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Dreamer Cap Coast und Fun (2018)

Aufstelldach-Camper auf Ford Custom

CMT

Die Campervans der französischen Marke Dreamer kommen zum Modelljahr 2018 jetzt mit einem Aufstelldach und nennen sich Cap Coast und Cap Fun. Sie basieren beide auf Ford Custom.

13.01.2018 Sophia Pfisterer, Lisa Geiger

Campervans sind im Kommen – das hat man auch beim französischen Wohnmobil-Konzern Rapido erkannt und will auf den Trend der kompakten Camper aufspringen. Die Campingbus-Marke des Hauses, Dreamer, war bis dato eher für große Campingbusse, wie etwa den Family Van bekannt. Jetzt bringen sie gleich zwei Campingbusse auf Ford-Custom-Basis mit Aufstelldach.

Dreamer Cap Coast (2018)

Dreamer Cap Coast 2018 Foto: Gesa Marx
Die Sitze können ausgebaut oder wahlweise noch zwei weitere eingebaut werde.

Auf der CMT 2018 präsentiert Dreamer ganz neu den Cap Coast. Der Campingbus basiert auf einem Ford Custom L1H1 und bietet Sitz- und Schlafplätze für vier Personen. Wahlweise können noch zwei zusätzliche Sitze auf den Bodenschienen angebracht werden, für insgesamt sechs Sitzplätze. Wenn die Sitze im hinteren Teil des Customs komplett ausgebaut sind, entsteht im Fond eine große Transportfläche.

Fest installiert sind der Küchenblock mit 40 Liter Kühl- und Eisfach und ein Kleiderschrank auf der Beifahrerseite. Die Möbel sind in hellen Holzfarben und weißen Flächen gehalten. Das Bett im Aufstelldach ist mit einem Federrahmen ausgestattet. Wie bei vielen Campingbussen üblich, wird das untere Bett aus dem Heck ausgeklappt.

Serienmäßig sind unter anderem Tempomat, EPS und Rückfahrsensoren. Die drehbaren Komfortsitze sind heizbar und höhenverstellbar. Den Dreamer Cap Coast gibt es wahlweise mit 130 oder 170 PS ab 45.100 Euro.

Dreamer Cap Coast (2018)

Basisfahrzeug: Ford Custom, Eco Blue 2,0 L, 130 PS
Maximales Gesamtgewicht: 2,94 t
Preis: 45.100 Euro
Sitz/Schlafplätze: 6/4
H/B/L: 2,01/1,99/4,97 m

Alles zum Dreamer Cap Fun

Schon vor der CMT 2018 stellte Dreamer den Cap Fun vor. Der Grundriss ist eher ungewöhnlich für ein Campervan: Als erstes fällt auf, dass der Cap Fun eine Volldinette als Sitzgruppe mitbringt. Der Sitzbank mit zwei Dreipunktgurten gegenüber steht eine weitere fest eingebaute Sitzbank entgegen der Fahrtrichtung. An der Seite der Schiebetüre befindet sich nochmals eine einzelne Sitzgelegenheit. Dafür knackt der Campingbus die Fünf-Meter-Längenmarke und bringt es auf 5,34 Meter.

Dreamer Cap Fun (2018) Foto: Ulrich Kohstall
Dreamer Cap Fun: Campervan mit Volldinette

Der kompakteste ist der Dreamer Cap Fun also nicht. Dafür können sich die vier Schlafplätze sehen lassen: Die Sitzgruppen-Volldinette kann zu einer 1,90 x 1,30 Meter großen Liegefläche umgebaut werden. Unter dem Aufstelldach entsteht ein Bett mit 1,90 x 1,20 Metern Größe. Wie im Ford Nugget öffnet sich auch hier das Aufstelldach nach hinten oben, der Zugang ins Hochbett erfolgt über eine Leiter hinten im Heck.

