Stellplatz-Radar: 12.000 Stellplätze in einer App für iOS und Android.
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  1. #71
    Stammgast   Avatar von VoCoWoMo
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    Standard AW: Feste Radmuttern unlösbar

    Zitat Zitat von raidy Beitrag anzeigen

    Aber letztlich gilt: Bei einer Schraube die man nicht raus bekommt hat man zu 99% den Fehler schon bei der Montage gemacht.
    Das sehe ich auch so. Hatte es letztes Jahr bei meinem Van. Die Wechsel der Winter- und Sommerreifen mach ich meist selbst, es sei denn ein normaler Inspektionstermin fällt zufällig in die Radwechselzeit. Letzten Sommer hatte ich ne Schraube im rechten Vorderrad, war beim Reifendienst, Reifen wurde geflickt und das Rad wieder montiert. Beim Versuch, die Räder im Herbst zu wechseln, habe ich an diesem einen Rad die Radmuttern nicht mehr losgekriegt. Zum ersten Mal in meiner etwas über 20-jährigen Radwechsel-Geschichte. Ich benutze daheim ein normales Radkreuz. Mit ein wenig Schmackes hab ich immer noch alle Muttern losbekommen, aber hier war nichts zu machen. Der Monteur hatte definitiv einen Drehmomentschlüssel beim Festziehen. Aber vermutlich einen völlig verkehrten Wert eingestellt.
    Naja, diese kleine Werkzeug von Franz-Josef hätte hier sicher auch funktioniert. Ob ich es mir allerdings wirklich zulegen soll, weiß ich noch nicht. Für das Womo haben wir keine Winterreifen, im Winter fahren wir nicht. Daher ist da auch kein Radwechsel nötig. Für die Panne ist so ein Notfallset im Wagen, da muß ich das Rad auch nicht abmontieren. Ansonsten muß halt der ADAC ran.

    Viele Grüße
    Volker
    --
    Volker und Corinna, im Dethleffs Trend A 6977

  2. #72
    Stammgast   Avatar von rundefan
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    Standard AW: Feste Radmuttern unlösbar

    Bei mir hat sich im Bereich der Auffahrt KS-Baunatal der linke Hinterreifen lösen wollen. Das auch noch nach "fachmännischer Montage " (= Werkstattmontage ) der Distanzscheiben.

    Zum damaligen Zeitpunkt wäre ich sehr froh gewesen, das von Franz-Josef angebotene Montage-Hilfsmittel schon zu besitzen. In unmittelbarer Nähe zur ständig besetzten rechten Spur, also letztlich dort, wo permanent der LKW-Zug an dir vorbei rauscht, am dafür vorgesehenen Aufnahmepunkt am Federpaket den Hydraulikheber anzusetzen, war schon Abenteuer genug.

    Da will ich, eine ähnliche Situation vorausgesetzt, nicht auch noch mit irgendwelchen Hilfsmitteln das Rad lösen wollen.
    Die übliche Radmontage in Fachbetrieben ist doch, Druckluftschrauber ansetzen und solange draufhalten, bis die Rutschkupplung arbeitet.
    Ob dass auslösende Anzugsmoment, wie bei meinem Sprinter mit 210 Nm vorgeschrieben oder mehr ist, prüft eigentlich niemand. Das merkt man erst, wenn man in einer nicht geplanten Situation dann mit Bordwerkzeug das Rad tauschen muss.
    Für eine solche Situation hab ich jetzt die Unterstützung von Hawepower, das verhindert das Risiko nicht, macht es aber für den Nutzer selbst, zumindest vor dem eigenen geistigen Auge, sicherer.

    PS wenn ich an den gesamten finanziellen Aufwand üfr das Gerät und entsprechende Stecknuss denke, komme ich aus dem Lachen nicht mehr heraus. ein Marken-Drehmomentschlüssel kostet ein Vielfaches.
    Geändert von rundefan (22.04.2015 um 10:39 Uhr)
    Beste Grüße von der Oberweser, Werner (rundefan)



  3. #73
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Feste Radmuttern unlösbar

    Es gibt 1.000 Beispiele, aber ich habe auf meinen Touren in den letzten ca. 30 Jahren nicht einmal selbst einen Reifen gewechselt. Aber irgendwann passiert es, oder auch nicht. Und wenn es passiert, es ergibt sich immer eine Lösung. Mich für alle Enventualitäten abzusichern entspricht nicht meiner Mentalität. Aber das bedeutet nicht, das ich kein Werkzeug dabei habe, damit mir geholfen wird...
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  4. #74
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: Feste Radmuttern unlösbar

    Zitat Zitat von rundefan Beitrag anzeigen
    PS wenn ich an den gesamten finanziellen Aufwand für das Gerät und entsprechende Stecknuss denke, komme ich aus dem Lachen nicht mehr heraus. ein Marken-Drehmomentschlüssel kostet ein Vielfaches.
    Stimmt! Gutes Werkzeug kostet immer gutes Geld. Da es aber ein Leben lang hält, ist es dann doch das Preiswerteste.

