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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Luftfeuchtigkeit und der regenerierbare Piguin



raidy
03.12.2013, 23:44
Dass sich im WoMo Luftfeuchtigkeit bilden kann ist jedem bekannt. Bisher habe ich nichts gemacht außer in den Ruhetagen regelmäßig gelüftet. Jetzt aber habe ich den Pinguin zufällig gesehen. Es ist ein Luftentfeuchter, den man in der Mikrowelle oder auf dem Kachelofen beliebig oft wieder "recyceln" kann. Den Pinguin teste ich jetzt mal diesen Winter und sage euch dann im Frühjahr was ich davon halte. Hier ist der Pinguin (http://pingi.com/index.php/de/produkte/75-pingi-luftentfeuchter-xl-450-g)
Nachtrag: Gibt es gerade im real-Markt für 9,99€

mobbell
04.12.2013, 00:05
Danke für den Hinweis,,liest sich gut.

MobilLoewe
04.12.2013, 00:50
Dass sich im WoMo Luftfeuchtigkeit bilden kann ist jedem bekannt. Bisher habe ich nichts gemacht außer in den Ruhetagen regelmäßig gelüftet. ...

Ups, ich habe bisher noch nie was gemacht :gruebel: zumindest nicht bewusst. Allerdings wird das Mobil in der kalten Jahreszeit auch immer wieder mal auf die Piste geschickt.

Ab welcher Standzeit sollte man denn sich um die erhöhte Luftfeuchtigkeit kümmern?

Gruß
Bernd

raidy
04.12.2013, 01:40
Das Thema Luftfeuchtigkeit im WoMo ist ein sehr komplexes Thema und leider nicht mir zwei Sätzen beschreibbar.
Ich versuche mal eine vereinfachte Kurzversion (die streng wissenschaftlich nicht ganz korrekt ist):

1) Warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen als kalte Luft.
Bei 20 Grad und 50% Luftfeuchtigkeit befinden sich 8,65gr Wasser in einem m³ Luft
Bei 0 Grad und 50% Luftfeuchtigkeit sind es nur noch 2,42 gr. Tabelle hier (http://www.fensterbausieber.de/downloads/003-tabellen-zur-luftfeuchtigkeit.pdf)
50% Luftfeuchtigkeit bei 0 Grad sind also wesentlichst "trockener" als 50% bei 20 Grad.
2) Kommt warme gesättigte Luft an ein kaltes Objekt, so beschlägt dieses. Die Brillenträger unter euch können ein Lied davon singen.
3) So lange du mit dem WoMo fährst, ist die Luftzirkulation immer so heftig, dass die Luft in etwa überall gleich warm ist. Die Beschlagskondensation ist sehr gering.
4) Stehst du und befindet du dich im WoMo bei Kälte draußen, so reichert sich die warme Luft durch deinen Atem mit Wasser (gr/m³) an. Kommt diese Luft auf eine kältere Oberfläche, so kondensiert sie dort. Das kennst ihr von der beschlagenen Frontscheibe morgens zur Genüge.
Da man tagsüber aber immer wieder lüftet und die Türe öffnet, hält sich der Beschlag tagsüber in Grenzen.
Beim Schlafen lüftet eben keiner und deshalb sind die Scheiben morgens immer am meisten nass.
5) Bei Temperaturen unter 0 Grad ist die Luft fast immer sehr trocken und man hat keinerlei Probleme.
Gerade im tiefsten Winter hat man mir abgestellten Fahrzeugen die wenigsten Probleme. da ist die Luft einfach derart trocken, dass es nicht nennenswert kondensiert ( so lange niemand drin ist).

