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MAN TGE 4x4 BCM-Studien auf der CMT 2018

Dual-System-Kastenwagen für Arbeit und Urlaub

MAN TGE 4x4 (2018) Foto: MAN 8 Bilder
CMT 2018

Überraschung aus dem Hause MAN: Der Allrad-Kastenwagen TGE präsentiert sich als Studie mit einem Campingausbau von BCM. Die beiden Modelle haben 177 PS und herausnehmbare Möbel an Bord.

12.01.2018 Sophia Pfisterer

Beim Stichwort Reisemobile auf MAN-Basis, denkt man normalerweise an große Luxusliner auf Lkw-Chassis. Jetzt gibt es von dem Truck- und Bus-Hersteller des VW-Konzerns auch einen Studie auf dem Kastenwagen MAN TGE. Die Konzernzugehörigkeit verrät es schon: Der erste MAN-Bus unter 3 Tonnen ist eng verwandt mit dem VW Crafter.

Transporter MAN TGE (2017)Erste Testfahrt in der Crafter-Kopie

Ganz neu ist die Idee des Freizeitfahrzeugs auf MAN nicht. Schon vor über 90 Jahren gab es „Wochenendwagen“ auf Basis des Fabrikats. Mit den zwei Studien auf der CMT 2018 zeigt MAN, was möglich ist. Die Prototypen basieren auf dem MAN TGE 4x4 mit Hochdach und normalem Radstand. Sie sind beide stark motorisiert mit einem 170 PS starken Diesel-Antrieb.

Äußerlich heben sich beide TGEs durch eine Zebra-artige Beklebung ab. Beide Fahrzeuge wollen dabei keineswegs als reiseferitges Wohnmobil verstanden werden.

Vor allem die erste Version ist als sogenanntes Dual-Use-Vehicle zu verstehen, ein Fahrzeug mit zwei Nutzungsmöglichkeiten. Der Kastenwagen hat herausnehmbare und an verschiedenen Orten platzierbare Möbel. Somit kann man ihn sowohl für die Arbeit und Transportzwecke, als auch als Urlaubswagen nutzen.

Ein weiterer großer Vorteil des Systems: Wer sportlich unterwegs ist und Equipment wie Surfbretter, Heißluftballons oder teure Fahrräder transportieren will, bringt diese ganz einfach im Campingbus unter.

Die zweite Studie ist ein bisschen klassischer als Campingbus angelegt und hat eine fest eingebaute Inneneinrichtung. Außerdem ist hier eine Nasszelle eingebaut. Ein besonderer Clou: Ein Aufstelldach, das man sonst eher auf kleineren Fahrzeugen findet.

Mit beiden TGE-Campingbusversionen will MAN zeigen, was auf dieser Basis möglich ist. Endkunden können bei diesen zwei Studien jedenfalls ins Träumen geraten, vom Urlaub versteht sich, weniger von der Arbeit.

Neuester Kommentar

Guten Morgen Frau Pfisterer,
Guten Morgen Herr Vierneisel,
Guten Morgen Herr Pompe,

gerne würde ich nochmal an diesem Beispiel eines kurzen Berichtes auf einen zentralen Punkt kommen, der eben auch als Info für die Redaktionsleitung relevant sein sollte.

Wenn so wie in diesem Fall etwas Neues vorgestellt wird, das nicht unter 'ferner liefen' angesiedelt ist, sondern eine eher zentrale Neuigkeit darstellt, dann gibt es bei der Promobil bislang eigentlich immer die gleichen Versäumnisse spezieller Art, die ich gerne genau benennen möchte.

Für den Bereich Kastenwagen ist die lang erwartete Einführung des neuen Crafter ein bemerkenswert zentrales Thema. Die Branche schaut auf Volkswagen, auf den Crafter und auch wie hier nun auf den Zwillingsbruder MAN TGE um zu sehen, was die Ausbauer damit tun werden, welche Bereiche wann mit welchen Konzepten auf Kasten, Ti, Hybrid, i, Expedition à la Bimobil etc. kommen werden. Der Crafter ist immernoch recht neu am Markt, sodass noch einige Versionen fehlen - das Thema Triebkopf oder Windlauf ist etwas, was hier nicht weiter erklärt werden muss.

In diesem konkreten Fall nun wurde zum ersten Mal etwas ganz Spezielles vorgestellt - und zwar zum ersten Mal weltweit:

DER NEUE CRAFTER / MAN TGE MIT A U F S T E L L D A C H

Das beutet, dass beim Lesen dieses Artikels nicht selten Begehrlichkeiten geweckt werden. Viele haben nun vielleicht Jahre auf den Crafter gewartet und wollen auf dieser Basis ein Reisemobil, das vielleicht mal endlich auch etwas mehr kann, als die Standardkästen für 2 Personen mit Standard Heckbett, Nasszelle und kleiner Dinette.

