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Ford Nugget Plus auf CMT 2018

Campingbus-Weltpremiere mit Westfalia-Ausbau

Ford Nugget Plus Foto: Bernd Thissen, Bernd Thissen 22 Bilder
CMT 2018

Westfalia baut den langen Ford Nugget zum Plus-Modell mit Toilette aus. Somit wird der bisher kompakte Nugget zum komplett ausgebauten Camper. promobil zeigt erste Fotos und Infos.

09.01.2018 Dominic Vierneisel, Sophia Pfisterer 3 Kommentare

Der kurze Westfalia Ford Nugget hat sich in der Klasse der kompakten Camper längst als feste Größe etabliert – auch weil er mit seinem Heckküchen-Grundriss eine interessante Alternative zu populären Konkurrenten wie VW California und Mercedes Marco Polo ist. Künftig will Ford dem bekannten Modell ein zweites zur Seite stellen, der Nugget Plus ist ein Campingbus mit einem Plus an Platz.

CMT 2018 1:32 Min.

Als Nugget Plus basiert die neue Variante auf dem Ford Transit Custom mit langem Radstand, ist somit fast 37 Zentimeter länger und streckt sich auf insgesamt 5,34 Meter. Das feste Hochdach ist an die längere Karosserie angepasst, wobei der Bereich über der Heckklappe nun durch eine leichte Wölbung formschöner gestaltet ist. Davon abgesehen hat man die Formgebung des klassischen Ford Nugget weitgehend übernommen, genauso wie die insgesamt vier Schlafplätze, die der Plus bietet.

Westfalia-Ausbau Ford Nugget Plus (2018)

Ford Nugget Plus (2018) Foto: Ford
Das Bett unter dem Hochdach hat die Maße 1,40 x 2,10 Meter.

Der Plus-Size-Campingbus bietet mit seinem neuen Innenausbau mehr Platz für längere Touren. Der große Nugget kommt, so Campingbus-Ausbauspezialist Westfalia, dem Kundenwunsch nach einem großen Campingbus auf Ford-Basis nach.

Westfalia münzt das Plus an Platz im Innenraum zu mehr Unabhängigkeit um. Dafür sorgt zu einen eine Toilette im Heck, die teilweise von einer festen Schrankwand verborgen ist und für das mit einem Rollo für mehr Privatsphäre abtrennbar ist. Auf der linken Seite komplettiert ein kleines, klappbares Waschbecken den Sanitärbereich.

Zum anderen bietet der Ford Nugget Plus auch mehr Stauraum als das kürzere Modell. Der Kleiderschrank selbst soll im Volumen wachsen, der Raum darunter, der beim Nugget für ein Porta-Potti vorgesehen war, ist jetzt frei für anderes Gepäck. Direkt hinter der Toilette findet sich ein weiteres abgeschlossenes Fach mit Hängefunktion, und die Dachstaukasten links und rechts im Heck werden ebenfalls größer.

Westfalia Club Joker gegen Ford NuggetFord Transit gegen VW T5

Grundriss mit bewährtem Zweiraum-Konzept

Winkelküche, Dreiersitzbank und Dachbett sind gleich wie in der kleinen Nugget-Version gestaltet und behält das Zweiraum-Konzept bei: Vorne entsteht eine Sitzgruppe mit den drehbaren Fahrersitzen und der Sitzbank, dahinter befinden sich Küche und Bad im Heck. Von hinten begehbar ist das Bett im zweiten Stock.

Ford Nugget Plus (2018) Foto: Ford
Die Küche im Nugget Plus bietet mehr Platz als in der kleineren Version.

Die Küche hat einen Zweiflammkocher, eine Spüle und eine 40-Liter-Kompressorkühlbox. Frisch- und Abwassertank fassen jeweils 42 Liter. An der Küchenrückseite ergänzt eine Außendusche den Sanitärbereich. So kann man auch unterwegs fernab von einem Campingplatz duschen – vorausgesetzt, die Außentemperaturen lassen es zu.