Nun gibt es aber Situationen, wo es kritisch werden kann. Gerade wenn es nicht extrem kalt ist, so bei +1 - +10 Grad. Eine davon ist die gut gemeinte, aber dumme Ab- und Zu mal aufheizen damit das WoMo nicht friert. Was passiert:
Die Luft wird aufgeheizt und die relative Luftfeuchtigkeit (das was der Hygrometer anzeigt) nimmt zuerst mal kräftig ab (Nicht aber die gr/m³) . Aber: Durch die Mindestbelüftung kommt ja auch immer neue Luft ins WoMo. Diese "Feuchtigkeit" wird von der warmen Luft aufgenommen (die gr/m³ steigen). Schaltet man nun die Heizung aus, fällt die Temperatur im WoMo. Die abkühlende Luft kann die Feuchtigkeit (also die gr/m³) nicht mehr halten. Dort wo es am kältesten wird, kondensiert dieses Wasser an der Oberfläche ab. Des ist eben nicht nur die Scheibe. Dies passiert dann meistens in geschossenen Schränken, die an der Außenhaut liegen.
Oder gerne auch an der Matratzenöberfläche, daher auch die Stockflecken an den Bezügen.
Deshalb sollte man gerade dann am meisten lüften, wenn das WoMo gut aufgeheizt war, damit diese feuchte Luft raus kommt und trockenere rein kommt. Wenn es draußen regnet oder Nebel hat, bringt es aber nichts.

Was kann man dagegen tun?

1) Am besten ist es dafür zu sorgen, dass ein WoMo nicht immer aufheizt und wieder abkühlt.
2) Ist dies nicht vermeidbar (Sonne tagsüber) dann hilft immer lüften zur kältesten Zeit, wenn es also draußen kälter ist wie im WoMo.
3) Schrankklappen offen lassen, damit die Temperaturunterschiede Innenraum Hohlräume (Schränke) nicht so hoch sind.
4) Sitzpolster so legen, dass Vorder- und Rückseite frei liegen.

Oder/und natürlich genau solche Luftentfeuchter einsetzen, damit diese starke Feuchtigkeit (Kondensbildung) auffangen. Das verzeiht dann so manche Fehler, zaubern können sie aber auch nicht.

Aber übertreiben muss man es auch nicht. Ab und zu mal kräftig lüften hilft auch schon viel. Am schlimmsten ist es z.B., wenn man im warmen WoMo nasse Jacken aufhängt und dann die Heizung ausschaltet. Dann nimmt die Luftfeuchtigkeit durch die Wärme erst stark zu und kondensiert dann durch die Abkühlung sehr stark ab.

Ich persönlich halte das heizen des unbewohnten WoMos im Winter für eine sehr große Dummheit, was die Luftfeuchtigkeit betrifft.

Fazit:
- Unter 0 Grad gibt es keine Feuchtigkeitsprobleme im unbewohnten WoMo.
- Bei warmen Innenraum lüften, damit die gesättigte "nasse" Luft entweichen kann.
- Bei langen Standzeiten Schränke öffnen.
- Lüften ist immer gut!
- nicht übertreiben, so ein WoMo kann schon was ab.

Wem das nicht genau genug war, der kann es hier studieren: http://de.wikipedia.org/wiki/Luftfeuchtigkeit
Aber wen interessiert schon Teilsättigung, Übersättigung, Taupunkt, .....

raidy
04.12.2013, 02:21
Nachtrag:
Hier könnt ihr wunderbar sehen, wie die relative Luftfeuchte sofort abnimmt, wenn der Innenraum aufheizt:
9734
relative Luftfeuchtigkeit: Die prozentuale Menge an Wasser, welche zur aktuellen Temperatur maximal von der Luft aufgenommen werden kann.

Da sich beim Aufheizen die Menge Wasser (also die gr pro m³) in der Luft in meinem WoMo nicht geändert hat, hat logischerweise die relative Luftfeuchtigkeit durch das Aufheizen abgenommen. Die Verzögerung der Kurven ist Sensor bedingt. Er braucht etwas, bis der die Änderung registriert.

BRB-Stefan
04.12.2013, 07:50
Hast du gut geschrieben Raidy.

