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  1. #1
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard Leichtbau-Mobile

    Hallo zusammen,

    in der promobil März 2013 ist eine Reportage zum Thema Leichtbau erschienen.

    KOMMENTAR Ulrich Kohstall - KLARE ZAHLEN BITTE

    Die Reisemobilhersteller haben den Leichtbau entdeckt. Dieser Trend ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Gleichzeitig haben sie aber auch herausgefunden, wie man das Leergewicht auf dem Papier drücken kann. Da wird nur mit 20 Litern Wasser und einer Gasflasche gewogen; da wird übliche Ausstattung in Extrapakete ausgelagert und damit herausgerechnet. Und dann behalten sich Hersteller noch eine Toleranz von immerhin fünf Prozent vor. So manches Datenblatt quillt über vor lauter Fußnoten und Kleingedrucktem. So stiftet man Verwirrung. Dabei braucht das Thema Gewicht vor allem eines: belastbare Zahlen.
    Drei Mobile der 3,5 t-Klasse wurden verglichen.

    1. Carthago C-Tourer I 138 Superligtweight
    Ein kompaktes 6,35 m Mobil, trotz 195 kg Sonderausstattung und doppelten Boden noch 450 kg Zuladung. Das ist doch ein Wort!

    2. Hymer Starlight 595 auf MB Sprinter
    Eigentlich hätte hier der Exis-i als Vergleich hingehört. Der Hymer Strarlight mit 6,85 m, 100 l Kraftstofftank und 170 l Frischwassertank (Klasse!) sowie 155 kg Zubehör hat nur noch eine Restzuladung von 180 kg. Geht nicht, also doch die 4,2 t Auflastung.

    3. LMC Explorr II 635 G
    Hier sind es wieder 6,35 m und es verbleiben mit sparsamen 75 kg Zubehör stolze 540 kg. Aber es gibt da auch Kröten zu schlucken, die Vorderachse ist an der Grenze ihrer Belastungsfähigkeit. Serienmäßig kommt das Mobil mit einem 60 l Kraftstofftank daher, im Gaskasten ist nur eine Halterung für eine 11 kg Gasflasche montiert, die zweite ist lose beigelegt. Das sind schon merkwürdige Gewichtsreduzierungen. Auch im Preisvergleich gleichauf mit dem Carthago, der aus meiner Sicht klar die bessere Wahl ist.

    Schaut ins Heft, es ist ein interessanter Artikel!

    Viele Grüße
    Bernd, der MobilLoewe

  2. #2
    Moderator   Avatar von Waldbauer
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    Standard AW: Leichtbau-Mobile

    Es bleibt auch abzuwarten wie sich der Leichtbau im Lauf mehrerer Jahre auswirkt. Sind die Kisten samt Einbauten trotzdem stabil und lange haltbar ?
    Im Automobilbau kamen da schon negative Dinge zum Vorschein als einige Hersteller anfingen das Gewicht ihrer Karossen zu optimieren. Es wurden da bei ausgewachsenen Mittelklasselimousinen teilweise Bleche mit knapp 0,5 Millimeter Stärke verarbeitet. Da hatte Väterchen Rost nicht lange zu nagen bis er durch war, zumal die Qualität der Bleche meist sehr bescheiden war. Heute werden nach wie vor ähnlich dünne "Folien" verarbeitet, allerdings aus wesentlich besseren hochfesten Stählen.
    Sogar das originale Fiat-Ducato-Fahrerhaus wird aus hochfesten Blechen gefertigt.
    Wie sieht es beim Wohnmobil-Aufbau aus ?
    Hier kommen eigentlich immer schon verhältnismäßig leichte Werkstoffe wie Alu und GFK zum Einsatz, die Isolierung ist ebenfalls meist aus leichtem Material gefertigt. Trotzdem wird hier von den Herstellern nach Gewichts-Einsparmöglichkeiten gesucht.
    Bleibt noch der Innenausbau. In guten, hochwertigen Wohnmobilen sind die Möbel aus Pappelsperrholz.
    Will man hier vielleicht dünne Sperrholzblättchen mit Pappkartonwaben-Innenleben verbauen, wie in billigsten Zimmertüren ? Ich hoffe doch nicht.
    Im Wohnmobil gibt es verhältnismäßig viele Polster aus Schaumstoff. Hier läßt sich viel Gewicht sparen wenn leichterer Schaumstoff verwendet wird. Ob das aber mit Langzeithaltbarkeit zu vereinbaren ist ?
    Es können viele Metallteile, hauptsächlich bei der Wasserinstallation, durch leichter Kunststoffteile ersetzt werden. Aber ob die wirklich haltbar sind ?
    Die Zukunft wird es zeigen und die Kunden werden eventuell die Zeche zahlen.
    Gruß aus Oberbayern
    Franz

