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  1. #1
    Blumenstock
    Gast

    Standard Feuchtigkeit im Aufbau

    Hallo Womo-Freunde,

    ich brauch mal eure Hilfe. Jetzt schon Sorry, dass ich einen halben Roman geschrieben habe. Ist mein erster Forumbesuch und man lernt ja bekanntlich nie aus:

    Wir fahren einen Fendt Alkoven "SK 560" auf Fiat Ducato. Das Womo hat inzwischen 15 Jahre auf dem Buckel, war uns aber immer brav und treu ergeben.

    Letztes Jahr bemerkten wir unterm Dinettenfenster zwei, drei Schmutzspuren, die entstehen, wenn heruntergelaufenes Wasser verdunstet ist. Am Alkoven- und Badfesnter das gleiche Spielchen. Deshalb haben wir in einer Fachwerkstatt sofort alle Seitenfenster ausbauen und neu abdichten lassen. Beim Ausbau lief die Brühe runter, sagte mir die Werkstatt. Unser Womo stand deshalb zwei Wochen in einem trockenen Raum um das Holzgerippe in Fensternähe (oben, unten, links, rechts) so trocken wie möglich zu bekommen. Dazu wurden Keile zwischen Außen- und Innenwand geklemmt, um die Wände etwas auseinander zu drücken und es wurde mit einem Heizlüfter nachgeholfen.

    Wir hofften, dass das Problem behoben ist. Leider vergeblich, denn kurze Zeit danach, wieder Schmutzspuren von eingedrungenem Wasser. Also noch mal alle Fesnter raus und noch mal neu abdichten.

    Aber auch danach keine Ruhe. Die Werkstatt meinte, vermutlich dringt das Wasser durch die Fugen/Stöße ein, wo die Seitenwand mit dem Dach verklebt ist oder dort wo der Aufbau mit dem Fahrerhaus verbunden ist. Irgend wo muss eine undichte Stelle sein und es könnte auch der Bereich sein, wo die Halbschalen der GFK-Alkovennase miteinander verbunden sind. Die Wege des Wassers sind ja leider unergründlich.

    Ich selbst habe deshalb die ganzen "Nähte" (beim Fendt sind an diesen Stellen Aluprofile geschraubt und mit einer Gummileiste abgedeckt) mit diesem Testo-"dings-bums-Zeug" neu abgedichtet, damit nicht noch mehr Wasser eindringt.

    Jetzt heißt es in einem weiteren Schritt, diesen Wasserschaden zu beheben, bevor die Holzkonstruktion verfault und das Aluglattblech zerfressen wird. Nur wie, wo wer und zu welchem Preis? Das ist jetzt die berühmte "Gretchenfrage", denn eine Wand-Sonderanfertigung bei Fendt (Anfrage) kommt so auf die 2.500 € ohne Garantie, dass sie auch passt und dazu kommen noch die Werkstattkosten. Summa sumarum so um die 4.000 €

    Keine Frage, dass ich deshalb für alle Tipps, Infos, Adressen, eigene Erfahrungen ..., die bei der Lösung meines Problems helfen könnten, sehr dankbar bin. Gerne auch per eMail direkt an mich: Dieter.Blumenstock@t-online.de - Danke!

    MfG Dieter

  2. #2
    MobilLoewe
    Gast

    Standard Feuchtigkeit im Aufbau

    Hallo zusammen,

    Feuchtigkeit im Aufbau gehört zu den größten Katastrophen für Reisemobilbesitzer.

    Der klassische Aufbau einer Wand bei preiswerten Reisemobilen besteht meist aus einer Alu-Außenhaut mit einer Isolierschicht (je nach Modell aus verschiedensten Materialien) und innen mit einer Kunststoff- oder papierbeschichteten Platte. Die Konstruktion des Aufbaus und des Dachs wird mit Holzlatten stabilisiert. Der Boden besteht ebenfalls aus Holz, oftmals auch nach unten. Wenn in diesen Komponenten Wasser eintritt, dann fängt das Holz an zu faulen. Auch kann feuchte Luft durch Wände diffundieren und in den Aufbau eindringen.

    Feuchtigkeit ist auch Nährboden für Schimmelpilze, der die Gesundheit beeinträchtigt. Der Aufbau kann durch faulendes Holz erheblich beschädigt werden, die Festigkeit der Konstruktion wird beeinträchtigt. Selbst die Wärmeisolation wird verschlechtert.

    Einmal eingedrungene Feuchtigkeit kann durch intensives Lüften auch wieder herauskommen. Dieser Trocknungsprozess dauert allerdings sehr lange, nur durch häufiges Lüften kann eine Besserung erzielt werden. Vorbeugend sollte man sich regelmäßiges Lüften angewöhnen, insbesondere nach dem Duschen oder Kochen.

    Ganz wichtig: Regelmäßig die Feuchtigkeit in Wänden, Decken und Boden prüfen. Ein guter Händler macht diese Prüfungen gewissenhaft, am besten dabei sein und sich die neuralgischen Stellen im Mobil zeigen lassen. Diese Stellen sollte man in kurzen Intervallen überwachen, am Besten man kauft sich ein Feuchtigkeitsmessgerät.

    Holzboden: Diese werden ja ab Werk geschützt, wenn hier auch nur minimal geschludert wurde, dann wird irgendwann das Holz regelrecht zerfallen. Übrigens, Unterbodenschutz, der im Pkw-Bereich genutzt wird, eignet sich nicht für diese Holzböden, die Teermasse verhindert den Feuchtigkeitsaustausch.

    promobil: „Eine gewisse Beruhigung bieten bei neueren Mobilen Dichtigkeitsgarantien. Fünf Jahre gelten als guter Standard. Doch Garantien sind gut, Kontrolle ist besser: In der Regel sind jährliche Checks beim Händler zur Wahrung der Ansprüche nötig. Das hat nichts mit übertriebener Vorsicht zu tun. Gelangt durch eine Undichtigkeit oder einen Schaden Wasser in die Sandwichwände, ist schnelles Handeln gefragt. Ein Jahr kann da bereits zu lang sein.“

    Hier weitere Informationen: Feuchtigkeit im Reisemobil - promobil.de dort sind auch gezielt Feuchtigkeits-Infos als PDF nachzulesen.

  3. #3
    peterchen
    Gast

    Standard

    Hallo Bernd,

    wieviele WOMO - Besitzer sind von diesen mehr oder wenig großen Katastrophen betroffen?
    Nimmt man den Beginn dieser Herstellungsweise ins Verhältnis zur gebauten Stückzahl,wäre es interessant zu wissen,wieviele WOMOs gebaut wurden,wieviele auf diese Billigweise und wieviele davon Probleme bekommen haben und wieviele der auf andere Weise und meistens sehr viel teurer gebauten, Undichtigkeiten erleiden mußten.
    Wie auch Du schon gelegentlich geschrieben hast,werden sich die Zufriedenen sehr viel seltener zu Wort melden als die Unzufriedenen.
    So sind auch die Zuschriften der Zufriedenen dramatisch seltener als die der Unzufriedenen.
    Wer meldet sich schon in den WOMO-Foren mit den Worten:Hallo,mir gehts prima,ich habe keinerlei Undichtigkeiten,keinerlei Defekte,wem geht es auch so?
    Ich habe noch keinen getroffen.
    Relativ oft lese ich von WOMO-Besitzern,die ganz erstaunt sind,bei ihren 20 Jahre alten WOMOs keinerlei Undichtigkeiten entdecken zu können.

    lg
    peter
    Geändert von peterchen (15.03.2009 um 19:27 Uhr)

  4. #4
    kule
    Gast

    Standard Damit du einen triffst

    Es geht uns gut.
    Unser Womo ist dicht.
    Unser wagen ist prima, billig und wir zufrieden.

  5. #5
    Mobbell
    Gast

    Standard

    Hallo, Peterchen,
    ich hatte ja schon mal geschreiben, wie zufriden ich bin mit meinem Mobbel.
    Aber hier nochmal: auch ich bin zufrieden wie Kule....mein 14 Jahre altes Mobil ist trocken, habs letztes Jahr prüfen lassen von einem Fachmann ( die allgemeinen Geräte zur Nutzung für den Laien waren mir zu unsicher ) und ich kann beruhigt Deine Worte wiederholen...**Hallo, mir gehts prime, ich habe keinerlei Undichtheiten ...** ( Defekte immer mal paar kleine),,,aber es läßt sich leben und ich bin auch zufrieden.

