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  1. #1
    brainless
    Gast

    Standard Überladung Toleranz?

    @ dschaps:

    ".......nehmen,möchte ich gar nicht reden(Kein Versicherungsschutz bei Unfall)."
    Hallo,

    kannst Du mir bitte mal sagen, wie Du zu dieser Annahme kommst?


    brainless

  2. #2
    dschaps
    Gast

    Standard

    Hallo brainless!
    Ich habe das von einem Versicherungsvertreter,ein Anwalt hat mir das bestätigt:
    Es gibt erstens bei Überladung des Womos keine 5 % Toleranzschwelle.Es handelt sich lediglich um Gutmütigkeit der Polizei,wenn diese Dich mit weniger als 5 % Überladung weiterfahren und nicht ausladen lässt, und zweitens verliert ein überladenes Womo im Falle des Unfalls den Versicherungsschutz.
    Gruß dschaps

  3. #3
    brainless
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von dschaps Beitrag anzeigen
    Hallo brainless!
    Ich habe das von einem Versicherungsvertreter,ein Anwalt hat mir das bestätigt:
    Es gibt erstens bei Überladung des Womos keine 5 % Toleranzschwelle.Es handelt sich lediglich um Gutmütigkeit der Polizei,wenn diese Dich mit weniger als 5 % Überladung weiterfahren und nicht ausladen lässt, und zweitens verliert ein überladenes Womo im Falle des Unfalls den Versicherungsschutz.
    Gruß dschaps

    Tja dschaps,

    dann haben Dir beide Unsinn erzählt:

    1. Polizei
    Natürlich kann die Polizei bei einer Kontrolle verlangen, daß der "ordnungsgemäße Zustand" ( zGG ) hergestellt wird, also Übergewicht vor Weiterfahrt ausgeladen wird.
    Das handhabt die Polizei in Deutschland aber nur bei "erheblicher Überschreitung" der zulässigen Lasten.
    Der Bußgeldkatalog sieht vor, dass bei allen Kraftfahrzeugen bis 7,5 t zgg. eine Überschreitung des zGG um bis zu 5% kostenfrei bleibt, eine von mehr als 5% bis 10% gerade mal 10 € kostet. Erst bei einer Überladung von mehr als 20% gibt es Punkte: 3 Flens und 95 €.

    2. Versicherung
    Zeig mir die Versicherungsbedingung, die das konkret aussagt - bis dahin bleibe ich bei meiner Behauptung.
    ...übrigens: WIE soll jemand eine Überladung beim Wohnmobil NACH einem Unfall noch feststellen.


    brainless

    PS: Ich würde mir an Deiner Stelle einen anderen Anwalt suchen.......

  4. #4
    MobilLoewe
    Gast

    Standard Das falsche Gewicht kann teuer werden

    [SIZE=1]Hallo zusammen,

    [/SIZE] [SIZE=1]das zulässige Gesamtgewicht eines Reisemobils ist zwischenzeitlich zu einem äußerst (ge-) wichtigen Thema geworden. Die uralte Mär, dass man um 10% überladen könne, gilt schon lange nicht mehr. Die 5% sind eine Toleranzgrenze, bei der die Polizei ein Auge zudrücken kann. In allen europäischen Ländern wird Überladung zwischenzeitlich bestraft. Im Falle einer deutlichen Überladung verlangt die Polizei, dass das Übergewicht an Ort und Stelle ausgeladen wird. Ist ein Fahrzeug gravierend überladen und wird ein Unfall verursacht, so kann sich die Haftpflicht- und Kaskoversicherung auf grobe Fahrlässigkeit berufen und die Regulierung ganz oder teilweise verweigern.[/SIZE][SIZE=1] Man sollte sich nicht wundern, was Gutachter so alles ermitteln können.

    [/SIZE] [SIZE=-1][SIZE=1]Die meisten Mobilisten denken, dass sich eine Überladung auf das Gesamtgewicht ihres Mobils bezieht. Dies ist jedoch falsch. Richtig ist, dass alleine die Achslasten von der Polizei als Bezugsgrößen herangezogen werden. Wenn das Hauptgewicht im Heck eines Fahrzeugs ruht; so wird die Vorderachse oftmals entlastet und die Hinterachse überlastet Obwohl eine gefährliche Überlastung der Hinterachse und der Reifen vorliegt, kann sich das Gesamtgewicht innerhalb der gesetzlichen Toleranzen befinden. Man sollte also vor Fahrtantritt auch die Achslasten kontrollieren und zum Gesamtgewicht addieren.

