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  1. #1
    Moderatorin  
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    Standard Händler & Werkstätten: Ihre Geschichte ist gefragt!

    Schreiben Sie uns zum Thema des Monats im kommenden Heft:

    Es ist eine Frage des Vertrauens: Der Kauf des neuen Reisemobils startet bei der Suche eines im Idealfall kompetenten und vertrauenswürdigen Händlers. Sind größere Händler auch gleichzeitig bessere Händler? Oder setzen Sie auf die kleinen Geheimtipps?

    Wie wichtig sind Ihnen die Serviceleistungen und Werkstattdienste nach dem Kauf? Und was haben Sie schon alles in Sachen Reisemobilhändler und Fahrzeugkauf erlebt?

    Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

  2. #2
    Stammgast   Avatar von Womoyo
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    Standard AW: Händler & Werkstätten: Ihre Geschichte ist gefragt!

    Hallo Nadine!

    Dem Kauf eines Wohnmobils - egal ob neu oder gebraucht - geht in der Regel ein langwieriger Entscheidungsprozess voraus. Man will schließlich ganz viel Geld in eine Urlaubsform stecken, die der Otto Normalverbraucher mit Camping in Verbindung bringt. Ich fahre jetzt mein 6. Wohnmobil, davon waren die letzten vier Hymer.
    1. Hymertramp 164, gekauft 9/90 beim größten Hymerhändler im Südwesten Deutschlands. Das Fahrzeug war nach heutigen Maßstäben karg ausgestattet (weder Solar noch Satantenne etc.) aber während unser 6-jährigen Nutzungsdauer fehlerfrei.
    2. Hymer S 665, gekauft 6/96 bei einem Hymerhändler in Neumünster. Dieses Fahrzeug war ein großer Sprung in die edle Intergriertenklasse und gilt zu Recht bis heute als der beste Hymer aller Zeiten. Leider war der Mercedesmotor laut und mit 95 PS aus einem Saugdiesel zu leistungsschwach, was auch nach 9 Jahren der Grund für einen Fahrzeugwechsel war.
    3. Hymer S 700, gekauft in 5/05 bei einem Händler für hochpreisige Wohnmobile im Norden Hamburgs. Das Fahrzeug hatte jetzt Garage, reichlich Solar, eine automatische Sat-Anlage und eine großartige Wandlerautomatik. Der Turbodiesel auf Mercedes 412 D war mit 122 PS so gerade ausreichend für den großen Integrierten und wurde per Eingriff in die Motorsteuerung auf 156 PS "optimiert". Leider machte der Motor ständig Probleme, ich blieb einmal auf der spanischen Autobahn und im Jahr darauf auf der französischen Autobahn liegen und mußte beidemal aufgeladen zur Werkstatt gebracht werden. Folgerichtig habe ich mich nach nur zwei Jahren von diesem Fahrzeug getrennt.
    4. Hymer S 820, gekauft in 11/07 bei einem Hymerhändler aus Peine bei Hannover. Dieses Fahrzeug erfüllt alle meine Vorstellungen von einem komfortablen Reisemobil. Es ist mit allen erdenklichen Sonderausstattungen ausgestattet. Die Commonrail-Maschine von Mercedes ist sehr leise und stellt mit munteren 156 PS auch ausreichend Kraft für den 6-Tonner zur Verfügung.

