Corona: Auswirkungen auf Camping- und Wohnmobil-Branche
Corona und die Wohnmobil-Branche
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Duschen
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Picknick
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Corona-Lockdown: Womo-Feeling für daheim

Lockdown-Survival-Tipps für Wohnmobilisten Womo-Feeling für den „Urlaub“ daheim

Lockdown light, verschärft und nochmal verlängert – das Reisemobil bleibt weiterhin stehen. Wir wünschen uns: Bleiben Sie gesund im Corona-Lockdown! Und behalten Sie die Nerven. Das beste Mittel dafür: Lachen.

Meinen wir es Ernst, wenn wir Tipps verfassen à la: "So holen Sie sich Urlaubsgefühle in die eigenen vier Wände"? Jein. Es kam alles so, wie wir Reisemobilistinnen es eben nicht wollen: Verreisen ist immer noch nicht möglich, weder ins Ausland noch im eigenen Land.

"Wie lange noooooch?" und "Sind wir bald da?", so zu meckern, das würde uns unterwegs nie einfallen. Reisemobilistinnen haben Sitzfleisch. Und immer eine Idee, wie man die Zeit sinnvoll nutzen kann. Beispielsweise, können wir das Fahrzeug mal wieder von oben bis unten sauber machen und die spannendsten Fahrzeug-Neuheiten 2021 checken. Oder planen die nächste große und lange Reise, die mit den bereits fallenden Infektionszahlen (Stand: 12.02.2021) dann auch hoffentlich spätestens zu den steigenden Temperaturen im Frühjahr starten kann.

Und wenn Sie das alles schon durchhaben? Dann schlagen wir vor: Machen Sie sich es daheim gemütlich wie im Wohnmobil!

Urlaubsgefühle daheim: Wie im Wohnmobil

So zaubern Sie das Stellplatz- und Womo-Gefühl in Ihre Bude! Unsere 8 nur so halb ernst gemeinten Tipps voller Vorurteile und schlechter Witze.

1. Auf dem Balkon oder im Garten grillen

Duschen
John Fornander / Unsplash
Läuft! Camper-Essen Nummer 1 "Grillgut" geht auch daheim.

Was machen Reisemobilistinnen, wenn sie gerade nicht an Weinverkostungen teilnehmen oder im Biergarten chillen? Na klar, wie bei jedem anderen anständigen Camper ist auch bei Reisemobil-Fahrern der Volkssport Grillen angesagt! Schnell den Grill auf den Balkon, Terrasse oder die Fensterbank gestellt, Flamme an und Grillware drauflegen. Achtung: In Mehrfamilienhäusern sollte man wegen der Rauchentwicklung mit Holzkohlegrills aufpassen. Sollte sich der Nachbar beschweren, am besten ein Würstchen anbieten – nicht vergessen: Infektionsschutz und Distanz wahren!

2. Wasser rationieren beim Duschen

Grillen
Jo Jo / Unsplash
Hygiene geht vor: Bitte immer schön sauber bleiben!

Ein kleiner Nachteil beim Campingurlaub ist, dass man dem Komfort des heimischen Badezimmers entsagt. Geduscht wird auf Wohnmobil-Tour entweder im Fahrzeug oder im Sanitärgebäude des Stell- oder Campingplatzes. Um das zu simulieren, und den Grillgeruch aus den Haaren zu bekommen, könnte man anfangen, weniger Wasser zu benutzen. Dafür einfach den Wasserstrahl schwächer einstellen oder kürzer duschen. Für die Zeitkontrolle schlagen wir vor, einen Timer zu stellen und pro Minute beziehungsweise Klingeln ein Eurostück auf den Duschwannenrand zu legen.