    Nachtrag: Ich habe dieses Thema aus dem Thread Wohnmobilqualität heraus gelöst.
    [/SIZE] [/SIZE]
    Geändert von MobilLoewe (03.11.2010 um 19:33 Uhr)

  5. #5
    brainless
    Gast

    Standard

    Hallo Bernd,

    vielleicht habe ich etwas zu plakativ geschrieben.
    Natürlich kann falsche ( Überschreitung der jeweils zul. Achslast )) und / oder zu schwere ( Überschreitung des zGG) Beladung zu Problemen bei der Fahrdynamik führen.
    Je schmaler die Spur, je höher der Schwerpunkt - desto eher wankt der ganze Karren.

    Aber, das passiert nicht bei gut verteilter Last und z.B. 50 bis 100 kg mehr. Dabei bewege ich mich immer noch im Rahmen der techn. zul. Last.

    Ob sich eine Versicherung bei Unfall eines überladenen WoMos auf "grobe" Fahrlässigkeit berufen kann, ist - juristisch - zweifelhaft. Wenn es sich im Rahmen bis 10% bewegt, würde ich eher "leichte" Fahrlässigkeit annehmen.
    Da man aber "auf hoher See", wie auch "vor Gericht" in Gottes Hand ist, habe ich in meinem Versicherungsvertrag den Ausschluß der "Einrede wegen grober Fahrlässigkeit" mal sicherheitshalber vereinbart.

    Ich will das Problem der überladenen Womos überhaupt nicht klein reden - warne aber auch vor Panikmache.
    Ausserdem: Der Eine ist eher etwas leichtsinnig, der Andere übervorsichtig.

    Deshalb: Jedem das Seine,


    brainless

  6. #6
    MobilLoewe
    Gast

    Standard Masse in fahrbereitem Zustand

    Hallo brainless,

    klar, jeder handhabt das so, wie er es verantworten kann.

    Der RA Ulrich Dähn hat auf seiner Internetseite "Wohnmobilrecht" zu dem Thema grundsätzlich Stellung bezogen:

    Masse in fahrbereitem Zustand

  7. #7
    Waldbauer
    Gast

    Standard

    Hallo,
    ich verstehe nicht ganz wie manche Leute mit diesem Thema umgehen. Grundsätzlich hat jeder Fahrzeughalter sich an das zulässige Gesamtgewicht seines Fahrzeuges zu halten. Wenn in der BRD eine Überladung bis 5 % des zul. GGew. toleriert und nicht strafrechtlich verfolgt wird heisst das nicht dass die Polizei im Ausland das genau so handhabt.
    Besonders in Österreich und in der Schweiz wäre ich da sehr vorsichtig denn in diesen Ländern sind die Mautgebühren bei Fahrzeugen über 3,5 to. Gewicht anders als bei Fahrzeugen bis 3,5 to.
    Wenn ein Asfinagler einen 3,5-Tonner auf die Waage bittet und feststellt dass das Fahrzeug 3600 Kilo wiegt kann ich mir vorstellen dass der dann konsequent seines Amtes waltet und viel Geld vom Fahrer kassiert, mit denen ist nicht zu spassen, die sind rigoros, die Schweizer Polizeibeamten ebenso. Eine auch geringfügige Überladung werden die nicht tolerieren. Ein Bekannter musste an der Schweizer Grenze mit seinem Hymer B 614 auf die Waage, das ermittelte Gewicht war exakt 3500 Kilogramm, der Beamte bestand darauf einen Blick auf die Kraftstoffanzeige werfen zu dürfen um zu sehen wieviel Diesel noch im Tank ist, ebenso passte es ihm nicht dass der Wassertank fast leer war.
    "Wenn sie in der Schweiz volltanken und auch Wasser in den entsprechenden Tank füllen machen sie sich strafbar, ist ihnen das klar ?"
    Antwort meines Bekannten :"Der Wagen wiegt aktuell genau 3500 Kilo, das haben sie festgestellt und was anderes hat sie nicht zu interessieren, sie brauchen darüber auch keine Vermutungen anstellen.
    Natürlich muß man mit einem 4-Tonner Nachteile im Verkehr in Kauf nehmen, mir wäre aber das Risiko in einem der obengenannten Länder auch nur mit geringfügiger Überladung Probleme zu bekommen einfach zu groß.
    Mein Hymertramp SL 674 wiegt reisefertig inklusive Besatzung 3670 Kilogramm, Diesel- und Wassertank sowie Gasflaschen voll. In Deutschland wäre es kein Problem damit als 3,5-Tonner herumzufahren, aber im Ausland ?
    Es wäre auch ohne weiteres möglich mit so einem Fahrzeug in der 3,5-Tonnen-Grenze zu bleiben: 3,5-to.-Chassis anstelle Maxi, keine Zweitbatterie, keine automatische Sattelitenantenne, kein Solarpaneel, Wassertank nur zu einem Drittel füllen, etwas weniger Vorräte mitnehmen, weniger Trinkwasser in Flaschen und schon wären die 170 Kilo locker eingespart. Warum habe ich mein Auto nicht als 3,5-Tonner zugelassen ? Es ist und bleibt eine Gratwanderung.

