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Hymer-Konzern soll vergrößert werden

Zwei Investoren bekunden Interesse

Hymer ML-I Foto: promobil

Nach vielen Jahren im Familienbesitz soll sich jetzt einiges ändern: Familien Hymer prüft Möglichkeiten für einen Börsengang oder Beteiligungen. Zwei Investoren aus den USA sind an einer Mehrheitsbeteiligung interessiert.

31.07.2018 Sophia Pfisterer, Lisa Geiger

Die Erwin-Hymer-Group wächst: in den letzten beiden Geschäftsjahren wuchs der Umsatz von 1,36 auf 2,21 Milliarden Euro. Alleine im vergangenen Jahr wurden 55.000 Fahrzeuge verkauft und ein Absatzplus von 38 Prozent erzielt. Auch das Auslandsgeschäft verzeichnet Wachstum: In den vergangenen Jahren wurden mehrere Werke in Italien (Laika), Kanada (Roadtrek) und Großbritannien (Explorer Group) übernommen. Laut Schwäbische Zeitung gibt es Überlegungen, in China eine Produktion zu starten – dass das Land ein interessanter Markt für die Caravaning-Branche ist, bewies zuletzt die Messe All-In-Caravaning 2018.

Hymer-Investoren gefunden?

Zwei mögliche US-Finanzinvestoren sind nach Angaben des Handelsblatt am Hymer-Konzern interessiert. KPS Capital und Centerbridge wollen demnach Anfang September 2018 verbindliche Angebote für Beteilungen am Familienunternehmen aus Bad Waldsee abgeben, dies verrieten zwei Insider.

Inzwischen sei die Familie sogar bereit den Mehrheitsanteil abzugeben. Zuvor waren sie nur bereit einen Minderheitsanteil, also unter 50 Prozent, an die Investoren abzutreten. Parallel zu den Investitionsplänen prüft Hymer weiterhin die Rückkehr an die Börse. Dabei könnte der Konzern mit 2,5 bis 3 Milliarden Euro bewertet werden. Durch den Anteilsverkauf könnten bis zu 2,5 Milliarden Euro in die Kasse gespült werden.

Ein Hymer-Sprecher sagte, ein Börsengang oder eine externe Beteiligung würden „mit großer Sorgfalt und ergebnisoffen“ geprüft. „An oberster Stelle steht für die Familie Hymer, die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe im besten Interesse aller Beteiligten nachhaltig sicherzustellen.“

Hymer-Neuheiten 2019Sondermodelle und ein neuer Bus

Laut Schwäbischer Zeitung ist die Stimmung bei der Belegschaft gemischt. Einige blickten aufgrund der Zukunftspläne vertrauensvoll in die Zukunft, wieder andere haben Angst bei einem Anteilsverkauf vor Zweckentfremdung, Markenverlust und Imageschaden.

Mitte Juli fand in der Produktionshalle des Hymer-Werks die Betriebsversammlung statt, auf der die Mitarbeiter über die Zukunftspläne informiert wurden. Dabei wurden ihnen allerdings auch mitgeteilt, dass noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde. Viele Mitarbeiter hatte die Präsentation laut Schwäbische Zeitung jedoch beruhigt.

Hymer schon einmal an der Börse

Bereits 1990 wurde das Unternehmen Hymer AG (noch nicht die Erwin-Hymer-Group) erstmal an der Börse notiert. 2011 wollte Hymer dann wieder aus der Börse aussteigen, 2013 wurden die letzten Anteile zurückgekauft.

Warum Hymer überhaupt nach neuen Investoren sucht, erklärt Vorstandsvorsitzender Martin Brand wie folgt: „Die Familie hat sich entschieden, die Gesellschafterstruktur auf ein breiteres Fundament zu stellen“. So sollen innovative Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden. Johannes Stegmaier, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Erwin-Hymer-Group: „Mit diesem Schritt wollen wir die Entwicklung des Unternehmens weiter stärken.“

Neuester Kommentar

Horst, Du bist doch Laika Fan, scheinst die Qualitäten der Marke zu schätzen auch wenn sie bereits zu Hymer gehört.

Stell Dir vor, Commendatore Miethe würde die Produktion und Kernidentität vom schönen Florenz – aus Gründen der Vereinheitlichung, Konzentration und Effizienzsteigerung – in das noch schönere Capron Werk verlegen.

Und Dein Laika wäre ab da baugleich mit einem Sunlight Koffer.

So. Noch Fragen?

Ist aber üblich…..

Und übrigens: ein Wettlauf mit der Gruppo Trigano ist schon längst im Gange - wie auch mit der Groupe Rapido.

Diana van Heide 2. August 2018, 14:33 Uhr
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