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  1. #1
    Moderator   Avatar von Waldbauer
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    Standard Pedelec-Akku über Wechselrichter laden

    Hallo fast allwissendes Forum,
    ich habe für mich und meine Frau jeweils ein Pedelec gekauft. Diese sollen auch im Womo mitreisen und zu Ausflügen benutzt werden. Das bringt natürlich mit sich dass beide Akkus regelmäßig geladen werden müssen. Wir stehen allerdings oft irgendwo frei und auch nicht auf jedem Stellplatz gibt es Strom.
    Ich habe im Womo einen Sinus- Wechselrichter mit einer Leistung von 150 Watt eingebaut. Heute habe ich das Pedelec- Ladegerät an diesen angeschlossen und versucht einen Akku zu laden. Auf dem Ladegerät ist eine Aufnahmeleistung von 140 Watt angegeben, es hätte also funktionieren müssen, tat es aber nicht. Der Wechselrichter gab bei jedem Versuch einen Pfeifton von sich und schaltete ab. Was tun? Einen stärkeren Wechselrichter kaufen ? Muß es ein teures Gerät sein das reine Sinusspannung liefert oder tut es auch ein einfacher mit "sinusähnlicher" Abgabe ?
    Bis zu welcher Stärke kann ein Wechselrichter an eine 12-Volt-Steckdose im Womoaufbau angeschlossen werden ?
    Der Hersteller Hymer rät in seiner Bedienungsanleitung generell vom Anschluß eines Wechselrichters ab, aber bis zu einer gewissen Stärke sollten die Aufbaubatterien einen WR schon verkraften, ich habe im Womoaufbau 160 Ah Batteriekappazität sowie ein 85 Wp Solarmodul, werde aber evtl. ein zweites Modul installieren. Ein Anschluß direkt an eine der Batterien kommt nicht in Frage weil sonst der über den Elektroblock gesteuerte Batteriecomputer nicht mehr richtig anzeigt.
    Ich habe auch einen Moppel, den wollte ich allerdings in Zukunft zu Hause lassen. Und überhaupt, den mehrere Stunden laufen zu lassen nur um die Fahrradakkus zu laden wäre sowieso nicht das wahre.

    Es haben bestimmt mehrere von euch Pedelecs dabei, wie ladet ihr eure Akkus ?
    Gruß aus Oberbayern
    Franz

    Unterwegs mit einem Eura Mobil Profila RS 660 HB

    https://www.promobil.de/forum/threads/35607-So-arbeiten-unsere-Moderatoren

  2. #2
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: Pedelec-Akku über Wechselrichter laden

    Es muss ein echter Sinuswandler sein! Normalerweise hätte es von der Leistung her gehen müssen.
    Kann es sein, dass die 150Watt die sogenannte Spitzenleistung des Gerätes ist und nicht die Dauerleistung?
    Kann es sein, dass deine Zuleitungen/Kontakte die Spannung am Wechselrichter runterziehen auf Abschaltung?

    Die meisten Wechselrichter werben nur mit der Höchstleistung, diese liegt um Faktor 1,5 über der Dauerleistung.
    Oft ist es aber einfach so, dass die 12V nicht am Wechselrichter ankommen, weil sie auf der Zuleitung und den Steckern verloren gehen und der Wandler deshalb nicht die erforderliche Leistung zum Laden hat.

    Versuche mal folgendes:
    1) Stecke zuerst nur das Ladegerät ohne Akkus ein. Wenn das funktioniert, dann stecke jetzt erst die Akkus dazu, So ersparst du dir einen zu hohen Anlaufstrom.
    2) Versuche es testhalber an der vorderen 12V-Buchse bei laufendem Motor. Wenn es da geht, dann hast du definitiv ein Zuführungsproblem. (Aber nur versuchen, wenn diese 15A abkann)
    Ich halte übrigens alle "Sinusähnlichen" Wechselrichter für einen elektrischen Pfusch!
    Geändert von raidy (25.04.2011 um 19:56 Uhr)

  3. #3
    Stammgast   Avatar von mobbell
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    Standard AW: Pedelec-Akku über Wechselrichter laden

    Franz,,,,Dein Wechselrichter wird zu klein sein mit der angebenen Leistung von 150 W bei der Aufnameleistung von 140 W bei Deinem Ladegerät. Der Anlaufstrom ist zu groß und deshalb geht dein Wechselrichter in die Knie.
    Sinus- Eigenschaften dürften für deine Pedelec-Batteriein uninteessant sein, das spielt nur eine Rolle bei empfindlichen Geräten ( Notebook u.a.), wobei ich dies für Deine Batterien nicht ausschließen kann, da ich sie nicht kenne ( was steht dazu in Deiner Anleitung, braucht er eventuell Sinus?)

    Zu Deiner Frage, bis zu welcher Leistung man einen Wechselrichter betreiben kann kann ich nur insofern antworten, dass es auf die installierte Kapazität, womit der Wechselrichter betrieben wird, ankommt. Rechenbeispiele findest Du genügend in der Literatur.

