschutz für Wohnmobil

    Zitat Zitat von MobilLoewe Beitrag anzeigen
    Also ich verstehe das noch immer nicht, der Unterboden kommt doch vom Reisemobilhersteller. Oder ist der Rahmen des Fahrgestells gemeint?

    Gruß
    Bernd
    Hallo Bernd,
    bei unserem Hobby Siesta sitzt der Aufbau auf der serienmäßigen Blechpritsche des Ford Transit. An den eigentlichen Aufbauboden kommt man nur seitlich und hinten ran, da er breiter und etwas länger als die Pritsche ist.
    Gruß,
    Gaby und Oliver
    Hobby Siesta 555 AK GF SC
    Allzeit gute Fahrt

  5. #15
    Stammgast   Avatar von mobbell
    Registriert seit
    13.01.2011
    Ort
    Oberfranken
    Beiträge
    1.917

    Standard AW: Hohlraumversiegelung und Unterbodenschutz für Wohnmobil

    Gerhard,,,handelsüblicher Unterbodenschutzwachs.Den Namen hab ich grad nicht hier. Die Marken sind allgemein erhältlich
    Ich hab die Büchsen warm gemacht, dann in die Behälter einer Spritzpistole gefüllt ( mit Pinsel nicht gut ) und alles eingesprüht. Das erste Mal hab ich ca. 8 Büchsen gebraucht ( 8 l )....und mache das ca. jede 2. Jahr wieder
    Geändert von mobbell (04.03.2013 um 22:13 Uhr)
    Wohnmobilfreundliche Grüße

    Günter mit Renate
    unterwegs mit CI Wilk Aventura 675 MF mit Fiat 230, 85 kW, 2,5 l und Alko-Fahrgestell BJ 1995, 3,85 t , Euro 1

  6. #16
    Stammgast   Avatar von Chief_U
    Registriert seit
    22.12.2012
    Ort
    Nordostoberfranken
    Beiträge
    3.158

    Standard AW: Hohlraumversiegelung und Unterbodenschutz für Wohnmobil

    Hallo,

    in der aktuellen Pro Mobil ist doch ein ausführlicher Bericht über Hohlraumversiegelungen,
    Viele Grüsse

    Chief_U / Uwe
    PhoeniX RSL 7100 auf Mercedes Sprinter 516 CDI, Länge: 7,70m, Höhe: 3,60m, zgG: 5,3to

  7. #17
    Stammgast   Avatar von Chief_U
    Registriert seit
    22.12.2012
    Ort
    Nordostoberfranken
    Beiträge
    3.158

    Standard AW: Hohlraumversiegelung und Unterbodenschutz für Wohnmobil

    Zitat Zitat von Chief_U Beitrag anzeigen
    Hallo,

    in der aktuellen Pro Mobil ist doch ein ausführlicher Bericht über Hohlraumversiegelungen,
    Äähh Sorry, der Bericht steht in der RM!

    Viele Grüsse

    Chief_U / Uwe
    PhoeniX RSL 7100 auf Mercedes Sprinter 516 CDI, Länge: 7,70m, Höhe: 3,60m, zgG: 5,3to

  8. #18
    Ist öfter hier   Avatar von kasandra
    Registriert seit
    27.02.2013
    Beiträge
    43

    Standard AW: Hohlraumversiegelung und Unterbodenschutz für Wohnmobil

    Hallo,

    die Firma mit dem Unterbodenwachs, das ich vorher erwähnt habe, hat mir inzwischen geschrieben, dass dieses Wachs für den Unterbodenschutz eines WoMo nicht geeignet ist und dass ich mich deswegen an meine Ford-Werkstatt wenden soll.

    Dort angefragt, habe ich nur erfahren, dass Wachs das richtige Mittel für diesen Zweck ist. Zu den Kosten konnte er mir nichts sagen, da er nicht weiß wieviel Wachs dafür verbraucht wird. Für einen PKW werden dafür so um die 150 Euro fällig.