    Unterwegs mit einem Eura Mobil Profila RS 660 HB

    https://www.promobil.de/forum/threads/35607-So-arbeiten-unsere-Moderatoren

  3. #3
    Stammgast   Avatar von ctwitt1
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    Standard AW: Leichtbau-Mobile

    Das hatten wir doch erst vor ein paar Tagen.Richtiger Leichtbau ist sehr teuer und der Endkunde wird das nicht bezahlen! Für Leichtbau müssen leichtere Materialien verwendet werden. Fahrgestell z.B. aus Alu. Möbel und Schaumstoffe aus sehr leichten Material, dann kosten die ein vielfaches. was die Hersteller von Womos machen, die lassen einfach Sachen weg. Das ist doch kein Leichtbau. Den Leichtbau kann Doch jeder selber machen. Keine Markise, Keine Sat Anlage, kein Ersatzrad, kein Wasser mitnehmen, halbes Jahr vor dem Urlaub Diät beginnen. Wie beim Flugzeug jeder nur 20 kg Gepäck, nur für 50€ tanken. Eine 5 kg Gasflasche, Essen am Ziel kaufen, keine Sportgeräte und schon kommt man locker auf unter 3,5to. Ihr seht, dass könnt ihr alles schon selber machen einfach mal entrumpeln! Da bleiben gleich mal 400 kg zu Hause. Und das geht mit Eurem ganz normalen vorhandenen Womo!
    Thorsten
    lieber mit dem Fahrrad an den Strand als mit dem Porsche zur Arbeit
    http://www.witt-training.de

  4. #4
    Stammgast   Avatar von Ralf_B
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    Standard AW: Leichtbau-Mobile

    Hallo zusammen,
    Thorsten das muss aber nicht sein, das man auf Dinge wie Markise verzichtet. Hier sind 3 Beispiele von Hymer.
    Ihr müsst nur den Link anklicken und dann unten auf den Button Zuladung gehen, da werdet Ihr sehen, das es auch anders geht.
    http://www.hymer.com/cms/DE/reisemob...r-exsis-i.html

    Gruß aus Thüringen von Ralf.
    Das war bis 8/19 unser 3,5t Bürstner, auf Ducato 3,0l Automatik (pure Kraft, Verbrauch 10,5l), Gaspedal links, Multicommander IR.
    „Wer etwas will findet Wege und wer etwas nicht will findet leider nur Ausreden“

  5. #5
    Stammgast   Avatar von wolf2
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    Standard AW: Leichtbau-Mobile

    Hallo zusammen,
    bei dem Thema Leichtbau muss man unterscheiden wie die Gewichtsreduktion erreicht wurde oder wird.
    Es gibt aus meiner Sicht 3 Möglichkeiten:

    1. Weglassen von Zubehörumfängen wie 2te Gasflasche, Inhalt von Wassertanks etc.
    Das ist in meinen Augen reine Augenwischerei, mit Tendenz zum Betrug!
    2. Leichtbau durch schlechtere Materialen wie dünnere Holzplatten, Scharniere aus Kunststoff statt aus Metall etc.
    Da geht der Leichtbau auf Kosten der Lebensdauer und Haltbarkeit.
    3. Leichtbau durch hochwertige aber leichte Materialien wie Carbon, Alu und hochwertige Verbundwerkstoffe.
    Hier handelt es sich um die beste aber auch die teuerste Alternative!

    Aus meiner Sicht wird heute meist mit den Lösungen 1 und 2 und je nach Wertigkeit des Fahrzeuges einer ganz geringen Tendenz zur Lösung 3 die Gewichtsreduktion erreicht!

    Also Augen auf beim Leichtbauangebot!
    Grüsse aus dem schönen Saarland
    Wolfgang

    Man braucht zwei Jahre um sprechen zu lernen und fünfzig, um schweigen zu lernen.
    Ernest Hemingway


  6. #6
    Stammgast   Avatar von ctwitt1
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    Standard AW: Leichtbau-Mobile

    Wolfgang, genauso sehe ich es auch. Ist viel Marketing.

    Dabei wäre es so einfach für einen Hersteller Leichtbau zu dokumentieren.

    Einfach mal das Gewicht eines Bauteiles im Vergleich zum Gewicht der alten Konstruktion.

    Achse, 1qm Wand, Matratze, Leiterrahmen usw.
    Thorsten
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  7. #7
    Stammgast   Avatar von Ralf_B
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    Standard AW: Leichtbau-Mobile

    Zitat Zitat von ctwitt Beitrag anzeigen
    Dabei wäre es so einfach für einen Hersteller Leichtbau zu dokumentieren.

