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Campingurlaub 2012

Reiselust ist ungebrochen

Thema des Monats: Strandgut, Traumstrände, CAR 07/2012 - Korsika Foto: Kohstall

Campingurlaub liegt auch 2012 voll im Trend. Das ergab die neueste  Auswertung des ADAC von rund 800 000 Routenanfragen für den  Sommerurlaub. Mehr als elf Prozent davon entfallen auf Camper.

Sie sind  besonders reisefreudig und flexibel. Laut ADAC zieht es die Wohnmobil- und Caravanfahrer vor allem in heimische  Gefilde. In der Länderwertung konnte Deutschland in diesem Jahr sogar den  Spitzenplatz von Italien zurückerobern. Bei den Reise-Regionen belegt Istrien  den Spitzenplatz: Das gilt für Wohnwagen-Fans, Wohnmobilisten und Pkw- Urlauber gleichermaßen. Bei Caravanurlaubern kann die kroatische Region  sogar um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Auch die deutschen  Regionen Oberbayern und Schleswig-Holstein stehen hoch im Kurs, konnten  aber kaum Marktanteile dazu gewinnen. Offenbar hat die wechselhafte  Witterung dazu beigetragen, dass viele Camper sich spontan für andere Ziele  entschieden haben.  

Um ihr Urlaubsziel zu erreichen, legen Reisende mit Wohnmobil die größten  Entfernungen zurück. Ihr Aktionsradius ist mit durchschnittlich 1415 Kilometer  deutlich größer, als der der Pkw-Urlauber (1110 km) und der Caravan-Fahrer  (1071 km). Ein deutliches Zeichen, dass trotz hoher Spritpreise und  zahlreicher Mautgebühren am Campingurlaub nicht gespart wird.  

Bereits zu Beginn der Saison hatte der ADAC Campingführer die  Stellplatzpreise auf Campingplätzen in Europa verglichen. Teuerstes  Campingland in  Europa ist nach wie vor Italien: Zwei Erwachsene mit einem 10-jährigen Kind  bezahlen hier durchschnittlich 44,60 Euro in der Hauptsaison für eine Übernachtung. In diesem Preis enthalten sind Auto-und Caravanstandplatz,  Nebengebühren, Strom und Warmduschen. Besonders tief in die Tasche  greifen müssen Camper auch in der Schweiz (40,55 Euro). Der Preisanstieg  um 11,4 Prozent ist hier vor allem auf den starken Franken zurückzuführen.  

Deutlich günstiger ist es in Deutschland. Hier bezahlen Camper  durchschnittlich 26,60 Euro pro Nacht. Noch weniger kostet die  Campingübernachtung in Polen (20 Euro) sowie in Ungarn (23,20 Euro). In  beiden Ländern sind die Campingpreise durch den günstigen Euro- Wechselkurs leicht gefallen.  

Laut Reisemonitor starten nach wie vor über 54 Prozent der Befragten  am liebsten mit dem eigenen Fahrzeug in den Urlaub. Mit dem Flugzeug  verreisen immerhin rund 36 Prozent.

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