Trifft die Sache schon sehr genau! Danke für die Arbeit!
Wer seine Luftfeuchtigkeit genauer prüfen möchte, kann sich ein Hygrometer ins Mobil legen.
Das ist ganz interessant ;)

Stefan

Frenzi
04.12.2013, 09:19
Schäm dich Georg!

Einen armen Pinguin in die Mikrowelle stecken zu wollen.... ;-)

Spaß beiseite, sehr gut geschrieben und Danke für den Tipp!

Ich persönlich lüfte unterwegs morgens (stoßlüften) nach dem Frühstück. Also alle Fenster und Luken für 5 Minuten auf, auch bei Frost. Danach wieder Schotten zu.

Schaden kann aber die Technik sicher nicht. Was schätzt du, wie viele "Pinguine" man so für ein Mobil braucht?

MobilLoewe
04.12.2013, 11:28
... Ich persönlich halte das heizen des unbewohnten WoMos im Winter für eine sehr große Dummheit, was die Luftfeuchtigkeit betrifft. ...

Georg, vielen Dank für Deine umfangreichen Erklärungen. Instinktiv mache ich schon einiges richtig, wenn wir in der kalten Jahreszeit unterwegs sind.

Jetzt will ich Deine Arbeit nicht auf das Zitat oben reduzieren, aber ich denke die Ausgangslage war die Überwinterung und die Luft zu entfeuchten. Das ist mir noch nicht eingefallen, das unbenutzte Mobil mal eben aufzuheizen. Ich denke, wenn, dann sollte man bestimmt 48 Stunden heizen, damit die Materialien durchgewärmt werden. Da ich im Winter immer wieder mal fahre, dann das Mobil aufheizt wird, muss ich meine Praxis nicht ändern. Auch Schrankklappen habe ich noch nicht aufgestellt. Aber wenn das Mobil über Monate nicht in Betrieb ist, dann sollte man die Tipps von Dir berücksichtigen.

Oder auch hier:


Geöffnet lassen sollte man dagegen im Innenraum sämtliche Schrankklappen und -türen. Das verbessert den Luftaustausch im Mobil und sorgt für eine gleichmäßige Temperaturverteilung. An den kälteren Stellen - an der Außenwand und um Aufbauöffnungen - kann sich sonst Kondenswasser und sogar Schimmel bilden.

Aus dem gleichen Grund sollte man auch die Polster an der Sitzgruppe von der Unterlage abheben und aufstellen. Das Gleiche gilt für die Matratzen. Dabei helfen einige untergestellte Stützen. Feuchtigkeit könnte sonst Stockflecken und Mief verursachen. Der Kühlschrank wird abgetaut, gründlich gereinigt und getrocknet. Idealerweise sollte man das Reisemobil von Zeit zu Zeit lüften. Dazu alle Fenster und Türen für einige Minuten öffnen. Ratgeber Richtig Einmotten auf promobil.de (https://www.promobil.de/ratgeber/ratgeber-wohnmobil-fuer-die-winterpause-einmotten-bei-promobil.de-459971.html)

Viele Grüße
Bernd

raidy
04.12.2013, 11:59
Schaden kann aber die Technik sicher nicht. Was schätzt du, wie viele "Pinguine" man so für ein Mobil braucht?
Gute Frage. Zwar wird er in den Tests von den Benutzern vorwiegend gut bewertet, doch glaube ich kaum dass die Luft des ganzen WoMos den Beutel erreicht. Er wird wohl eher von langsamer Wirkung sein. Angegeben ist er mit <10m³. Ein 6m WoMo hat grob 24-30m³ Innenvolumen, dann wären es 3.

wolf
04.12.2013, 13:29
Die feuchte Jahreszeit ist wieder im kommen und die Frage ist muss man etwas machen und was kann man machen.
Da will ich nun auch mal meinen Senf dazu geben.