Für den Campingsommer kann man optional eine Outdoor-Paket dazu bestellen. Es beinhaltet einen Campingtisch und zwei Faltstühle, um es sich vor dem Fahrzeug bequem zu machen. Während der Fahrt kommen die Möbel platzsparend mit den passenden Halterungen in der Heckschwungtür und hinter dem Küchenblock unter. Wer mehr Campingstühle für draußen braucht, kann weitere dazubestellen.

Apropos Sitzplätze: Wie der kleinere Bruder Nugget hat der Plus fünf Sitzplätze an Bord. Die Sitzbank verfügt über zwei Isofix-Halterungen für Kindersitze. Der Fahrkomfort des Campers soll dem Ford Transit Custom ebenbürtig sein, auf dem er basiert. Handling und Geräuschdämmung sind laut Hersteller auf dem Niveau des Großraum-Pkws.

Basisfahrzeug und Motorisierung

Ford Transit Custom Erste Fahrprobe Ford Transit Custom (2018)

Unter der Motorhaube des Ford Nugget Plus verbirgt sich ein moderner EcoBlue Euro-6-Dieselantrieb. Dieser kann entweder mit 130 oder 170 PS ausgerüstet sein. Beide Leistungsstufen erhalten serienmäßig ein 6-Gang-Schaltgetriebe, optional steht auch eine 6-Gang-Automatik zur Auswahl. Interessant: Laut Ford bestellen rund 40 Prozent der Käufer den Nugget mit Automatik.

Das Basisfahrzeug des Ford Transit Custom Kombi mit Dieselantrieb verfügt über moderne SCR-Technik, die den NoX-Ausstoß des minimiert. Der Ad-Blue-Einfüllstutzen sitzt komfortabel zugänglich unter der Tankklappe. Großzügige 21 Liter Ad-Blue kann er tanken. Laut Ford besitzt der Nugget Plus die CO2-Effizienzklasse B – A.

Auf der Messe CMT 2018 in Stuttgart zeigt Ford den neuen Nugget Plus erstmals der Öffentlichkeit.

Ford Transit Nugget Plus

Preis: ab 59.270 Euro
Basis: Ford Transit Custom (L2), Kombi, ab 130 PS
Gesamtgewicht: 3365 kg
Länge/Breite/Höhe: 5340/1986/2850 mm
Empfohlene Personenzahl: 2–5
Baureihe: Der Nugget Plus ist die Lang-Variante des bekannten Kompakt-Campingbusses von Ford. Mit WC an Bord schlägt er die Brücke zum komplett ausgebauten Camper.

Neuester Kommentar

Ich habe viele Jahre und über 200 Tkm einen Westfalia Big Nugget XL gefahren. Vorteil des Big Nugget Xl war: sehr wenig, sehr optimale Raumaufteilung auf sehr geringer Grundfläche und sehr geringes Gewicht und dadurch sehr hohe Zuladung in der 3500kg Klasse möglich. Mit der Toilette und dem abgetrennten Bereich könnte ich gut leben - einfach ein Hängeduschwanne mit Vorhang rein und schon ist ein vollständiges Bad vorhanden. So hatten wir das zuvor beim VW T4 California Synchro mit Aufstelldach gemacht. Wenn jetzt den neue Westfalia mit 4x4 Antrieb angeboten werden würde, Ford bietet diese Antriebsart an, nur dann würde ich mir aber den neuen großen Nugget kaufen. Mit dem 4x4 Antrieb von Ford, dem geringen Gewicht eines Nuggets, könnte ein 4x4 bis 3500 kg realisiert werden. Westfalia würde damit fast ein Alleinstellungsmerkmal haben, zu einem akzeptablen Preis. Ohne 4x4 sehe ich keinen Anreiz den Wagen zu kaufen!

bodo schulz 9. Januar 2018, 22:04 Uhr
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