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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anfahrhilfen, Abschleppseile und Bergegurte



MobilLoewe
08.01.2014, 18:33
Hallo zusammen,

habt ihr Euch auch schon mal festgefahren?

Im Thread Reisemobilbergung auf Usedom (https://www.promobil.de/forum/threads/33649-Reisemobilbergung-auf-Usedom) ist das Thema aufgekommen, aber ich dachte es wäre ein eigenes Thema wert.

Anfahrhilfen gibt es in unterschiedlichsten Ausfertigungen, einfache Plastikteile, aus hartem Gummi oder gar Sandbleche. Wenn das nicht mehr hilft, dann sind starke Abschleppseile oder gar Bergegurte gefragt.

Ich habe im Mobil zwei Gummianfahrhilfen mit kräftigen Rillen auf beiden Seiten, die schon gute Dienste geleistet haben, auch bei Kollegen. Darüber hinaus zwei 5 t Abschleppseile und ein Bergegurt, dessen Zuglast ich nicht mehr nachvollziehen kann. Ich meine aber, deutlich über den Abschleppseilen.

Wenn alle Stricke reißen, dann hilft nur noch der Traktor....

So, jetzt hoffe ich auf den einen oder anderen Tipp, wenn auch möglicherweise ähnlich wie in dem Riesenthread oben.

KlausimausX
08.01.2014, 19:13
Moin !
Hier half nur noch der freundliche griechische Bauer mit seinem Traktor:
Gruß KlausimausX

MobilLoewe
08.01.2014, 19:41
Hallo Klaus,

ich habe mal im Archiv gewühlt, 1979 in Spanien: Die Geschichte ist länger, aber kurz: Der Land Rover der Polizei hat es nicht geschafft, die Räder drehten durch. Später kamen aus dem Dorf in der Nähe einige Männer, so 7 bis 8 schaukelten den Bus Zentimeter für Zentimeter aus dem gefährlichen Bereich...

Den Militärklappspaten (gekauft auf dem Flohmarkt Porte de Clignancourt in Paris) habe ich heute noch... ist angerostet, aber gut eingeölt...

https://www.promobil.de/forum/attachment.php?attachmentid=9990&d=1388941020

War auch schon in dem besagten Riesenthread.

Viele Grüße
Bernd

Frenzi
08.01.2014, 20:38
Hallo zusammen,

aus meinem o. g. Thread möchte ich mal mein zusammengetragenes Wissen zusammenfassen:

Anfahrhilfen:

Anfahrhilfen aus dünnem Plastik taugen höchstens was für die nasse Wiese. Besser sind Gummimatten (http://webshop.horntools.com/anfahrhilfe-stueck-29x100cm-paar-p-4506-3.html) mit ausreichenden Raum zwischen den Stegen. Ist der Raum zwischen den Stegen zu gering, setzt sich dort bei Matsch und Schlamm sehr schnell der Zwischenraum zu und der Reifen rutscht schnell wieder durch.

Bei Sand haben sich Sandbleche (http://www.mehari-offroad.de/shop/article_01.20120/Sandblech-Alu-150-cm-Heavy-Duty-(Paar).html?sessid=nQ3XJxtQYslxMP9gdzhidt42Ntwa9r0 tt0RHmOCtLDkhix2tuXTmNB8Z0pla0xjf&shop_param=cid%3D194%26aid%3D01.20120%26) und Waffleboards (http://www.allradteile24.com/product_info.php?info=p120_gfk-waffleboards--paar.html)bewährt. Letztere sind flexibler für alle Bereiche einzusetzen und auch nicht so sperrig und schwer. Bei allen Anfahrhilfen sollte man auf die Mindestlänge achten. Ich persönlich setze die mal bei 100cm an. Besser sind 150cm (http://www.mehari-offroad.de/shop/article_01.20127/Anfahrhilfe-Sandtracks-150x30-cm.html?sessid=nQ3XJxtQYslxMP9gdzhidt42Ntwa9r0tt0R HmOCtLDkhix2tuXTmNB8Z0pla0xjf&shop_param=cid%3D194%26aid%3D01.20127%26).

Hebe- oder Bergegurte

Wenn ich richtig die DIN lese, hat ein z.B. 3 Tonnen-Hebegurt (kein Bergegurt) eine Tragkraft beim Heben von Lasten von 3 Tonnen. Die Bruchlast ist die Last, bei der der Gurt reißt. Bei Hebegurten ist die Bruchlast das Siebenfache der Traglast, also 21 Tonnen.

Beim Abschleppen eines 5 Tonners müssen ja nicht 5 Tonnen während des Schleppen gezogen werden, sonder nur rund ein Drittel. Die Last rollt ja. Aber der Ruck beim Anziehen wird in einschlägigen Seiten etwa mit dem 3fachen der Masse angegeben. Würde bedeuten, dass ein 5 Tonner ein Seil / Gurt braucht, der mind. 15 Tonnen ab kann.

Alles angelesen und kein(!) Spezialistenwissen! Wenn ich hier Bockmist schreibe, bitte verbessern!

Welche Länge? Gute Frage... Ich denke mind. 5m, besser 7-10m. Ist eine Kostenfrage.