3. Campinggeschirr nutzen, per Hand abwaschen

Sie vermissen das Unterwegssein? Na, dann packen Sie doch endlich das gute Geschirr aus! Nein, damit ist nicht das teure Hochzeits-Porzellan gemeint, sondern die Plastikteller, die Sie beim Camping benutzen. Wer richtig wild auf Camping ist, könnte sogar noch den Campingtisch aufbauen. Nicht vergessen: Der Home-Camper muss das Geschirr hinterher in eine Plastikschüssel packen und dann per Hand spülen. So bekommt sogar die Spülmaschine Urlaub!

4. Alle Fenster öffnen – quasi an der frischen Luft

Fenster
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Frische Luft tut gut - und zwar Körper und Geist!

Das Schöne an Touren mit dem Reisemobil ist das viele Draußensein. Daher empfehlen wir mindestens einmal am Tag alle (!) Fenster gleichzeitig aufzumachen. Falls Sie einen Liegestuhl im Wohnmobil dabeihaben, stellen Sie den einfach in der Wohnung auf, schließen die Augen und träumen sich in die Natur. Vielleicht kommt ja sogar ein Käfer angeflogen. Juhu, Besuch!

5. Platz Zuhause beschränken

Vielleicht sind Sie in der glücklichen Lage, einen Luxusliner zu fahren (Hier geht's zu allen Luxuslinern 2020). In diesem Falle können Sie diesen Punkt überspringen. Falls Sie ein "normales" Wohnmobil oder einen Campingbus besitzen, ist Ihnen möglicherweise aufgefallen, wie viel mehr Platz Sie daheim haben. Um das zu ändern, könnten Sie Flur oder Küche mit Umzugskartons künstlich verkleinern, damit man sich aneinander vorbeiquetschen muss. Voilà: Wie im Fahrzeug!

6. Nur gemütliche Sachen tragen

Crocs
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Who let the Crocs out?

"Camping ist der Zustand, in dem der Mensch seine eigene Verwahrlosung als Erholung empfindet." So mancher Hotelurlauber oder Pauschaltourist macht sich hin und wieder über die Mode der Camper lustig. Wissen Sie was? Daheim in Quarantäne sieht Sie sowieso niemand. Vorausgesetzt, die Vorhänge sind zugezogen und die Nachbarn nicht schaulustig. Also: Feinripp und verwaschenen Morgenmantel ausgepackt, Crocs oder ausgelatschte Birkenstocks an – und genießen.

7. Gesellschaftsspiele und Campingfilme

Unterhaltung gefällig? Dann packen Sie doch die Gesellschaftsspiele aus, die Sie sonst nur im Urlaub spielen! Eine Runde Maumau oder Kniffel hebt die Laune und bringt Sie auf andere Gedanken. Ansonsten empfehlen wir zum Zeitvertreib folgende Camping-Filmklassiker (hier geht's zur Übersicht).

8. Nachrichtenstopp: Handy aus

Smartphone Computer
William Iven / Unsplash
Quarantäne-Tipp: Nachrichten fasten! Wer nur ein bis zwei Mal pro Tag Nachrichten checkt, ist auch gut informiert und stürtzt nicht im Informations-Sog ab.

Typisch für Wohnmobil-Reisen und das Entdecken entlegener Orte: Manchmal ist da einfach kein Empfang am Ende der Welt, ganz weit draußen, mitten in der Natur. Keine Anrufe, keine Nachrichten, einfach nur Stille. Ja, es gibt einen Knopf am Handy. Da kann man auf "off" schalten. Genauso: Computer, Radio, Fernseher. Machen Sie für ein paar Stunden alle Kanäle aus und genießen Sie die Ruhe – keine Fakenews, keine Hiobsbotschaften, kurz die Sorgen vergessen. Durchatmen.

Wer nach diesen Tipps für Reisemobil-Feeling noch nicht genug hat, der findet bei unserer Schwesternmarke CARAVANING acht weitere Ideen für ein bisschen Campingplatz-Feeling zuhause.

Fazit

Ganz im Ernst, promobil empfiehlt: Kurzurlaub machen vom Lockdown-Alltag und mal an was anderes denken! Das geht auch daheim. Bleiben Sie gesund!

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