    Die Erfahrungen mit den o.g. Händlern könnten unterschiedlicher nicht sein. Weil das Womo 1 keine Mängel hatte, gab's auch keine Probleme mit dem Händler. Als aber dieses Fahrzeug 1996 in Zahlung gegeben wurde, wollte sich bei Fahrzeugübergabe der neue Händler plötzlich nicht mehr an die mündlich getroffenen Vereinbarungen halten. Es gab erheblichen Streit, der erst nach einigen Wochen der Auseinandersetzung erledigt werden konnte. Ein Jahr später verlor dieser Händler seine Hymer-Lizenz. Womo 2 war ebenfalls mängelfrei und wurde 9 Jahre gefahren. Die Inzahlungnahme bei Händler 3 lief problemlos. Da der S 700 noch innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist große Probleme mit dem Motor verursachte, habe ich Händler 3 schriftlich zwecks Übernahme aller Kosten in Anspruch genommen. Der lehnte eine volle Übernahme mündlich ab und wollte mich mit einer von ihm freiwillig angeboten Garantieleistung abspeisen, was wiederum ich ablehnte. Erst meine letzte schriftliche Fristsetzung mit Androhung eines Gerichtsverfahrens ließ ihn einknicken. Dabei hat mir sehr geholfen, daß Promobil mit Heft 3/06 einen Artikel über Sachmängelhaftung veröffentlichte. So kannte ich meine Rechte und habe sie auch gegen den Widerstand des Händlers durchsetzen können.

    Grüße
    Yo

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  3. #3
    RJung
    Gast

    Standard AW: Händler & Werkstätten: Ihre Geschichte ist gefragt!

    Die Frage nach Händler und Werkstatt stellt sich noch aus einer ganz anderen Sicht.
    Wenn man davon ausgeht, dass Arbeiten am Aufbau von einer Vertragswerkstatt der jeweiligen Reisemobilmarke auszuführen sind, damit Garantien erhalten bleiben, so z. B. die oft diskutierte Dichtigkeitsprüfung, dann ist die Auswahl der Händler und Werkstätten ja durchaus nicht so groß, dass man wirklch dei Wahl hätte. Wir reden hier ja nicht von einem VW oder Ford, wo die Händler in jeder Kleinstadt zu finden sind.
    Den vielen reisemobilen Ruheständlern mag das ja egal sein, aber wer noch in Arbeit und Brot steht, der denkt durchaus darüber nach, ob für jede kleine Verrichtung am Mobi ein Urlaubstag eingesetzt werden muss - abgesehen von 50 € für Diesel. Das führt zu Überlegungen, ob es bei der nächsten Anschaffung nun diese oder jene Reisemobilmarke sein muss, weil man die wegen einiger Ausstattungsdetails vorziehen würde, oder ob man Kompromisse eingeht, weil der Händler der anderen Marke in 45 Minuten zu erreichen ist.
    Und, ohne ins Details gehen zu wollen: Wir hatten leider den Eindruck, dass das Interesse beim Händler, den wir bis dato sehr geschätzt hatten, deutlich nachgelassen hat, nachdem wir das neue Mobi übernommen hatten.

    Grüße Rafael Jung

  4. #4
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Händler & Werkstätten: Ihre Geschichte ist gefragt!

    Unser Reisemobil ist ein Individualausbau des Herstellers Woelcke, der über kein Händlernetz verfügt. Bei irgendwelchen Arbeiten, die ich am liebsten von den Spezialisten im Werk machen lasse, sind es vom Ruhrgebiet ca. 400 Kilometer bis in die Nähe von Stuttgart. Ein langer Weg, aber auf den Reisen in den Süden kann ich oft einen Abstecher nach Heimsheim gut einplanen.

    Ansonsten gilt, sich vor der Kaufentscheidung den Händler und dessen Werkstatt vor Ort, möglichst wohnortnah, genau anzusehen, dann bleibt unter Umständen viel Ärger erspart. Insgesamt glaube ich festzustellen, dass Kundenorientierung bei vielen Händlern nicht so ausgeprägt ist, obwohl sie sich damit die Kunden und auch neue Käufer vergraulen. Denn die Informationen über schlechte Händler verbreiten sich in den Foren und mit Mund-zu-Mund-Propaganda gerade bei den Reisemobilsten sehr schnell.
    Alles hat zwei Seiten: Das ist das Gute am Schlechten und das Schlechte am Guten." (Werner Mitsch)

    Alpa, Konzept Top, Qualität Flop


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  5. #5
    Kennt sich schon aus   Avatar von Remmi
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    Standard AW: Händler & Werkstätten: Ihre Geschichte ist gefragt!

    Da ich ausschliesslich Wohnmobile (deren Aufbau) repariere komme ich mit sehr vielen Kunden hier in den Niederlande in Kontakt.