Ich werde mir ein 5m-Gurt in 3 oder 5 Tonnen holen. Bin da noch nicht ganz sicher. (Mein Mobi hat etwa 5 Tonnen. Würde ich es heben wollen, müsste ich ein 5 Tonnen-Gurt haben - wenn ich sicher sein will)

Auf dieser Seite (https://www.lasi24-shop.de/de/Hebeband-3000-KG-60-m) siehst man eine Farbtabelle mit den Traglasten von Hebegurten und gute Preise.

brainless
08.01.2014, 20:49
Martin, ich empfehle folgendes:
1 Hebeschlinge AL 2m (ArbeitsLänge 2 Meter) mit 3 oder 4 t Tragkraft,
1 Bergegurt (Bruchlast ca. 25 t) mit 10 m Länge
2 Schäkel mit je 8 - 10 t Tragkraft

Folgende Konstruktion:
Hebeschlinge einfach (doppelt) um tragendes Teil des Havaristen -- Schäkel, der die zwei (vier) Schlingenkurven bündelt -- -- 2.Schäkel -- Bergegurt einfach /10 m (doppelt / 5 m) -- 2. Ende des Bergegurt mit Haken (oder 3. Schäkel) an Schlepper befestigen.

Wenn dann was reißt, wird es am Havaristen oder am Schlepper sein - nicht aber am Schleppgurt,


Volker ;-)

auf-reisen
08.01.2014, 22:39
Hallo Martin,

so denke ich werde ich es auch machen, wohl 3t.

Danke für deine Mühe.

clouliner1
08.01.2014, 23:36
Moin,

vielleicht kann man sich die Frage besser beantworten, wenn man sich fragt, mit welchem Gurt würde er einem helfen, ohne Angst sich selber durch einen reissenden Gurt zu schädigen?

Gruß
Thomas

dojojo
09.01.2014, 01:07
Hallo

hier wird viel über Bergegurte usw. gesprochen. Ein wichtiger Punkt ist aber: wo mache ich diese Gurte dran? Hätte zb. eine Schleppöse das Herausziehen von Martins Womo ausgehalten oder sind die nur nur für das "normale" Abschleppen auf der Strasse gedacht? Ist eine vorhandene AHK vielleicht besser?

raidy
09.01.2014, 01:39
Ich habe nichts von Allem, sondern versuche des durch Voraussicht zu vermeiden. Und passiert es dann doch mal, dann gibt es immer irgendwo einen Traktorfahrer, der sich über einen Braunen freut. Oder eben den ADAC, denn ich bin nur 295cm hoch. :lol:

Frenzi
09.01.2014, 07:40
Oder eben den ADAC, denn ich bin nur 295cm hoch. :lol:

Hallo Georg,

den ADAC musst du aber trotzdem bezahlen. Warum? Hier meine Erkenntnis aus dem Usedom-Thread:

Das Herausziehen oder Bergen auf einem Stell- oder Parkplatz ist nicht (!) mit einem Schutzbrief aller Art und aller Anbieter inkludiert.
Denn Bergen im Sinne der Versicherung ist das Bergen des Fahrzeugs nach einem Unfall oder nach einem plötzlichen Ereignis. Egal was für eine Fahrzeughöhe, Fahrzeuglänge oder zGG das Mobil hat.

Wenn aber das Mobil auf nasser Wiese oder durch weichen Sand sich fest fährt, ist das weder ein Unfall noch ein plötzliches Ereignis. Da kommt kein Schutzbrief für auf. Auch das Herausziehen ist kein Abschleppen, denn das setzt voraus, dass ein Unfall oder Panne voraus gegangen sein muss und das Mobil dadurch nicht fahrbereit ist.

raidy
09.01.2014, 07:44
Stimmt Frenzi,
dann musst du halt aus einem Reifen die Luft rauslassen und den ADAC um Reifenwechsel bitten. :clown:

Frenzi
09.01.2014, 07:46
Hallo

hier wird viel über Bergegurte usw. gesprochen. Ein wichtiger Punkt ist aber: wo mache ich diese Gurte dran? Hätte zb. eine Schleppöse das Herausziehen von Martins Womo ausgehalten oder sind die nur nur für das "normale" Abschleppen auf der Strasse gedacht? Ist eine vorhandene AHK vielleicht besser?

Gute Frage, Johannes.

Die Abschleppöse ist wie der Name schon sagt, für das Abschleppen gedacht.

Hat sich das Mobil wie bei mir tief eingegraben, würde ich misstrauisch sein. Zum Herausziehen bei Ein und Schnee oder einer nassen Wiese sollte sie reichen. Besser ist sicher eine AHK, weil ihre Befestigung für höhere Lasten ausgelegt sein sollte und die Kraft auf den Fahrzeugrahmen besser verteilt.

Vanagaudi
09.01.2014, 08:53
Wo man den Gurt anschlägt, sollte man sich gut überlegen. Bei dem Beispiel unten stellt sich die Abschleppöse gleich bei zwei LKW als nicht ausreichend heraus. Aber ein WoMo wird auch nicht die Last eines Schiffes darstellen.


http://youtu.be/ebS6cYNxals

brainless
09.01.2014, 09:42
Als "Notfallausrüstung" für Mobile von 5 t bis 7 t empfehle ich folgendes:

1 Hebeschlinge AL 2m (ArbeitsLänge 2 Meter) mit 3 oder 4 t Tragkraft,
1 Bergegurt (Bruchlast ca. 25 t) mit 10 m Länge, beide Enden mit Schlaufen und Kauschen
2 Schäkel mit je 8 - 10 t Tragkraft

Gesamtkosten ca.50,- € bis 80,- €

Folgende Konstruktion:
(Mit einer Doppelung von Schlinge oder Seil wird auch die Tragkraft/Bruchlast verdoppelt.)
Hebeschlinge einfach (oder doppelt) um tragendes Teil des Havaristen --> Schäkel, der die zwei (oder vier) Schlingenkurven bündelt --> 2.Schäkel --> Bergegurt einfach /10 m (doppelt / 5 m) --> 2. Ende des Bergegurt mit Haken (oder 3. Schäkel) an Schlepper befestigen.