    Bei meinem WoMo-Händler habe ich per E-Mail ein Angebot angefordert. Aber das wird sich hinziehen, bis ich das bekommen werde. Der Typ leidet anscheinend kronisch unter Zeitmangel und Vergesslichkeit. Der bringt mich noch zur Verzweifung und das schon bevor das Fahrzeug da ist. Da freue ich mich schon darauf, wenn später mal Garantiefälle oder sontige Dinge geregelt und geklärt werden müssen.

    Da ich keinen Kompressor mit Spritzpistole habe und meine Schmiergrube in der Garage nur für den PKW nutzbar ist, kann ich diese Arbeit nicht selbst erledigen.

    Ob ich die Hohlraumversiegelung des Führerhauses mitmachen lasse, ist in erster Linie eine Kostenfrage. Wenn es nicht allzu teuer kommt, werde ich es sicherheitshalber mitmachen lassen. Ansonsten ist es m.E. nicht so rostanfällig wie die tragenden Teile des Transit.

    Gruß Gerhard

  9. #19
    Stammgast   Avatar von mobbell
    Registriert seit
    13.01.2011
    Ort
    Oberfranken
    Beiträge
    1.917

    Standard AW: Hohlraumversiegelung und Unterbodenschutz für Wohnmobil

    Gerhard,,,lass auf jeden Fall Hohlraumversiegelung machen,,,,,,,,,Du wirst es nicht bereuen.
    Wohnmobilfreundliche Grüße

    Günter mit Renate
    unterwegs mit CI Wilk Aventura 675 MF mit Fiat 230, 85 kW, 2,5 l und Alko-Fahrgestell BJ 1995, 3,85 t , Euro 1

  10. #20
    Stammgast   Avatar von raidy
    Registriert seit
    13.01.2011
    Ort
    Landkreis Esslingen
    Beiträge
    10.091

    Standard AW: Hohlraumversiegelung und Unterbodenschutz für Wohnmobil

    Eine Hohlraumversiegelung ist immer richtig und sinnvoll.

    Die Versiegelung eines Holzbodens jedoch sollte nur vom Fachmann für Holzböden durchgeführt werden. Ein Holzboden darf auf gar keinen Fall 100% Wasser- und Dampfdicht versiegelt sein. Zwar klingt wasserdichte Versiegelung im ersten Moment gut, aber in Wirklichkeit vergammelt das Holz unter der Versiegelung durch Feuchtigkeitsstau, weil es nicht mehr atmen kann. Diese aber entsteht zwangsläufig bei Temperaturdifferenzen im Innenraum. Und wo kein Wasser rein kommt, kann auch keine Feuchtigkeit mehr raus. Und so kann es passieren, dass sich auf der Holzunterseite Wasser staut, welches nicht mehr durch die Versiegelung abtrocknen kann. Holzböden dürfen nur mit einem Mittel versiegelt werden, dass eine gewisse "Atmung" (Dampfdiffusion) zulässt. Auf die Empfehlung spezieller Produkte verzichte ich ganz bewusst, denn das soll der Profi machen. Ein gut gepflegter Holzboden kann ohne Probleme 30 und mehr Jahre halten. So schlecht wie ihr Ruf sind Holzböden gar nicht. Schaut euch die alten 500kg Autoanhänger an. Sie sind meist nicht versiegelt, es regnet auf die Ladefläche und trotzdem ist der Boden nach vielen Jahren immer noch sehr gut.

    Dank der immer mehr zunehmenden elektrolytischer Verzinkung hat sich das Problem an der Karosserie aber auch zunehmend entschärft. Aber Hohlraumversiegelung ist immer noch das A&O.
    Geändert von raidy (05.03.2013 um 22:13 Uhr)

Seite 2 von 11 ErsteErste 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Hohlraumversiegelung und Unterbodenschutz?
    Von ths1965 im Forum Fahrgestelle und Motorisierung
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 20.08.2010, 09:03

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •