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Thor Industries erwirbt Hymer Group

Größter Globaler Hersteller für Freizeitfahrzeuge

Hymer ML-I Foto: promobil

Nach vielen Jahren im Familienbesitz wird die Erwin Hymer Group noch 2018 von der amerikanischen Firma Thor Industries übernommen. Damit avanciert das Unternehmen zum größten globalen Hersteller für Freizeitfahrzeuge.

Nach vielen Spekulationen und langer Wartezeit, besteht jetzt Gewissheit, dass die Erwin Hymer Group SE von der Thor Industries Inc aus den USA übernommen wird, dies gaben beide Unternehmen am 18. September 2018 bekannt. Demnach wird der amerikanische Marktführer in der Freizeitfahrzeug-Branche das Familien-Unternehmen für einen Unternehmenswert von rund 2,1 Milliarden Euro erwerben. Der Kaufpreis wird durch Barmittel und mit Eigenkapital finanziert. Letzteres wird in Form von rund 2,3 Millionen Aktien von Thor bezahlt, die einen Wert von etwa 200 Millionen Euro besitzen. Somit gehören der Familie Hymer nun knapp 5 Prozent von Thor.

Durch den Kauf der Erwin Hymer Group wächst Thor Industries zum größten globalen Hersteller für Freizeitfahrzeuge. Seit der Gründung 1980 hat sich das amerikanische Unternehmen ein breites Portfolio an Freizeitfahrzeugen aufgebaut. Zu den Marken von Thor zählen unter anderem Airstream, Heartland und Jayco. Im Geschäftsjahr 2016/17 hat das Unternehmen mit etwa 18.000 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von 7,3 Milliarden Euro erzielt.

„Diese Transaktion stellt für Thor die einmalige Chance dar, sich mit dem europäischen Marktführer für Freizeitfahrzeuge zusammenzuschließen und gemeinsam mit ihm zu wachsen“ sagt Bob Martin, Präsident und Vorstandsvorsitzender von Thor. Vorstandsvorsitzender der Erwin Hymer Group, Martin Brandt, zeigt sich ebenfalls positiv gestimmt von der Übernahme und ist davon überzeugt, dass die beiden Firmen in Zukunft voneinander profitieren können. Brandt wird sein Amt als Vorstandsvorsitzender weiterhin ausführen und in Zukunft an Bob Martin berichten.

Thor Industries und die Erwin Hymer Group geben an, dass Infolge der Transaktion keine Veränderungen bei den Produktionsstandorten und dem Personal zu erwarten seien.

Erfolgreiches Geschäftsjahr für Hymer

Die Erwin-Hymer-Group wächst: in den letzten beiden Geschäftsjahren wuchs der Umsatz von 1,36 auf 2,21 Milliarden Euro. Alleine im vergangenen Jahr wurden 55.000 Fahrzeuge verkauft und ein Absatzplus von 38 Prozent erzielt. Auch das Auslandsgeschäft verzeichnet Wachstum: In den vergangenen Jahren wurden mehrere Werke in Italien (Laika), Kanada (Roadtrek) und Großbritannien (Explorer Group) übernommen. Laut Schwäbische Zeitung gibt es Überlegungen, in China eine Produktion zu starten – dass das Land ein interessanter Markt für die Caravaning-Branche ist, bewies zuletzt die Messe All-In-Caravaning 2018.

Hymer-Neuheiten 2019
Sondermodelle und Allrad-Camper

Investoren-Suche Anfang 2018

Anfang des Jahres 2018 kamen Gerüchte auf, dass zwei mögliche Investoren an einer Beteiligung interessiert seien. Zu dieser Zeit war die Hymer Familie bereit einen Mehrheitsanteil abzugeben. Dies hatten sie noch kurz danach ausgeschlossen und wollten lediglich einen Minderheitsanteil verkaufen. Parallel zu den Investitionsplänen prüfte Hymer ebenfalls einen Rückgang an die Börse. Dabei hätte der Konzern mit 2,5 bis 3 Milliarden Euro bewertetet werden können.

Hymer schon einmal an der Börse

Bereits 1990 wurde das Unternehmen Hymer AG (noch nicht die Erwin-Hymer-Group) erstmal an der Börse notiert. 2011 wollte Hymer dann wieder aus der Börse aussteigen, 2013 wurden die letzten Anteile zurückgekauft.

Warum Hymer überhaupt nach neuen Investoren gesucht hat, erklärt Vorstandsvorsitzender Martin Brand wie folgt: „Die Familie hat sich entschieden, die Gesellschafterstruktur auf ein breiteres Fundament zu stellen“. So sollen innovative Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden. Johannes Stegmaier, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Erwin-Hymer-Group: „Mit diesem Schritt wollen wir die Entwicklung des Unternehmens weiter stärken.“

Neuester Kommentar

Horst, Du bist doch Laika Fan, scheinst die Qualitäten der Marke zu schätzen auch wenn sie bereits zu Hymer gehört.

Stell Dir vor, Commendatore Miethe würde die Produktion und Kernidentität vom schönen Florenz – aus Gründen der Vereinheitlichung, Konzentration und Effizienzsteigerung – in das noch schönere Capron Werk verlegen.

Und Dein Laika wäre ab da baugleich mit einem Sunlight Koffer.

So. Noch Fragen?

Ist aber üblich…..

Und übrigens: ein Wettlauf mit der Gruppo Trigano ist schon längst im Gange - wie auch mit der Groupe Rapido.

Diana van Heide 2. August 2018, 14:33 Uhr
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