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  1. #1
    auf-reisen
    Gast

    Standard Sandwich-Aufbau, was ist das?

    Hallo zusammen,

    ab wann wurden die Aufbauen aus GFK gemacht, oder werden Heute auch noch welche aus Holz gebaut?

    Gibt es evtl. Unterschiede bei den Lieferanten?

    Gruß

    auf-reisen

  2. #2
    MobilLoewe
    Gast

    Standard Es ist eine Preisfrage

    Hallo auf-reisen,

    alle Aufbauarten sind schon lange am Markt, es ist eben auch eine Preisfrage. Informationen können nur die jeweiligen Hersteller geben. Holz wird als stützendes Element verwendet, die besseren Hersteller nehmen Alu. Und ein Gfk-Aufbau ist noch lange nicht immer als solches hochwertig, wenn nur eine Gfk-Außenhaut verwendet wird. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten für die "Innereien".

    Schau mal hier rein: Aufbautechnik - promobil.de.

  3. #3
    auf-reisen
    Gast

    Standard Aufbau

    Hallo Mobil Loewe,

    Danke für den Link.
    Wenn man jetzt einen gebrauchten kauft, wie ich es vorhabe, kann man es von innen erkennen was der Typ für einen Aufbau hat?
    Oder kann man es nur wenn man die eine oder andere Wand demontiert?
    Gibt es vielleicht auch Informationen, Listen im Internet welches Fahrzeug wie verbaut wurde z.B. Hymer 644 Bj. 04.2000 hat ??? den Aufbau?

    Für mich als Leihe ist es sehr schwer zu erkennen ob das Fahrzeug dicht ist, man kann ja davon ausgehen das bei der Besichtigung alles erkennbares beseitigt wurde. Und wenn man dann einen Holzaufbau kauft der undicht ist/wird, hat man wohl ein Problem. Und so wie ich es verstanden habe, ist es bei GFK wohl nicht so problematisch. Voraus gesetzt man bekommt es wieder abgedichtet. Ist das richtig?
    Wenn ich bei einem Händler kaufe kann ich ja auf eine Dichtigkeitsprüfung bestehen nur Privat ist es schwierig.

    Gruß

    auf-reisen

  4. #4
    MobilLoewe
    Gast

    Standard Hymer-Aufbau 2000

    Hallo auf-reisen,

    der Hymer-Aufbau 2000 entspricht weitgehend noch der heutigen Aufbautechnik und ist grundsätzlich empfehlenswert.

    Bei anderen Fabrikaten muss die Antwort der Verkäufer kennen, egal ob Privat oder Händler.

    Das Thema Dichtigkeit hat promobil auch behandelt: Ratgeber, Dichtigkeit bei promobil.de - Ratgeber: Rund um Dichtigkeit Hier kommt man zu dem Schluss, Holz (im Aufbau) ist überholt.

    Oder es könnte mal so aussehen:




    Bei Privatkauf kann man eine Vereinbarung treffen, das Mobil zunächst dem Fachhändler vorzuführen.

    Alternative, man kauft sich ein Feuchtigkeitsmessgerät, aber auch hier eine Information und Kaufempfehlung: Feuchtigkeit: Wer viel misst, misst Mist!!
    Geändert von MobilLoewe (18.11.2010 um 14:40 Uhr) Grund: Nachtrag Bild

  5. #5
    pleo
    Gast

    Standard

    meines Wissens bauen auch heute noch viele Hersteller "konventionell" - d.h. mit Holzgerüst, vielfach auch noch mit einfacherem Styropor als Isolierung.
    Das sind nicht nur "Billighersteller" - selbst Bürstner baut noch so.
    Wobei - ganz holzfrei sind auch viele grundsätzlich holzfreien Aufbauten oft nicht, die haben tlw. an den "Öffnungen" für Türen, Dachfenstern usw. Holzverstrebungen als Verstärkung drin. Die erfüllen aber keine tragende Funktion. Gammeln die aber durch, ist natürlich trotzdem ein aufwändiger Austausch fällig - wenn auch mit deutlich geringerem Aufwand als wenn eine tragende Holzkonstruktion ersetzt werden muss (mit Demontage einer kompletten WoMo-Seite beispielsweise).
    Besser wäre natürlich, wen auch solche Verstärkungen aus Alu-Profilen gemacht würden...

  6. #6
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Beiträge
    14.130

    Standard Sandwich-Aufbau, was ist das?

    Hallo zusammen,

    mal unabhängig, ob GFK oder ALU die bessere Wahl ist, hier mal ein Versuch, die unterschiedlichen Aufbautechniken zu beschreiben.

    Die Sandwichtechnik wird quasi bei allen Reisemobilen verwendet, aber es gibt deutliche Qualitätsunterschiede.

    Ein wesentlicher Aspekt ist die Verwendung von Holz im Aufbau. Auch hier gibt es erhebliche Unterschiede. Von einer rohen Latte aus Tannenholz, bis zu hochwertigen wasserfest verleimten Siebdruckplatten reicht die Palette. Wobei letztere sicherlich ein langlebiges Produkt ist. Wo Holz als tragendes Element verwendet wird, ist es besonders wichtig schon bei der Konstruktion darauf zu achten, das es nicht feucht werden kann. Eine sorgfältige Verarbeitung bei der Produktion vorausgesetzt, ist diese Aufbauart durchaus auch langlebig. Holz im Aufbau wird von den Herstellern gerne verschleiert, wenn man die einschlägigen Hersteller auf den Internetseiten besucht, findet man dazu so gut wie nie einen Hinweis.

