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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Köstlicher Bericht eines WoMo-Neulings



raidy
10.08.2016, 22:38
Diesen Bericht (http://www.sueddeutsche.de/leben/selbstversuch-im-wohnmobil-zimmer-kueche-bad-vier-raeder-1.3089720) in der Süddeutschen Zeitung müsst ihr euch unbedingt mal in Ruhe rein ziehen.
Hier beschreibt jemand der keine Ahnung von Wohnmobilen hat seine erste Reise mit Familie in einem 8m Wohnmobil.
Sehr schöner Schreibstil, es macht richtig Spaß mitzulesen. Auch und gerade die Beschreibung der "Nachbarn" finde ich köstlich.
Kleiner Auszug:
Nach wie vor fühlen wir uns unter Campern wie Außerirdische. Dabei sind es doch die anderen, die eigenartig sind: Sie tragen Adiletten und Trekkingsandale zum Bauch und halten sich vorwiegend auf dem Plastikteppich auf, den sie ausbreiten, um sich die Natur, wegen der sie angereist sind, vom Leib zu halten. .

Ihr werdet eure Freude daran haben.
Gruß Georg

seeli1
10.08.2016, 22:49
Genial.. Das muss man 2x lesen. Ja die Hölle sind immer die anderen, wie wahr
Danke Georg für den Artikel

dojojo
10.08.2016, 23:04
der kleine Ausschnitt ist schon lustig :laughed:

walter7149
10.08.2016, 23:26
Hallo, sehr realistisch geschrieben und bestätigt mir immer wieder warum ich Stell- und Campingplätze weitestgehend vermeide.

Reisen fast wie im Luxusreisebus ganz vorn und fast täglich ein neues Wohnzimmerpanorama im vollintegrierten Womo ist durch nichts zu ersetzen und unbezahlbar.

Carapilot
10.08.2016, 23:27
Georg, danke für den Bericht!
So kann es gehen, und die beschriebenen " Hundefreunde" haben wir schon zu unseren Wowa- Zeit, damals noch mit unseren Kindern, zur Genüge auf den Campingplätzen kennengelernt.

MobilLoewe
10.08.2016, 23:32
Köstlich! Noch ein Ausschniit:

" ...schließlich heißt der Laderaum nicht umsonst Garage. Erst protestierend, dann zunehmend beeindruckt beobachtet der Mann, wie Mountainbikes, Tretroller, Klappstühle, Campingtisch, Sonnenschirm, Grill, Badematten und Liegen darin verschwinden. Auch für ein Surfbrett wäre noch Platz - aber, ach, wir surfen ja nicht."

Ich könnte mich kringeln... [emoji8]

Aber mal ganz ehrlich, ich fühle mich nicht im geringsten angesprochen. Ich beobachte das nur bei anderen Mobilisten... [emoji83]

Viele Grüße
Bernd

Wolle_M
11.08.2016, 00:21
Sehr schön geschiebene Story!

SunVoyager
11.08.2016, 01:13
Danke Georg für den Link! Sehr realitätsnah und nett geschrieben. Gruß Klaus!

Sunlew
11.08.2016, 03:09
[emoji23][emoji23][emoji23]

So etwas steht uns hoffentlich auch bald bevor!

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Zwergi
11.08.2016, 07:46
Weil ihr soviel Spaß daran habt ... ich habe auch so einen Bericht geschrieben ... in 2011