Auf der Beifahrerseite hinter der Schiebetür befindet sich die Küchenzeile mit Zweiflammkocher und Spüle. Daneben komplettiert die Küche im Heck ein Kompressor-Kühlschrank auf Brusthöhe mit 51 Litern Fassungsvermögen. Darunter ist ein Schrank untergebracht. Auch unter der Küchenzeile sind Staufächer und Schubladen eingebaut, insgesamt scheint der Cap Van recht viel Verstaumöglichkeiten zu bieten. Doch es wird noch besser:

Vom Campervan zum Transporter

Hinter der Sitzgruppe steht ein weiterer Kleiderschrank, der einen besonderen Clou mitbringt. Möchte man den Campervan als Transporter nutzen, kann man diesen Schrank mit wenigen Handgriffen abschrauben und herausnehmen. Zusätzlich kann man das hintere Fahrzeugteil vom vorderen mit einem Schott abtrennen und es entsteht eine Transportfläche, die für großes Gepäck, Sportgeräte oder einen Umzug genutzt werden kann. Auf Bad und WC hingegen verzichtet der Dream Fun.

Die Anmutung des Dreamer Cap Fun ist offen und modern durch helle Holzfarben und weiße und beige Polstertsoffe. Das Möbeldesignnennt sich „natural“.

Kompakte Campervans 2018Neues von Bulli, Campster & Co.

An Bordtechnik bringt er LED-Lichter mit, sowie einen 50-Liter-Frischwasser- und 55-Liter-Abwassertank mit. Der Kocher wird mit einer 5-Liter-Gasflasche betrieben. Wer den Nutzungsspielraum seines Campingbus mit einer Heizung erweitert, kann auf eine Dieselheizung zurückgreifen.

Der Ford Custom hat serienmäßig ESP, ABS, Tempomat, Einparkhilfen und einen Fahrerairbag an Bord. Optional kann man den Fahrkomfort und die Sicherheit via zusätzlichen Ausstattungs-Paketen noch steigern, etwa mit einem Radio, Beifahrerairbag oder GPS-Ortung.

Dreamer Cap Fun (2018)

Basisfahrzeug: Ford Custom, Eco Blue 2,0 Liter, 105 PS
Maximales Gesamtgewicht: 3140 kg
Grundpreis: ab 40.400 Euro
H/B/L: 2,10/1,99/5,34 m
Sitz/Schlafplätze: 4/4

Neuester Kommentar

Ich überlege gerade, ob man wirklich sagen kann, dass Campervans im Kommen sind.

Klar gab es ein zwei Neuvorstellungen der letzten Zeit, aber die beziehen sich auf eine recht enge Kopie des original California.

Fahrzeuge, die als Campervan eine Doppeldinette oder Hecktoilette aufweisen, sind aber zum Teil auch wieder eingestellt worden. Bei der Vorstellung des Nissan Campers von Westfalia habe ich dazu bereits einiges geschrieben, wonach man sich wirklich fragen darf, wieviel Kopien des California es seit dem Pössl Campster und neben den üblichen Verdächtigen wie Fischer oder Campmobil etc. noch geben soll.

Der Markt für Campervans ist so voll, dass nachweislich die ersten Hersteller Probleme bekommen, sich in Ihrer Nische zu behaupten. Das Wachstum der echten Kastenwagen sieht da anders aus.

Und so hat dann Karmann (Eura / Trigano Gruppe) beide Versionen des Colibri eingestellt. Das Fahrzeug war eine Referenz und hat auf wenig Raum eine bemerkenswerte Umsetzung der Nutzbarkeit gezeigt.

So, das Ding hat sich in beiden Versionen nicht verkauft.

Und jetzt?!

Sind Campervans nun im Kommen, nur weil unter dem Namen Dreamer etwas in der Art nochmal von der anderen Seite versucht wird?

Vielleicht mal der Hinweis an dieser Stelle, dass der Volkswagenkonzern (übrigens immer noch der größte Automobilkonzern der Welt) mit den original California Versionen nicht gerade wenig erfolgreich bleiben und sich kaum Marktanteile klauen lassen wird.

Und auch hier sage ich voraus, dass der Nissan Camper von Westfalia ein Flop extremer Art werden und in jedem Fall wieder eingestellt werden wird.

Davon abgesehen ist der Dreamer mit Doppeldinette auf Ford Transit Custom eine sehr gute Version, die deutlich mehr bietet, als eine reine California Kopie auf Nissan (Westfalia).

Diana van Heide 2. März 2018, 12:26 Uhr
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