Wenn dann was reißt, wird es am Havaristen oder am Schlepper sein - nicht aber am Schleppgurt,


Volker :wink:

woslomo
09.01.2014, 10:53
Beim Herausziehen von Ducs mit Rahmenverlängerung sollte man möglichst ausschließlich die vorne angebrachte Öse verwenden.
Rückwärts kann das sehr teuer werden, weil die meisten Rahmen dafür nicht stabil genug gebaut sind.
Ein Bekannter saß auf einem CP fest. Eine vielhändige Schiebehilfe, untergelegte Matten, Bretter oder ähnliches halfen nicht. Das Womo hatte sich im Schlamm nach kräftigem Regen festgebissen.
Dann rückte der hilfsbereite CP-Boß mit einem Radlader mit aufgeladenen Zementblöcken an, hängte das Abschleppseil hinten am Rahmen an und zog das Womo ohne Ruck ganz leicht aus dem Schlick.
Es gab nur ein kleines Problem. Der Rahmen war nun nicht mehr rechteckig, sondern glich mehr einem Parallelogramm. Beim Hinterherfahren konnte man das gut erkennen.
Alko nannte mir als möglichen Ansatzpunkt für Gurte die Hinterachse. Dabei sollten die Gurte möglichst nahe am Rahmen angebracht werden. Eine AHK soll nur sehr bedingt geeignet sein.

Bisher haben mir untergelegte Sachen noch nie geholfen. Geholfen hat bisher ausschließlich ein irgendwo (Baum, Pflog, anderes Fahrzeug) festgemachter Seilzug. Glücklicherweise konnte ich mich bisher immer nach vorne freikämpfen.

wolf2
09.01.2014, 11:03
Hebeschlinge einfach (oder doppelt) um tragendes Teil des Havaristen

Wenn dann was reißt, wird es am Havaristen oder am Schlepper sein - nicht aber am Schleppgurt,


Volker :wink:

Hallo Volker,
das sind genau die Punkte, die ich und sicher auch viele andere nicht zufriedenstellend beantworten können.
Welches ist denn ein tragendes Teil an meinem WoMo?
Dabei ist ja auch noch zu unterscheiden, ob an der Front oder im Heckbereich!

Außerdem schreibst du so lapidar, wenn dann was reißt, passiert es am Havaristen oder am Schlepper!
Wenn man sich den Film anschaut, dann sieht man was passieren kann wenn man an der serienmäßig an der Front befindlichen Einschrauböse mit brutaler Gewalt zieht!
Dann kann man doch den Schaden den die Rettung verursacht hat gar nicht mehr gut machen!

clouliner1
09.01.2014, 11:03
ich habe schon 8t die bis zur Achse im Sand steckten an meiner 3,5t-Ahk rausgezogen, hätte aber heute Bedenken es wieder zu tun.
Wer würde heute überhaupt Schäden an seinem eigenen Fahrzeug riskieren um anderen zu helfen?

Gruß
Thomas

brainless
09.01.2014, 11:26
No risk - no fun,


Volker ;-)

wolf2
09.01.2014, 11:32
Ha Ha Ha! :wink:

Jabs
09.01.2014, 13:32
Hallo Zusammen,

nach der Geschichte von Martin habe ich mir natürlich gleich auch mal Anfahrhilfen (braucht man ja immer mal) angeschaut. Dann kamen die Beiträge mit den Bergegurten und Reservereifen. Meine Überlegung danach:

- ein Ersatzreifen (für einen 4,x to) nutzt nur mit dem geeigneten Zubehör (Wagenheber, Schlüssel). Meine Erfahrung (vor 30 Jahren, erste + letzte Reifenpanne): man sollte unbedingt vorher üben - es ist anders, als einen PKW- Reifen zu wechseln. Und im Ernstfall die Gefahren nicht unterschätzen (Reifenwechsel an stark befahrenen Strassen, nicht tragfähiger Boden, ...).

- Seile und Bergegurte halte ich (für mich als Laien) für gefährlich. Sie sind schnell irgendwo befestigt, ein Trecker findet sich auch. Aber bei den Kräften ein (Ab-) Reissen kann hohe Schäden verursachen, im Ernstfall tödlich sein.

- wenn ich alles (Reifen, Heber, Gurte, Sandbleche, ...) mitnehme, schleppe ich 50 + Kilo mit mir herum.

Dagegen steht das Risiko, statistisch gesehen einmal in x0 Jahren eine Havarie zu haben, die vielleicht 300 € kostet (wenn ADAC etc. nicht übernehmen). Mein Fazit, ich trage das geringe Risiko, lasse mir im Fall des Falles von einem Fachmann helfen und verzichte auf 50 kg Mehrgewicht. Sicher werden Experten eine andere Entscheidung treffen, aber ich mache ja keine Expeditionen ;-).

Grüsse Jürgen

clouliner1
09.01.2014, 13:41
statistisch gesehen könnte man auch auf den Airbag verzichten!