So als Womo-Neuling hat man es schwer!
Nun bin ich beim Packen - und die Probleme fangen schon an!!!!
Der (Camping-)Tisch passt nicht rein! Die beiden Stühle + Fußteile passen gerade so in den Stauraum im Doppelboden, und das große Staufach (unter den Etagenbetten) ist zu klein. da passen die schläuche, Kabeltrommel, Gummistiefel und allerlei Kisten rein, aber der Tisch nicht, obwohl der schon klein ist von der Tischplatte her. agrrrrrr Na ja, wird sich schon noch ne Lösung finden.
Und die Klobürste ist auch zu groß . Und der Platz für Geschirr, Töpfe, Pfannen, Wasserkessel, Kaffeekanne reicht vorn und hinten nicht! Dabei hab ich mich schon auf das Notwendigste beschränkt . Na ja, der große Schrank über der Küche, da ist eigentlich ja der Fernseher drin. Aber der ist ja nur 2 cm dick. Also der muß sich den Platz dann schon mit allerlei anderen Utensilien teilen . Kann ja nicht sein, dass er den ganzen Platz für sich allein beansprucht, nä? Und während der Fahrt hat er es sowieso gut - da liegt er nämlich faul im Bett . Kommt nur zum gucken da oben rein - solange wir da noch keine richtige Befestigung drin haben. Dafür hat die Zeit jetzt doch nicht gereicht.
Na - und die Hundenäpfe : sind zu groß . Da müssen die Hunde sich auch mit kleineren Näpfen begnügen. Ist ja auch besser - dann sieht das fressen auch nach mehr aus, wenn nicht nur der halbe Napf gefüllt ist .
Und ich glaube, die Eierbecher nehmen auch zuviel Platz weg. Werd wohl kleinere nehmen müssen.
Und das Kopfkissen im Hubbett ist zu dick. Werd wohl ein dünneres nehmen müssen, sonst geht das Bett nicht richtig hoch .
Ach ja - und unser Unterwegs-Fresskorb ist auch zu groß. Normalerweise steht der immer zwischen den Sitzen und enthält alles, was man so zum Leben braucht - Thermoskanne, Proviant, Süßigkeiten, kalte Getränke ... also auch eine Nummer kleiner.
Meine Güte, ich muß jetzt alles in Mini-mini-Ausführung haben!
Da muß ich wohl mal in ein schwedisches Möbelhaus gehen und in der Kinderabteilung (Puppenküche etc.) gucken.


Oder wir nehmen einen Anhänger mit, dann kann ich es halten wie immer, wenn wir in Urlaub fahren - außer Möbel nehme ich alles mit!

Wusstet ihr übrigens, das Womo-einräumen eine äußerst gefährliche Beschäftigung ist?
Ich bin grade mit den wäschekörbeweise gepackten Sachen erst mal über die Schwelle gestolpert, danach über einen Hund, dann über einen leeren Eimer, den ich aus dem Womo geräumt hatte und ihn hab dort stehenlassen, dann bin ich nicht mit dem Korb durch die Tür gekommen, beim Wenden ist mir die Hälfte rausgefallen, dummerweise stand da noch ein weiterer Eimer mit Wasser vom Putzen ... da fielen dann praktischerweise die Handtücher rein . Zum Glück steht ja auch grad noch die Wäschespinne gleich daneben, gegen die bin ich dann rückwärts gegengepoltert .

Also jetzt mal wirklich - ich hab echt nur das aller-aller-nötigste mit!
2 Töpfe, 1 Pfanne, 1 Thermoskanne, 4 Gedecke, 2 Weingläser, 2 Wassergläser, Kaffeedose, Filtertüten, Geschirrtücher, Besteck, Korkenzieher, 1 Pfannenwender, 1 Rührlöffel - das ist doch nicht zuviel?
Na ja, der Salzstreuer noch. Und 2 scharfe Messer. Zewa-Rolle. Kaffeefilter. Der ist eigentlich auch zu groß . Von Vorräten etc. ist noch gar nichts drin. Na ja, wird schon werden, aber dass ich da noch wieder was ausräume (was mir schon prophezeit wurde) das glaube ich jetzt nicht.
So, jetzt kommt der nächste Schwung, hab nur noch 2 DIN-A-4-Seiten abzuarbeiten.

Thomas Obg
11.08.2016, 09:47
Wirklich köstlich! Von dieser Sorte:
Warum nehmen diese Menschen die Reise überhaupt auf sich? Wieso verbringen sie ihren Urlaub (http://www.sueddeutsche.de/thema/Urlaub) nicht im nächsten Waldstück oder auf dem Parkplatz eines Discounters um die Ecke? haben wir auch schon jede Menge getroffen und uns die gleiche Frage gestellt. Die fahren wirklich durch halb Europa und sehen außer Straße und CP oder SP - nichts!

Terry
11.08.2016, 09:49
Danke raidy für den LInk, hat mich gefreut zu lesen.

Eine Erkenntnis der Schreiberin:
"Erkenntnis: Je weniger Zeug, desto mehr Erholung"

wie wahr ;-)

Vutschko
11.08.2016, 09:54
Servus!
Etwas fehlt noch:
Wie war das mit der Toilettenentsorgung?
CU
Wolf

seeli1
11.08.2016, 10:32
Hallo Maja

auch sehr schön geschrieben..
Ist halt wie aus dem Leben gegriffen

Vieln Dank auch a Dich...