Seit Vorstellung des neuen Crafter kam aber nicht viel. Knaus hat die Pausbacken des 6m Crafter nicht in Serie gebracht und vorerst eine 6,80m First Edition Notlösung vorgeschoben. Westfalia bringt einen Sven Hedin, der eigentlich nur ein Columbus ist, aber als Crafter weniger kann und doch mehr kostet. SCA stellt sich beim Thema GFK Hochdach für den neune Crafter auf einmal recht ungewöhnlich am Markt dar - anders als früher beim Sprinter.

Da ist es doch nur klar, dass viele unter Erwartungsdruck die Information über das erste Aufstelldach aufsaugen.

Natürlich ist es ein Prototyp - aber:

Trotzdem. Wer stellt es her? Status des Aufstelldach - ist das denn schon serienreif, wenn das Auto selbst es noch nicht ist?

Wenn ja, wird es lizenzrechtlich lieferbar sein auch für andere Ausbauer?

Und: Die Reismobilmanufaktur Schirner hat als einziger Ausbauer weltweit den Crafter auf dem CSD 2017 mit einem völlig anderen Grundriss samt Hubbett vor, um das fehlende Hochdach / Hochbett irgendwie auszugleichen.

Es gibt gerade einige Leser, die würde den Crafter u.a. gerne bei Schirner ausbauen lassen und warten unfassbar händeringend auf Dachlösungen.

Meiner Meinung nach gehört es daher zu Ihren Pflichten folgendes zu tun:

'Lieber Leser, wir als Promobilredaktion haben daher mal Kontakt mit der Fa. x und mit der Fa. y aufgenommen und exklusiv für unsere Leser angefragt - wie sieht es aus, welche Fristen laufen, wann kommt was, wann darf was erwartet werden, welche Ausbauer werden das Dach bekommen können, wie geht es weiter etc.'

Recht traurig ist, dass man einen Teil dieser Informationen bekommt, wenn man die Vorstellung dieser MAN TGE Reisemobil-Konzepte auf z.B.

www.transport-online.de
www.focus-online.de

verfolgt. Dort wird benannt, was die Abkürzung BMC eigentlich bedeutet.

Viele werden BMC Reisemobile / Reisemobilbau etc. bei Google eingegeben und NICHTS gefunden haben. Nachfragen daher auch für Kunden nicht möglich.

Das werden wir nun hier nachtragen und wollen damit die Promobil zu etwas anregen, was den eigentlichen Kern ausmacht, in der richtigen Art und Weise über die Reisemobilwelt zu berichten.

Zunächst ein Zitat aus dem Artikel unter folgendem Artikel der transport-online:
https://www.transport-online.de/Transport-News/Fahrzeug-Technik/17934/MAN-TGE-als-Reisemobil-mit-Doppelnutzen:

'Damit wollen wir unsere Kompetenz und Erfahrung in der Individualisierung von Fahrzeugen zeigen, die sich vor allem im klassischen B2B-Geschäft auf den Ausbau von Reisebussen an gewerbliche Kunden gründet“, sagt Heinz Kiess, Senior Manager Sales & Marketing bei BMC.'

Des Weiteren hier die Erklärung der Unternehmensbezeichnung BMC aus diesem Artikel - Zitat:

'Das MAN Bus Modification Center (BMC) präsentiert auf der Urlaubsmesse CMT, die vom 13. bis 21. Januar 2018 in Stuttgart stattfindet, erstmals zwei Reisemobil-Prototypen auf Basis des Transporters MAN TGE...'
'BMC in Plauen ist bei MAN Truck & Bus zuständig für den individuellen Ausbau von MAN-Fahrzeugen...'

So. Mit DIESEN Informationen kann man nun seine eigene Chance ergreifen und recherchieren, Kontakt aufnehmen und so ggf. noch vor Kenntnis der Promobil über mögliche Crafter mit Aufstelldach schon zu eben einem solchen Fahrzeug vor der eigenen Tür für die Saison 2018 kommen.


Das, was hier kritisiert wird, wiederholt sich bei der Promobil überall. Und es zeigt sich, dass es nachweislich nicht zuviel verlangt ist, da offenbar nahezu alle anderen und jede Menge Magazine aus dem Randbereich der Reisemobile besser wissen, welche Infos gefragt sein werden.

Es wäre schön, wenn sich das mal umfassend ändert.

Diana van Heide 9. Februar 2018, 10:35 Uhr
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