Meine Diff-Sperre habe ich 2x eingelgt, ob es wirklich nötig war, werde ich nie erfahren, vielleicht hätte ich es auch ohne geschafft.

wolf2
09.01.2014, 14:39
Hallo zusammen,
ich habe zwar einen Abschleppgurt dabei, bin aber nach eingehendem Nachdenken der Meinung, dass die ganze Schlepphilfe nur dann etwas nutzt wenn man direkt nach dem ersten Durchdrehen der Antriebsräder damit beginnt.

Sobald ein Fahrzeug sich auf nassem Untergrund oder im Sand erst mal tief eingegraben hat ist das Risiko mittels gewaltsamem herausziehen das zu ziehende Fahrzeug zu beschädigen oder gar umstehende Personen zu verletzen viel zu groß.
Daher werde ich auf all die beschriebenen Helferlein verzichten und lieber vorher schauen wie der Untergrund beschaffen ist den ich da befahren will!

Wenn´s mich denn doch mal erwischen sollte, muss ich mir genügend tragfähige Holzbohlen besorgen, (ich weiß das ist auch problematisch, aber zumindest jedes Abschleppfahrzeug hat so etwas dabei) und dann kann ich mein Fahrzeug mittels der hydraulischen Hubstützen aus dem Matschloch nach oben herausheben und über untergelegte Bretter herausfahren!

Vanagaudi
09.01.2014, 14:47
Ein Abschleppseil niemals nicht an der Achse befestigen! Das Teil soll nur die Räder antreiben, oder maximal noch auf Distanz halten. Was den Wagen trägt ist allein die Federung, Die Tragarme halten nur die Seiten-, Vorwärts- und Bremsbeschleunigung aus, aber nicht den Zug eines Seils, um den Wagen aus einer Grube zu ziehen. Die sicherste Methode ist die, die der Abschlepper bei Frenzi angewendet hat. An der Achse anheben und etwas unterlegen.

Frenzi
09.01.2014, 14:58
Tja,
das Problem ist doch auch, einen nicht tragfähigen Untergrund eines Stellplatzes zu erkennen.
Ich kenne es noch vom Bund. Stechschritt und die Hacke in den Boden. Ist der Absatz mehr als 2-3cm im Boden eingedrungen, besser nicht einfahren. Sieht lustig aus, ist aber so....

Ich habe wohl ein paar Kilo zuviel, weiß aber nie, ob der Boden meinen 5 Tonner trägt. Der Hackentrick hilft meist. Nutz aber nichts, wenn der Boden später aufgeweicht wird, so wie bei mir in Usedom.

Problem:
Ich stehe auf einer großen Wiese. Wie die an der Mosel z.B. Alles schön trocken. Dann ein Sturzregen die ganze Nacht.
Die Wiese verwandelt sich in eine Schlammfalle. Das wars dann.

Auch das Bergungsunternehmen kommt auch mit einem LKW. Die fahren da gar nicht rein, sonst stecken sie selber fest. Hilft nur der Traktor des freundlichen Bauern von nebenan. Der kommt aber ggf. mit einer unelastischen Kette. Die dehnt sich 0,0. Da werden alle Kräfte auf das Mobil übertragen. Nee, da habe ich lieber ein eigenes elastisches Seil oder Gurt dabei.

Mein Fazit:
Ich werde mir zwei Anfahrhilfen holen und sie bei schlechten Verhältnissen sofort (!) vor der Abfahrt und einem ersten Versuch vor den Reifen legen. Bin ich bereits ein Meter gerollt, habe ich vielleicht (?) bessere Karten, als wenn ich im Stand die Antriebsräder schon zum Durchdrehen bringe.

Einen Gurt werde ich mir auch anschaffen. Ihn aber nur für die Abschleppöse nutzen, wenn das Mobil sich noch nicht eingegraben hat. Sonst ist mir die Gefahr der Beschädigung zu hoch.

Der Rest ist Kismet.... :pray:

MobilLoewe
09.01.2014, 16:47
...
Mein Fazit:
Ich werde mir zwei Anfahrhilfen holen und sie bei schlechten Verhältnissen sofort (!) vor der Abfahrt und einem ersten Versuch vor den Reifen legen. Bin ich bereits ein Meter gerollt, habe ich vielleicht (?) bessere Karten, als wenn ich im Stand die Antriebsräder schon zum Durchdrehen bringe.

Einen Gurt werde ich mir auch anschaffen. Ihn aber nur für die Abschleppöse nutzen, wenn das Mobil sich noch nicht eingegraben hat. Sonst ist mir die Gefahr der Beschädigung zu hoch. ...

Martin, genauso habe ich auch entschieden.Dann ist man bis zu einem gewissen Grad ausgerüstet. :gut: Wichtig, sofort aufhören zu rangieren, ich habe da früher so meine Erfahrungen gemacht...

Gruß
Bernd

wolf
09.01.2014, 17:15
Hallo!
Ich hatte erst Anfahrhilfen aus Plastik. In aufgeweichtem Gelände oder im Sand helfen sie nicht. Auf der einen Seite wurde der Plastikstreifen durch das drehende Rad nach hinten weggeschleudert, auf der anderen Seite steht das Rad auf dem Plastikstreifen.
Nach einigen hilflosen Versuchen mit Gummimatten, profilierten Plastikanfahrhilfen, habe ich mir Sandbleche aus Alu und einen Air-Jack zugelegt.

Wenn ich das Fahrzeug eingegraben habe hebe ich mit dem Air-Jack das Fahrzeug aus der Mulde, schaufle das Loch zu und lege Sandbleche unter.
Außerdem sind noch ein Seilzug und als Abschlepphilfen einige Hebe- oder Lastbänder an Bord.