    Meist sind die Kunden von ihren Händlern sehr enttäuscht und fühlen sich veralbert.
    Die einhellige Meinung ist, daß die Händler nur verkaufen wollen und dann am besten den Kunden nicht wieder sehen wollen.

    Leider ist es für einen Fachhändler auch nicht so einfach mit einer Garantieabwicklung.

    Kurze Anmerkung, ich habe mal bei einem Wohnmobilvertragspartner mein Geld verdient.
    Wenn dort neue Wohnmobile geliefert wurden hatte der Händler genau 48 Stunden Zeit Mängel und Produktionsfehler an den Hersteller zu melden.
    Danach griff die normale Garantie, bedeutet die defekten oder fehlerhaften Produkte bekam der Händler auf Garantie und der Lohn für die Behebung wurde vom Hersteller festgelegt.
    Wenn nun die Stundenkalkulation für den Mitarbeiter bei 60,00 €/h liegt und der Hersteller aber nur 48,00€/h bezahlt macht das ganze wenig Sinn.

    Dadurch sind viele Händler nicht gern bereit Fehler des Herstellers zu beheben und sehen solche Kunden dann auch nicht gerne wieder.

    Nicht ohne Grund verweigern viele Wohnmobilunternehmen heute einen Händlervertrag.
    Zudem sie auch noch pro Jahr eine bestimmte Anzahl von Neufahrzeugen bestellen müssen, auch wenn sie vom Vorjahr noch welche stehen haben.
    Keine ausreichende Neubestellung und der Händlervertrag ist weg.

    Oft ist nicht immer der Händler am schlechten Service schuld, sondern die Hersteller.
    Die Preise steigen jedes Jahr und der Gewinn für die Händler sinkt jedes Jahr.

  6. #6
    manmo
    Gast

    Standard AW: Händler & Werkstätten: Ihre Geschichte ist gefragt!

    Was Händler betrifft, so hat sich bei mir die Meinung verfestigt, ist der Kaufvertrag unterschrieben ist aus dem Kunden ein lästiges Übel geworden, da er ja voraussichtlich in den nächsten 4-6 Jahren kein neues Mobil mehr braucht. Hier spielt dann der Kundenservice nicht mehr die erste Rolle.

  7. #7
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Händler & Werkstätten: Ihre Geschichte ist gefragt!

    Zitat Zitat von manmo Beitrag anzeigen
    Was Händler betrifft, so hat sich bei mir die Meinung verfestigt, ist der Kaufvertrag unterschrieben ist aus dem Kunden ein lästiges Übel geworden, da er ja voraussichtlich in den nächsten 4-6 Jahren kein neues Mobil mehr braucht. Hier spielt dann der Kundenservice nicht mehr die erste Rolle.
    Stimmt!! Ich kann auch kurz...

    Gruß
    MobilLoewe

  8. #8
    RJung
    Gast

    Standard AW: Händler & Werkstätten: Ihre Geschichte ist gefragt!

    Leider ist das genau der Eindruck, den wir auch gewonnen haben. Dabei ist das recht kurzsichtig, denn auch der Händler müsste erkennen, dass wir "Verrückte"sind und dass wir in der Tat eines Tages wieder ein Mobi kaufen werden. Dieses hier ist immerhin das dritte, und jedesmal war eine deutliche Wertsteigerung drin. Das passiert natürlich nicht im Abstand von einem oder zwei Jahren vom letzten Kauf, aber: Wer mit solchen hochwertigen und langlebigen Produkten handelt, sollte ja auch in der Kundenpolitik Weitblick walten lassen.
    Außerdem: Der VW-Händler am Eck, bei dem wir unseren VW garnicht gekauft haben, ist von ausgesuchter Höflichkeit. Er hat mir erklärt, dass er gerade an der Wartung gut verdient. Und irgendwie bietet er sich als erster Ansprechpartner an, wenn wirklich mal ein neuer VW her soll.

    Muss man jetzt kurz ? Das ist doch nicht Twitter ...