    Einfach mal das Gewicht eines Bauteiles im Vergleich zum Gewicht der alten Konstruktion.

    Achse, 1qm Wand, Matratze, Leiterrahmen usw.
    Natürlich und das die Mitbewerber von A-Z auch gleich noch die verwendeten Marterialen haben und so leichtere Wohnmobile bauen können.
    Das wird sich schon zeigen was die Marterialen Wert sind und nicht gleich ohne Beweise für ein neues Produkt so Misstrauen verbreiten.

    Gruß aus Thüringen von Ralf.
    Das war bis 8/19 unser 3,5t Bürstner, auf Ducato 3,0l Automatik (pure Kraft, Verbrauch 10,5l), Gaspedal links, Multicommander IR.
    „Wer etwas will findet Wege und wer etwas nicht will findet leider nur Ausreden“

  8. #8
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Leichtbau-Mobile

    Zitat Zitat von Ralf_B Beitrag anzeigen
    ... Das wird sich schon zeigen was die Marterialen Wert sind und nicht gleich ohne Beweise für ein neues Produkt so Misstrauen verbreiten.
    Ralf, selbst Fachjournalisten sind da noch ein wenig skeptisch, ich übrigens auch. Aber ich gehöre ja auch nicht zu den "Testkäufern".

    Viele Grüße
    Bernd

  9. #9
    Stammgast   Avatar von Ralf_B
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    Standard AW: Leichtbau-Mobile

    Zitat Zitat von MobilLoewe Beitrag anzeigen
    ...ich gehöre ja auch nicht zu den "Testkäufern".
    ich auch nicht! Aber was man anderes schreiben wenn man so und so nur Fahrzeuge bis 3,5t fahren darf, da würde ich mich ja selber belügen. Ich hoffe das die Wohnmobile gut verarbeitet sind und das Marterial hält.

    Gruß aus Thüringen von Ralf.
    Das war bis 8/19 unser 3,5t Bürstner, auf Ducato 3,0l Automatik (pure Kraft, Verbrauch 10,5l), Gaspedal links, Multicommander IR.
    „Wer etwas will findet Wege und wer etwas nicht will findet leider nur Ausreden“

  10. #10
    RJung
    Gast

    Standard AW: Leichtbau-Mobile

    Herr Vierneisel hat in seinem Editorial zwei interessante Feststelungen zum Thema getroffen.

    Zu Anfang läßt er sich über die großen Stauräume der Mobis aus und darüber, dass die von den Besitzern auch gern ordentlch beladen werden - was viele Mobis dann von der möglichen Zuladung her eben schnell an ihre Grenzen bringt. Damit ist das Problem klar umrissen. Eine Stück einer lösung bieten die im Heft beschriebenen Leichtbau-Mobis an, wo sie tatsächlich durch innovative Materialien und Konstruktionen Gewicht reduzieren. Wo das durch Weglassen von Ausrüstung in der Basisversion des Mobis geschieht, ist das natürlich Augenwischerei. Ob diese Konstruktionen standfest sind, ist eine Frage, die wir in ein paar Jahren beantworten können.

    Weiter unten formuliert Herr Vierneisel:"Leichtbau bei Reisemobilen ist kein kurzfristiger Trend, sondern eine schlichte Notwendigkeit." Das ist nun allerdings eine unbelegte Behauptung. Aus meiner Sicht gibt es aus dem 3,5-to-Dilemma zwei Auswege:

    Nr.1.: Man kann sich schlicht damit abfinden, dass ein 3,5-to-Mobi Grenzen hat und sich entsprechend einschränken. Wenn ich sehe, was mancher Kollege in seinem Mobi so an Ausrüstung spazieren fährt, und was da an Vorräten dabei ist ... und spätestens beim Motorroller wird das Ganze dann halt unrealistisch.

    Nr. 2.: Wenn dann aber der Stauraum und der Komfort gewünscht ist und man auf dies und das nicht verzichten will, dann muss man halt ein schwereres Mobi fahren. Für die meisten von uns liegt das Problem "Führerschein" ja gar nicht an, das betrifft unsere Kinder, und die werden sehen müssen, wie sie damit umgehen. Wir erkaufen uns halt mit dem Gewinn an Zuladung die Einschränkungen, die einem LKW auferlegt sind. Ich komme damit ganz gut zurecht.

    Also: Die "schlichte Notwendigkeit" wird aus meiner Sicht herbeigeschrieben, so wie das Ende Alkovens. Man könnte auch mal zwei Jahre über die Vorzüge belastbarer Basisfahrzeuge und den Weg zum LKW-Führerschein schreiben, dann würde sich die allgemeine Denkart vieleicht ändern.

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