Prinzipiell gilt. Wenn innerhalb und außerhalb des Fahrzeuges die gleichen klimatischen Bedingungen herrschen muss man keine Trocknungsmaßnahmen durchführen. Damit die gleichen klimatischen Bedingungen herrschen muss man nur lüften, lüften und nochmals lüften.

Es gibt vielleicht eine Ausnahme, das ist bei länger anhaltenden Nebelperioden. Bei Nebel ist die Luft mit Wasser gesättigt, innen wie außen. Wenn dann die Temperatur sinkt kondensiert Wasser und es wird im Inneren feucht.

In solchen Fällen kann es sinnvoll sein eine Maßnahme zum Entfeuchten durchzuführen.

Da bin ich bei dem PIGUIN. Ein fantasievoller Name für das bekannte Trocknungsmittel Silicagel. Sämtliche Trocknungsmittel mit Farbindikator bestehen aus Silicagel.
Silicagel besteht aus Kieselsäure, auch als Kieselgel bezeichnet. Diese Mittel sind oftmals mit einem blauen Wasser-Indikator eingefärbt. Wenn Silicagel Wasser gebunden hat, verfärbt sich der Indikator von blau nach blassrosa. Dies ist dann ein Zeichen, dass die Wasseraufnahmefähigkeit erschöpft ist. Man kann Silicagel selbst regenerieren. Dazu bringt man es auf einem Backblech in einen Backofen, bei etwa 120°C bis 150°C wird es regeneriert. Es ändert dabei seine Farbe wieder nach blau.

Silicagel kann ca. 10% seiner Masse an Wasser aufnehmen.

Was der Pinguin kostet habe ich nicht gefunden. Bei Ebay findet man genügend von dem Trockenmittel.
http://www.ebay.de/itm/like/370492164903?lpid=91&_configDebug=ViewItemDictionary.ENABLE_PAYMENTS_IN _HLP:true

Setzt man solche Mittel ein stellt sich die Frage wie viel Wasser kann im Womo denn anfallen?
Mit der Entfeuchtung will man den Wasserdampfgehalt in der Luft niedrig halten, damit sich kein Kondenswasser bildet und als Folge Schäden entstehen können. Um abschätzen zu können wie intensiv man eine Entfeuchtung betreiben sollte ist interessant, welche Wassermenge anfallen kann.

In einem Nachbarforum hat ein Mitglied während der Aufheizphase seines Campingfahrzeuges die Temperatur und relative Feuchtigkeit registriert.

http://wiki.womoverlag.de/wiki/images/thumb/8/80/Willi_Chic.jpg/700px-Willi_Chic.jpg

Während dieser Zeit befand sich niemand im Fahrzeug.
Die Anfangstemperatur lag bei 3°C, die Luftfeuchte betrug 70%. Das entspricht einer Wassermenge von 4 g/m³ Luft. Nach ca. 1,5 Stunden Aufheizzeit betrug die Temperatur 20°C und die rel. Luftfeuchte 70%, was einem Wassergehalt von 10 g/m³ Luft entspricht. Der Wassergehalt hat sich mehr als verdoppelt.
Die Luft hat sich zusätzlich Wasser geholt, denn ohne das zusätzliche Wasser, hätte die rel. Luftfeuchte auf 22% sinken müssen. Von außen konnte das Wasser nicht kommen, denn während der Aufheizphase vergrößert sich das Luftvolumen, wodurch Luft von Innen nach Außen strömt. Das Wasser kann nur aus den Postern und sonstigen Textilien, die Feuchtigkeit speichern, kommen.

