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  1. #1
    RJung
    Gast

    Standard Reisemobile und Neider

    Hallo Thomas,

    erst mal schön, dass Du mit deinem Namen unterschreibst. Da war ich immer dafür, ich brauche hier keine Anonymität ..

    Zu Deinem Beitrag: Ja, nun - über die Eigentümer diskutiert hier ja niemand, die kennen wir ja nicht. Und über die Mobis diskutieren wir schon, dafür ist diese Austauschecke ja da. Und ich denke, man kann durchaus auch über Mobis diskutieren, die sich außerhalb der eigenen finanziellen Reichweite befinden. Man hat ja doch so allerhand Erfahrung mit sinnigen oder weniger sinnigen Einrichtungen, und auch mit der Rangierfläche auf Stellplätzen oder sonstwo. Außerhalb des eigenen Finanzrahmens heißt noch nicht "ausserhalb der Vorstellung". Und so ein wenig Palaver und Ironie braucht es hier schon. Wenn nur Sachfragen streng sachlich abgehandelt würden, wäre das hier langweilig und würde sich etwa so lesen wie "Ihr Reisemobil - FAQ". Oder so.

    Grüße

    Rafael Jung
    Geändert von RJung (06.12.2011 um 14:23 Uhr)

  2. #2
    Lernt noch alles kennen  
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    Standard Neidgesellschaft

    Hallo Rafael,

    so sehe ich das ja eigentlich auch. Nur finde ich es schade, wenn "Exoten-Mobilfahrer" nur aufgrund der Fahrzeugklasse
    oder auch die Fahrzeugklasse an sich "in eine Ecke" gestellt wird. So habe ich z.B. einmal mitbekommen, wie auf einem
    Reisemobilstellplatz von einer Gruppe "Wohnmobilfreunde xY" über einen Vario-Fahrer abgelästert wurde. Denen war
    das Fahrzeug zu protzig, die Campingstühle und -tisch zu edel und der ausfahrbare Erker ging schon überhaupt nicht.

    Gestern war z.B. eine Kunde bei uns, der sein neues Auto (X6) wahrscheinlich weit abseits geparkt hatte, weil er
    diese negative "Neid-Vorverurteilung" aus dem Weg gehen möchte. Er hat mir dann gesagt, wenn er gewußt hätte,
    wie ihn manche Nachbarn in seinem Wohnort beäugen, würde er am liebsten vor dem Ort in ein anderes Auto steigen.
    viele Grüße Thomas
    Denk an die Umwelt und fahr Bus!....

  3. #3
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Neidgesellschaft

    Hallo zusammen,

    und schon sind wir bei der Neidgesellschaft, daher ein neues Thema von RMB Frankia Liner:

    Der französische Evolutionsbiologe und Psychiater François Lelord schrieb, das gerade in Demokratien der Neidfaktor sehr groß sei: „In der ständischen, alten Gesellschaft war der Bauer nicht neidisch auf den König oder auf den Adligen, das hat sich einfach verboten, das war gar nicht denkbar, dass er da hinkommen könnte. Aber in der Demokratie, wo wir alle gleiche Chancen angeblich haben, ist der Neid natürlich ein wichtiger Antrieb für viele Menschen. Eigentlich ist das das Wesen der Demokratie: jeder hat die gleiche Chance, es gibt einen offenen Wettbewerb um den Zugang zur Macht, aber auch auf Wohlstand und andere Dinge. Und deswegen sind wir so empfindlich, wenn da die Spielregeln zum Beispiel verletzt werden oder zu werden scheinen, dann reagieren wir sehr hart und sehr aggressiv manchmal.“ Neid fördere den Ehrgeiz, durch eigene Anstrengungen und eigenen Erfolg mit dem 'Beneideten' gleichzuziehen"
    Quelle Wikipedia

    Die Demokratie, die Wurzel des Neid?

    Es grüßt
    Bernd, der MobilLoewe
    Geändert von MobilLoewe (06.12.2011 um 12:10 Uhr) Grund: Link eingefügt

  4. #4
    Moderator   Avatar von Waldbauer
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    Standard AW: Neidgesellschaft

