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  1. #1
    Julius08
    Gast

    Lächeln Schneelast - Das Mobi, der Schnee und sein Gewicht

    [SIZE=2]Moin, zusammen,[/SIZE]
    [SIZE=2]auch nach über 20 Jahren Erfahrung mit Wohnmobilen tauchen immer wieder neue Fragen auf: Welche Schneelast verträgt das Womo, und wie räumt man am besten den Schnee ab?[/SIZE]
    [SIZE=2]Wir nutzen das Mabil ganzjährig, einfach weil es praktisch ist. Deswegen ist es durchgehend angemeldet und steht - ohne extra Carport oder Dach - bei uns auf dem Grundstück vor der Tür. Wind und Wetter ausgesetzt.[/SIZE]
    [SIZE=2]In diesem Jahr ergab sich erstmals das Problem der Schneelast. Bei uns an der Ostseeküste hat es regelmäßig und reichlich geschneit, zudem hat der Wind so ungünstig gepustet, daß die Schneehaube auf dem Mobil kontinuierlich gewachsen ist. Nun vermeide ich schon im Sommer alle Arbeiten auf dem Dach und hatte im Winter erst recht keine Lust, da oben Schnee zu fegen. Schließlich habe ich in den Schneemassen am Boden Platz für die Trittleiter geschaffen und das Dach leer gefegt.[/SIZE]
    [SIZE=2]Es bleibt die Frage, ab welcher Schneehöhe das erforderlich ist; für welche Schneelast so ein Dach ausgelegt ist, und wie das praktisch gemacht wird. Auch mit welchem Werkzeug. Wenn das Womo nur abgeparkt ist und gerade nicht gebraucht wird neigt man ja dazu, den Schnee einfach oben zu lassen; anders natürlich unterwegs, denn während der Fahrt muß das Dach auf jeden Fall geräumt sein.[/SIZE]
    [SIZE=2]Vor einigen Jahren hatte ich noch einige Zentimeter da oben und hatte angenommen, daß sich der Schnee während der Fahrt unterwegs "verflüchtigen" würde: weit gefehlt! Das Mobil war offensichtlich überladen (kein gutes Gefühl) und die ganze Pracht ist dann erst nach etwa 2 Stunden beim Halten an einer Ampel vorne runter gerauscht. War nicht gut.[/SIZE]
    [SIZE=2]Daher meine Frage, welche Erfahrungen die Kollegen gesammelt haben: Wie räumt man ab, und welche Last verträgt das Dach?[/SIZE]
    [SIZE=2]Übrigens: Bei uns auf der Straße liegen solche Schneeberge, daß nicht daran zu denken ist, auf Reisen zu gehen. Ich wüßte nicht mehr, wohin mit dem Schnee den ich da wegschaufeln müßte.[/SIZE]
    [SIZE=2]Grüße von der Küste.[/SIZE]
    Geändert von Julius08 (16.02.2010 um 21:06 Uhr) Grund: Fehler korrigiert

  2. #2
    MagicCamp
    Gast

    Standard

    Moin Julius,

    deine Frage stellt sich für mich nicht, da ich kein Winterfahrer bin und mein Mobil schön beim Bauern in der Remise und somit unter Dach stehen habe.

    Aber zur möglichen Dachlast kann ich vielleicht etwas beitragen. Ich denke, man muss hier Fahrzeuge unterscheiden, die ein begehbares Dach und solche, die eben kein begehbares Dach haben.

    Wenn ich mal von einem normalen Gewicht eines Mannes von 75 - 80 kg Körpergewicht ausgehe, verteilt sich dieses Gewicht beim begehbaren Dach punktförmig etwa auf einer Fläche von rd. 20 cm². Das lässt schon sehr viel Schnee zu. Ich schätze mal dass bei einer Gesamtschneehöhe von 50 cm aufwärts das Dach so langsam an seine Belastungsgrenze kommt; beim nichtbegehbaren Dach vielleicht so bei etwa 25 - 30 cm Schneehöhe. Genaueres kann man leicht ausrechnen, wenn man die Statik des jeweiligen Mobils kennt.

    Gruß
    MagicCamp

  3. #3
    MobilLoewe
    Gast

    Standard Tonnenschwere Schneelast

    Hallo Julius,

    feuchter Altschnee kann sehr schwer werden, speziell wenn er gefroren ist und durch Neuschnee die Last weiter erhöht wird. Auf einem 7-Meter Reisemobil liegen dann schnell um die 2 Tonnen auf dem Dach. Das hält m. E. auf Dauer kein Reisemobildach aus, daher würde ich dringend empfehlen den Schnee weitgehend zu entfernen.