Gruß
wolf

MobilLoewe
09.01.2014, 17:22
Wolf, ein Air-Jack ist so ein Teil, dass sich am Auspuff anschlossen auf bläst? Hebt auch 5 Tonnen? Hast Du das schon mal getestet? Eine interessante Alternative, Packmaß und Gewicht wäre interessant.

Gruß
Bernd

AlterHans
09.01.2014, 18:14
Hallo Wolf,
kann man den Airjack bedenkenlos unter einen Leiterrahmen legen auf den eine Bodenplatte aufgeschraubt ist? Und zwischen dem Handbremsseile u.ä. verlaufen?

wolf
09.01.2014, 18:34
@Bernd
Ich habe ihn schon gebraucht. Ein Wagenheber hilft in solchen Fällen wenig. Der Untergrund zu weich, Scherenwaagenhebern benötigen auch viel Kraft, zu wenig Freiraum.
Die Größe ist wie eine kleine Einkaufstasche

@AlterHans.
Ich lege ihn unter massive Fahrzeug- oder Rahmenteileteile im Bereich der Achsen, Räder. Zum Schutz lege ich nochmals eine Gummimatte zwischen Air Jack und Fahrzeugteile.

Gruß
wolf

auf-reisen
20.01.2014, 12:38
@ Martin dein Postfach ist voll :-)

Ich wollte mir dieses für 4t kaufen http://www.ebay.de/itm/271319678864?var=570212928171&ssPageName=STRK:MEWAX:IT&_trksid=p3984.m1423.l2649

Das müßte doch ausreichen............

Frenzi
20.01.2014, 13:49
Hallo Kai,

habe ich geleert.... :-)

Ja, ich denke schon. Ein Hebegurt für 4to sollte nach Norm eine Bruchlast von 28to aufweisen. Wie schwer ist denn dein Mobil?

Ich habe mir ein 6m Gurte für 3to Hebelast hier gekauft. Kostete keine 30,-. Klick (https://www.lasi24-shop.de/de/Hebeband-3000-KG-60-m)

Besorgen werde ich mir noch 2 Waffleboards und einen Schäkel.
Bezgl. Waffleboards habe ich ein interessantes Angebot in der Bucht (http://www.ebay.de/itm/131091609619?ssPageName=STRK:MEWAX:IT&_trksid=p3984.m1438.l2649) gefunden. Ich habe da mal angefragt, ob er noch liefern kann und was ggf. eine schwerere Ausführung kostet.

Poldi
20.01.2014, 14:01
Servus zusammen



Ich habemir die Bushranger X Trakx II

http://www.youtube.com/watch?v=RmsgdweyJuY


geholt inder HoffnungSie nicht zu brauchen.

L 143 cm B 30 cm
Aber seit den Erkenntnissen vom Frenzi aus dem Usedom-Threaddenkeichdas Geldist schon gut angelegt ist.


Auch wenn ich nur einmal,Hängenbleibe haben sich das Lesen hier im Forum und die Anschaffungder Matten schon relativiert.

auf-reisen
20.01.2014, 19:37
Hallo Kai,

habe ich geleert.... :-)

Ja, ich denke schon. Ein Hebegurt für 4to sollte nach Norm eine Bruchlast von 28to aufweisen. Wie schwer ist denn dein Mobil?

Ich habe mir ein 6m Gurte für 3to Hebelast hier gekauft. Kostete keine 30,-. Klick (https://www.lasi24-shop.de/de/Hebeband-3000-KG-60-m)

Besorgen werde ich mir noch 2 Waffleboards und einen Schäkel.
Bezgl. Waffleboards habe ich ein interessantes Angebot in der Bucht (http://www.ebay.de/itm/131091609619?ssPageName=STRK:MEWAX:IT&_trksid=p3984.m1438.l2649) gefunden. Ich habe da mal angefragt, ob er noch liefern kann und was ggf. eine schwerere Ausführung kostet.

Hallo Martin,

mein Mobil hat 4,2t.

Als Anfahrhilfe wollte ich mir die Zulegen http://www.ebay.de/itm/221252366005?ssPageName=STRK:MEWAX:IT&_trksid=p3984.m1423.l2649

Ich denke das müßte reichen.

Frenzi
20.01.2014, 20:55
Kai, dann sollte auch der gelbe Gurt reichen. Hab das Teil hier zuhause, macht einen stabilen Eindruck...

Bezüglich dieser Anfahrhilfen aus Gummi habe ich eine geteilte Meinung. Habe schon viele Videos und Threads in Foren gelesen. Die Infos aus 4x4-Foren sagen aus, das die Waffleboards eigentlich besser sind. Für Wohnmobile sind die Erfahrungen eher spärlich.

Der Nachteil dieser Gummiteile liegt bei der Anwendung im Sand. Aufgrund der flexiblen Form und der eingeschränkten Verschränkungsfähigkeit unser Mobile sollen sie nicht das Gelbe vom Ei sein. Bei weichem Sand biegen sich die Teile in der "Sandkuhle" durch. Sie passen sich halt an. Dadurch wird der "Berg" vor dem Antriebsrad nicht flacher.

In meinem Fall wie auf Usedom hätten sie mir vermutlich nicht geholfen, es sei denn, ich hätte sie sofort bei dem ersten Versuch eingesetzt oder sogar besser gleich das Mobil drauf abgestellt. Bei Schlamm und Eis sollen sie OK sein.