Die Daten während des Aufheizvorganges aus dem obigen Diagramm etwas anders dargestellt.
Die rote Kurve zeigt den Verlauf der relativen Feuchte im Fahrzeug an.
Wenn von außen und aus den Polstern keine Feuchtigkeit in die Luft gelänge, hätte die relative Luftfeuchte dem Verlauf der grünen Kurve entsprechen müssen. Die Differenz zwischen rot und grün entspricht der Wassermenge die in den Polstern gespeichert war. Die blaue Kurve zeigt wie viel Wasser die Luft aufgenommen hat.

http://wiki.womoverlag.de/wiki/images/thumb/b/b6/Wassergehalt_womo.jpg/700px-Wassergehalt_womo.jpg

Die Wassermenge hat um 6 g/m³ Luft zugenommen. Bei einem Luftvolumen von 50 m³ sind das 300 g Wasser. Wer also wesentlich mehr als 1 l Wasser entfernt, kann davon ausgehen, dass er die Umgebung außerhalb des Fahrzeuges trocknet.


@raidy

Die Luft wird aufgeheizt und die relative Luftfeuchtigkeit (das was der Hygrometer anzeigt) nimmt zuerst mal kräftig ab (Nicht aber die gr/m³) . Aber: Durch die Mindestbelüftung kommt ja auch immer neue Luft ins WoMo. Diese "Feuchtigkeit" wird von der warmen Luft aufgenommen (die gr/m³ steigen).
Wenn die Luft im Inneren aufgeheizt wird kommt keine Luft von außen ins Womo. Die Luft dehnt sich beim Aufheizen aus und folglich geht Luft von Innen nach Außen.
Die erwärmte Luft im Inneren nimmt auch keine Feuchtigkeit von der äußeren kalten Luft auf.

Quelle:http://wiki.womoverlag.de/wiki/index.php?title=Luftfeuchtigkeit_im_Campingfahrzeu g

Gruß
Wolf

raidy
04.12.2013, 15:10
Hallo Wolf,
schöner Bericht. der Pingu (450gr) kostete 8,99€.

Hier habe ich ein Verständnisproblem:
"Während dieser Zeit befand sich niemand im Fahrzeug.
Die Anfangstemperatur lag bei 3°C, die Luftfeuchte betrug 70%. Das entspricht einer Wassermenge von 4 g/m³ Luft. Nach ca. 1,5 Stunden Aufheizzeit betrug die Temperatur 20°C und die rel. Luftfeuchte 70%, was einem Wassergehalt von 10 g/m³ Luft entspricht. Der Wassergehalt hat sich mehr als verdoppelt. "
In der von dir gezeigten Grafik betrug die rel. LF bei 3 Grad 70%. Aber bei 20 Grad lese ich nur noch rund 50% aus der Grafik ab. Verstehe ich das was falsch?

Zu deiner Korrektur meiner Aussage:
Ich gebe zu, dass ich es undeutlich und ungenau beschrieben habe.
Ich habe zwei Entlüftungen am Dach. Sofern nicht gerade völlige Windstille herrscht, findet da immer eine Luftzirkulation statt, auch beim aufheizen. Natürlich hast du recht, sofern die Außenluft kalt und trocken ist. Ist sie aber gesättigt oder gar nebelig, dann nimmt die innere Wärme sehr wohl etwas von dem übersättigten Kondensat auf.

Clouliner
04.12.2013, 15:39
Moin,
ich werde keinen Entfeuchter ins Auto stellen, schon weil ich vermute, dass ich alleine durch die Zwangsbelüftungen die Feuchtigkeit von aussen anziehen würde.
Meine Werte schwanken zwischen 45-55%, das ist ein absolut normaler Bereich. Bei zu geringer Feuchtigkeit hätten ich Bedenken, dass die Trockenheit dem Holz schaden könnte.
Ausser lüften mache ich nichts.

Gruß
Thomas

wolf2
04.12.2013, 16:18
Hallo zusammen,
wir verwenden schon seit Jahren solche regenerierbaren Luftendfeuchter. Schon bei unserem Boot haben wir die Dinger mit Erfolg eingesetzt.

Im WoMo habe ich auch immer 2 zur Sicherheit im Einsatz, obwohl wir auch im Winterhalbjahr ständig fahren und das Fahrzeug in der übrigen Zeit in einer trockenen unbeheizten Halle steht.