    Verbraucher, welche mit 230VAC, also mit einem Wechselrichter betrieben werden, beziehen meist eine recht grosse Leistung. Es ist deshalb darauf zu achten, dass der Wechselrichter über eine genügend grosse Ausgangsleistung verfügt. D.h. die Ausgangsleistung des Wechselrichters, gemessen in Watt [W] oder Kilo Watt [kW] muss grösser sein als die angeschlossenen Leistung des Verbrauchers. Manchmal wird die Ausgangsleistung des Wechselrichters auch in VA (Volt-Ampere) angegeben. Die Angabe ist im Wesentlichen der Angabe in Watt gleichzusetzen. Da die in der Batterie gespeicherte Energie nicht unendlich ist, muss die Batteriekapazität und die der Ladungszustand im Auge behalten werden.

    Beim Betrieb eines Motors an einem Wechselrichter, muss unbedingt der hohe Anlaufstrom beachtet werden. Dieser kann 6 bis 10 mal grösser sein als der Nennstrom. ( was sagt dazu Deine Pedelec-Batterie?)

    Sollen 230VAC Verbraucher dauernd am Wechselrichter angeschlossen und eingeschaltet bleiben, muss unbedingt eine Energiebilanz gemacht werden. D.h. die durchschnittliche Leistung, welche der Batterie zugefügt werden kann z.B. durch die Solarzellen muss um einiges (mind. 20%) grösser sein, als die durchschnittliche Leistung, welche die angeschlossenen Verbraucher benötigen. Ansonsten wird die Batterie 'ausgehungert'.
    Wohnmobilfreundliche Grüße

    Günter mit Renate
    unterwegs mit CI Wilk Aventura 675 MF mit Fiat 230, 85 kW, 2,5 l und Alko-Fahrgestell BJ 1995, 3,85 t , Euro 1

  4. #4
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    Standard AW: Pedelec-Akku über Wechselrichter laden

    Hallo,
    ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.

    Der Wechselrichter ist zu klein!
    Und ich empfehle auch keinen "Sinusähnlichen" sondern einen richtigen.

  5. #5
    Stammgast   Avatar von mobbell
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    Standard AW: Pedelec-Akku über Wechselrichter laden

    Hier für Franz ( und andere natürlich auch ) einen Batterierechner - Batteriecalculator, der hilfreich sein kann für eigene Anwendungen.

    http://www.battcenter24.de/info/batterierechner.html
    Wohnmobilfreundliche Grüße

    Günter mit Renate
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  6. #6
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Pedelec-Akku über Wechselrichter laden

    Hallo Franz,

    es wurde hier schon alles gut erklärt, auch meine Meinung, 150 Watt sind eindeutig zu wenig. Meine Frau fährt auch so ein E-Fahrrad, der Panasonic-Akku wird bei mir für diese Aufgabe überdimensionierten 1.500 Watt Sinus-Wechselrichter geladen, klappt bestens.
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  7. #7
    Kennt sich schon aus   Avatar von copavo
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    Standard AW: Pedelec-Akku über Wechselrichter laden

    Hallo Franz.
    Ich habe so ein Billiggerät 25 Euro das reicht für unseren Pedaloakku voll und ganz. Mein Sohnnemann hat auch schon 3 Laptops gleichzeitig
    betrieben ohne Probleme er hat 300 Watt Dauerleistung das reicht für meine Ansprüche vollkommen nur meine angehende Ehegattin meint ohne Föhn nicht aus zukommen.
    Herzliche Grüße
    rolf

  8. #8
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: Pedelec-Akku über Wechselrichter laden

    Etwas Theorie, da ich in der Elektronik vom Fach bin:

    Kurze Erklärung zu den üblichen 230V 50Hz aus der Steckdose:
    Aus der Steckdose kommt ein sehr sauberes Sinus-Signal, d.h. eine schön kurvenförmig ansteigende, dann wieder absteigende Spannung, die 50mal pro Sekunde von 0 auf +310V (!) und 50 mal von 0 auf -310V geht. Ja, die Spitzenspannung einer Steckdose hat 310V, aber die effektive Spannung (also die Mischung aller Spannungen der Sinuskurve) sind die genannten 230V. Früher waren es mal 220V, dann hart man es angepasst, was alte Röhrenradios nicht unbedingt lieben.
    So eine Sinusspannung ist eine harmonische Sache. Das krasse Gegenteil ist eine Rechteckspannung. Die hat 0V und dann plötzlich 230V, ganz ohne Übergang. Ein Kompromiss ist eine Trapezspannung. Die hat 0V, dann steigt sie gleichmäßig aber schnell auf 320V, bleibt dort kurze Zeit und fällt dann gleichmäßig aber schnell wieder auf 0V.

    Es gibt drei gebräuchliche Arten von Wechselrichter:

    1) Rechteckspannung
    Hier wird einfach nur eine Wechselspannung erzeugt, die +230V und dann -230V und diese wird dann mit 50Hz hin- und hergewechselt.
    Gott sei Dank findet man diesen Schrott heute nicht mehr, nur noch ein paar völlig veraltete Geräte geistern herum und killen alle elektronischen Geräte.