Der Vorteil des Waffleboard liegt ähnlich dem Sandblech darin begründet, dass es sich nur bedingt durchbiegt und auch nach der Belastung in die Ursprungsform zurückgeht. Anders als bei den Gummimatten drückt sich Board mit der Gitterstruktur zwar in den Boden, aber eben nicht wesentlich tiefer. Bei Schlamm und Schnee ebenso. Bei Eisglätte sollte es aufgrund der etwas höheren Aufbauart dagegen etwas schwieriger sein, selbst auf das Board zu fahren.

Tja, ich schlage vor, du besorgst dir die Dinger, wir treffen uns Silvester 2014 auf Usedom. Dann nimmst du meinen alten Stellplatz und wühlst dich so richtig ein.
Dann vergleichen wir die beiden Lösungen.

Vorteil: Wenn es nicht klappt, kennst du schon den Preis der Bergung... ;-)

Jabs
20.01.2014, 21:45
Hallo Martin,

sollten wir dann gleich das nächste Forumstreffen auf Usedom / Silvester legen ? Dann hätten wir alle etwas davon ;-) ;-)

Grüße Jürgen

Frenzi
20.01.2014, 21:54
Hallo Martin,

sollten wir dann gleich das nächste Forumstreffen auf Usedom / Silvester legen ? Dann hätten wir alle etwas davon ;-) ;-)

Super Jürgen,
ich besorge Glühwein, warme Decken für die Damen und Chips....

Andere sollten das noch Luftlandebleche, Abschleppseile, Greifzüge und Schüppen mitbringen. DAS wird eine Gaudi.... :lol:

Spaß beiseite. Ahlbeck hat uns so super gefallen, dass wir nächstes Jahr dort wieder fest planen.

dojojo
20.01.2014, 21:58
Warum so weit?

in Martins Usedom-Fred wurde die Ruhr vorgeschlagen 10260 10261

Jabs
20.01.2014, 22:10
Hallo Johannes, kann Martin sein WoMo dort auch versenken ? Grüße Jürgen

dojojo
20.01.2014, 22:15
Hallo Jürgen, so tief ist die Ruhr glaube ich nicht, aber für einen neuen "Test" reicht es :lol:

auf-reisen
20.01.2014, 22:27
Tja, ich schlage vor, du besorgst dir die Dinger, wir treffen uns Silvester 2014 auf Usedom. Dann nimmst du meinen alten Stellplatz und wühlst dich so richtig ein.
Dann vergleichen wir die beiden Lösungen.

Vorteil: Wenn es nicht klappt, kennst du schon den Preis der Bergung... ;-)

Ja Martin das wäre eine gute Idee.:-)
Aber mein Iveco fährt da so wieder raus :greenjumpers:

Wieder zum Thema:
Bin mir auch nicht sicher ob ich mir diese zulegen soll, deine Variante finde ich gut aber zu sperrig.

Ja was tun ....??????

Frenzi
20.01.2014, 23:27
Bin mir auch nicht sicher ob ich mir diese zulegen soll, deine Variante finde ich gut aber zu sperrig.

Ja was tun ....??????

Wenn ich das wüsste, Kai....

Ich könnte die Boards in meiner (kleinen) Heckgarage entweder auf den Boden legen oder sie an der Wand befestigen. Oder hochkant an der Seite lagern.
Die 1m-Matten würden in ein Außenstaufach passen.

Ich sehe das so wie mit dem Keller. Hast du Platz, liegt da eh etwas anderes. Kommt für mich auch auf Preis-/Leistung an.
Bekomme ich Boards bis 130-140 Euro, schlage ich zu, ansonsten werde ich mir vermutlich diese anschaffen, die etwas stabiler aussehen:

Klick (http://webshop.horntools.com/anfahrhilfe-stueck-29x100cm-paar-p-4506-3.html)

Hier findest du auch Boards für Fahrzeuge in deiner Gewichtsklasse: Klick (http://nakatanenga-tours.de/shop/article_BRID%2520LADD%252038/GFK-Waffleboards,-Paar.html?shop_param=cid%3D251%26aid%3DBRID%2520LA DD%252038%26)

Wenn die Matten für 80,- versagen und die Boards hier helfen, haben sich 100,- Aufpreis schon bezahlt gemacht. Aber ob man(n) sie wirklich braucht?
Ich gebe noch nicht auf und suche weiter.... Und melde mich, wenn ich etwas finde!

P.S. Ich fahre auch Iveco.... :-)

MobilLoewe
20.01.2014, 23:32
... Bin mir auch nicht sicher ob ich mir diese zulegen soll, deine Variante finde ich gut aber zu sperrig.

Ja was tun ....??????

Kai, bleibe gelassen, meine kräftigen Gummiriffelmatten (ähnlich (http://www.kuhnshop.de/Caravaning/Rund-ums-Fahrzeug/Ausgleichskeile-Stuetzboecke:::146_13_64/Traktionshilfematten-2-Stueck::17673.html)) haben bisher immer gereicht. Und ich fahre nicht nur nach Usedom...