    Gruß aus Oberbayern
    Franz

  8. #8
    Rauhbuch
    Gast

    Standard

    Hallo zusammen,
    kann mich meinem Vorredner nur anschließen.
    Es ist eben nicht "meine" Sache, wenn ich überladen, zu schnell oder ggf. auch alkoholisiert fahre, denn neben, vor und hinter mir befinden sich andere Verkehrsteilnehmer.

    Wahrscheinlich haben die Recht, die sagen, die Strafen müssen drastisch erhöht werden. denn siehe in Beiträgen weiter oben: Wenn es doch bloss 10 Euro kostet kanns ja nicht so schlimm sein.
    Ein schwäbisches Sprichwort lautet auf Hochdeutsch: Herr, wirf bitte Hirn herab.
    Manche hätten es nötig.
    Kopfschüttelnd aus Südspanien

  9. #9
    MobilLoewe
    Gast

    Standard 3,5 Tonnen oder "Entschleunigung"?

    Hallo zusammen,

    derjenige, der sich für ein 3,5 t Mobil entscheidet, kann das in der 6 bis 7-Meter Klasse nur tun, wenn er auf Zubehör verzichtet. Nun gibt es die Käufer, die beim Kauf zwar auf die Zubehörliste schauen, aber nur bei den Preisen, nicht bei den inzwischen üblichen Gewichtsangaben. Und der Verkäufer wird "den Teufel tun", darauf aufmerksam zu machen ... der hat "" in den Augen.

    Jetzt hat der Eigner so ein Mobil und fährt ständig überladen durch die Gegend. Also redet er sich das Problem schön, wäre ja nicht so schlimm, es gibt ja Toleranzen usw. Ich kann das irgendwie verstehen und hoffe daß das Fahrgestell auch mit einer Toleranz nach oben versehen ist. Das ist ja oft der Fall, z.B. ein 3,5 Tonner kann ohne technische Nachrüstung auf 3,85 Tonnen aufgelastet werden. Dann fährt man "nur" nach dem Gesetz überladen. Insofern sehe ich einen alkoholisierten Fahrer als wesentlich dramatischer an.

    Was ich nicht verstehen kann, 3,5 t zu kaufen um schneller fahren zu können, Bremswege und Seitenwindanfälligkeit potenzieren sich über 100 km/h überproportional. Hier sehe ich mehr eine Gefährdung andere Verkehrsteilnehmer. Schaut hier mal rein, wie eine Reisemobil nach einem Unfall aussehen kann: Unfall RM Ursache Überladung?

    Ich persönlich fahre stets unterhalb der Auslastung meines 5 Tonners, der freigegeben für 5,3 t ist. Ich genieße das Gleiten um die 100 km/h, sage immer das ist Reisebusgeschwindigkeit, die kommen auch überall an. Habe gerade knapp 11.000 Kilometer hinter mir, die mit dieser Philosophie gefahren wurden.

    Sehnsucht nach "Entschleunigung" des Lebens? Denn das Gefühl, immer schneller leben zu müssen, macht uns krank. Wir überfordern uns und wir verlieren den Blick für das Wesentliche.

  10. #10
    pleo
    Gast

    Standard

    Ja, so ein Standardzubehör wie die Markise macht schon viel zusätzliches Gewicht aus.
    Solar und TV sind seltener, aber dennoch mit einigem Gewicht verbunden.
    Da bleibt bei vielen WoMo kein Spielraum mehr übrig.

    Zu den Überladungs-Geschichten und dem versicherungsschutz:
    Wenn ich ein WoMo mit 3,85 to ZulGesGew auf 3,5 to durch reinen Papiereintrag ablaste und dann überladen bin, so ist das eine Ordnungswidrigkeit, im Falle eines Unfalles aber, sofern ich unter den originalen 3,85 to bleibe, keine Fahrlässigkeit, weil das WoMo dafür ja gebaut und zugelassen war.

    Wie viel Zuladung dann tatsächlich noch bleibt?

    Wir hatten es damals bei einem Eura 665 HB aus 2000 gemacht. Das wog mit Zubehör (Motorradträger in Heckgarage, Fahrradträger hinten, Solaranlage und Markiese + DIN-Bestückung) knapp unter 3,1 to!
    Daran sieht man auch, dass selbst die Basisfahrzeuge einfach immer schwerer geworden sind - und so mit zur Gewichtsproblematik beigetragen haben.

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