    Das ist eine Betrachtungsweise die sicher nicht falsch ist.
    Es gibt aber leider auch unschöne Auswüchse die ihre Ursache im Neid haben.
    Wenn es jemanden anscheinend zu gut geht muß man dem etwas antun.
    In meinem (konkreten!) Fall z.B. wurde im Hof ein Baum angesägt, bei einem anderen Baum der Terminaltrieb abgebrochen sowie an einem Nebengebäude eine Fensterscheibe eingeworfen. Wer das getan hat weiß ich ziemlich sicher, kann es aber nicht beweisen.
    Wenn jemand der aus einfachen Verhältnissen stammt zu bescheidenem Wohlstand kommt ist da was faul, der muß geerbt haben oder im Lotto gewonnen, es gibt Leute in der Nachbarschaft denen läßt das keine Ruhe obwohl es niemanden was angeht. Es ging schon los als ich im Alter von 26 Jahren geheiratet habe und meine Frau und ich unser eigenes Haus bezogen, wobei natürlich meine Mutter und mein Schwiegervater ein wenig "nachgeholfen" haben. Die weitaus größte Summe haben wir aber selber finanziert. Ich werde von 3 Familien regelrecht angefeindet, die Ursache ist ganz offensichtlich Neid.
    Im Februar diesen Jahres ist meine Mutter im Alter von 91 Jahren gestorben. Sie betrieb bis zum 71. Lebensjahr einen Tante-Emma-Laden, der höchste Jahresumsatz betrug zum Schluß DM 86000,-. Sie bezog eine monatliche Rente von € 324,- und lebte im eigenen Haus das ich in absehbarer Zeit abreissen werde.
    Was machte nach dem Tod meiner Mutter in dieser Nachbarschaft die Runde ?
    Die hat mindestens 100000,- Euro hinterlassen ! Oder 150000,. ! Oder noch mehr ! Und Grund ist auch da !
    Jetzt wird er (ich) bald wieder ein neues Wohnmobil haben ! (Wird er nicht).
    Die Phantasie der Leute kennt keine Grenzen.
    Ich lebe mit meiner Familie eher zurückgezogen, habe niemanden etwas getan und bin niemanden etwas schuldig, auch keine Rechenschaft. In erster Linie will ich in Ruhe gelassen werden.
    Nach dem Kauf meines letzten Wohnmobils tauchte eine im ganzen Dorf verrufene Nachbarin bei meiner betagten Mutter auf um sie auszuhorchen. Was hat denn das gekostet ? Du hast ihm sicher was dazu gegeben, wieviel hast du ihm denn gegeben ?
    Meine Mutter sagte ihr : Er hat mich noch nie um Geld gebeten, er hat selber Geld !
    Ja, wo hat er das denn her ?
    Was kann anderes als Neid die Ursache für solches Verhalten sein ?
    In kleinen Dörfern ist das manchmal schlimm.
    Ich bin niemanden um etwas neidig, wenn sich einer ein 250000,-- Euro-Wohnmobil kauft, soll er doch. Ich kann mir kein so teures Mobil leisten und bin niemanden Böse wenn er sich so was kauft.
    Wobei ich zumindest auf Stellplätzen nette Kontakte zu Besitzern von teuren Mobilen erlebt habe.


    Ich muß noch hinzufügen dass ich nicht in dem Dorf wohne, sondern gut 4 Kilometer entfernt.
    Seit dem Tod meiner Mutter steht das Anwesen leer, ich habe dort mein Wohnmobil, meine Oldtimer und sämtliche Gerätschaften die ich für die Waldarbeit brauche, untergestellt.
    Mit allen meinen Nachbarn am Wohnort gibt es nicht die geringsten Probleme.
    Geändert von Waldbauer (06.12.2011 um 19:12 Uhr)
    Gruß aus Oberbayern
    Franz

    Unterwegs mit einem Eura Mobil Profila RS 660 HB

    Weise ist der Mensch, der nicht den Dingen nachtrauert, die er nicht besitzt, sondern sich der Dinge erfreut, die er hat.
    Epiktet, um 50-138 n.Chr. , griechischer Stoiker und Philosoph

  5. #5
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: Neidgesellschaft

    Da lobe ich mir meinen Nachbarn,
    der ist Urschwabe, rund 70 Jahre alt, noch unglaublich agil (macht jedes Jahr seine 10m Holz aus dem Wald) und hat mir mal gesagt:
    Mir geht es gut genug. Wenn es dir finanziell noch besser geht, dann freut mich das für dich."I bänn dir wegge nix neidig!, Worom au"
    Das nenne ich Charakter. Und so denken hier im Ort die meisten. Aber hier hat halt auch fast jeder "sei eige Häusle". Der Neid ist immer dort am größten, wo die sozialen Unterscheide am größten sind. Wer gut verdient hat, hat auch gut Steuern bezahlt. Er muss sich um sein erspartes Vermögen bei niemand entschuldigen, warum auch.
    Neider sind für mich Menschen mit schlechtem Charakter. Sie gönnen anderen den Erfolg nicht, der ihnen (warum auch immer) verwehrt blieb.

  6. #6
    Ganz neu hier  
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    Standard AW: Neidgesellschaft

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    moin

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  7. #7
    Stammgast   Avatar von Driving-office
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    Standard AW: Neidgesellschaft

    Ich sag immer: "Mitleid wird einem geschenkt, aber Neid muss man sich hart erarbeiten"

    Neid ist glaube ich auch eine typisch deutsche Eigenschaft. In Amerika sagt jeder offen sofort was er verdient, und wenn jemand mehr (oder viel mehr) hat als er selbst, dann wird das bewundernd-anerkennend hinterfragt. Nach dem Motto "wie kann ich das auch erreichen".