    2) Trapezspannung
    wie oben beschrieben eine halbwegs brauchbare Kurvenform, die der einer Sinuswelle zumindest etwas ähnelt. Aber gerade die modernen Netzteile von PC's, Notebooks, Fernsehern und anderer Elektronik haben damit so ihre Probleme. Meist erkennt man dies an einem merkwürdigen Pfeifton. Dann sofort Stecker raus und das Gerät nicht daran verwenden.

    3) Sinuswechselrichter
    Deren Strom ist nicht nur so gut wie aus der Steckdose, er ist sogar noch reiner. Übrigens ein Grund dafür, warum man hochempfindliche Geräte der Medizin und Elektrotechnik fast immer ein Sinus-Wechselrichter mit verwendet wird.
    Kurz gesagt: Nur ein Sinuswechselrichter gibt 100% Sicherheit, dass die angeschlossenen Geräte auch einwandfrei funktionieren. Gerade getaktete Netzteile sind sehr empfindlich und sterben gerne an anderen Wandlern.

    Wirkungsgrad:
    Die Hersteller geben gerne Wirkungsgrade von 85-90% für die Wandler an. Das stimmt aber definitiv nie! Dieser Wirkungsgrad bezieht sich auf die reine Wandlerleistung innerhalb des Wandlers unter einen ganz bestimmten Stromverbrauch und ohne Zu- und Ableitungen. In der Praxis sieht das dann so aus:
    Du hast einen Wandler 1000W, max. 2000W (für 10 Sekunden??). Du hängst eine Last von 200Watt dran. Der Wirkungsgrad liegt jetzt bei ca. 60%. Bei 1000W wären es dann ca. 70-75%. Dies ist ein Grund, warum man Wandler nicht zu üppig auslegen sollte, wenn die Leistung nie gebraucht wird. Warum das so ist: Je größer die Maximalleeistung eines Wandlers ist, desto höher ist auch der Grundverbrauch. Das ist wie beim Standgas eines Autos auch. Ein 3l Motor braucht mehr Sprit wie ein Fiat 500 bei langsamer Geschwindigkeit.

    Eine unterschätzte Größe: Der Anlaufstrom
    Hier unterscheiden sich die guten von den billigen Wandlern. Viele Geräte (nicht nur Motoren) haben einen Anlaufstrom, der kurzfristig auch mal das 10fache der Nennleistung haben kann. Gute Wandler haben hierfür extra eine Anlaufelektronik, die das berücksichtigt. billige gehen sofort in die Knie und schalten ab.

    Überlastungsschutz: Wieder so ein Märchen
    Die meisten Hersteller haben einen thermischen Überlastungsschutz, nur wenige haben einen Kurzschlussschutz. Dort stirbt dann der Wandler schneller, wie dass die Sicherung rausfliegen kann.
    Gerade, wenn man mal einen Halogenscheinwerfer anschließt, hauts gerne den Wandler kaputt. Denn Halogenlampen ziehen für 100ms bis zum 5fachen der Nennleistung.

    Summa Sumarum:
    Besser gleich einen echten Sinuswandler mit Anlaufelektronik kaufen.
    Den Wandler immer größer wie die maximale Dauerlast auslegen, aber auch nicht übertreiben.
    Die Qualität der Zuleitung entscheidet maßgeblich über den Wirkungsgrad.

    Wenn immer möglich, dann lieber ohne Wandler arbeiten. Das schont die Batterie unglaublich.
    Ich habe spezielle 12V Netzteile für Notebook, Handy etc. gekauft. Das spart bis zu 80% Strom.

    Oder wie man bei uns sagt: Kauf gleich ebbes Rächts!
    Geändert von raidy (26.04.2011 um 13:19 Uhr)

  9. #9
    Stammgast   Avatar von Womotheo
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    Standard AW: Pedelec-Akku über Wechselrichter laden

    Hallo raidy,

    herzlichen Dank für diesen ausführlichen lehr- und hilfreichen Beitrag!
    Auch wir haben keinen Wandler, brauchen wir auch nicht, da wir fast immer auf einem CP
    stehen und wenn wir dann doch hin und wieder frei stehen, dann reicht uns die 95er Batterie
    ( Blei/Säure ) im Aufbau.
    Nur TV schauen geht halt dann nicht, muß aber in solch einem seltenen Fall auch nicht sein.
    So brauchen wir auch keine, derzeit noch relativ teuren, LED - Lampen im WOMO.
    Grüße an alle WOMO Fans !

    suum cuique ! (Jedem das Seine ! )

    Platon

  10. #10
    Stammgast   Avatar von KuleY
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    Standard AW: Pedelec-Akku über Wechselrichter laden

    Noch etwas gibt es dazu zu sagen.
    Die Vorrangschaltung ist ein sehr empfehlendes Teil zum Wandler.
    Ist der Landstrom angesteckt und fällt aus (ich bin in Griechenland ) schaltet sich automatisch der Wandler ein, kommt der Landstrom wieder schaltet der Wandler aus.
    Man bekommt das Ganze kaum mit, nur eine kleine LED zeigt den Betrieb des Wandlers an.

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