Stellplatz-Radar: 11.000 Stellplätze in einer App für iOS und Android.

Bulli-Fahrer aus Leidenschaft

"Ich fahr Bulli, weil er so schön ist"

Bulli Summer Festival Besucher Foto: Lisa Geiger 30 Bilder

Das Festival-Gelände des Bulli Summer Festivals war lange nicht so interessant wie die Gäste in ihren schönen Fahrzeugen aus sechs Generationen. promobil hat ein paar von ihnen getroffen.

Einen besonders schönen Hippie-Bus haben wir bei Isa gefunden. Mit ihrem VW T2, den sie 2016 erworben hat, ist sie noch relativ frisch dabei, fügt sich aber super in die Bulli-Gemeinde ein. Besonders viel Mühe hat sie sich mit der Deko gegeben, damit der Bus auch auffällt. Im vergangenen Jahr gewann sie dann auch gleich den Preis für den „schönsten Hippie-Bus“.

„Warum Bulli?“ das war immer meine erste Frage an die Besucher des Bulli Summer Festivals. Mittlerweile gibt es viel erschwinglichere und praktischere Fahrzeuge als den VW-Bus, der seit 70 Jahren an seinem Konzept festhält: Ein kompakter, einfacher Camper, mal mit Hochdach, mal ohne große Zuladungsreserven, geschweige denn einem Bad. Ein modernes Campingfahrzeug, egal ob es große Campingbusse oder aufgebaute Wohnmobile sind, bieten viel mehr Platz und Komfort. Da fragen uns da natürlich: Was verleitet einen dazu Urlaub in so einem kleinen Bus zu machen? Womöglich sogar noch in einem alten Fahrzeug, dem moderne Fahrkomfort fehlen, geschweige denn Assistanzsysteme...

„Die perfekte Mischung aus Ost und West“

Stefans Gespann fällt mir auf dem Parkplatz A direkt ins Auge. In dem süße beige-hellblaue T2 mit farblich passendem Anhänger campt Stefan mit seiner Frau sowie Tochter und deren Freundin. „Ich wollte einfach einen Bulli haben, weil er schön ist. Für mich ist es das ideale Raumwunder“ sagt Stefan. Ein Bulli ist quasi klein aber oho, erklärt er mir. Das heißt, von außen sei er zwar nicht besonders groß oder pompös, aber im Inneren biete er alles, was man unterwegs braucht.

Bulli Summer Festival Besucher Foto: Lisa Geiger

Stefans Bulli ist Baujahr '78. Als er ihn damals als Student für 2.000 Euro erworben hat, war er in einem sehr schlechten Zustand. Nach einem Besuch auf dem Jubiläumsfest zum 60. Geburtstag des Bullis in Hannover, war er dazu inspiriert ihn komplett zu renovieren. Innerhalb eines Jahres hat er mit der Hilfe von Freunden den Bus von innen und außen restauriert. Die Möbel hat er nach Original-Vorbild selbst gebaut, nur der Kühlschrank und Herd konnten noch erhalten bleiben.

Nach dem passenden Anhänger musste Stefan eine Weile suchen. Er wollte einen möglichst kleinen Wohnwagen finden, der zum Bulli passt. Schließlich erstand er dann einen LC 100 Heimstolz aus der DDR, der ebenfalls in den 70ern gebaut wurde. Er musste ihn nur noch farblich-passend lackieren. Stefans Liebe für alte VW-Fahrzeuge hört beim Bulli jedoch nicht auf: Er ist darüber hinaus Mitglied im Chemnitzer Käferclub.

Der Leberwurst-Bulli

Bulli Summer Festival Besucher Foto: Lisa Geiger

„Ein Traum in Leberwurst-Umbra“ steht da auf einem 89er VW T3. Dieser lustige Spruch samt Fahrzeug gehört Christopher. Die Farbe des Bullis erinnern tatsächlich an Leberwurst (oder schlimmeres). „Das ist die original VW-Farbe,“ sagt Christopher, den passenden Spruch dazu hat er in einem Film gehört.

Die Farbe hat es ihm so sehr angetan, dass er zum Wiederholungstäter wurde: Der T3 ist bereits sein zweiter Bulli, zuvor hatte er einen in derselben Farbe. Mit 24 hat er sich sein derzeitiges Schmuckstück zugelegt. Er ist fast im Originalzustand, nur die Felgen sind neu und er ist etwas tiefergelegt. Das Wissen rund ums Fahrzeug hat er sich selbst angeeignet.

Christopher fährt den Camper aus tiefster Überzeugung: „Mein Bulli hat mich noch nie im Stich gelassen.“ Zusammen mit seiner Frau und sogar zu viert mit zwei Freunden war er schon in Norwegen, Schweden, Frankreich und Polen unterwegs.