Gruß
Bernd

Frenzi
21.01.2014, 00:22
Gucks du Test (Bushranger): Klick (http://leben.freenet.de/outdoor/schlammschlacht_906614_533154.html)

Gucks du Werbevideo: Klick (http://www.youtube.com/watch?v=hRygz2KgU4M)

Gucks du Bierdosentestvideo: Klick (http://www.youtube.com/watch?v=202CyBRTyTs)

Ich vermute, es gibt für uns nicht DIE Lösung schlecht hin. Vermutlich liegen wir mit den Gummiteilen nicht verkehrt.

wolf
21.01.2014, 10:14
Ich habe ein paar Sandbleche aus Alu. Sie sind 1,5 m lang.

http://www.woick.de/outdoor-shop/media/images/info/GG105080web_sandblech_alulight_2x15m_ohne_haken.jp g

Mit Sandblechen kann man allerdings keine Brücken bauen.

wolf2
21.01.2014, 11:06
Gucks du Bierdosentestvideo: Klick (http://www.youtube.com/watch?v=202CyBRTyTs)



Hallo Martin,
so sieht es in der Praxis aus!
Wenn das Fahrzeug durch sein Gewicht im Schlamm erst mal mit allen 4 Rädern eingesunken ist, passiert genau das auf obigem Video gezeigte. Die Matte wird von den Rädern unter das Fahrzeug gezogen und auf der anderen Seite wieder "ausgespuckt" und das Fahrzeug steht immer noch auf der Stelle!
So habe ich das selbst schon im Winter erlebt!

wolf
21.01.2014, 11:30
Wenn das Fahrzeug durch sein Gewicht im Schlamm erst mal mit allen 4 Rädern eingesunken ist, passiert genau das auf obigem Video gezeigte. Die Matte wird von den Rädern unter das Fahrzeug gezogen und auf der anderen Seite wieder "ausgespuckt" und das Fahrzeug steht immer noch auf der Stelle!

Das habe ich anfänlich auch etliche Male erfahren müssen.

Aus den Erfahrungen meine Vorgehensweise in solchen Fällen.
Fahrzeug anheben, Grube auffüllen und Sandbleche unter die Räder legen. Unter beide Räder.
Die Sandbleche müssen flächig aufliegen. Man kann damit keine Kuhle überbrücken, sonst knicken die ein und gehen an den Enden hoch.

Frenzi
21.01.2014, 11:44
Richtig Wolfgang!

Das habe ich auch auf Usedom erlebt. Die Matte wurde schön unter den Reifen gezogen.

Warum? Nun, ich bin kein Physiker.

Aber wenn die Kontaktfläche der Anfahrhilfe sich nicht genügend mit dem Boden verkeilt, kann sie keine Kräfte des Antriebsrades aufnehmen. Sind die Kräfte, die durch das Antriebsrad verursacht werden, zu groß, flutscht die Matte munter auf dem Boden herum. Zugegebenermaßen ist der Dünensand im Video für uns Mobilisten eher die Ausnahme.

Ziel sollte es also sein, eine Anfahrhilfe zu finden, die bei Schlamm und Sand eine Verbindung zum Boden aufnimmt, die möglichst hoch belastbar ist.
Das kann durch eine grobe Struktur und/oder Löcher geschehen. Dann sollte sie sich auch nicht zu sehr durchbiegen. Denn passt sich eine Anfahrhilfe stets dem eingesacktem Rad an, wird die Rampe immer höher und man kann sie nicht erklimmen.

Deswegen tendiere ich eher zu den Waffleboards. Die Gitterstruktur drückt sich ausreichend fest in den Boden und nimmt Kräfte des Rades auf. Dabei ist die Oberfläche dieser Teile so rauh, dass man(n) sich schnell die Finger dran verletzt. Sollte sich so ein Board wesentlich tiefer in den Boden drücken, hilft eh nur noch ein Anheben des Fahrzeuges und Unterfütterung der Antriebsräder.

Wenn die Teile nur nicht so teuer und schwer wären...


Das habe ich anfänlich auch etliche Male erfahren müssen.

Aus den Erfahrungen meine Vorgehensweise in solchen Fällen.
Fahrzeug anheben, Grube auffüllen und Sandbleche unter die Räder legen. Unter beide Räder.
Die Sandbleche müssen flächig aufliegen. Man kann damit keine Kuhle überbrücken, sonst knicken die ein und gehen an den Enden hoch.

Richtig! Aber wie hebe ich mit meinem Wagenheber in Schlamm oder weichen Sand meinen 5 Tonner an?
Da muss ich doch Rüsthölzer etc. mitführen. Finde ich für den normalen Mobilisten, der nicht durch Afrika fährt, etwas übertrieben. Oder liege ich da falsch?

wolf2
21.01.2014, 12:31
Richtig! Aber wie hebe ich mit meinem Wagenheber in Schlamm oder weichen Sand meinen 5 Tonner an?
Da muss ich doch Rüsthölzer etc. mitführen. Finde ich für den normalen Mobilisten, der nicht durch Afrika fährt, etwas übertrieben. Oder liege ich da falsch?

Hallo Martin,
du liegst richtig, das ist eine zeitaufwendige und seeehr schmutzige Arbeit!

Aber ohne die notwendigen Hilfsmittel, Spaten, Pallhölzer, Unerlegplatten (für Wagenheber oder Hubstützen) und Schienen bzw. starke Holz-Bohlen geht halt im Fall eines Falles nicht viel!

Daher bleibe ich bei meiner Meinung ich nehme gar nichts zusätzlich mit, da ich eben nicht in die Wüste fahre.
Ich bin sehr vorsichtig bevor ich unwegsames Gelände befahre. Im Fall eines Falles, wenn gesperrte Antriebsachse und Matsch und Schneeprofil nicht mehr helfen, brauche ich Hilfe durch Dritte (ADAC Abschleppdienst) der mir die Hilfsmittel wie Hölzer, Schippe etc. mitbringen wird.