    Auch holzfreie Aufbauten haben Nachteile, wenn sie mit Metallverstrebungen (Alu oder Profilbleche) stabilisiert werden, das sind oftmals unangenehme Kältebrücken. Optimal ist daher die Verwendung von Platten, die durch die Verwendung von hochfesten Isoliermaterialien in sich stabil genug sind und keine zusätzlichen Verstrebungen benötigen, somit Kältebrückenfrei sind.

    Auch die Materiellen, die zur Isolierung verwendet werden sind unterschiedlich. Das wäre zunächst Styropor, das oft in der klassischen Holzfachwerkbauweise verwendet wird. Styrofoam / Polystyrol ist eine weitere gängige Isolierung. Styrofoam-EPS Schäume nehmen kein Wasser auf, zeichnen sich durch hohe Isolierwirkung und besondere Festigkeit aus. Auch Polyurethanschaum, PU-Schaum und RTM-Schaum gehören zu den hochwertigeren Isolierstoffen, mit ähnlichen Eigenschaften.

    Die Innenwände können aus dem gleichen Material, wie die Außenwände bestehen, was die Stabilität der Wände erhöht. Diese Wände werden mit Filz oder Teppich belegt, da Schwitzwasser auftreten kann. Eine andere Möglichkeit ist, innen Sperrholz zu verwenden, die etwas preiswertere Version.

    Bodenplatten beinhalten oft Holz, hier kommt es wieder auf die Materialien an. Versehen z.B. mit Multiplexplatten halten diese Böden sicher ewig. Wobei bei doppelten Böden die untere Platte bei den teureren Mobilen dem Material der Wände entspricht. Gfk-Bodenplatten sind hier sicherlich die beste Wahl. Gut ist, wenn der Boden zum Wohnraum mit hochwertigen wasserfest verleimten Holzplatten versehen wird. Im Gegensatz zu Sperrholz als Unterboden doch ein Vorteil. Diese Böden werden zwar mit Schutzanstrichen versehen, hier ist eine regelmäßige penible Kontrolle und ggf. Erneuerung des Schutzanstriches erforderlich. Es muss darauf geachtet werde, das bei Ausbesserungen stets das gleiche, oft diffusionsoffene, Material verwendet wird.

    Das ist mein Wissensstand, gelesen in verschiedenen Berichten, ergänzt eigene Erfahrungen.
    Geändert von MobilLoewe (07.02.2011 um 13:34 Uhr) Grund: Ergänzung
    Alles hat zwei Seiten: Das ist das Gute am Schlechten und das Schlechte am Guten." (Werner Mitsch)

    Alpa, Konzept Top, Qualität Flop


    Moderation im promobil Forum und PNs an Moderatoren


  7. #7
    Stammgast   Avatar von Driving-office
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    Standard AW: Sandwich-Aufbau, was ist das?

    Danke Bernd, sehr interessant.
    Vielleicht sollte man solches Wissen in ein WoMoWiki aufnehmen, im Forum geht es sonst wieder " verschütt".

    Gruss

    Sascha

  8. #8
    Stammgast   Avatar von mobbell
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    Standard AW: Sandwich-Aufbau, was ist das?

    Sascha, der Vorschlag ist nicht schlecht,,,,,habe grad mal geschaut im Camping - Wiki, aber dort im Moment nichts gefunden dazu. Vielleicht ist diese Aufstellung noch garnicht drinnen.

    @ Bernd,,,,,wenn Du im Wiki angemeldet bist, würde ich das mal hochladen dort.
    Geändert von mobbell (07.02.2011 um 21:40 Uhr)
    Wohnmobilfreundliche Grüße

    Günter mit Renate
    unterwegs mit CI Wilk Aventura 675 MF mit Fiat 230, 85 kW, 2,5 l und Alko-Fahrgestell BJ 1995, 3,85 t , Euro 1

  9. #9
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Sandwich-Aufbau, was ist das?

    Hallo zusammen,

    Danke für die Blümchen, der Bericht ist auch auf meiner Homepage zu finden.

    Es grüßt
    Bernd, der MobilLoewe

  10. #10
    RJung
    Gast

    Standard AW: Sandwich-Aufbau, was ist das?

    Hallo Bernd,

    du hast recht. Wenn die Hersteller denken, dass sie einen guten und qualitätsvollen Wandaufbau konstruieren, machen sie das auch öffentlich. Anderherum wird man dann misstrauisch. Ich hatte anläßlich der Berichterstattung über das "ALPA"-Mobil mal ein wenig nachgeforscht. Der Herr hatte uns schon auf der Messe in Düsseldorf angesprochen, als wir in unserem Traumwagen sinnierten, der nun auch in ein paar Monaten hier auf den Hof rollt, allerdings nur vage Andeutungen. Als mehr über das ALPA-Mobil herauskam, wurde ich dann schon nachdenklich, weil das ziemlich genau unser Grundriss ist und viel "dran", was wir uns wünschen. Dann habe ich beim Hersteller nach Informationen über den Wand- und Kabinenaufbau gesucht - erfolglos ! Ich vermute also, dass Detleffs auch seine größeren Villen als traditionelle Fachwerkhäuser baut. Puh - abgesehen vom anderen und tragfähigeren Basisfahrzeug, Iveco statt Fiat - doch noch einen Unterschied gefunden, der eine Preisdifferenz im 5stelligen Bereich rechtfertigt ...

    Gruß Rafael

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