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DVR für neue Kategorie in der Unfallstatistik

Dvr, unfall, Reisemobil, wohnmobil, caravan, wohnwagen Foto: Foto: Volker Hammermeister

Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten und verletzten Personen sinkt seit Jahren. Diese Entwicklung gilt aber nicht für die Gruppe der Schwerstverletzten.

Das legen zumindest eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) und Erkenntnisse des Traumaregisters der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) nahe. Die BASt-Untersuchung zeigt für den Zeitraum 2005 bis 2006 sogar einen signifikanten Anstieg der Anzahl der Schwerstverletzten. Die Unfallforschung geht in aktuellen Untersuchungen von rund 7.000 schwerstverletzten Verkehrsunfallopfern pro Jahr in Deutschland aus.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) möchte daher die amtliche Unfallstatistik um eine neue Kategorie "lebensgefährlich verletzt" erweitern. Bislang werden die Unfallopfer als "leicht verletzt, schwer verletzt" und "getötet" erfasst.

Als "schwer verletzt" gelten alle Unfallopfer, die nach einem Verkehrsunfall für mindestens 24 Stunden stationär in eine Klinik aufgenommen werden. Damit beinhaltet diese Kategorie sowohl Patienten, die zur Beobachtung aufgenommen werden, als auch lebensgefährlich Verletzte. Für eine detaillierte Analyse des Unfallgeschehens und eine jährliche Vergleichbarkeit ist nach Auffassung des DVR das alleinige 24-Stunden-Kriterium zu grobmaschig. Es erschwere eine differenzierte Betrachtung der Unfallopfer in Bezug auf Verletzungsschwere und tatsächlichem Unfallgeschehen, also eine konsequente Unfallursachenforschung.

Der DVR empfiehlt daher, zukünftig das Kriterium "Unfallfolge" in der bundeseinheitlichen Verkehrsunfallanzeige um die Unfallausprägung "lebensgefährlich verletzt" zu erweitern. Demnach gilt ein Verkehrsteilnehmer als "lebensgefährlich verletzt", wenn er nach einem Unfall einer primärärztlichen Intervention bedurfte, intensivmedizinisch versorgt werden musste, mindestens 24 Stunden in der Klinik verbleiben musste und nicht innerhalb von 30 Tagen verstorben ist.

"Eine exakte Definition muss die neueren Erkenntnisse der Verkehrsmedizin berücksichtigen und praktikabel sein. Wir brauchen sie für Deutschland und für Europa", betont DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf.


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