  6. #6
    peterchen
    Gast

    Standard

    Hallo Kule,
    hallo Günter,

    ich bin überzeugt,Ihr seid zwei Tropfen in einem Meer zufriedener WOMO-Besitzer.
    Nun sind wir schon zu dritt

    lg
    peter

  7. #7
    Jung
    Gast

    Standard Gut repariert

    Die kleine Geschichte wollte ich ohnehin mal loswerden - hier passt sie hin.
    Bei der jährlichen Dichtigkeitsprüfung musste ich mich im letzten Jahr ärgern. Ich habe gute 100 km Weg bis zum Fachhändler, das bedeutet einen halben (Arbeits-)Tag, die Prüfung kostet immerhin 150 €. Und dann gucke ich mal genau hin und stelle fest: Die lassen mit einem Schlauch wasser über´s Mobi laufen und gucken, ob innen was rauskommt. Nun, im Regen steht das Mobi auch so, und ob innen was rauskommt, kann ich dann auch sehen.

    Genau das geschah nun im Frühjahr: Großer Schreck, Decke nass, und eine Stelle in der Seitenbank. Wie sich herausstellte, lag das Dichtigkeitsproblem am großen Fenster über der Dinette. Dann kam das Gute: Alles einwandfrei repariert, getrocknet, Wasserflecken beseitigt, Kosten - abgesehen von der Fahrerei: Keine. Dichtigkeitsgarantie! Womit sich zeigt: Die jährlichen 150 € sind eher ein Versicherungsbeitrag.

    Was noch gut war: Der Wandaufbau aus Alu - Isolierschaum - Alu - Teppich nimmt keinen Schaden, weil er kein Wasser aufnimmt. Darum kann man allerdings auch keine Dichtigkeitsprüfung mit einem Gerät machen, sondern nur gucken, ob innen was rauskommt. Dieser Aufbau bewirkte auch das zunächst unerklärliche Wasser in der Bank: Das war nämlich zwischen Alu und Teppich innen bis in die Bank gekrabbelt. Da ist der rückseitig gummierte Teppich zu Ende, und da kam es heraus.

    Das Loblied geht auf einen Carthago Chic A44. Und auf das Autohaus Hollenstedt. Das Loblied wäre noch lauter, wenn das Mobi gleich dicht geblieben wäre. Aber dann hätte es ja keinen Anlass für diesen Gesang gegeben.

    Grüße Rafael Jung
    (Und nennt mich nicht immer "Jung", ich habe doch meinen Vornamen geoutet...)

  8. #8
    MobilLoewe
    Gast

    Standard

    Hallo zusammen,

    es passt zum Thema, in der neuen promobil 4/2009 findet Ihr ab Seite 60 "faulige Bilder"!

    Und hier: Wohnmobiltipps bei promobil.de - Dichtigkeit - die Bilder zum Thema
    Geändert von MobilLoewe (11.02.2010 um 11:50 Uhr) Grund: Ergänzung Link

  9. #9
    MobilLoewe
    Gast

    Standard Dichtigkeitsprobleme bei Wohnmobilen

    [SIZE=2]Dichtigkeit beim Wohnmobil - darauf müssen Sie achten[/SIZE]

    [SIZE=2]Hallo zusammen,

    ein interessantes Video: Wohnmobil-Dichtigkeit bei promobil.de - Dichtigkeit beim Wohnmobil - darauf müssen Sie achten

    Im Rahmen der CMT 2010 erklärte promobil-Redakteur Dominic Vierneisel das Wichtigste rund ums Thema Dichtigkeitsprobleme bei Wohnmobilen und Caravans - Ursachen, Garantie, Prüfung, Vorsorge.

    [/SIZE]Dazu die promobil Umfrage: Hatten Sie schon einmal Probleme mit der Dichtigkeit des Aufbaus?

    Ja, musste ich reparieren lassen: 47 % Ja, konnte ich selber beheben: 13 % Nein, ich hatte noch nie Probleme mit Feuchtigkeit: 39 %
    Geändert von MobilLoewe (11.02.2010 um 11:52 Uhr) Grund: Ergänzung Umfrage

  10. #10
    peterchen
    Gast

    Standard

    Hallo,

    ob der Threadstarter sein WOMO wohl dicht bekommen hat,seit er vor 4 Jahren hier die Frage gestellt hat ?

    lg
    peter

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