Aus der Kuhle rausheben kann ich das Fahrzeug wie schon beschrieben mittels hydraulischer Hubstützen, die zwecks schneller Nivellierung und stabiler Lage (ohne Seegang in der Federung) eh vorhanden sind.

Jabs
21.01.2014, 14:13
Hallo Martin, hallo Zusammen,


.... Daher bleibe ich bei meiner Meinung ich nehme gar nichts zusätzlich mit, da ich eben nicht in die Wüste fahre.
Ich bin sehr vorsichtig bevor ich unwegsames Gelände befahre. Im Fall eines Falles, wenn gesperrte Antriebsachse und Matsch und Schneeprofil nicht mehr helfen, brauche ich Hilfe durch Dritte (ADAC Abschleppdienst) der mir die Hilfsmittel wie Hölzer, Schippe etc. mitbringen wird.

stimme 100 % zu. Ohne Profi - Wissen als Feuerwehrmann ;-), Bergeunternehmen ... sollte mal in Ernstfall die Finger davon lassen und hier im Forum (bei Laien wie mir) keine falschen Erwartungen wecken. Und wie schon unter #20 geschrieben, das Risiko halte ich für überschaubar.

Grüsse Jürgen

Frenzi
21.01.2014, 14:35
Ein gutes Schlusswort, Jürgen! :-)
Möge jeder für sich entscheiden.....



---KUCHEN--- :lol:

wolf
21.01.2014, 14:59
Richtig! Aber wie hebe ich mit meinem Wagenheber in Schlamm oder weichen Sand meinen 5 Tonner an?
Wie oben schon erwähnt mit einem Luftsack, genannt Air Jack.
Auf meinem Luftsack steht 3 t. Man hebt ja nicht das gesamte Fahrzeug hoch, sondern einen Teil.

http://www.ohgizmo.com/wp-content/uploads/2008/04/exhaust-air-jack.jpg

Hier einige Bilder zur Verdeutlichung.
http://www.hornchic.com/products_airjack4.php

Gruß
wolf

Igel
18.02.2014, 12:14
Und passiert es dann doch mal, dann gibt es immer irgendwo einen Traktorfahrer, der sich über einen Braunen freut.
Dies hätte ich auch so gesagt, wenn der freundliche Bauer nicht angezeigt worden wäre und nun nicht nur grünes Kennzeichen, sondern auch den günstigen Diesel für den Acker für das Jahr los war.
Es ist typisch deutsch: Dem Traktorfahrer, der im Winter jemand aus den Graben gezogen hatte, wurde gewerbmäßiges Handeln mit einem steuerbefreiten (oder war es vergünstigten) Kfz vorgeworfen.
Und wenn man selber jemanden hilft und dann Beschädigungen am eigenen Fahrzeug hat, dann tritt bestimmt keine Versicherung ein, denn das ist wie bei der Umzugshilfe, da sind solche Leistungen nicht abgedeckt.

LT35
18.02.2014, 20:44
Moin


Dies hätte ich auch so gesagt, wenn der freundliche Bauer nicht angezeigt worden wäre und nun nicht nur grünes Kennzeichen, sondern auch den günstigen Diesel für den Acker für das Jahr los war.
Es ist typisch deutsch: Dem Traktorfahrer, der im Winter jemand aus den Graben gezogen hatte, wurde gewerbmäßiges Handeln mit einem steuerbefreiten (oder war es vergünstigten) Kfz vorgeworfen.
Und wenn man selber jemanden hilft und dann Beschädigungen am eigenen Fahrzeug hat, dann tritt bestimmt keine Versicherung ein, denn das ist wie bei der Umzugshilfe, da sind solche Leistungen nicht abgedeckt.

Zur Steuerbefreiung der Fahrzeuge mit grünem Kennzeichen siehe §3 KraftStG. Es ist durchgängig die Rede von einer ausschließlichen Verwendung für die dort genannten Zwecke. Eine unentgeltliche Schlepphilfe dürfte kaum zum Widerruf der Steuerbefreiung (und damit zum Verlust der Voraussetzung für dieses Kennzeichen) führen, die zugesteckte Aufwandsentschädigung wird daran m.E. auch nichts ändern. Problematisch wird es dann, wenn eine Einnahmeerzielungsabsicht unterstellt werden kann (von Gewinn würde ich hier gar nicht reden wollen), d.h. der hilfsbereite Kollege steht in Römö am Strand und wartet auf die Flut. Das dürfte sicher nicht die Regel sein.

Eine Kasko-Versicherung wird für die o.g. Schäden am eigenen Fahrzeug nicht haften, weil es sich dabei um Betriebsschäden handelt.

mfG
K.R.

(der sich in 25 Jahren 3x hat bergen lassen müssen, jedesmal auf Campingplätzen ...)

willy13
18.02.2014, 20:52
Vor allem wird dies nicht bei einem einmaligen Vorfall geschehen, weiterhin wird es sehr schwierig einem Landwirt die Gewinnabsicht zu beweisen, ich sehe diese Schilderung als Märchen, oder es ist eine Ente in der Landwirtzeitung für die Winterzeit
Im Kommentar zu diesem § des Kraftfahrsteuergesetz sind sogar einige Ausnahmen genannt, z.b. aufstellen des Maibaums, Hilfe bei der Brauchtumpflege, sowie auch der Begriff Nachbarschaftshilfe und dieser Begriff ist sehr dehnbar.