    Wobei Drehmomentschlüssel und Radmuttern-Kreuz/Tool zweierlei Dinge sind. Anziehen sollte man Radmuttern/Schrauben immer nur mit einem Drehmomentschlüssel. Aber selbst wenn es nur ein Drehmomentschlüssel für 50€ sein sollte ist das immer noch besser wie gewaltsam mit dem Radkreuz (oder eben auch zu locker) anzuziehen.

  5. #75
    Stammgast   Avatar von rundefan
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    Standard AW: Feste Radmuttern unlösbar

    Hallo Georg!
    Das Tool ist immerhin mit Planetengetriebe zur Unterstützung ausgerüstet. Da ist man auf jeden Fall schon mal, bei diesem Teil bei einer Untersetzung von 3:1, also nur noch ein Drittel des üblichen Kraftaufwandes.
    Wenn man also dann noch den Adapter für die Verbindung Drehmomentschlüssel zum Hawepower mini nutzt, stellt man schlicht auf 70 Nm und zieht mit 210 Nm die Radschrauben an. Wer es denn noch kontrollieren möchte, zieht nach 50 km nur mit dem Drehmomentschlüssel und eingestellten 210 Nm nach. Sollte eigentlich passen, da das genaue Verhältnis laut Franz-Josef mit 2,97 errechnet ist.

    ( Ich hab für das Tool + die 3/4" Nuss für 19 mm Schrauben in Summe weniger als 55 € gezahlt )
    Beste Grüße von der Oberweser, Werner (rundefan)



  6. #76
    Stammgast   Avatar von Mark-86
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    Standard AW: Feste Radmuttern unlösbar

    @Willy: Das ist richtig, zum Werkzeugsatz gehörte noch eine bunte Schraubenschlüsselsammlung und ein Keilriemen, das hatte ich so mit dem Fahrzeug mitgekauft. Einzig einen Kreuz- und einen Schlitzschraubendreher im Handschuhfach habe ich gelegentlich gebraucht. Der Hammer war nicht im Bordwerkzeug enthalten, sondern im Staufach beim Sonnensegel für die Heeringe. Das ganze Gerümpel (außer dem Meißel) habe ich mitlerweile ja wieder mit dem Fahrzeug verkauft. Unterwegs bin ich zum fahren und zum ankommen, nicht zum Schrauben, wenn ich dazu schon von vorn herein Werkzeug einpacken muss, habe ich was falsch gemacht.

    Desweiteren kan man mit dem Tool Raschrauben bis zu 600 Nm punktgenau anziehem mit einem handelsueblichen 1/2 Zoll- 210Nm Drehmomentschluessel. Es ist kein weiterer Werkstattbesuch mehr noetig.
    Das ist jetzt aber echt Blödsinn. Wenn die Herstellervorgabe sagt "nachziehen" ist das nicht wegen ungenauen Drehmoments, sondern weil sich Bremsscheiben, Radnabe, Schraubensitze und Felge, etc. setzen können. Daran ändert auch dein Tool nichts. Das die damit Punktgenau angezogen werden können halte ich für technisch ebenfalls Fragwürdig, denn bei 600NM würde neben der Übersetzung des Drehmomentschlüssels von 200 auf 600 auch die Toleranz mit übersetzt, ob dass dann technisch noch im richtigen Sinne ist wage ich zu bezweifeln, für Werkstätten die nach ISO Zertifizierung arbeiten ist das Teil zum anziehen nutzlos.

  7. #77
    Stammgast   Avatar von rundefan
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    Standard AW: Feste Radmuttern unlösbar

    Hallo Mark-86,
    Es mag ja sein, dass sich bei der ISO-Zertifizierung seit 2008 etwas massiv geändert hat. Aber dass eine Werkstatt, die ISO- Zertifiziert sind, mit dem Teil nicht arbeiten würde, glaub ich einfach nicht. Das ist auch für die nur eine Arbeitserleichterung.

    Es gibt hier niemanden, der behauptet hat, man könne perfekt das Drehmoment ausnutzen, wenn das Hawepower-Teil zwischengeschaltet ist. Das Nachziehen nach ca. 50 km ist nur dann i.O. wenn es mit dem Drehmomentschlüssel erfolgt.

    Bei einer Zertifizierung nach ISO 9000 ff. ist lediglich das Verfahren, bzw. die Abläufe im Unternehmen beschrieben. Dazu werden, neben dem Management-Handbuch, für die unterschiedlichen Kapitelbereiche der Norm entsprechende Verfahren beschrieben und ggf. entsprechende Verfahrensanweisungen verfasst. Die können dann ggf. in Arbeitsanweisungen enden.

    In diesen AA ist üblicherweise die Messtechnik einzusetzende Messtechnik beschrieben und dazu, in welchem Zeitrahmen die Messtechnik geeicht, bzw. überprüft werden. Die Wiederholungsprüfung bei regulärem Werkzeug, wie ein Drehmomentschlüssel es nun mal ist, dürfte relativ weit gespreizt durchgeführt werden. Bei dieser Überprüfung wird höchstens die Abweichung von der zulässigen Toleranz festgestellt und die Entscheidung getroffen werden müssen, ob mit dem entsprechenden Teil weitergearbeitet werden darf. Soviel zur Zertifizierung nach ISO.