Bis jetzt ist immer alles gut.

raidy
04.12.2013, 21:49
Zur Frage ob sie nutzen: Mit 100% Sicherheit kann ich sagen dass sie nicht schaden können.
Also können sie nur nutzen :lol:

wolf
04.12.2013, 21:55
Hallo raidy!



Die Anfangstemperatur lag bei 3°C, die Luftfeuchte betrug 70%. Das entspricht einer Wassermenge von 4 g/m³ Luft. Nach ca. 1,5 Stunden Aufheizzeit betrug die Temperatur 20°C und die rel. Luftfeuchte 70%, was einem Wassergehalt von 10 g/m³ Luft entspricht. Der Wassergehalt hat sich mehr als verdoppelt[/I]. "
In der von dir gezeigten Grafik betrug die rel. LF bei 3 Grad 70%. Aber bei 20 Grad lese ich nur noch rund 50% aus der Grafik ab. Verstehe ich das was falsch?

Bei 20°C sind es 54% und nicht 70%. Das war ein Schreibfehler, der korrespondierende Wassergehalt ist ja richtig.
Ich hatte die Wassergehalte gerundet. Die habe ich jetzt auch präziser angegeben.

ALT

Die Anfangstemperatur lag bei 3°C, die Luftfeuchte betrug 70%. Das entspricht einer Wassermenge von 4 g/m³ Luft. Nach ca. 1,5 Stunden Aufheizzeit betrug die Temperatur 20°C und die rel. Luftfeuchte 70%, was einem Wassergehalt von 10 g/m³ Luft entspricht. Der Wassergehalt hat sich mehr als verdoppelt
Neu

Die Anfangstemperatur lag bei 3°C, die Luftfeuchte betrug 70%. Das entspricht einer Wassermenge von 4,2 g/m³ Luft. Nach ca. 1,5 Stunden Aufheizzeit betrug die Temperatur 20°C und die rel. Luftfeuchte 54%, was einem Wassergehalt von 9,5 g/m³ Luft entspricht. Der Wassergehalt hat sich mehr als verdoppelt


Gruß
wolf

reimo3
04.12.2013, 22:04
Hallo zusammen!
Fahre auch im Winter in der Regel 1x monatlich über`s Wochenende und habe bisher keine derartigen Entfeuchter vermißt oder aber benötigt. Durch die Lagerung/Unterstellung von Oldtimern in Überseecontainern, die in einer Halle stehen, kann ich allerdings aus Erfahrung berichten,
dass ein Suppenteller gefüllt mit haushaltsüblichem Speisesalz, 14-tägig gewechselt, gute Dienste leisten.
Gruß Ulrich

wolf
04.12.2013, 23:16
kann ich allerdings aus Erfahrung berichten,
dass ein Suppenteller gefüllt mit haushaltsüblichem Speisesalz, 14-tägig gewechselt, gute Dienste leisten.

Streusalz oder Speisesalz
Diese Mittel sind ungeeignet. Speisesalz besteht zu 97 % aus Natriumchlorid (NaCl) der Rest sind andere Salze, wie Magnesiumchlorid (MgCl2). Natriumchlorid (NaCl) ist nicht hygroskopisch, es kann der Luft kein Wasser entziehen. Der geringe Anteil an Magnesiumchlorid (MgCl2) ist hygroskopisch, es kann der Luft Wasser entziehen. Es sind also nur die 3% Magnesiumchlorid die Wasser aufnehmen können.

Wenn Fahrzeuge in Überseecontainern in einer trockenen Halle stehen, kann man auch gesalzene Erdnüsse auf den Teller legen.

Gruß
wolf

MobilLoewe
04.12.2013, 23:23
Was sagt uns das? Ob mit Hausmitteln oder gekauften Luftentfeuchtern, man kann damit nichts falsch machen, ohne solche Maßnahmen aber auch nicht. :intrig:

Gruß
Bernd