    Grüße Rafael

  9. #9
    Stammgast   Avatar von BRB-Stefan
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    Standard AW: Händler & Werkstätten: Ihre Geschichte ist gefragt!

    Wir haben unser Mobil nach einer "dasmussdernächsteunbedingthaben-Liste", nach Grundriss und Aufbaumaterialien, dem Gesamteindruck und Gebrauchswert erst in Katalogen, später bei Messen ausgesucht.

    Der zukünftige Händler spielte bei der Reisemobilwahl gar keine Rolle und eine zufällige Wohnortnähe des Händlers hatte noch nie Einfluss auf unser Kaufverhalten!
    Ob man einen großen oder kleinen Händler erwischt ist im Grunde egal, denn jeder der Beiden könnte mit viel Freude, Spaß an der Arbeit und Begeisterung das Mobil warten, Zubehör montieren und Repaturen ausführen.
    Doch erst nach dem Unterschreiben des Kaufvertrages und der Übergabe des Fahrzeuges zeigt der Händler sein wahres Gesicht und reiht sich leider zu oft in die "Servicewüste Deutschland" ein.

    Erfahrungen konnten wir schon machen:
    Erster Reisemobilkauf, Neuwagen, Alkoven, Nähe Berlin.
    Unser Gebrauchter T4 (ca.300.000 Km) hatte einen defekten Auspuff, der bei der Abholung (also beim Fahrzeugtausch) durchbrach.
    Anstelle der ausgemachten Reparatursumme von 200,-€, die wir uns teilen wollten, bestand der Händler plötzlich auf 1600,-€.
    Es kam, wie es kommen musste - Klage.
    3 Jahre lang, mehrere Gerichtsbesuche, viele Nerven gelassen und endlich gewonnen.
    In dieser Zeit haben wir etwa 5000,-€ für Zubehör und Anbauteile ins Mobil investiert. Diesen Umsatz und den Einbauverdienst hätte der Händler haben können, vielleicht sogar treue Kunden!
    Jetzt haben wir das nächste Mobil gekauft - er wäre auf keinen Fall in Frage gekommen, egal wie weit der Weg zum nächsten Händler wäre ...

    Für nicht rapidospezifische Reparaturen, für Um- und Anbauten und weitere werkstattbedingte Aufenthalte haben wir einen ganz tollen Händler in nur 100 Km Entfernung gefunden. Elbe-Caravan in Griebo. Zuverlässig, kompetent und Serviceorientiert.
    Geändert von BRB-Stefan (26.07.2012 um 12:44 Uhr) Grund: Fehler korrigiert
    Stefan, sehr gern unterwegs mit Kerstin und Rapido 996 MH



    unsere private Homepage mit Reiseberichten und mehr: wiese-mobil.de

  10. #10
    Stammgast   Avatar von wolf2
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    Standard AW: Händler & Werkstätten: Ihre Geschichte ist gefragt!

    Hallo zusammen,
    also bei uns ist Hersteller und Händler eins. Wir haben nämlich im Herstellerwerk direkt gekauft.

    Nachdem wir jetzt auch die ersten Servicereparaturen dort durchgeführt haben, kann ich nur sagen besser kann es nicht laufen!
    Der Werkstattmeister ist äußerst kompetent und höflich, geht nicht gibt´s nicht und bei Serviceproblemen (3 Jahre altes Gebrauchtfahrzeug) hat der Vertriebsleiter äußerst Kulant reagiert und die Kosten auf seine Kostenstelle umgebucht so dass die paar Kleinigkeiten, die jedoch schon einige Arbeitsstunden beinhaltet haben, für uns vollkommen kostenlos blieben!

    Ich kann nur sagen mit solcher Qualität und so gutem Service bindet man Kunden! Wenn ich schon heute ein neues Fahrzeug haben wollte wäre es wieder einer von Niesmann + Bischoff!
    Grüsse aus dem schönen Saarland
    Wolfgang

    Man braucht zwei Jahre um sprechen zu lernen und fünfzig, um schweigen zu lernen.
    Ernest Hemingway


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