    Ich hab in einem anderen Thema zur ISO-Zertifizierung mal geschrieben, dass es sich dabei eigentlich immer noch um eine sehr teure Überprüfung der im Betrieb, bzw. der Werkstatt, üblichen Arbeitsweise handelt. Beispiel: Wenn der Werkstattmeister an jedem Morgen um exakt 8.45 Uhr die Blöd- Zeitung liest und dabei eine Tasse Kaffee trinkt, man dies so beschreibt und bei der Zertifizierungsprüfung nachweisbar so verfahren wird, dann ist das beschrieben Verfahren ein zertifiziertes Verfahren.

    Also nicht so ein Gewese um die "zertifizierten" Werkstätten. Auf die Spitze getrieben könnte man sagen, dass vor jeder Anwendung der 500 Gramm Hammer gewogen werden müsste, ob er denn tatsächlich auch 500 Gramm hat.
    Beste Grüße von der Oberweser, Werner (rundefan)



  8. #78
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: Feste Radmuttern unlösbar

    Aha, da kennt sich jemand in ISO 9000+ff aus. Ich habe in meine Firma 2001 auch ISO9001 zertifiziert und war "oberste Leitung". Wir haben aber nur zertifiziert, weil bestimmte Kunden (Automobilindustrie, Pharma.....) dies von ihren Lieferanten gefordert haben. Aber seither IMMER ohne Mängel, nur "Anregungen".

    Und nun meine sehr direkte Meinung dazu:

    + Es bringt schon erheblich etwas, wenn man seine Abläufe und Korrekturverfahren einmal überdenkt und niederschreibt. Man erkennt Verbesserungspotential.

    + Schlamperläden werde die Erstzertifizierung wohl kaum schaffen. Einmal muss eine Grundordnung geschaffen und dokumentiert werden.

    - ISO9001++ ist nichts anderes als ein schriftliches Festhalten dessen was man macht, einschließlich der Fehler. Werden diese "Fehler" einfach als Normalzustand definiert ist man bereits ISO-konform. Beispiel: "Überschreitet die Ausschussquote 10%, sind Korrekturmaßnahmen einzuleiten" bedeutet völlig ISO-konform: Wir dürfen 10% Mist bauen.

    - ISO ist reine Geldmacherei. Die Produkte und Dienstleistungen werden durch ISO nicht besser, sie werden nur besser dokumentiert. Qualität ist eine innere Einstellungssache, entweder man lebt Qualität oder man lebt sie nicht.

    - ISO ist ein Dokumenten-Monstrum um einen Stempel zu bekommen, damit jemand, der diesen Stempel sehen will ihn auch sieht. Und der will ihn oft auch nur sehen, weil er selbst laut ISO diese Eingangs-QS nachweisen muss.

    Es gibt derart viele Unternehmen mit ISO-Zertifikat die ich trotzdem für Schlamperbuden halte, dass ich einen klaren Bezug ISO=Qualität abstreite. Immer vor der Zertifizierung bricht die Dokumentationshektik aus, danach wird wieder geschlampert. Ob eine Firma Qualität wirklich lebt hängt von ganz anderen Faktoren ab.

    Und so reicht es wenn eine Autowerkstatt in ihre ISO schreibt: "Die Mindestqualität eingesetzter Werkzeuge muss vorhandenen Sicherheitsvorschriften entsprechen, welche in DIN abcd beschrieben sind. Fehler, Probleme im praktischen Einsatz sind zu dokumentieren.Einmal pro Jahr sind die Werkzeuge auf ihre Toleranz nach DIN cdef zu überprüfen und die Ergebnisse schriftlich im Messprotokoll M-200 festzuhalten."
    Iso-Gummimasse nennt man solche Formulierungen übrigens, denn Drehmomentschlüssel für 50€ erfüllen diese Normen auch schon (angeblich).

    Also ist ein Zertifzierungs-Aushang in einer Autowerkstatt noch lange kein Nachweis dafür, dass hier ein qualitativ guter Radschlüssel eingesetzt wird.

    Und noch was: ich bin unglaublich froh, dass ich diesen Verwaltungs-Sch....ß hinter mir habe.
    Gruß Georg
    Geändert von raidy (22.04.2015 um 21:55 Uhr)

  9. #79
    Stammgast   Avatar von rundefan
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    Standard AW: Feste Radmuttern unlösbar

    Du auch?! Ich musste mich u.A. als Assi der Geschäftsleitung mit diesem Thema nicht nur beschäftigen, sondern auch noch das Handbuch schreiben, sondern auch noch als Qualitätsbeauftragter fungieren. Bin davon GsD seit 2008 entbunden, da Rentner bzw. damals noch Vorruheständler.
    Beste Grüße von der Oberweser, Werner (rundefan)



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