KudlWackerl
11.08.2016, 10:39
Jaja,

Die FreiCamper auf dem Lidl-Parkplatz und die Besitzer einen Canis assellamus. Das sind die interessanten Themen beim mobilen Wohnen.

Grüße, Alf

womofan
11.08.2016, 10:53
Danke Georg

für den schönen Bericht. :)
Das ist es was ich am Leben auf dem Campingplatz und unterwegs so liebe.
Jeden Tag in einer anderen Umgebung
und jeden Tag lernt man allerlei neue Leute kennen,
Solche und Solche und Solche und Andere :laughed:
Ist eigentlich wie hier im Forum, nur dass man hier nicht sieht,
was sie anhaben (Adiletten ?)
bzw. in welchem physischen und oder psychischen
Zustand sie sich gerade befinden,
wenn sie in die Tasten hauen.....:laughed:

Guenni2
11.08.2016, 12:28
Der Bericht ist sicher nett geschrieben. Er bedient aber etliche Klischees, die ich nicht als Standart betrachte, wenn ich mal auf einen CP fahre.

Roadstar
11.08.2016, 13:33
Eine Erkenntnis, welche sich mir nach kurzer Zeit erschloß :

Man bekommt eine Ahnung, wie wenig man zum Leben braucht. Und was für eine Maschinerie man zu Hause im Alltag am Laufen hält - besser gesagt: wie diese Maschinerie uns am Laufen hält. 100 Quadratmeter Wohnraum, der bezahlt und gereinigt werden muss, obwohl sich darin jede Menge Zeug befindet, das man nur gelegentlich oder gar nicht nutzt. Ein Zuviel an Dingen, das sich als Vielfalt tarnt. Das als Entscheidungsfreiheit daherkommt, uns im Grunde aber ständig Entscheidungen abnötigt.

Sehr schön geschrieben !

raidy
11.08.2016, 18:15
Der Bericht ist sicher nett geschrieben. Er bedient aber etliche Klischees, die ich nicht als Standart betrachte, wenn ich mal auf einen CP fahre.
Einfach lesen und genießen und nicht alles so ernst nehmen.:drunken

rundefan
11.08.2016, 18:20
Hallo Sven!
Ich sag jetzt mal so, schau Dir mal Radreisende an und Du erkennst, wer dies zum ersten Mal macht und wer schon ewig auf diese Art unterwegs ist. Du brauchst dafür nur die eingesetzten Packtaschen zählen.
Und mit solchen Erfahrungen im Hinterkopf kommt man auch gut mit einem Wohnobil klar. Immer die zur Familie gehörenden Kleinkinder mit dem notwendigen Gerödel ausgeschlossen betrachtet.

Clazuba
13.08.2016, 00:40
Hallo Sven!
Ich sag jetzt mal so, schau Dir mal Radreisende an und Du erkennst, wer dies zum ersten Mal macht und wer schon ewig auf diese Art unterwegs ist. Du brauchst dafür nur die eingesetzten Packtaschen zählen.
Und mit solchen Erfahrungen im Hinterkopf kommt man auch gut mit einem Wohnobil klar. Immer die zur Familie gehörenden Kleinkinder mit dem notwendigen Gerödel ausgeschlossen betrachtet.

Sagt das jetzt was über die Qualitaet des Urlaubes aus?
Ich war mal Camperin und Wanderreiterin.
Minimalgepaeck.

Das Wohnmobil bietet viel mehr Platz und Comfort als Satteltaschen...

Und stellt viel mehr Ansprüche, als eine Satteltasche.
Wie soll ich sagen?
Ich stelle mich diesen Herausforderungen gerne.

:-) Ich kann jeden Anfaengerholperer nachvollziehen.. und hab selbst noch nicht alle durch.

Solange niemand wirklich zu Schaden kommt, völlig ok.

Und davon mal abgesehen, vielleicht macht sich ein "Neuling" viel mehr Gedanken um Dinge, für die "alte Hasen" laengst zu erhaben sind..

Nicht nur milde drüber laecheln, durchaus zwischen den Lachtraenen drüber nachdenken.

;-)

raidy
13.08.2016, 01:02
Ich denke das ist eine Frage der eigenen WoMo-Philosophie.
Die einen nutzen es mehr als Reisemobil und legen Wert auf minimales Zubehör.
Die anderen sehen es als fahrendes Haus und nehmen auch die Eismaschine mit (schon erlebt).
Und viele liegen irgendwo dazwischen.
Soll doch jeder so machen wie er glücklich wird. Es obliegt mir nicht das eine besser zu finden als das andere.