    Im Winter bei Minusgraden würde ich das Dach nicht betreten, die Materialien sind spröde und die Gefahr der Beschädigung steigt. Da hilft nur die Leiter und so gut wie es geht die Schneelast minimieren.

  4. #4
    MagicCamp
    Gast

    Standard

    Ergänzung:

    Bernd hat Recht, wenn er auf die unterschiedlichen Schneearten hinweist. Man unterscheidet hier Pulverschnee mit geringer Dichte und dadurch niedrigem Gewicht und Tau- und Pappschnee mit einer sehr hohen Dichte und somit auch einem deutlich höheren Gewicht (bei gleicher Schneehöhe).

    Pulverschnee wiegt etwa 60 kg pro m³, während Pappschnee ein mehr als dreimal höheres Gewicht hat, nämlich 200 kg/m³. Also wiegt der Schnee bei einer Höhe von 0,5 m beim Beispiel von Bernd knapp 500 kg bei Pulverschnee und etwa 1.500 kg bei Pappschnee. Wenn jetzt jeder seine Dachtraglast kennen würde könnte er errechnen, wann er fegen muss.

    Gruß
    MagicCamp

  5. #5
    MagicCamp
    Gast

    Standard

    Noch eine kleine Anekdote zum Thema Dachlast:

    Als ich 1992 meinen HymerCamp 64, als größten damaligen Camp bestellte, gab's einen Werbeprospekt mit einem HymerCamp 64, auf dessen Dach ein kleiner Camp 49 stand und wiederum auf dessen Dach ein kleinerer Helikopter. Soviel zum Thema
    Dachlasten......

    Habe mich Jahre später bemüht, an dieses Foto zu kommen, leider immer vergeblich !!

    Gruß
    MagicCamp

  6. #6
    MobilLoewe
    Gast

    Standard Hymer auf dem Dach

    Hallo MagicCamp,

    das Bild habe ich auch noch vor Augen. Wie lange stand der "Camp auf dem Camp" denn auf dem Dach? Die Belastung der 4 Räder verteilte ich auf die Seitenwände, die ja dann sehr viel tragen konnten - Prinzip Eierkarton. Also davon eine riesige Belastungsmöglichkeit des gesamten Daches abzuleiten, ich weiß nicht, ich weiß nicht! Ich denke das war ein netter Werbegag.

  7. #7
    MagicCamp
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von MobilLoewe Beitrag anzeigen
    Wie lange stand der "Camp auf dem Camp" denn auf dem Dach?
    Ich denke mal nur solange, bis die Werbeaufnahmen im Kasten waren. Ich weiß noch nicht mal mehr, ob der Helikopter auf dem kleinen Camp gelandet war und somit stand, oder ob er nur leicht drüber schwebte. Nach meiner Erinnerung wollte man wohl die Stabilität des erstmals verwendeten PU-Schaumes in Dach und Wänden des neuen HymerCamps "bildlich" darstellen.

    Gruß
    MagicCamp

  8. #8
    OPIRUS
    Gast

    Reden Heizen

    Hallo zusammen

    Bei uns in CH gibts ja auch mal Schnee und den habe ich immer ohne Gas nämlich per Netz über den an jedem Mobil gehabten Elektroeinsatz durch heizen des Womos, also mit Wärme entfernt.
    Natürlich nur bei kritscher Schneehöhe, ist immer noch billiger als vom Dach zu fallen und das Genick zu brechen.

    Gruss an alle Schneegeplagten
    Heinz

  9. #9
    Jo-Camper
    Gast

    Standard

    Hallo zusammen,
    ich finde die Diskusionsbeiträge interessant, vor allem die Schneedaten von MagicCamp, zur Berechnung der Dachlasten. Aber an die @OPIRUS, ich glaube kaum, dass man durch leichtes Beheizen des Innenraums, den Schnee von dem Wohnmobildach bekommt, die Isolierung der Dächer ist sicherlich dafür zu gut. Oder täusche ich mich wirklich?
    Gruss an alle
    Jo-Camper

  10. #10
    OPIRUS
    Gast

    Daumen hoch Mit wärme

    Hallo Jo Camper

    Niemand hat von leichtem beheizen gesprochen, sondern einheizen und natürlich nicht erst, wenn der Schnee 50cm hoch liegt. Wenn die Stromkosten nicht drücken, versuchs einfach.

    Gruss Heinz

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