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Boaterhome Pick-Up-Boot

Verrückter Pick-Up-Camper mit Boot

Watercraft Sports King (1987) Boaterhome Foto: Barcrofts Cars via Youtube 7 Bilder

Dieses Wohnmobil ist ein regelrechtes Amphibien-Fahrzeug: Als Pick-up-Wohnkabine ist ein Boot auf diesem 80er-Jahre-Ford installiert, das mit dem Basisfahrzeug zu Wasser gelassen wird.

Irgendwas stimmt nicht mit diesem Fahrzeug, ist der erste Gedanke, wenn man das Boaterhome aus dem Augenwinkel betrachtet. Unglaublich lang wirkt der Radstand vom Vorderrad bis zur Doppelachse hinten. Der 11 Meter lange Pick-up-Camper sieht eher aus wie eine Strechlimousine als ein normales Wohnmobil.

Watercraft Sports King (1987) Boaterhome Foto: Barcrofts Cars via Youtube
Der hintere Teil des Boaterhomes ist ein Boot.

Und dann ist da noch dieser Knick in der Optik: Ungefähr in der Mitte des Fahrzeugs wirkt es so, als ob eine Sollbruchstelle ihr Unwesen treibt. Und das tut sie! Anstelle einer normalen Wohnkabine steht ein Boot auf der Aufliegefläche des allradbetriebenen Ford Econoline Van, Baujahr 1986. Die offizelle Bezeichnung des Gefährts: Watercraft Sports King. Fährt das Boaterhome eine Slipanlage an, teilt es sich und lässt seinen Bug zu Wasser. Laut Besitzer John Ortlieb benötigt man dafür keine zweite Person und man wird dabei auch nicht nass.

Watercraft Sports King, Jahrgang 1987

Das Boaterhome, von dem es weltweit nur 21 Exemplare gibt, wurde in den späten 1980er-Jahren als Multifunktionsfahrzeug gebaut. Der Youtube-Channel „Barcroft Cars“ interviewt in der Serie „Ridiculous Rides“ den Boaterhome-Besitzer John Ortlieb.

Er war zehn Jahre alt, als sein Vater die Familie mit dem Kauf des Fahrzeugs überraschte. Er hatte darüber im „Popular Science“-Magazin gelesen und beschlossen, dass er eines kaufen muss. Zu Beginn war das amphibienartige Fahrzeug noch komplett weiß gestrichen. Mittlerweile hat es einen sportlichen blau-orangen Anstrich bekommen.

Beinahe fast im Originalzustand ist das Boaterhome im Fahrzeuginneren. Den Grundriss hat John Ortlieb in dem Wohnboot nicht verändert, sondern nur einige Details, um es noch wohnlicher zu gestalten. In der Fahrzeugmitte stehen sich zwei Längssofas gegenüber, die sich ausziehen lassen und zusammen ein großes Doppelbett über die gesamte Fahrzeug-, äh, Bootsbreite ergeben.

Watercraft Sports King (1987) Boaterhome Foto: Barcrofts Cars via Youtube
Tagsüber bilden die Polster der beiden Längssitzbänke eine bequeme Wohnlounge, nachts wird daraus ein großes Bett.

Auf der Beifahrerseite ist die Küchenzeile untergebracht. Die Kombüse lässt sich nicht lumpen: Sie besteht aus zwei große Spülbecken, einem Ofen, Mikrowelle, Herd und einem Kühlschrank. Gegenüber steht eine Volldinette als Sitzgruppe bereit. Der Tisch ist nach unten herablassbar, so entsteht hier bei Bedarf ein zweiter Schlafplatz. Ein Kompaktbad mit WC und Dusche rundet das Wohnerlebnis zu Wasser und Land ab.

3 in 1: Hausboot, Partybus und Campingfahrzeug

Über eine Luke kommt man bequem vom Ford-Fahrerhaus in die Wohnkabine. Hinter dem Cockpit befindet sich vorne im Boot der Kapitänsstuhl mit dem Bootslenkrad und allen Armaturen zur Steuerung zu Wasser. Auf der Straße kommt das Fahrzeug übrigens auf eine Maximalgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern, zu Wasser auf 64. Ein weiteres wichtiges Feature für Kapitäne: Das Nebelhorn.

Watercraft Sports King (1987) Boaterhome Foto: Barcrofts Cars via Youtube
Am Boot befinden sich Schiffsschraube und die Leiter des Schwimmdecks.

Eine Klimaanlage sorgt an heißen Tagen für angenehme Temperaturen an Bord. Der coolste Vorteil von einem Hausboot ist jedoch folgender: Wenn es zu heiß wird, geht man einfach kurz baden. Außen am Heck lässt sich ein Schwimmdeck herablassen. Via Leiter kann man dann ganz komfortabel ins Wasser steigen. Auch nachts ist das möglich, denn hinten am Boot gibt es außerdem ein Unterwasserlicht.

Dieses Licht kann auch zu Land eindrucksvoll eingesetzt werden. John Ortliebs Boaterhome ist immer wieder als Party-Bus auf den Straßen von Las Vegas unterwegs und zieht dann alle Blicke auf sich. Sein zweites Projekt ist derzeit ein weiterer Watercraft Sports King. Dieses Boaterhome konnte er günstig, in einem recht heruntergekommenen Zustand erwerben. Das Exemplar musste er komplett entkernen. Im Gegensatz zu seinem ersten Boaterhome, dem er aus sentimentalen Gründen seinen 80er-Jahre-Look bewahrt, will er dieses Fahrzeug komplett neu gestalten: Wenn es fertig, soll es Smarthome-Funktionen besitzen und das Konzept der Vorgängerversion ins 21. Jahrhundert übersetzen.

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