Ein echter Bulli-Sammler

Bulli Summer Festival Besucher Foto: Lisa Geiger

Fabians Bulli kommt genauso wie er aus der Schweiz. „Es war Zufall, dass ich den Bus gefunden habe. Mein Kollege hat ihn entdeckt,“ sagt Fabian. Der T1 mit Baujahr 1961 ist ein ehemaliges Schweizer Armeefahrzeug. Er wurde zwar schon umgebaut, bevor er ihn erworben hat, war aber in einem schlechten Zustand. Fabian hat ihn zusammen mit seinen Kollegen restauriert, die übrigens auch alle Bulli-Besitzer sind – Bullifahrer sind gesellige Menschen und bleiben selten für sich.

Fabian hat einen eigenen Fahrzeug-Betrieb und ist ein echter Profi. Daher war es kein Problem, als ihm auf einer Reise durch Schweden der Motor kaputt ging. Den hat er kurzerhand vor Ort selbst gewechselt. Neben diesem T1 besitzt er weitere Bullis mehrere Generationen . Auf meine Frage, ob es ihm und seiner Frau nicht manchmal zu eng im Bulli wird, gibt er zu, dass sie für größere Urlaubsfahrten auch noch einen Adria Compact besitzen.

Self-Made-Camper auf der Abenteuer und Allrad
Selbstausgebaute Offroad-Wohnmobile

Zurück in die Zukunft im T1

Bei einem Blick auf den T1 von Klaus und Renate fühlt man sich wie in der Zeit zurückversetzt. 1995 hat Klaus den Bulli mit Baujahr 1961 erworben und dann bis 2005 auch als Alltagsfahrzeug benutzt. Die Vorhänge in seinem T1 hat Klaus übrigens selbst genäht nach Original-Vorbild.

Bulli Summer Festival Wolfsburg Bulli Summer Festival 2017 Highlights der VW-Bus-Parade

Seit über zehn Jahren nutzen Klaus und Renate ihren Bulli nur noch für Urlaube. Vielleicht aber auch bald nur noch für Bulli-Treffen, verraten mir die beiden, da es ihnen langsam ein bisschen zu eng wird und sie sich eventuell noch ein großes Wohnmobil zulegen wollen. Bulli-Liebhaber sind anscheinend häufig Fans von VW-Oldtimern: Auch Klaus fährt seit 30 Jahren Käfer.

Peace, Love & Harmony im T2

Einem besonders schönen Hippie-Bus nennt Isa ihr Eigentum. Mit ihrem VW T2, den sie 2016 erworben hat, ist sie noch relativ frisch dabei, fügt sich aber super in die Bulli-Gemeinde ein. Besonders viel Mühe hat sie sich mit der Deko gegeben, „damit der Bus auch auffällt“. Im vergangenen Jahr gewann sie dann auch gleich den Preis für den „schönsten Hippie-Bus“

Bulli Summer Festival Besucher Foto: Lisa Geiger

Auf das Bulli Summer Festival ist sie wieder mit einer Mission angereist: Sie sucht einen Lackierer, der ihrem Bulli einen neuen Anstrich verpasst. Zwar wirkt er mit seinen Blumen-Stickern noch recht schick, doch Isa will ihn noch weiter verschönern. Kurz zuvor hat sie im Inneren alle Möbel neu eingebaut.

Isa hat sich ein Ticket für den Bulli-Konvoi gesichert und fährt am Sonntag unter den ersten 20 Fahrzeugen mit. Mehr über den Konvoi erfahren Sie hier.

Top Aktuell Etrusco Alkoven A 7300 DB (2019) Etrusco-Wohnmobile 2019 T-Modell und der erste Alkoven
Stellplatz-Radar
mobil life 11.000 Stellplätze in einer App

Mit dem kostenlosen Stellplatz-Radar finden Sie auch unterwegs immer den passenden Stellplatz.

Anzeige
Beliebte Artikel 70 Jahre VW Bulli - vom T1 bis T6 Kultmobil im Rentenalter VW California auf den Lofoten Mit dem VW T6 California auf die Lofoten Camping unter den Polarlichtern
Fahrzeug-Angebote
auto motor und sport Audi e-tron GT Audi e-Tron GT (2020) Mit dem Taycan-Klon durch L.A. Valtteri Bottas - GP Österreich 2018 Wer hatte das zuverlässigste Auto? Mercedes als Kilometerkönig
Caravaning Weihnachtskalender 2018 Tür 17 Mitmachen und gewinnen Spiegelreflexkamera Nikon D5600 Test Sterckeman Wohnwagen Sterckeman Easy 390 CP im Test Was taugt der Günstig-Caravan?