Wir liegen irgendwo dazwischen. Auf der einen Seite haben wir relativ wenig dabei, sind eigentlich den ganzen Tag auf Achse und nutzen das WoMo fast nur ab Abends. Auf der anderen Seite mag ich es dann aber auch etwas komfortabler als früher mit dem L300-Bus und den Wein aus einem echten Weinglas trinken und nicht dem Universalbecher wie früher, lange und bequeme Betten, eine echte Dusche.....und auch mal Nachrichten oder eine Reportage im Fernsehen schauen
Auf jeden Fall finde ich den Bericht immer noch köstlich und habe ihn nochmals gelesen, einfach weil er Freude macht.
Gruß Georg

MobilLoewe
13.08.2016, 10:02
Ich denke das ist eine Frage der eigenen WoMo-Philosophie.
Die einen nutzen es mehr als Reisemobil und legen Wert auf minimales Zubehör.
Die anderen sehen es als fahrendes Haus und nehmen auch die Eismaschine mit (schon erlebt).
Und viele liegen irgendwo dazwischen.
Soll doch jeder so machen wie er glücklich wird. ...Sehr gut beschrieben und lässt für alle Spielarten unserer Reiseart Raum. Heutzutage befriedigt ein umfangreiches Angebot der Hersteller fast jeden Anspruch, von schlicht bis luxuriös. Das ist doch wunderbar.

Unsere Anfänge mit dem Reisemobil liegen gut 30 Jahre zurück, da war der Anspruch nur die, vier Räder mit Wänden drumherum, Schlafgelegenheiten und ein Waschbecken. Viele Gedanken haben wir uns nicht machen müssen, es gab noch nicht so ein riesiges Angebot an Zubehör zum ausrüsten und mitschleppen, außer Klappstühlchen. Insofern hielten sich die Anfängerfehler in Grenzen. Mit 50 PS im VW Westfalia Camper oder mit 75 PS mit einem 5,5 m Hymer Camp, Griechenland oder Süditalien bereist. Wir haben nichts vermisst, wir haben es genossen.

Viele Grüße
Bernd

Esron
13.08.2016, 10:05
Hallo Georg, danke für diesen Link, ein wirklich schöne Geschichte, die viele von unseren Erfahrungen wiedergibt, sowohl was uns selber angeht, wie aber auch evtl. Nachbarn. Gerade der letzte Abschnitt bzgl. Minimalausrüstung hat mich an uns erinnert, wir haben zu Beginn jeden Sch.. dabei gehabt, mittlerweile könnten wir Staufächer untervermieten.

Eine gut geschrieben, lustige Geschichte mit viel Wahrheit.

@ Claudia, Recht hast du, jeder von uns hat angefangen, auch wir lernen jeden Tag dazu. Es geht nicht um Perfektion, es geht um Genuss, Urlaub und Freude.
Und das tut Jeder GSD wie er will. :D

Alaska
13.08.2016, 10:26
Köstlich! Da macht das lesen wirklich spaß.Und Georg, mir geht es wie Dir,ich trinke meinen Wein auch nur aus einem richtigen Weinglas.

Gruß Arno

harpya
13.08.2016, 22:43
Wirklich köstlich! Von dieser Sorte: haben wir auch schon jede Menge getroffen und uns die gleiche Frage gestellt. Die fahren wirklich durch halb Europa und sehen außer Straße und CP oder SP - nichts!

Dieser Reisebericht ist ja auch gesunde Hymer Promotion, ganz unten, das Wohnmobil wurde von Hymer gestellt.

Vilm
14.08.2016, 12:20
Dieser Reisebericht ist ja auch gesunde Hymer Promotion, ganz unten, das Wohnmobil wurde von Hymer gestellt.

Kannst ja mal bei Hymer nachfragen, vielleicht klappt es ja denn auch mit einem launigen Reisebericht.Ideen,
Kontakte und Beziehungen schaden nur dem, der keine hat.
Mfg
Peter

brainless
14.08.2016, 15:51
Es handelt sich also nicht um "WoMo-Neulinge", die sich entschieden haben, eine 6-stellige Summe für einen Hymer ML-I auf den Tisch des Händlers zu legen. Es handelt sich um eine Journalistin, die mit Mann und Kind einen wohlfeilen Urlaub in einem vom Hersteller gesponsorten Mobil "für lau" verbringt.
Da kann man als Hersteller schon einen positiven Bericht verlangen..........



Volker ;-)