    Gerade hier im Berliner Speckgürtel gab es Fälle, wo richtig wohlhabende Leute sich z. B. eine Villa am See bauten und der Gemeinde komplett den Kindergarten sanierten (natürlich nicht ganz uneigennützig), spendeten regelmäßig was zu Dorf-/Feuerwehrfesten. Dennoch wurden sie von den "Eingeborenen" angefeindet, sodass sie wieder nach Berlin zurück gezogen sind....
    Grüße aus dem driving-office

    "Nur wer reist, kommt auch ans Ziel"

  8. #8
    Stammgast   Avatar von Womotheo
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    Standard AW: Neidgesellschaft

    "Villa am See"
    war es nicht auch so, das diese Leute den "Einheimischen" mit ihrer Villa am See gleichzeitig auch den Zugang zum See, am See entlang
    verboten haben ?
    Ich meine, da mal was darüber gesehen zu haben.
    Und dann könnte es nicht nur Neid, sondern auch noch Ärger gewesen sein für die Anfeindungen.
    Und nachdem sich die "Neubürger" gegen die Eingeborenen nicht durchsetzen konnten.......
    Ähnliche Situationen kennt man auch von den Oberbayerischen Seen.
    Grüße an alle WOMO Fans !

    suum cuique ! (Jedem das Seine ! )

    Platon

  9. #9
    Stammgast   Avatar von Womotheo
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    Standard AW: Neidgesellschaft

    Wie Franz leben auch wir auf dem Land in einem kleinen Weiler.
    Auch wir haben ähnliche Erfahrungen gemacht, wenn auch vielleicht nicht so extrem.
    Was bei unseren "Dörflern" den Neid geschürt haben mag, war unser Lebensstil.
    Wir sind mindestens einmal im Jahr in den Urlaub geflogen, haben PKWs mit dem Stern
    bzw. aus Zuffenhauser Manufaktur gefahren und nun auch noch seit 5 Jahren
    ein WOMO, das übersteigt das Verständnis so mancher neidischen Zeitgenossen.
    Uns hat niemand jemals etwas geschenkt, alles was wir hatten und haben, haben
    wir uns selber geschaffen.
    Auch unser kleines, erst 1997 gebautes Häuschen.
    Wir haben gearbeitet um zu leben und nicht gelebt, um zu arbeiten,
    d.h. wir haben uns etwas gegönnt im Leben. Dafür haben wir auch nur einen
    kleinen Notgroschen auf der Bank und kein Vermögen.
    Somit wird es auch keinen Streit um ein (nicht vorhandenes) Erbe geben.
    Aber der Neider sieht nur den Garten, aber nicht den Spaten.
    GsD sind nicht alle so, der Großteil der Dörfler, nicht der Nachbarn,
    sind freundliche und hilfsbereite Leute.
    Grüße an alle WOMO Fans !

    suum cuique ! (Jedem das Seine ! )

    Platon

  10. #10
    Moderator   Avatar von Waldbauer
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    Standard AW: Neidgesellschaft

    [QUOTE=raidy;287529]Da lobe ich mir meinen Nachbarn,
    der ist Urschwabe, rund 70 Jahre alt, noch unglaublich agil (macht jedes Jahr seine 10m Holz aus dem Wald) und hat mir mal gesagt:
    Mir geht es gut genug. Wenn es dir finanziell noch besser geht, dann freut mich das für dich."I bänn dir wegge nix neidig!, Worom au"
    Das nenne ich Charakter. Und so denken hier im Ort die meisten. Aber hier hat halt auch fast jeder "sei eige Häusle". Der Neid ist immer dort am größten, wo die sozialen Unterscheide am größten sind. Wer gut verdient hat, hat auch gut Steuern bezahlt. Er muss sich um sein erspartes Vermögen bei niemand entschuldigen, warum auch.


    Ja, Raidy, das sind halt typische Schwaben !
    Bei mir kommt noch dazu dass ich ein sogenanntes "Besatzungskind" bin, mein Vater, der sich niemals um mich gekümmert hat war Franzose und im Krieg als Zwangsarbeiter bei einem Bauern in der Nähe eingesetzt. Er ist 1948 wieder zurück in seine Heimat gegangen und das war gut so.
    Gruß aus Oberbayern
    Franz

    Unterwegs mit einem Eura Mobil Profila RS 660 HB

    Weise ist der Mensch, der nicht den Dingen nachtrauert, die er nicht besitzt, sondern sich der Dinge erfreut, die er hat.
    Epiktet, um 50-138 n.Chr. , griechischer Stoiker und Philosoph

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